J'akow Ben Meir:
Rabbenu Tam
Der bedeutende Talmudgelehrte, ein Enkel des Salomo ben Isaak, kam um 1100
in Ramerupt, Seine zur Welt, er starb am 9. 6. 1171 in Troyes Champagne. Er
lebte von Geldverleih und Weinbau. J'akow Ben Meir war Vorsitzender des Beth
Din (Rabbinischer Gerichtshof) und Leiter eines Bet haMidrasch, zu dem
Schüler selbst aus Böhmen u. Rußland kamen.
In der Zeit des 2. Kreuzzugs
bemühte er sich unter Einsatz seines Lebens um das Überleben und die
Einheit der jüdischen Gemeinden. Rabenu Tam galt in West- und
Mitteleuropa als der größter Gelehrte seiner Zeit. Kritik fand
allerdings der Umstand, dass er keinen Widerspruch gegen die
Entscheidungen seines Beth Din duldete.
Auf seinen Kommentaren und
Entscheidungen beruhen die Tossafot zum babylonischen Talmud. In seinem
Werk "Sefer haJaschar" finden sich im ersten Teil einige seiner
Responsen. Im zweiten Teil finden sich Novellen zum Talmud, die dessen
Text gegen nachträgliche Korrekturen verteidigen. Rabenu Tam beherrschte
in seinen weltlichen Gedichtenden den spanischen Stil (Sephardim), in
seinen Pijutim benutzte er den deutsch-französischen Stil (Aschkenas).
Er verfaßte außerdem eine hebräische Grammatik.
(nach 'Neues
Lexikon des Judentums', Hsg. J.H. Schoeps)
Kizur Schulchan Arukh:
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dg / haGalil onLine 18-01-2000
Die hier ausgeführte Betrachtungsweise erhebt keinen Anspruch auf allgemeine
oder gar ausschliessliche Gültigkeit. Eine umfassende und allen Aspekten der
Thematik gerecht werdende Erörterung ist hier weder möglich, noch wurde sie
versucht. Dies alles mag selbstverständlich sein, in Anbetracht der
feindseligen Atmosphäre in einigen Diskussionsgruppen ist es trotzdem
erwähnenswert. |