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Judentum und Israel
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Literatur aus Israel

Krimi

Batya Gur gilt als "Erfinderin" des israelischen Kriminalromans. Kritiker vergleichen die Lakonik und Präzision, mit der Gur das Israel der Gegenwart beschreibt, mit der Simenons,als er das Frankreich der späten zwanziger bis sechziger Jahre schilderte.

  • Das Lied der Könige : Roman / Batya Gur. Aus dem Hebr. von Vera Loos München : Goldmann, 1998.- 605 S.
  • Du sollst nicht begehren : Roman / Baty Gur. München : Goldmann, 1997
  • So habe ich es mir nicht vorgestellt : Roman / Batya Gur. Aus dem Hebr. von Mirjam Pressler.- Berlin : Berlin-Verl., 1996.- 478 S.

Chaim Lapid wurde 1948 in der Nähe von Tel Aviv geboren. Er ist Sozialpsychologe, lehrt an der Universität Tel Aviv und schreibt Filmkritiken und Drehbücher. Bresnitz ist sein zweiter Roman und zugleich sein Deutschlanddebüt.

  • Bresnitz
    Berlin: Berlin-Verl., 1998

Shulamit Lapid wurde 1934 in Tel Aviv geboren und studierte Orientalistik in Jerusalem.
Autorin mehrerer Romane, Erzählungen, Kinderbücher und Theaterstücke.
Die Heldin ihrer Krimis ist die Lokalreporterin Lizzy Badichi aus Beersheba, die eher an Sam Spade als an Miss Marple erinnert.

  • Lapid, Shulamit: Der Hühnerdieb : Roman / Shulamit Lapid. Aus dem Hebr. von Mirjam Pressler.- 1. Aufl. ünchen : Bertelsmann, 1997.- 350 S.

Ora Schem-Ur

  • Mord am Toten Meer.- Frankfurt: Fischer-Taschenbuch,1996.
  • Mord in der Knesset.- Frankfurt: Fischer-Taschenbuch, 1995.- 288 S.

    Ali Honigsberg, Journalistin und Amateurdetektivin, erhält den Auftrag, für ihre Zeitung in Tel Aviv über den Mord an einem Knesset-Abgeordneten zu berichten, der in der Judäischen Wüste erstochen aufgefunden wurde. Einige ihrer Freundinnen werden verdächtigt ...


Newcomer

Lea Aini wurde 1962 im Süden Tel Avivs, einem sozialen Brennpunkt geboren. Dort spielen auch viele ihrer Erzählungen. Veröffentlichte u.a. zwei mit Preisen ausgezeichnete Lyrik-Bände.

  • Eine muss da sein.- Suhrkamp, 1997.

Benny Barbasch

Barbasch, Benny: Mein erster Sony : Roman / Benny Barbasch. Aus dem Hebr. von Vera Loos ... Berlin : Berlin Verl., 1996.- 380 S.

"Dennoch bleibt es Barbaschs Leistung, weitgehend ohne übergestülpte soziologische oder philosophische Reflexionen, einzig aus der Menge, ja dem Wust des Reportierten heraus deutlich werden zu lassen, welche Verbindungen im heutigen Israel zwischen der historischen und der zeitgemäßen Zerrissenheit bestehen. Wie es wohl nur in Literatur geschehen kann, wird in dem Roman das Nebeneinander vonVergangenheit und Gegenwart, von großer Geschichte und kleinem Alltag sprechend."
FAZ vom 12.4.97


Orly Castel-Bloom wurde 1960 in Tel Aviv geboren. Sie studierte Film an der Universität Tel Aviv, wo sie nach längeren Aufenthalten in Italien und Frankreich lebt.

  • Castel-Blom, Orly: Dolly citty.
    Hamburg: Rowohlt, 1995.-158 S.

