Ahnungslosigkeit 2.0: Lehrer zwischen Hysterie und Leichtsinn

Lehrer und Medienkompetenz sind zwei Begriffe, die sich auszuschließen scheinen. Einerseits sehen rund 60% der Lehrer die Schule als die Instanz, die Kindern den Umgang mit Computer vermitteln soll, andererseits findet diese Vermittlung dort kaum oder verspätet statt. Hinzu kommt, dass das Internetverhalten von Lehrern ein komplett anderes ist, als das ihrer Schüler…

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Moshe Zuckermann: Nach dem Krieg und vor dem Ausgleich?

Titel: Zuckermann
Ort: München
Beschreibung: Gaza – Nach dem Krieg und vor dem Ausgleich?

Vortrag von Prof. Dr. Moshe Zuckermann, Tel Aviv
Moderation: Dr. Reiner Bernstein, München

Samstag, 21. Februar 2009
19.00 Uhr / Gasteig / Black Box
Eintritt 7,00 Euro / erm. 5,00 Euro
(Vvk ab 6.2. bei München Ticket, Tel. 54 81 81 81)

Laut offizieller Verlautbarung verfolgte der Gazakrieg ein klar umrissenes Ziel: dem Beschuss von Orten in Israels Süden durch die Hamas Einhalt zu gebieten. Die Vehemenz, mit der Israel reagierte, sowie der Zeitpunkt der militärischen Maßnahme, zeigt jedoch, dass es um weit mehr ging als um das proklamierte Sicherheitsproblem.
Das Fiasko des zweiten Libanonkrieges (aus israelischer Perspektive) und der beim Ausbruch der Kampfhandlungen bereits angelaufene Wahlkampf in Israel spielten in diesem Zusammenhang eine gravierende Rolle. Dabei sollte sich gerade bei diesen Wahlen erweisen, wie es um die Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts generell bestellt ist.

Moshe Zuckermann, der wie kaum ein anderer die politischen Debatten sowohl in Israel als auch in Deutschland verfolgt, zeigt die strukturellen Koordinaten dieses gesamten Wirkzusammenhangs gebündelt auf. Er wurde 1949 in Tel Aviv geboren. Mit seiner Familie kam er 1960 nach Deutschland und kehrte 1970 nach Israel zurück. Er lehrt an der Universität Tel Aviv und war Leiter des dortigen Instituts für deutsche Geschichte und Herausgeber des „Tel Aviver Jahrbuches für deutsche Geschichte“.
Vor kurzem erschien sein neues Buch „Sechzig Jahre Israel. Die Genese einer Krise des politischen Zionismus“ (Pahl-Rugenstein 2009).
Eine Veranstaltung der Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe München in Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek. Sie wird freundlicherweise von der Petra-Kelly-Stiftung unterstützt.

Date:
2009-02-20

Wehrmachtsoffizier aus „Der Pianist“ geehrt

„Mutter saß beim Frühstück und weinte. Sie sagte mir, dass Vater ihr von den schrecklichen Dingen in Polen erzählt hätte.“ Das war die letzte Erinnerung von Jorinde, 76 , an ihren Vater Wilm Hosenfeld. In Roman Polanskis Film „Der Pianist“ aus dem Jahr 2002 ist das jener Wehrmachtsoffizier, der dem Juden Wladyslaw Szpilman in Warschau das Leben rettete…

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Kurt Eisner – 90 Jahre danach

Am 21. Februar 1919 wurde Kurt Eisner in der heutigen Kardinal-Faulhaber-Straße / Nähe Promenadeplatz von einem rechtsextremistischen Attentäter ermordet. Wir werden am Tatort und zur Tatzeit, am Samstag, den 21. Februar 2009 um 11.00 Uhr, einen Kranz dort niederlegen und des ermordeten Ministerpräsidenten, Demokraten, Sozialisten und Pazifisten Kurt Eisner gedenken, der sich insbesondere für Völkerverständigung Bildung und den Dialog von Politik und Kunst einsetzte…

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„Vom unersättlichen Existenzrecht Israels“: Politische Bildung der Stadt Nürnberg

Traditionsbewusst zeigten sich letzte Woche Nürnberger Regionalpolitiker. Wer wissen wollte, weshalb eine städtische Einrichtung antisemitische Parolen verbreitet, wurde auf die Geschichte verwiesen. Soweit, so logisch – gemeint war allerdings die Geschichte des Nürnberger Kulturzentrums…

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Das Jahr 1933 – wie wahrscheinlich war Widerstand gegen Hitler?

Anlässlich der Wiederkehr Hitlers Regierungsantritt am 30.01.1933 – geräuschvoll von den Nazis „Machtergreifung“ genannt – sei hier auf ein wissenschaftliches Symposium in Dachau zurückgeblickt, das wie alle Jahre wieder am zweiten Oktoberwochenende, 2008, stattfand und das Schicksalsjahr 1933 thematisierte. Im Hinblick auf den stark diskutierten Film „Operation Walküre“, der derzeit in den Kinos läuft, hilft das Symposium eine Antwort auf die Frage zu finden, ob Widerstand bereits in den Anfangsjahren des „Dritten Reiches“ möglich gewesen wäre – und nicht erst, als der Ausgang des Zweiten Weltkrieges gegen Deutschland entschieden war. …

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FH Würzburg: Plakatwettbewerb für Teheran?

Am 06. und 07. Februar fand in der FH Würzburg die Ausstellung der Diplom-, Master-, und Semesterarbeiten im Bereich Gestaltung statt. Dabei wurden Plakate ausgestellt, die antisemitische und holocaustrelativierende Aussagen enthalten. An die Kursleiterin ging folgende offene Email…

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