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Koscher leben...
 
 

MidiSound zu Hanukah


Mona und Daniel: Chanukah

»Was ist eine Chanukkijah?«, fragte sie jetzt. »Dein Großvater hat mir schon erzählt, dass ihr Chanukkahferien habt. Was ist das für ein Fest?« »Chanukkah feiern wir die Wiedereinweihung des 2. Tempels in Jerusalem. 167 v. Chr. haben die Makkabäer, eine Gruppe jüdischer Widerstandskämpfer, die griechischen Besatzer verjagt. Diese hatten den Juden die Ausübung unserer Religion verboten und den Tempel durch Götzenbilder und die Opferung unreiner Tiere entweiht. Eine Legende berichtet, dass bei der Säuberung des Tempels noch ein Krug mit geheiligtem Öl gefunden wurde, mit dem die große Menorah, der Leuchter im Inneren des Tempels, entzündet werden konnte. Die Menge Öl hätte einen Tag lang gereicht, die Menorah brannte aber acht Tage. Zur Erinnerung an dieses Wunder und die Wiedereinweihung des Tempels feiern wir Chanukkah acht Tage lang. Jeden Tag zünden wir eine Kerze mehr an, so dass am achten Tag des Festes alle acht Kerzen der Chanukkijah brennen.« »Das hört sich nach einer spannenden Geschichte an«, bemerkte Mona. Sie betrachtete nachdenklich Daniels Kunstwerk. »Auf deiner Chanukkijah hast du aber Platz für neun Kerzen.« »Stimmt!« erwiderte Daniel. »Die neunte Kerze ist der Schamasch, so eine Art Diener, mit dem die übrigen Kerzen angezündet werden. Sie wird deshalb nicht gezählt, und ihr Platz ist immer etwas abgesondert von den anderen.«

»Acht Tage lang zündet ihr jeweils eine Kerze mehr«, murmelte Mona vor sich hin. »Weißt du, Daniel, ich glaube, es gibt eine Menge Ähnlichkeiten zwischen Weihnachten und Chanukkah. Die Geschichten dieser Feste sind zwar ganz unterschiedlich, aber beides sind Lichterfeste. Ihr zündet jeden Tag eine weitere Kerze auf eurer Chanukkijah, wir zünden jede Woche eine weitere Kerze auf dem Adventskranz an.«

»Es gibt noch mehr Ähnlichkeiten«, setzte Daniel Monas Gedanken fort. »Beide Feste werden im Winter gefeiert, beide haben das gleiche Datum.« Mona schaute ihn etwas verwundert an, aber Daniel erklärte, was er damit meinte. »Weihnachten fängt am 25. Dezember an und Chanukkah am 25. Kislev. Genauso wie wir alle unsere Feiertage am Vorabend beginnen, feiert ihr den Heiligen Abend am 24. Dezember.«

»Gibt es bei euch auch Geschenke?« wollte Mona jetzt wissen.

»Chanukkah bekommen die Kinder Chanukkahgeld, manchmal auch kleine Geschenke. Aber das ist eher Nebensache. Es ist einfach schön, die Chanukkahlieder gemeinsam zu singen, Kreppel, Kartoffelpuffer und andere gute Sachen, die in Öl gebacken werden, zu essen und Trendel zu spielen.« »Trendel spielen, was ist denn das?«, wollte Mona wissen.

»Ein Trendel ist ein kleiner Kreisel, auf dem die vier hebräischen Buchstaben Nun, Gimel, Hej und Schin zu lesen sind. Es sind die Anfangsbuchstaben des Satzes: Nes gadol hajah scham. Das bedeutet: Ein großes Wunder ist dort geschehen. Damit ist das Wunder mit dem Öl gemeint, das acht Tage lang brannte. Wir spielen dieses Spiel bei uns zu Hause mit Smarties, manche spielen mit Nüssen oder mit Münzen. Jeder Buchstabe hat einen bestimmten Wert. Wenn man den Trendel dreht, muss man je nachdem, welcher Buchstabe zu sehen ist, wenn er liegen bleibt, einige Smarties in einen Topf legen oder bekommt welche davon. Es ist ein lustiges Spiel.«

Es war spät geworden. Mona und Daniel räumten noch die Bastelutensilien weg, dann verabschiedete sich Daniel. Er hatte versprochen, zum Kerzenzünden wieder bei seinen Großeltern zu sein.

Dritter Teil

Noemi Staszewski:
Mona und der alte Mann
Ein Kinderbuch zum Judentum


[HANUKAH]

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