|
|
Wenn es um die Darstellung von Deutschland und Israel in den Medien des jeweils
anderem Landes geht, sind sich die meisten zumindest in einem Punkt einig: es
ist ein schwieriges Thema, die gegenseitige Wahrnehmung wird durch viele
Faktoren bestimmt, befördert, aber auch beeinträchtigt.
Zwischen Jom
Haatzmauth und Jom Jeruschalajim ist es genau der richtige Zeitpunkt,
diesen Problemen nachzuspüren in Form eines Erfahrungsaustausches zwischen
Gisela Dachs ("Die Zeit") und Eran Tiefenbrunn ("Yedioth Achronoth").
Die Journalistin Gisela Dachs gab zuletzt einen Sammelband mit Beiträgen von 13
Israel-Korrespondenten heraus über "Deutsche, Israelis und Palästinenser. Ein
schwieriges Verhältnis". Darin wird deutlich, welche Probleme sich aus dem
Bemühen um objektive Berichterstattung in einem schwierigen Konflikt und einem
sensiblen Beziehungsgeflecht ergeben.
Gisela Dachs, 1963 in Weiden geboren, studierte Literaturwissenschaft und
Philosophie in Paris, war Auslandsredakteurin bei der französischen Tageszeitung
"Libération" wurde 1990 politische Redakteurin bei der Wochenzeitung "Die Zeit".
Seit 1994 lebt sie als lsrael-Korrespondentin der "Zeit" und des Züricher
"Tages-Anzeigers" in Jerusalem.
Eran Tiefenbrunn 1964 in Tel Aviv geboren, studierte an der Universität Tel
Aviv Geschichtswissenschaft mit dem Schwerpunkt deutsche Geschichte. Seit 3 1/2
Jahren ist er Deutschland-Korrespondent der israelischen Tageszeitung "Yedioth
Achronoth". Er berichtet von Berlin aus "über Politik, Kultur und Gesellschaft
aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, bisweilen auch über dessen Grenzen
hinaus".
Veranstalter:
Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München
und B'nai B'rith München
Dienstag, 16. Mai 2000
Unkostenbeitrag: 10.— DM
Karten im Vorverkauf erhältlich
Veranstaltungsort:
Kulturzentrum der IKG München
Prinzregentenstr. 91 /Rgb.,
81611 München, Telefon 41 1067
Gisela Dachs (Hg.)
Deutsche, Israelis und Palästinenser
Ein schwieriges Verhältnis
Vorwort von Joschka Fischer
ISBN 3-930378-25-6
Siebzehn renommierte Nahostkorrespondenten berichten in diesem Buch über
das schwierige Beziehungsdreieck zwischen Deutschen, Israelis und
Palästinensern. Ihre teils biographisch, teils thematisch abgefaßten
Beiträge ergeben ein facettenreiches und höchst interessantes Bild der
inneren und äußeren Konflikte, mit denen sich Journalisten
auseinandersetzen müssen, die sich in diesem Dreieck bewegen.
Autorinnen und Autoren:
Georg Baltissen (die tageszeitung/taz), Jörg Bremer
(Frankfurter Allgemeine Zeitung),
Daniel Dagan (Israelischer Rundfunk), Annette Großbongardt
(Der Spiegel), Inge Günther (Frankfurter Rundschau), Jakob
Hessing (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Pierre Heumann
(Die Weltwoche), Susanne Knaul (Deutsches Allgemeines
Sonntagsblatt),
Michael Krupp (Evangelischer Pressedienst), Frank Ludwig
(MDR Hörfunk), Peter Philipp (Deutsche Welle), Anne Ponger
(Süddeutsche Zeitung), Khalil Abed-Rabou (AFP), Ulrich Sahm
(n-tv),
Friedrich Schreiber (ARD Fernsehen), Ben Segenreich
(Österreichisches Fernsehen).
haGalil onLine
12-05-2000
|