80 Jahre nach dem Anschluss

Oft genug habe ich zu einem Jahrestag des Anschlusses Politikerreden anhören müssen, über Lehren aus der Geschichte und die Ablehnung des Antisemitismus. In den letzten Jahren kommen solche Erklärungen auch von Vertretern der FPÖ. Allerdings steht das Erscheinungsbild dieser Partei immer wieder im Widerspruch zu den schönen Ausführungen…

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Wie George Soros in Osteuropa zur Hassfigur hochstilisiert wird

„Soros ist ein alter Halunke, dazu auch noch ein Geizhals. Wenn du dich öffentlicher Gelder der USAID – der Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung – bedienst und dich brüstest ein Milliardär zu sein, geniert das auch deine amerikanischen Pressesklaven von der Financial Times und der New York Times, die dich als Philanthropen lobpreisen“. Dieser Leserkommentar ist in der Bukarester Tageszeitung „Evenimentul zilei“ am Montag erschienen und begleitete einen der unzähligen Schimpfartikel, in deren Mittelpunkt der amerikanische Milliardär und Börsenspekulant George Soros steht…

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85 jährige Jüdin in Pariser Sozialbau erstochen und verbrannt

Mireille Knoll

Ein islamistisch aufgehetzter Franko-Maghrebiner ersticht und verbrennt seine Nachbarin, eine 85 jährige Holocaust-Überlebende, mit der er ursprünglich befreundet war. In der Wohnsiedlung des Attentäters von Trèbes erschallen für ihn Hochrufe. Der dschihadistische Terror nährt sich aus einem Sympathie-Potential bei Teilen der muslimischen Jugend und Islam-Konvertiten…

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Wenn der Bock zum Gärtner gemacht wird

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich mehrmals gegen jeglichen Antisemitismus ausgesprochen. Trotzdem hat er im Februar die FPÖ „Historikerkommission“ begrüßt und dabei auf das Gedenkjahr hingewiesen. Mitglied dieser Kommission ist auch Andreas Mölzer, Herausgeber der Wochenzeitung „Zur Zeit“, in der immer wieder antisemitische Töne zu finden sind…

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Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

Während man von Globalisierung und internationaler Gemeinschaft spricht, werden überall in der Welt neue Grenzzäune und Mauern errichtet: um Staaten, besetzte Territorien und exklusive Wohnsiedlungen, zwischen öffentlichem und privatem Raum, Erlaubtem und Unerlaubtem. Manche dieser Grenzen sind durchlässig und andere tödlich, manche sichtbar gezogen und andere durch kulturelle Codes, Sprachtests oder biometrische Verfahren bewehrt. Grenzen entscheiden über Leben und Tod, „Identität“ und „Fremdheit“, Zugehörigkeit und Ausschluss…

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Neustart ins Leben – Nach der Shoa nahm Kanada über 1.000 jüdische Waisen auf

„Als wir am 31. Januar 1948 endlich die General Sturgis bestiegen, verschlug es uns die Sprache; das Schiff war ein Wrack, ein Seelenverkäufer“, erinnert sich Szija Smilovic. „Doch zum Teufel, was soll’s? Yippie Hurra! Es geht los, auf Wiedersehen Europa – lebe wohl! Kanada wir kommen!“…

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„Die Aula“ 2017 – Gegen „Ostküste“, „Blutsvermischung“ und „parasitäres Großkapital“

Das Aufkommen und die zunehmende Reichweite von Online- und crossmedialen Desinformationsprojekten am rechten Rand (unzensuriert.at, InfoDIREKT, alles roger?, Wochenblick u. a.) setzen der weiterhin nur in Printform erscheinenden Aula zu. Als eines der traditionsreichsten Organe des österreichischen Rechtsextremismus, publizistisches Flaggschiff des völkischen Verbindungswesens und angesichts ihrer engen Verzahnung mit einer Parlaments- und nunmehr auch Regierungspartei ist ihr dennoch einige politische Relevanz zu attestieren. Auch im heurigen Jahr lotete die im Grazer Aula-Verlag erscheinende Zeitschrift die Grenzen des rechtlich Zulässigen beständig aus…

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