Der Weg:
haHalakhah
Halakhah (hebräisch "Gehen", "Wandeln"), ein allgemeiner Begriff, der das
gesamte gesetzliche System des Judentums umfaßt. Die Halacha umfaßt die
Gebote und Verbote der mündlichen und schriftlichen Überlieferung. Im Laufe
ihrer Geschichte war sie stetem Wandel unterworfen.
Die Halacha beschreibt den
Lebensinhalt u. die Lebensführung, eine Trennung zwischen Säkularem und
Religiösem existiert nicht. Ursprünglich bezeichnete Halacha ein
bestimmtes Gesetz oder eine Entscheidung, wie z.B. in dem Ausdruck 'Dies
ist eine Halacha dem Mosheh gegeben am Sinaj' deutlich wird.
Die Halakhah besteht aus
verschiedenen Komponenten. Manche sind sinajitischen, manche sind
rabbinischen Ursprungs. Die Verbindlichkeit einer halachischen Anweisung
hängt von verschiedenen Kriterien ab. Von maßgeblicher Bedeutung ist der
Nachweis einer langen Tradition und die Berufung auf eine anerkannte
Autorität. Unter gewissen Umständen kann ein Brauch (Minhag), wenn er
einer bestimmten Halacha widerspricht, diese ersetzen.
Die Begründung einer halachischen
Anweisung ist auch durch den Schriftbeweis möglich, doch reicht dieser,
weil er grundsätzlich als widerlegbar gilt, ohne die anderen Kriterien
nicht aus. Bei umstrittenen Halakhoth (Mz.) gilt der Mehrheitsbeschluß.
Bedeutende Sammlungen der Halacha sind in rabbinischer Zeit die Mischna,
die Tossefta, die halachischen Midraschim (Midrasch), der babylonische
und der jerusalemische Talmud sowie in nachtalmudischer Zeit vor allem
die "Mischne Tora" von Moshe Ben Maimon sowie der
Schulkhan Arukh des Josef Karo.
(nach 'Neues
Lexikon des Judentums', Hsg. J.H. Schoeps)
Kizur Schulchan Arukh:
Ein Weg zu den
Quellen der Lehre
Der Kizzur Schulchan Aruch ist ein
Handbuch zur Halakhah. Verfasst wurde es durch den
ungarischen Rabbiner Shlomoh Ganzfried (1804-1886)...
Weiterführende Quellen und
Literaturempfehlungen:
  
- Razithi lishol otkhah, Prof.
Leibowiz...
Briefe an und von
Jeshajahu Leibowitz, Keter Publishing, Jerusalem 1999, ISBN
969-07-0807-3, 89.90 NIS*
- Menuchah nekhonah
haRaw cHajim Biberfeld
Kizur Halakhoth Shabath, Reuwen Mas Publ. / TShL'cH - Jerusalem
   
  

 
dg / haGalil onLine
17-01-2000 Die hier ausgeführte
Betrachtungsweise erhebt keinen Anspruch auf allgemeine oder gar
ausschliessliche Gültigkeit. Eine umfassende und allen Aspekten der Thematik
gerecht werdende Erörterung ist hier weder möglich, noch wurde sie versucht.
Dies alles mag selbstverständlich sein, in Anbetracht der feindseligen
Atmosphäre in einigen Diskussionsgruppen ist es trotzdem erwähnenswert.
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