    Der Erstlingsroman von Castel-Bloom löste in Israel heftige Kontroversen aus und war das literarische Ereignis.
    "Ein gewaltiger, ein radikaler, ein schockierender Roman, der systematisch sämtliche Wertvorstellungen über Bord wirft. Dies ist der erste wirklich moderne Roman aus Israel."
    Le monde des livres


Judith Katzir wurde 1963 in Haifa geboren. Studierte Literatur und Film in Tel Aviv. Begann in den 80iger Jahren mit der Veröffentlichung von Kurzgeschichten.
"Katzir´s writing is characteristic of her time; she does not take on the grand issues of a reborn nation but writes individual lives."
Hebrew writers

  • Katzir, Judith: Matisse hat die Sonne im Bauch : Roman / Judith Katzir. Aus dem Hebr. von Barbara Linner.- Zürich : Ammann, 1997

    Judith Katzir erzählt die Liebesgeschichte zwischen der 22 jährigen Studentin Rivi und Yigal, einem 46 jährigen, verheirateten Mathematikdozenten.

    "Farben, Gerüche, Geräusche, Geschmacksempfindungen dienen der 1963 geborenen Judith Katzir als synästhetische Umschaltstellen für die verschiedenen Erzählebenen ihrer überreichen Liebessuada.Die vitale Sprache ist inhaltlich geradezu abhängig von den mannigfachen Sinneseindrücken, denn die eigentliche Handlung wird durch kommentierende Rückblenden aus der personalen Erzählhaltung der heutigen, inzwischen anderweitigen Rivi in ihrem Fortgang unterbrochen und für den Leser absehbar gemacht."
    FAZ vom 6.6.1997

Etgar Keret wurde 1967 in Tel Aviv geboren und gilt als einer der interessantesten jungen israelischen Schriftsteller. Gaza Blues, sein zweiter Band mit Erzählungen, stand wochenlang auf der israelischen Bestsellerliste

  • Gaza Blues : Erzählungen / Etgar Keret. Aus dem Hebr. von Barbara Linner.- München : Luchterhand, 1996.- 181 S.

    "Es ist die Verbindung vieler verschiedener Qualitäten,die Kombination von Komödie und Verzweiflung, von Witz und schwarzer Niedergeschlagenheit, von Hilflosigkeit und Angriffslust, die diesen Autor auszeichnet. Keret geling größtmögliche Anschaulichkeit mit geringstem Aufwand an Wörtern, alles ist schnell, scharf und präzise und oft beträchtlich komisch".
    Maariv, Tel Aviv

Itamar Levy , geboren 1956 in Tel Aviv. Begann 1978 zu veröffentlichen und schreibt auch für Theater und Rundfunk

  • Buchstaben der Sonne, Buchstaben des Mondes.-Suhrkamp, 1997.
    Levy beschreibt die Intifada aus der Perspektive eines 12 jährigen palästinensischen Jungen. Dennoch ist dieses Buch kein realistischer Roman, sondern vermittelt in der Imagination des Kindes den Reichtum der arabischen Sprache und Kultur.

Mira Magen wurde Anfang der fünfziger Jahre in Kfar Saba geboren und ist orthodoxe Jüdin. Studium der Psychologie und Soziologie

  • Gut zugeknöpft. Erzählungen aus Israel.- Fischer,1998.-224 S.
    Die Figuren der Debüterzählungen von Mira Magen sind überwiegend orthodoxe jüdische Frauen, die sich in existentiell entscheidenden Situationen befinden. Magens kühle und doch zugleich poetische Sprache eröffnet den Einblick in eine fremde Welt.

Ronit Matalon, 1959 als Tochter einer Familie ägyptisch-italienischen Ursprungs geboren. Studierte Literatur und Philosophie. Unterrichtet Literatur und Creative Writing.

  • Was die Bilder nicht erzählen
    Reinbek bei Hamburg : Rowohlt, 1998.- 381 S.

    Ronit Matalon erzählt in ihrem Debütroman die Lebensgeschichten dreier Generationen. Ägypten, Kamerun, Paris, New York und Israel sind die Stationen. Diese Familiengeschichten erzählen zugleich von der Bedeutung der sephardischen Juden für den Staat Israel

Dorit Rabinyan

  • Die Mandelbaumgasse : Roman / Dorit Rabinyan. Aus dem Hebr. von Vera Loos.- München : btb, 1998.-253 S.

