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Heinrich
Heine:
Der Rabbi von Bacherach
Kapitel I... -
Kapitel II...
- Kapitel III...
Im Nachlass Heines fanden sich noch zwei Gedichte zum "Rabbi von
Bacherach":
An Edom! *
Ein Jahrtausend schon und
länger,
Dulden wir uns brüderlich,
Du, du duldest, daß ich atme,
Daß du rasest, dulde Ich.
Manchmal nur, in dunkeln Zeiten,
Ward dir wunderlich zu Mut,
Und die liebefrommen Tätzchen
Färbtest du mit meinem Blut!
Jetzt
wird unsre Freundschaft fester,
Und noch täglich nimmt sie zu;
Denn ich selbst begann zu rasen,
Und ich werde fast wie Du.
Es weinen am Himmel die Stern!
Brich aus in lauten
Klagen,
Du düstres Martyrerlied,
Das ich so lang getragen
Im flammenstillen Gemüt!
Es dringt in alle Ohren,
Und durch die Ohren ins Herz;
Ich habe gewaltig beschworen
Den tausendjährigen Schmerz.
Es weinen die Großen und Kleinen,
Sogar die kalten Herrn,
Die Frauen und Blumen weinen,
Es weinen am Himmel die Stern!
Und
alle die Tränen fließen
Nach Süden, im stillen Verein,
Sie fließen und ergießen
Sich all in den Jordan hinein.
*) Mit Edom ist hier Rom oder das Christentum gemeint
[Heinrich Heine]
1997 - haGalil onLine |
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