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Zum 50. Jahrestag der Gründung Israels (14.Mai 1998) zeichnet Friedrich
Schreiber ein lebendiges Porträt des jüdischen Staates. Der langjährige
ARD-Korrespondent in Tel Aviv schildert das Land, seine Geschichte und seine
Menschen, er nimmt aber auch kritisch die ultraorthodoxen Tendenzen, die
Israels Demokratie heute zu spalten drohen, in den Blick. Sein Buch
verbindet historische Perspektive und journalistische Erfahrung zu einer
spannenden Reportage über das moderne Israel.

Aus dem Inhalt
50 Jahre Israel, 100 Jahre Zionismus, 3000 Jahre Jerusalem
Ein Kaleidoskop der Kontraste
Die Generation der Gründer
Der Aufstieg der zionistischen Rechten
Standhaft im Sturm
Was geschah mit den Arabern Israels?
Blitzkrieg im Wüstensand
Siedeln jetzt, damit der Messias bald kommt
Im Sumpf des Libanon
David gegen Goliath: die Intifada
Israel im Golfkrieg
Frieden für Israel und seinbe arabischen Nachbarn?
Hamas bombt - Naetanjahu regiert
Israels neue Kräfte: Religiöse, Sepharden und Russen
Wertewandel in Israel
Personenregister

Hamas bombt - Netanjahu regiert
Der religiöse Abgrund des Rabin-Mords - Arafats Wahlsieg, Hamas’
Bombenstrategie
 
Sarit: Wachposten an der Libanongrenze

Eindrücke als deutscher Journalist in Israel
Jom haShoah - Yad Vashem - Auge in Auge mit dem deutschen Abgrund

Interview mit Friedrich Schreiber
Der 50. Jom haAzma'uth. (30.04.98, 2:20 min)
br-online / RealVideo
Friedrich Schreiber hat als Fernsehkorrespondent ein Jahrzehnt israelischer
Geschichte hautnah miterlebt, das reich an dramatischen Ereignissen war:
Intifada, Golfkrieg, der schwierige Friedensprozeß, die Ermordung Itzchak
Rabins, die Wahl Benjamin Netanjahus und die wachsende Bedrohung der
israelischen Demokratie durch ultraorthodoxe Fundamentalisten.
In seinem Israel-Porträt schildert er das faszinierende Land, seine
Geschichte und seine Menschen, aber er analysiert auch kritisch die
Strömungen und Tendenzen, die den jüdischen Staat heute zu spalten drohen.
Der Mord an Rabin durch einen Juden und der Beifall, mit dem die Tat von
radikalen Orthodoxen begrüßt wurde, zeigen, daß Israel in einer tiefen
inneren Krise steckt. Schreiber hat die Entwicklung der Gegensätze vor Ort
beobachtet: das linke Friedenslager und das rechte Lager der
Großisrael-Aktivisten; die säkulare Mehrheit und eine ultraorthodoxe
Minderheit, die immer radikalere Ansprüche stellt; die Spannungen zwischen
Juden europäischer und orientalischer Herkunft, die sich in den Wahlen
politisch niederschlagen; und schließlich auch die Kluft zwischen den
zionistischen Idealisten aus der „guten alten Pionierzeit“ und den jungen
Israelis einer westlich geprägten Konsumgesellschaft.
Seine Schilderung der heutigen Situation gewinnt einen besonderen Reiz
durch die Gespräche, die Schreiber mit zahlreichen Persönlichkeiten führen
konnte. Neben den Erinnerungen an Begegnungen mit Politikern wie Schamir,
Rabin oder Arafat stehen Treffen mit dem Schriftsteller Shalom Ben-Chorin
oder der Sängerin Ofra Haza. So verbindet sich in Schreibers Buch die
journalistische Erfahrung mit der politischen Analyse zu einer spannenden
Reportage über das moderne Israel.
Der Autor:
Friedrich Schreiber studierte in München und in den USA Volkswirtschaft
und politische Wissenschaften. Nach fünf Jahren als Referent bei der
EU-Komission in Brüssel kam der promovierte Volkswirt 1964 zum bayerischen
Fernsehen, zunächst als Leiter der Europaredaktion, seit 1972 als Leiter der
von ihm aufgebauten Auslandsredaktion. Unter seiner redaktionellen
Verantwortung produzierte die BR die ARD-Magazine Kompass
(1973 bis 1974) und Weltspiegel (seit 1975) sowie im Bayerischen
Fernsehen die Magazine Kompass, Europa nebenan und
Auslandsreporter.
Auf den nahen und mittleren Osten hatte sich Schreiber schon seit 1975,
während der Ölkrise, spezialisiert. Als Reporter berichtete er aus neun
arabisch-islamischen Staaten: von Algerien bis Iran, vom Libanon bis Oman.
Als Schreiber am 1. Januar 1988 als Korespondent nach Tel Aviv ging, um aus
Israel, den Palästinensergebieten und dem Südlibanon zu berichten, wollte er
nur drei Jahre im Nahen Osten bleiben.
Schließlich berichtete Schreiber neun Jahre lang für Tagesschau und
Tagesthemen, für Morgen-, Mittags- und
Nachtmagazin, für den Weltspiegel
und viele andere Sendungen im Ersten und der dritten Programme. Seit 1997
lehrt er Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens an den
Universitäten Erlangen, Bamberg und München. Er arbeitet weiterhin als
freier Journalist.
Friedrich Schreiber
Schalom Israel
Nachrichten aus einem friedlosen Land
1998. 354 Seiten mit 7 Karten. Gebunden
Euro 24,90, ISBN 3-406-433391
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Kirjath haJowel
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