Juwal Shimoni

  • Der Flug der Taube.- Suhrkamp, 1994 .-192 S.

"Moderne Klassiker" und "Schriftsteller der 2. Generation"


Shmuel Yosef Agnon ,geboren 1888 in Galizien, zählt zu den wichtigsten hebräischen Schriftstellern des 20.Jahrunderts. Er erhielt 1966 den Nobelpreis für Literatur. Agnon lebte von 1913 bis 1924 in Deutschland, von wo er 1924 nach Jerusalem zurückkehrte, wo er bis zu seinem Tode 1970 lebte. Im Herbst erscheint von Amos Oz unter dem Titel "Das Schweigen des Himmels"eine Einführung in das Werk von S.J Agnon.

  • Buch der Taten : Erzählungen.-Jüd. Verl., 1995.-155 S.
  • Nur wie ein Gast zur Nacht.-Jüdischer Verl., 1993.-481 S.
    Agnon schrieb diesen Roman kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs. Erzählt wird die Chronik eines Besuchs in seinem galizischen Geburtsort.
  • Herrn Lublins Laden.- Kiepenheuer, 1993.- 411 S.
    Agnons Erinnerungen an die Zeit in Deutschland. Leipzig nach dem Ersten Weltkrieg ist der Schauplatz dieses Romans, der eine längst vergangene Welt heraufbeschwört.

Aharon Appelfeld

"Das Weltbild in Appelfelds Werk (...) beruht auf der mythologischen Gestalt des Ahasver, des zur ewigen Wanderschaft verfluchten Juden, der nirgends in Ruhe leben kann und auch im Tod keinen Frieden finden kann."
Shaked, Geschichte der modernen hebräischen Literatur, S.350/51

  • Für alle Sünden.- Hamburg: Hoffmann u. Campe, 1993.- 208 S.
  • Der unsterbliche Bartfuss.- Hamburg: Hoffmann u. Campe, 1991.-208 S.
  • Tzili.- Hamburg: Hoffmann u. Campe, 1989.- 192 S.

David Grossman wurde 1954 in Jerusalem geboren und arbeitete als Rundfunkredakteur. 1979 veröffentlichte er erste Kurzgeschichten, sein Roman "Das Lächeln des Lammes", in dem er sich mit der psychologischen Auswirkung der Besatzung auf die israelische Gesellschaft beschäftigte, erhielt ebenso wie sein Sachbuch zur Palästinafrage (Der gelbe Wind, 1988) hervorragende Kritiken und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

  • Zickzackkind .- München ; Wien : Hanser, 1996.- 423 S. (Kinderbuch)
  • Der Kindheitserfinder . München ; Wien : Hanser, 1994.- 498 S.
  • Stichwort: Liebe.- München ; Wien: Hanser, 1991.- 616 S.

    Als vierzehn Jahre nach Kriegsende der bisher totgeglaubte Großvater Anschel Wasserman aus einem Jerusalemer psychiatrischen Krankenhaus entlassen wird, versucht sein neunjähriger Enkel Momik von ihm zu erfahren, was dieser in den Konzentrationslagern erdulden mußte
    Der New Yorker Review of Books schrieb zu diesem Buch: "Es wird sicherlich zu dem kleinen Kanon der ganz großen Bücher nach dem Zweiten Weltkrieg gerechnet werden müßen, die wie Grass´ Blechtrommel oder
    Marquez´ Hundert Jahre Einsamkeit eine große Vision vom Menschen und seiner Geschichte mit sehr innovativen literarischen Mitteln neu erzählen."
  • Das Lächeln des Lammes.- München ; Wien : Hanser, 1988.- 376 S.

Shulamith Hareven

  • Stadt vieler Tage.- Suhrkamp,1996.- 250 S.

