Drascha zur Paraschat Bechukotai

Diese eindrucksvolle Synagoge hat infolge tragischer Ereignisse des 20. Jahrhunderts lange geschwiegen. Es wurde hier nicht gesprochen.  Es wurde hier nicht gesungen. Es wurde hier nicht gebetet. Vor fünf Jahren habe ich hier allein gestanden. Es war ein trauriger Moment. Die Synagoge war leer und lautlos. Ich erinnere mich daran, dass ich damals davon träumte, hier die Kinderstimmen wieder zu hören. Vielleicht, dachte ich, wird es eines Tages passieren und vielleicht wird eine dieser Stimmen zu meinem eigenen Kind gehören. Wenn ich mich jetzt umsehe, denke ich an die Unterschiede zwischen dem Moment vor fünf Jahren und heute…

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Lag baOmer

Die Zeit zwischen Pessach und Schawuot (wörtlich „Wochen“) wird „Sefirat ha Omer“ das Omer – Zählen genannt. Ursprünglich hatte dieser Zeitraum einen festlichen Charakter, weil sowohl Pessach als auch Schawuot ihren Hintergrund in der Ernte hatten. Nach und nach wurde daraus aber eine Trauerzeit wegen der Erfahrung von Pogromen und anderen Äußerungen von Judenhaß. Deswegen finden während dieser Zeit keine Hochzeiten statt. In traditionellen Kreisen werden auch keine Haare geschnitten. Eine Ausnahme ist der Lag ba-Omer, der 33. Tag nach Pessach…

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Das Zählen des Omer: Sefirat ha Omer

Die Zeit zwischen Pessach und Schawuot (wörtlich „Wochen“) wird „Sefirat ha Omer“ das Omer – Zählen genannt. Am 2. Tag des Pessachfestes wurde ein Omer Opfer im Tempel in Jerusalem dargebracht und zwar von der neuen Gerstenernte. „Omer“ heißt „Garbe“ (ajin-mem-resch), kann aber auch eine Maßeinheit bedeuten. Damit begann das Zählen und die Vorbereitung für das Schawuot – Fest, an dem wir die Gabe der Torah feiern und an dem wir jedes Jahr wieder von neuem die Torah als auch als Gabe, die uns persönlich für unser Leben gegeben worden ist, anzunehmen…

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