Als Frieden noch möglich schien

Das Attentat wirkte nicht nur in Israel wie ein Schock: Am 4. November 1995 wurde Ministerpräsident Jitzchak Rabin von einem fanatischen orthodoxen Juden ermordet. Die Erinnerung an ihn ist in der Gegenwart häufig durch dieses Ereignis geprägt, wodurch seine Bedeutung für den Friedensprozess im Nahen Osten eher zurücktritt. Doch gerade darin bestand die politische Lebensleistung von Rabin, der von allen israelischen Ministerpräsidenten in diese Richtung wohl die weitesten Schritte gegangen war…

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„Und nun ist unser Spiel vorbei“

Als Anne Frank im Juni 1929 geboren wurde, lebte ein 2-jähriges Mädchen in der ersten Etage eines bürgerlichen Hauses in der Gundulićeva-Strasse im Zentrum Zagrebs, nicht weit entfernt vom kroatischen Nationaltheater (Hrvatsko Narodno Kazalište). Sicherlich ist die kleine Lea mehrmals die wenige Meter getippelt, um ihrer grossen Leidenschaft, dem Theaterspiel, nachzukommen, die ihr von ihrer Mutter Ivka in die Wege gelegt wurde…

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Die ethnische Säuberung Palästinas

Gründungsmythen haben viele Länder und Staaten. Sie stellen geschichtliche Legitimationsmuster dar und entsprechen mal mehr, aber auch mal wenige der historischen Realität. Dies gilt auch für die Entstehungsgeschichte Israels, welche mit der Annahme verbunden wurde, dass die Palästinenser im Unabhängigkeitskrieg ihre Wohngegenden eher freiwillig verlassen hätten…

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Freiheit ist keine Metapher

„Der Genderfeminismus, der Antirassismus und der Queerfeminismus sind“, so heißt es gleich zu Beginn, „Karikaturen geschlechter-, migrations- und sexualpolitischer Emanzipationsregungen“ (S. 9). Dies steht so in der Einführung eines Sammelbandes, der von dem studierten Historiker Vojin Sasa Vukadinovic mit dem Titel „Freiheit ist keine Metapher. Antisemitismus, Migration, Rassismus, Religionskritik“ herausgegeben wurde…

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