Hareven erzählt die Geschichte der sefardischen Großfamilie Amarillo.Saras Jerusalem, so der Untertitel, das ist das Jerusalem der zwanziger und dreißiger Jahre, in dem Juden, Araber und Engländer miteinander leben, doch kündigen sich die dunklen Schatten der künftigen Ereignisse bereits an.


Yoel Hoffmann wurde 1937 als Sohn einer jüdisch-österreichischen Familie in Ungarn geboren. Ein Jahr später emigrierte die Familie nach Palästina.
Als Professor für Ostasiatische Philosophien verbrachte er zwei Jahre in einem buddhistischen Kloster. Sein Werk vereinigt europäische, fernöstliche und hebräische Einflüsse.


"Auch wo die Geschichten in Israel spielen, handeln sie von Europa, von dem, was die wenigen, die sich retten konnten, mit sich genommen haben und nicht loswerden können oder wollen; sie handeln vom Verlust der Sprache, der Heimat, des Glücks und all derer, die zu ihrem Leben gehört haben (...) Alle Figuren Hoffmanns bringen ihre eigene Sprache mit, die einen das Deutsche, die anderen das Jiddische, wieder andere das Ungarische; sie bringen es mit in den Schmelztiegel, zu dem Israel werden wird, und sie haben deswegen ihre Schwierigkeiten, weil die Sprachen sich nicht aufeinander reimen."
Die Zeit vom 1.12.95

  • Christus der Fische.- Rowohlt, 1997.- 208 S.

Joram Kaniuk, geboren 1930 in Tel Aviv, zählt zu den bekanntesten Schrifstellern in hebräischer Sprache. Als Journalist nimmt er engagiert Stellung zu tagespolitischen Fragen. Arbeitet zur Zeit an einem Roman über das Leben des "Exodus"-Befehlshabers.

  • Das Bild des Mörders.-München: List, 1998
    Schauplatz dieses literarischen Thrillers ist Tel Aviv. Die Pressefotografin Hadar Rafaeli entgeht nur knapp einem Bombenattentat. Die Polizei vermutet politische Hintergründe. Bei ihren Recherchen stößt Rafaeli auf Spuren, die mit ihrer Kindheit im Zusammenhang stehen.
  • Das Glück im Exil .-München ; Leipzig : List, 1996.- 351 S
  • Tante Schlomzion die Grosse. Aus d. Hebr. v. Achlama, Ruth. 1995.- 270 S.
  • Der letzte Jude. München: Hanser, 1990.- 420 S
  • Adam Hundesohn.- München: Hanser,1989.- 416 S

    "Die Geschichte des Buches, das so etwas wie ein Dialog sein sollte, begann im Jahre 1948, als ich auf einem Schiff arbeitete, das Holcocaust-Flüchtlinge nach Israel brachte. Die größten Überlebenskünstler der Menschheitsgeschichte waren gebrochen, in Lumpen gehüllt, versteckten Goldzähne und goldene Ringe, hatten Dutzende von Uhren unter den Ärmeln, waren brilliant und armselig zugleich, sie änderten mein Leben, weil ich in ihnen demjenigen begegnete, der ich um ein Haar gewesen wäre, und ich fühlte mich schuldig, weil ich nicht wie sie war, sie waren stärker als ich in ihrem Elend, weil sie wußten, wie man Diamanten in dem Rektum von Toten sucht, sie besiegten mich, einen Helden des Unabhängigkeitskrieges." FAZ vom 26.7.97
  • Bekenntnisse eines guten Arabers.- Frankfurt: Alibaba, 1988.- 248 S.
  • Wilde Heimkehr.- Stuttgart: Klett-Cotta, 1984.- 432 S.

Yehoshua Kenaz, geboren 1937 in Petah Tikva. Übersetzer französischer Literatur und Literaturkritiker.

  • Nach den Feiertagen.- Frankfurt: Suhrkamp, 1998.- 231 S.

