Bei der Beerdigung von Zidan Seif

Die Zahl der Todesopfer des Terroranschlags in einer Synagoge in Jerusalem vom Dienstag ist auf fünf gestiegen. Der drusische Polizeibeamte Zidan Seif erlag in der Nacht zum Mittwoch seinen Verletzungen…

Bei der Beerdigung von Zidan SeifAn der Beerdigung nahm auch Staatspräsident Reuven Rivlin teil. In seiner Traueransprache sagte er unter anderem: „Verehrte Familie Seif, ich stehe hier vor Euch, zitternd und mit Schmerzen. Gestern Morgen hat der Terror erneut Jerusalem getroffen, ein Terror, der keinen Unterschied macht zwischen Mensch und Mensch. […] Zidan war einer der besten Söhne unseres Landes, diente als Polizist in Jerusalem, und er zögerte keinen Moment zu handeln, als er hörte, was geschah. Er war als einer der ersten am Ort des Massakers, stellte sich als einer der ersten den Mördern, den Flammen des Hasses und der Feindseligkeit entgegen. Als einer der ersten unter den Beschützern Jerusalems stand er furchtlos vor den Terroristen, stellte seinen Körper zwischen die mörderischen Angreifer und die Betenden, um sie zu schützen. Er wurde im Kampf verletzt und erlag in der Nacht seinen Wunden, aller Gebete und allem Flehen zum Trotz.“ […]

An die Familie Zidans gewandt sagte Rivlin: „Es gibt keinen Trost für Euren Schmerz. Keinen Trost für den Tod Eures Vaters, Ehemanns, Sohns und Bruders, der von Mörderhand starb. Wie sollten wir sein kleines Baby trösten, das seinen Vater nie kennenlernen wird? […] Wir werden ihr sagen: Dein Vater hat heldenhaft auf Jerusalem aufgepasst, Dein Vater hat sein Leben gegeben, um die Leben Anderer zu retten. Dein Vater war ein Held. […] Liebe Familie Seif, ich schließe mich Euren Schmerzen und Euren Tränen an. Das Gedenken an Zidan möge in unsere Herzen für immer eingegraben sein.“

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte die Teilnahme zahlreicher ultraorthodoxer Juden. Im Vorfeld war über whatsapp und in den Gemeinden vor Ort dazu aufgerufen und Sammelbusse zur Anreise organisiert worden. Einer der Aufrufe, die über whatsapp in ultraorthodoxen Kreisen am Mittwoch verbreitet wurden: „Ein kostenloser Bus fährt um 12 Uhr am Ha-Uma-Gebäude ab, zur Beerdigung des „chassid umot ha-olam“ (Gerechter unter den Völkern) Oberfeldwebel Zidan. Bei Interesse meldet Euch unter (…). Bitte weitersagen, zur Heiligung Gottes!“

Präsidialamt/ynet/Außenministerium des Staates Israel, 19.11.14, Newsletter der Botschaft des Staates Israel

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