Christlicher Antijudaismus: „Hostienschändung“ in deutschen Nachschlagewerken

Neben Ritualmordvorwürfen stellten Beschuldigungen Hostienschändung begangen zu haben die ‚Lieblings‘-Anklagen mitteleuropäischer Christen ihren jüdischen Mitbürgern gegenüber dar. Zwar entbehrten beide Unterstellungen jedweder Grundlage, dennoch bediente sich die christliche Mehrheit über mehrere Jahrhunderte hinweg dieser primitiven Konstrukte, um sich scheinbar legal, denn weder von weltlichen noch von geistlichen Potentaten waren gewöhnlich Sanktionen zu erwarten, und ohne größeren Aufwand den materiellen Besitz der Angehörigen der Minderheit aneignen zu können bzw. um andere sonst durch einen gewissen sittlichen Kodex der Gemeinschaft verhinderte Straftaten zu begehen…

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Einigungsfaktor Antisemitismus

Dass Linke in ihrem Kampf gegen Israel und die USA wie Rechtsextreme klingen, ist ja ein bereits vielfach beobachtetes Phänomen. Dass sie dabei aber auch unmittelbar in rechtsextreme Kampagnen einstimmen, war bis dato nur schwer vorstellbar. Nun hat ein deutscher Künstler und Palästinabewegter namens Erhard Arendt ein über 30.100 Zeichen umfassendes wirres Elaborat auf seiner Homepage veröffentlicht, das sich gegen Karl Pfeifer, Kuratoriumsmitglied des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und Träger der Samuel Bloch Medaille der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich, richtet…

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Die Deggendorfer Gnad: Historie und Nachwirkungen eines antisemitischen Dauer-Ärgernisses

Als der röm.-kath. Bischof der bayerischen Diözese Regensburg, Manfred Müller, mit Schreiben vom 15. März 1992 die mittlerweile weltweit umstrittene „Deggendorfer Gnad“, eine traditionelle, alljährlich vom 29. September an eine Woche gefeierte volkstümliche Wallfahrt „zu den heiligen Hostien“ in der im Volksmund so genannten „Grabkirche“, kirchenamtlich beendete, blieben laute Proteste seitens der Gläubigen, aber auch euphorische Freudenkundgebungen jener Persönlichkeiten aus, die Jahrzehnte gegen die Fortführung der Wallfahrt angekämpft hatten. Ein brummelnder Pfarrer Josef Pommer, ein paar Frömmler, die sich hinter vorgehaltener Hand äußerten, aber nicht aus ihrer Deckung herauswagten – mehr gab es nicht. Und die Gegner, mehrheitlich Geistliche oder Ex-Priester wie jener ausgesprungene Niederaltaicher Benediktiner Karl Krotzer, die intellektuell gegen die Gnad angetreten waren, Pfarrgemeinde- und Diözesanräte, Historiker und Journalisten hielten sich weise zurück: Provokationen sollten tunlichst vermieden werden – letztendlich hätte es nämlich zu jenem Phänomen kommen können, welches in der deutschen Gegenwart häufig zu beobachten ist: Dass die Schuld für immer wieder aufflammenden Judenhass in der deutschen Gesellschaft stets bei den Juden zu suchen sei! …

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Solidarität mit Muslimen

Am Montag dieser Woche besuchte ich, zusammen mit dem Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, dem Ägyptischen Botschafter Ramzi Ezzeldin Ramzi, dem Polizeipräsidenten Bernd Merbitz und dem sächsischen Justizminister Geert Mackenroth, Elwi Ali Okaz im Krankenhaus in Dresden..

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Jüdisches Bayern: „Zur Geschichte der Juden in München“ von Eduard Schöpflich (1926)


München, die Hauptstadt des Bundeslandes Bayern, weist eine bewegte und in Bezug auf ihre Minderheiten, traurige Geschichte auf. Zwar verstanden es die PR-Abteilungen der Stadt und des Landes durch geschickte Hervorhebung historischer und kultureller Glanzlichter sowie die Schaffung werbewirksamer Slogans („München leuchtet“, „Weltstadt mit Herz“, etc.) stets die dunklen Seiten der Vergangenheit zu überdecken oder gar zu verwischen, dennoch konnte niemals völlig verhindert werden, dass zumindest stückchenweise die unpopuläre Wahrheit immer wieder an die Oberfläche drang und noch dringt…

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