    "Die Geschichte der 1936 aus Osteuropa in das entstehende zionistische Israel eingewanderten Familie Weiß ist alles andere als ein strahlender Aufbruch in eine neue Gesellschaft. (...) Ein spannend-beklemmender Roman, in Israel erschienen 1964, der die Zeit des entstehenden Israelsl nicht idealisiert (...)" ekz-Informationsdienst

Hanoch Levin, 1943 in Tel Aviv geboren. Seit Mitte der sechziger Jahre als Schriftsteller tätig, hat er zahlreiche Theaterstücke und Drehbücher verfaßt und drei Prosabände publiziert. Gilt als einer der bekanntesten Dramatiker Israels.

  • Der Zufriedene, der Lüsterne und die Gelöste.- München: Hanser, 1998.- 149 S.

    "Ungewöhnliche, verblüffend kurios wirkende short cuts des 1943 in Tel Aviv geborenen, mehrfach preisgekrönten Autors. Immer ausgehend von alltäglichen Rätseln der menschlichen Existenz."
    ekz-Informationsdienst

Sayvon Liebrecht wurde 1948 in Deutschland geboren und kam als junges Kind nach Israel. Im Mittelpunkt ihrer Erzählungen stehen oftmals Überlebende der Holocausts und deren Kinder und Enkel. Ihre realistischen Kurzgeschichten erzählen vom heutigen Israel ,vom Geschlechterkampf, vom Verhältnis zwischen Arabern und Juden und dem spannungsvollen Zusammenleben von religiösen und säkularen Israelis.

  • Äpfel aus der Wüste. Erzählungen. 1992. 294 S.

Aharon Megged, wurde 1920 in Polen geboren und kam 1925 mit seinen Eltern nach Palästina. Engagierte sich in der Jugendbewegung, war Redakteur bei einer der Zeitungen der Arbeiterbewegung.

"Das Werk von Aharon Megged bezeugt die Entstehung einer hebräischen Alltagsprosa; es ist nicht das Werk einer sprachlichen und gesellschaftlichen Elite wie bei Yishar (...). Vielmehr schreibt Megged seine Erzählungen für ein breites Publikum; seine Romane sind kurz, befassen sich mit aktuellen, oft brennenden Themen. Er beschränkte sich nicht auf eine literarische Form, schrieb Kurzgeschichten, Novellen, Theaterstücke, politische und literarische Essays und Romane." Shaked, S.291.

  • Heinz, sein Sohn und der böse Geist.- Stuttgart: Bleicher,1994.- 160 S.
  • Fojglman. Suttgart: Bleicher,1992.- 328 S.
  • Das fliegende Kamel mit dem goldenen Höcker. München: Hanser,1991.- 344 S.

Amos Oz , wurde 1939 in Jerusalem geboren.
Wegen ihres zeit- und gesellschaftskritischen Hintergrunds haben auch viele seiner literarischen Arbeiten in Israel zu heftigen Kontroversen geführt. Seine Werke sind in bislang 26 Sprachen übersetzt worden. Amos Oz erhielt 1998 den renommierten Israel-Preis. Im Herbst erscheint von ihm unter dem Titel "Das Schweigen des Himmels"eine Einführung in das Werk des großen Klassikers der hebräischen Literatur,S.J Agnon.

  • So fangen die Geschichten an .- Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1997.
  • Dem Tod entgegen : zwei Erzählungen.- Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1997

    "In beiden Erzählungen geht es um Krieg und Frieden. Das ist nichts Singuläres im Schaffen von Oz; wie sollte auch ein israelischer Schriftsteller an diesem Basiskonflikt seines Landes vorbeigehen. Aber, und das zeichnet seine Stimme vor vielen anderen aus, Oz beschränkt sich nicht auf die spezifische Dramatik, die dem Land und dem Volk Israel oder dem einzelnen Juden in den geschichtlichen Abläufen aufgebürdet wurde. Vielmehr extrahiert er aus dem national Besonderen das menschlich Allgemeine, zeigt im jüdischen Schicksal eine Ausformung der Tragödie, die Menschen einander bereiten."
    FAZ vom 22.3.1997

