antisemitismus.net / klick-nach-rechts.de / nahost-politik.de / zionismus.info

haGalil onLine - http://www.hagalil.com
     

hagalil.com

Search haGalil

Newsletter abonnieren
Bücher / Morascha
Musik

Koscher leben...
Tourismus
Jüdische Weisheit
 
Sie finden hier zahlreiche Artikel aus dem 90er Jahren, d.h. aus den Anfangsjahren des WWW. Aktuellere Meldungen finden Sie im Nachrichtenarchiv unter Jüdisches Leben in Deutschland..., Antisemitismus, Rechtsextremismus..., Europa und die Welt... oder in den täglich aktuellen Nachrichten von haGalil.com...
Etliche Artikel in diesem Ordner entsprechen in Formatierung und Gestaltung nicht den heutigen Internetstandards. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Juden in der frühmittelalterlichen Gesellschaft

Vor dem 6. Jh. erging es den Juden sehr schlecht. Sie wurden verfolgt und von der Gesellschaft immer mehr ausgeschlossen. Dies lag vor allem an der Kirche, die immer wieder versuchte die Juden zum Christentum zu bekehren. Bereits 391n.Chr.wurde das Christentum zur Staatsreligion erklärt. Alle anderen Religionen wurden verboten. Zudem warf man den Juden die Schuld an der Kreuzigung Jesus‘  vor und Johannes Chrysostomos bezeichnete die Synagogen als " Sammelstätte der Christusmörder".
Die Kirche versuchte mit Hilfe zahlreicher Verbote die Christen von den Juden zu trennen. Ein Beispiel dafür ist das Konzil in Laodicäa  von 341, welches die Verbreitung jüdischen Brauchtums unter den Christen verhindern sollte. Jedoch gab es auch einige blühende jüdische Gemeinden, wie beispielsweise die Gemeinde in Köln um 321 n. Chr.
Im 6. Jh. verbesserte sich die Lage der Juden jedoch zusehends. Sie begannen als Kaufleute, Gutsbesitzer, Zollbeamte, ÄrzteJüdische Siedlungen in Deutschland vor 1238 oder Münzmeister zu arbeiten. 742 n.Chr. brach die Zeit der Regentschaft Karl des Großen an. Dieser war zwar auch noch bestrebt die Juden zu christianisieren, jedoch durften sie ihre Religion frei ausüben. Im allgemeinen waren die Juden genauso geachtet wie die Christen. Ihr Leben, ihre Ehre, ihre Religionsausübung, ihr Eigentum und ihre Freiheit standen unter dem Schutz des Kaisers. Zahlreiche jüdische Gemeinden konnten sich zu dieser Zeit herausbilden. Es war den Juden auch die Freiheit gegeben, ihre Zivilstreitigkeiten selbst nach ihrem eigenen Recht zu klären. Auch wirtschaftlich waren die Juden als Kaufleute und Seefahrer, auf Grund ihrer sprachlichen Kenntnisse sehr gut gestellt und angesehen. Im Jahre 839 n.Chr. war es sogar möglich, dass ein kaiserlicher Diakon namens Bodo zum Judentum übertreten konnte, ohne dafür bestraft oder verfolgt zu werden. Auch die Kirche wandte sich von der gewaltsamen Bekehrung der Juden ab. Dies lag daran, dass die Bischöfe, die als Stadtherren sehr am profiteinbringenden Handel interessiert waren, ihren Nutzen aus den Fähigkeiten der Juden ziehen konnten.
 
 
verfasst von:
Eva Trinks
Maja Kamprath
Yvonne Kunze
 


Spenden Sie mit PayPal - schnell, kostenlos und sicher!

Werben in haGalil?
Ihre Anzeige hier!

Advertize in haGalil?
Your Ad here!

haGalil.com ist kostenlos! Trotzdem: haGalil kostet Geld!

Die bei haGalil onLine und den angeschlossenen Domains veröffentlichten Texte spiegeln Meinungen und Kenntnisstand der jeweiligen Autoren.
Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber bzw. der Gesamtredaktion wieder.
haGalil onLine

[Impressum]
Kontakt: hagalil@hagalil.com
haGalil - Postfach 900504 - D-81505 München
1995-2014 © haGalil onLine® bzw. den angeg. Rechteinhabern
Munich - Tel Aviv - All Rights Reserved