antisemitismus.net / klick-nach-rechts.de / nahost-politik.de / zionismus.info

Judentum und Israel
haGalil onLine - http://www.hagalil.com
     

 
Hier finden Sie archivierte Buchbesprechungen aus den 90er Jahren. Aktuellere Besprechungen finden Sie unter buecher.hagalil.com oder in den täglich aktuellen Nachrichten von haGalil.com...
Etliche Artikel in diesem Ordner entsprechen in Formatierung und Gestaltung nicht den heutigen Internetstandards. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
   

 

[buecher.judentum.de]

Suhrkamp:
50 JAHRE ISRAEL

Am 30. April 1998 jährt sich die Gründung des Staates Israel zum fünfzigsten Mal. Das altneue Land wurde zu einem unabhängigen Staat inmitten des Krieges, der viele Väter hat und der das Land seit einem halben Jahrhundert ebenso begleitet wie jene Hoffnung, die nur einen Namen trägt: Shalom, Salam, Frieden. Die Geschichte des modernen Israel, seine Fortschritte, Rückschläge, seine neu erbauten Orte wie ersehnten Utopien bezeugen die Wirkungsmächtigkeit des biblischen Israel, des Zionismus der Jahrhundertwende. Die Geschichte des modernen Israel ist aber auch bestimmt von der furchtbaren Erfahrung der Shoah, der Schaffung einer eigenen Gesellschaft, der Selbstbehauptung eines eigenen Staates inmitten von Kriegen, Konflikten, Eroberungen und Friedensschlüssen.

Die moderne hebräische Literatur ist ebenso wie der Staat Israel alt und neu zugleich: Ihre Traditionen reichen weit zurück und verbinden sie doch mit der Moderne. Das Werk des Nobelpreisträgers Samuel J. Agnon legt die Schnittstellen und Widersprüche dieses Übergangs frei; seine melancholischen Helden stehen mit einem Bein noch im galizischen Shtetl, mit dem anderen suchen sie Fuß zu fassen in dem neuen Land. Amos Oz, schon ganz ein Kind dieses Landes, führt seine Leser mit Im Lande Israel in dessen heutiges Inneres. Samech Yishar berichtet über die inneren wie äußeren Verwüstungen des israelisch-arabischen Krieges; seine Geschichten von Krieg und Frieden wurden zum literarischen Gewissen Israels.

Jaakow Shabtai gibt das unverwechselbare Lokalkolorit von Tel Aviv in neuen literarischen Formen wieder, die an Joyce und Proust erinnern. Jehoshua Kenaz spürt denen literarisch nach, die nicht wirklich heimisch werden im neuen Staat.
Die jungen israelischen Autoren schließlich, Lea Aini und Itamar Levy, erkunden literarisches Neuland, das an den alten Kontinent anschließt. Auch drei neue suhrkamp taschenbücher geben ein anschauliches Bild des modernen Israel: Ingrid Wiltmann zeichnet in zwölf Gesprächen Lebensgeschichten aus Israel auf, für die das Jahr 1948 zur Zäsur wurde. Eine Geschichte in Texten erzählt die von Jakob Hessing herausgegebene Anthologie: Porträts, Texte, Begebenheiten, Erinnerungen an das vergangene wie Erfahrungen mit dem gegenwärtigen Israel. Hans Mayers Reisen nach Jerusalem führten ihn einmal in das Land unmittelbar nach dem Sechs-Tage-Krieg, ein anderes Mal am Tag der Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten Itzhak Rabin im November 1995, einer Tat, die die politische Gegenwart Israels bis heute prägt.

Übersicht                       Junge israelische Literatur

Suhrkamp Verlag

Player <<-->> Sound (Heine)

 


Theodor Herzls Altneuland 18.80Euro!



DE-Titel
US-Titel

haGalil.com ist kostenlos! Trotzdem: haGalil kostet Geld!

Die bei haGalil onLine und den angeschlossenen Domains veröffentlichten Texte spiegeln Meinungen und Kenntnisstand der jeweiligen Autoren.
Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber bzw. der Gesamtredaktion wieder.
haGalil onLine

[Impressum]
Kontakt: hagalil@hagalil.com
haGalil - Postfach 900504 - D-81505 München

1995-2006 © haGalil onLine® bzw. den angeg. Rechteinhabern
Munich - Tel Aviv - All Rights Reserved