  • Nenn die Nacht nicht Nacht.Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1995.-239 S.
  • Der Berg des bösen Rates.- Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1993.- 87 S.
  • Der dritte Zustand.-Frankfurt: Insel, 1992. 368 S.
  • Eine Frau erkennen.- Frankfurt: Insel,1991.- 250 S. Der dritte Zustand. Roman. Aus d. Hebr. v. Achlama, Ruth. 1992. 368 S. -Der dritte Zustand. Roman. Aus d. Hebr. v. Achlama, Ruth. 1992. 368 S. -

David Schütz, 1941 in Berlin geboren, kam 1948 als Kind nach Israel. Studium der Geschichte in Jerusalem, Heidelberg und München.

  • Avischag. Hamburg: Claassen,1996.-304 S.
  • Trilogie des Abschieds.-Hamburg: Classen, 1993.-432 S.

    "In dem aus drei Teilen bestehenden Buch erzählt Schütz die Schicksale von Jugendlichen in einem israelischen Dorf, die als Überlebende des Holocaust in den Wirren der Zeit einen neuen Anfang suchten. Eingebunden in die Jahre 1948 bis 1961 vermitteln die aus verschiedenen Erzählperspektiven geschriebenen Lebensbilder gleichzeitig ein informatives Stück Israelgeschichte" ekz-Informationsdienst
  • Gras und Sand. Hamburg: Claassen,1992.-340 S.

Jaakov Shabtai wurde 1934 geboren und wuchs in Tel Aviv auf. Sein Werk umfaßt Lieder, Theaterstücke, Kurzgeschichten und drei Romane. Shabtai starb 1981.

  • Erinnerungen an Goldmann. Dvoroh, 1990. - 376 S.

    Einen Höhepunkt der zeitgenössischen hebräischen Literatur nannte die New York Times Shabtais Roman. Drei miteinander befreundete Männer im Tel Aviv der 70er Jahre, alle mittleren Alters und in ebenso komplizierten wie banalen und unbefriedigenden Lebensläufen. In einer kunstvollen Vernetzung von Lebensgeschichten weitet Shabtai den Familienroman zum Roman einer Gesellschaft
    .
  • Onkel Peretz fliegt : Erzählungen. Aus dem Hebr. von Rachel Stillmann Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1997.- 270 S.
  • Vollendete Vergangenheit -Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1997.-317 S.

Meir Shalev, geboren 1948 in Nehalal, lebt heute in Jerusalem. Arbeitete viele Jahre als Journalist und für das Fernsehen. Neben seinen Romanen schrieb er auch Kinderbücher. Seine Kolumnen in der Tageszeitung Yedioth Achronoth" finden große Beachtung.

  • Judiths Liebe
    Zürich : Diogenes, 1998.- 395 S.
  • Esaus Kuss : eine Familiensaga .
    Zürich : Diogenes, 1994.- 501 S.
  • Ein russischer Roman.
    Zürich: Diogenes, 1991.-

Benjamin Tammuz wurde 1919 in Russland geboren und emigrierte im Alter von fünf Jahren nach Tel Aviv. Er war lange Zeit Mitherausgeber der israelischen Tageszeitung Haaretz und erhielt zahlreiche Literaturpreise. Tammuz starb 1989.

  • Das Geheimnis des Minotaurus.- Frankfurt: Fischer Taschenbuch,1996.- 176 S.

Abraham Yehoshua wurde 1936 in Jerusalem geboren und lebt zur Zeit in Haifa, wo er als Professor für Literatur unterrichtet. Als Erzähler und Essayist gehört er zu den auch international angesehenen Autoren. Seine Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt.

  • Die Rückkehr aus Indien. Roman. Aus d. Hebr. v. Achlama, Ruth.
    München:Piper, 1996. 647 S.

