Die
vorliegende zweisprachige Ausgabe der Haggada - wie im Hebräischen üblich
"von hinten" gelesen - enthält in ihrer Kommentierung durch Rabbiner Michael
Shire viele historische Bezüge bis hin zur Gegenwart und wird dadurch auch
für nicht-jüdische Leser zur interessanten Lektüre. Die Übersetzung von
Annette Böckler bringt die Schönheit des traditionellen hebräischen Textes
auch in der deutschen Sprache zum Ausdruck. Das Vorwort stammt von
Landesrabbiner Walter Homolka.
Die
Illustrationen der vorliegenden Hagadah sind Faksimile-Reproduktionen
mittelalterlicher illuminierter Handschriften aus der berühmten Sammlung des
Britischen Museums in London. Diese Haggadot entstammen der aschkenasischen
wie der sephardischen Tradition:
Die prächtige Aschkenasi-Haggada bereitet das Pessach-Ritual vor, die
Barcelona-Haggada
mit ihren kunstvoll ausgearbeiteten Tafeln und farbenprächtigen Rändern,
die mit Tieren und Blattwerk gestaltet sind, illustriert es. Bilder aus der
Goldenen Haggada schließlich stellen Episoden der Auszugsgeschichte und
die zehn Plagen dar.

Die abgenutzten, mit
Wein bespritzten Seiten der hebräischen Buchillustration sind ein Tribut an
die vielen Sederfeiern, zu denen Generationen von Jüdinnen und Juden sie
gelesen, dadurch ein gemeinsames Erlebnis gestiftet und ihrem Glauben
Ausdruck verliehen haben.

Format 26 x 21,4 cm, geb. 66 Seiten,
Faksimile-Reproduktionen von Buchmalereien aschkenasischer und sephardischer
Herkunft
aus dem Britischen Museum in London, durchgehend vierfarbig plus Zusatzfarbe
Gold
ISBN 3-89660-035-4
Euro 24,90
|