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Von der alten Welt des Judentums zur Moderne
SAMUEL J. AGNON
Samuel J. Agnon, geboren 1888 in
Galizien, gehört neben J. Ch. Brenner zu den wichtigsten hebräischen
Prosaschriftstellern des 20. Jahrhunderts. Seine Romane und Novellen beschreiben den
Übergang von der alten Welt des Judentums in die Moderne. Seine besondere Erzähltechnik
und eigentümliche Sprache wurden oft mit Thomas Mann und Franz Kafka verglichen. Samuel
J. Agnon erhielt 1954 und 1958 den Israel-Preis für Literatur und wurde 1966, zusammen
mit Nelly Sachs, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er starb 1970 in
Jerusalem.
- DER VERSTOSSENE
BS 990. 118 S.
»Auch diese Erzählung führt uns nach Schibbusch, ... in die galizische Heimat Agnons.
... Es wird viel gesungen in dieser Erzählung und viel geweint. Mystisch-lyrische Töne
werden angeschlagen. Oft glaubt man sich an Chagall erinnert, der seine sehnsüchtige
Liebe zum kleinen ostjüdischen Städtchen, aus dem er in die Welt zog, so wenig
verleugnen konnte wie Agnon.«
Germania Judaica
- LIEBE UND TRENNUNG
Erzählungen
192 S. Geb.
Es gehört zum skeptischen, pessimistischen Blick, den Agnon auf die Welt warf, daß er in
Liebesverhältnissen eher das Moment der Trennung als das der Vereinigung aufspürte.
Liebe und Trennung ist die Grundspannung, die alle hier versammelten Erzählungen
durchzieht.
- GESTERN, VORGESTERN
589 S. Geb.
Der Roman erzählt die Geschichte von Jizchak Kummer, der sich Anfang des Jahrhunderts,
wie Agnon selber, auf den Weg von Galizien nach Palästina macht, um Land zu bebauen und
sich in der alt-neuen Heimat niederzulassen. Die realistische Geschichte ist mit der
surrealistischen eines Hundes namens Balak verwoben, dem Jizchak die Worte 'kelew
meschuga', irrer Hund, auf den Rücken pinselt.
- NUR WIE EIN GAST ZUR NACHT
Roman
482 S. Geb.
Der Ich-Erzähler besucht seinen galizischen Heimatort Buczacz (wo Agnon 1888 geboren
wurde) kurz vor dem Versöhnungstag, dem höchsten jüdischen Feiertag. Distanziert und
doch teilnahmsvoll schildert er den Ort seiner Herkunft, die Menschen und Schicksale, aber
auch den Untergang dieser jüdischen Lebenswelt.

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