    Ein Roman mit vielen Lesemöglichkeiten: eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Mystizismus, dem Verhältnis von östlichen und westlichen Philosophien, ein Nachdenken über die Liebe, die Sterblichkeit, die Selbsttäuschung und die tragische Zerbrechlichkeit des menschlichen Glücks. "Die Rückkehr aus Indien" wurde in Israel innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller.
  • Die Manis. Roman. Aus d. Hebr. v. Achlama, Ruth.2. Aufl., 6. - 7. Tsd.
    München ; Zürich : Piper, 1993.- 469 S.

S. Yishar, geboren 1916 als Sohn russischer Einwanderer in Rechovot/Palästina. Er arbeitete als Landwirt, Lehrer, Universitätsprofessor und war Knesset-Abgeordneter. Sein 1958 erschienener Roman "Tage von Ziklag" machte ihn zur moralischen Instanz einer ganzen Generation.

  • Auftakte.- Reinbek bei Hamburg : Rowohlt, 1996.- 335 S.
    Ein alter Schriftsteller erinnert sich an seine Kindheit in Palästina zur Zeit nach dem ersten Weltkrieg.
    "Die Personen, die zu Wort kommen, sind bescheidene, aber sendungsbewußte Mitglieder einer sozialistischen Aufbaugeneration.Sie kultivieren ein unwirtliches Land, das gleichermaßen der feindlichen Natur und den feindlichen arabischen Einwohnern abgerungen wird.(...) Es berührt seltsam, wenn die Araber in einem Roman aus dem Jahre 1992 entweder als böse Masken oder als amorphe lethargischee oder bedrohliche Masse auftauchen, die dem zionistischen Zivilisationsprojekt vor allem im Wege stehen.(...) Für die Literatur, die heute in Israel geschrieben wird, ist dieser Roman nicht repräsentativ. Wer erfahren will, was für eine vitale, von den ihr innewohnenden und multikulturellen Spannungen immer zum Zerreißen gespannte und überdies ständig von außen bedrohte Gesellschaft in Israel entstanden ist, der ist bei Autoren wie Amos Oz oder Abraham Jehoshua besser aufgehoben."
    Die Zeit vom 3.10.96
  • Geschichten von Krieg und Frieden.- Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1997.- 329 S.

Autoren arabischer Herkunft / Israelisch-Arabische Autoren

Eli Amir stammt aus dem Irak und emigrierte 1951 nach Israel. Er war persönlicher Referent von Shimon Peres und Berater in Bildungsfragen. Neben zahlreichen Veröffentlichungen zu sozialpolitischen Themen ist er Autor zweier Romane. Sein Bestseller Der Taubenzüchter erhielt mehrere Literaturpreise.Eli Amir ist Dozent an der Ben-Gurion-Universität und lebt in Jerusalem.

  • Der Taubenzüchter von Bagdad.-Europa-Verl.. Erscheinen angekündigterscheint demnächst.


Sami Michael wurde 1926 in Bagdad geboren und lebt heute in Haifa.Mit dem weltweit übersetzten Roman "Viktoria", einer Familiensaga, in der er mehr oder weniger autobiographisch seine Jugend im jüdischen Viertel von Bagdad verarbeitet, hatte er in Israel einen großen Erfolg.

  • Eine Trompete im Wadi : Roman / Sami Michael.
    Berlin : Berlin-Verl., 1996.- 300 S.

    "Die Zufälle der Wohnungssuche haben Alex ausgerechnet in das Wadi genannte arabische Viertel von Haifa verschlagen. Er ist der einzige jüdische Bewohner weit und breit inmitten einer arabischen Bewohnerschaft. Tagsüber studiert er Ingenieurwissenschaften. Nachts schleppt er Säcke im Hafen von Haifa, um Geld zu verdienen. Er spricht, wiewohl in Israel lebend, nur gebrochen Hebräisch, denn seine Muttersprache ist Russisch.(...) Sami Michaels Biographie beschenkte ihn mit einem Talent für die Darstellung ethnischer, kultureller und religiöser Kaleidoskope. Und es ist tatsächlich ein sehr kompliziertes Kaleidoskop, das der Roman auffächert, die komplizierte Geschichte des Nahen Ostens
    FAZ vom 21.6.97
  • Viktoria.
    Berlin : Berlin-Verl., 1995.- 367 S.

Anton Shammas , geboren 1950 in Fassuta/Israel, Palästinenser und isrealischer Staatsbürger. Übersetzte Amos Oz, Amichai, Yehoshua und Beckett ins Arabische.

  • Arabesken. München: Piper, 1989. 330 S.

Shammas entfaltet in seinem berühmt gewordenen Roman die märchenhfte Saga eines arabischen Clans. Auf einer abenteuerlichen Wanderung zwischen Kulturen und Zeiten, spürt er den verschlungenen Wegen seiner Familie nach, vom südlichen Syrien des letzten Jahrhunderts bis ins galiläische, christlich-arabische Fassuta, wo er zur Welt kam und aufwuchs.


Anthologien
  • Alles andere steht geschrieben: ein deutsch-israelisches Lesebuch.-Malik, 1993.
    Zweisprachige Anthologie israelischer und deutscher Autoren anlässlich eines Schriftstellertreffens in Berlin.


  • Israel: ein Lesebuch.- DTV, 1998.
    Ein literarisches Lesebuch mit Texten der modernen Klassiker wie Amichai, Johoshua, Oz und Yishar, von Schriftstellern der "Zweiten Generation" wie David Grossmann, aber auch Erzählungen jüngerer Autoren, die zum Teil erstmals auf deutsch erscheinen.


  • Wüstenwind auf der Allee: zeitgenössische israelische Autoren blicken auf Deutschland.
    Aufbau-Verlag, 1998.

    Anthologie mit Erzählungen, Romanpassagen und Gedichten von bekannten und in Deutschland bisher unbekannten Autoren.Das informative Vorwort skizziert die unterschiedlichen historischen Phasen der deutsch-israelischen Beziehungen.
    "Die in diesem Band versammelten Prosawerke und Gedichte zeugen von einer intensiven Beschäftigung israelischer Autoren mit Deurtschland, in der Vergangenheit und in der Gegenwart." (Vorwort)

Lyrik


Jehuda Amichai, 1924 in Würzburg geboren, gehört zu den großen Dichtern Israels.
Seine Lyrik wurde in mehr als dreißig Sprachen übersetzt. Amichai emigrierte 1935 mit seiner Familie nach Palästina und lebt seit mehr als sechzig Jahren in Jersualem.

  • Zeit. Frankfurt: Suhrkamp, 1998.- 72 S.
    Auch in diesem neuen Lyrikband zeigt sich Amichais Kunst, die großen biblischen Themen wie Liebe und Tod, Krieg und Frieden mit den Erfahrungen der Gegegenwart zwanglos zusammenzuführen.
  • Auch eine Faust war einmal eine offene Hand.- München ; Zürich : Piper, 1994.- 126 S
  • Wie schön sind deine Zelte, Jakob.- München: Piper, 1988.

Asher Reich, 1937 in Jersualem geboren, hat über 10 Gedichtbände veröffentlicht und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.

  • Arbeiten auf Papier. Hamburg:Rowohlt, 1992.
    "Die strenge Gläubigkeit jüdisch-orthodoxen Lebens haben ihn als Mensch und als Schriftsteller geprägt.(...) Dieses auf die Schrift und ihre Gebote reduzierte Leben ist der Reichtum des Lyrikers, seiner Kindheit verdankt er den Glauben an die Kraft der Sprache. Mit 18 Jahren ist er aus jener hermetischen Welt seiner Kindheit und Jugend ausgebrochen, des täglichen betens müde."
    Taz vom 24.10.92


David Rokeah wurde 1916 in Polen geboren und emigrierte 1934 nach Palästina. Er starb 1985.

  • Du hörst es immer.München: Hanser, 1985.- 80 S.
  • Jerusalem. München: Hanser, 1980.- 68 S.
  • Wo Stachelrosen wachsen. Frankfurt: Fischer, 1976.- 67 S.
 
 

 


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