|
[buecher.judentum.de]

Buch und Judentum:
Literarischer Herbst in MünchenVictor Karadys Studie:
Die Geschichte der
Juden Europas
Kinderbuch:
Für die Jungen nur das
Allerbeste!
13.09.99, 20 Uhr, Akademie der Wissenschaft, Marstallplatz 8
Marcel Reich-Ranicki liest aus seinem neuen Buch "Mein
Leben"
Die nun erschienen Erinnerungen von
Reich-Ranicki sind eine Jahrhundertbiographie geworden, eine
zeitkritische Chronik ebenso wie ein deutsch-jüdischer Bildungsroman. Es
ist ein Buch über die Liebe – zu den Menschen und zu der Literatur.

14.10.99, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Batya Gur: Stein für Stein (den deutschen Text
liest die Schauspielerin Marie Bardischewski)
Diesmal ist es kein Krimi. Der neue Roman ist ein hochpolitisches
Buch. Stein für Stein beruht auf einer wahren Geschichte und hat beim
Erscheinen in Israel heftige Debatten ausgelöst. Es ist ein
leidenschaftlicher und Maßstab setzender Beitrag zur Diskussion um die
weitere Entwicklung der israelischen Gesellschaft.
17.10.99, 11 Uhr, Black Box in Gasteig
Yoram Kaniuk & Yossi Harel, der Kapitän der Exodus,
erzählen die wahre Geschichte der Exodus
Juli 1947. Über 4500 Juden, vor allem Frauen und Kinder, die nach den
grausamen Erfahrungen der Verfolgung und der Konzetrationslager in
Europa auf der Flucht nach Palästina sind, drängen sich auf dem
ehemaligen Vergnügungsdampfer Exodus. Ziel der Reise ist Haifa, doch die
britische Mandatsregierung hindert die Flüchtlinge mit aller Macht
daran, den Boden des "Gelobten Landes" zu betreten. So beginnt eine
unglaubliche Irrfahrt entlang den Küsten Europas.
7.11.99, 11 Uhr, Black Box in Gasteig
Salomon Korn: Geteilte Erinnerung – Vortrag zum 61.
Jahrestag der Reichspogromnacht
Was bedeutet die Erinnerung an den November 1938 und an die
Vernichtung des europäischen Judentums für Juden und Nichtjuden? Nach
Solomon Korn ist die unterschiedliche Sicht von Juden und Nichtjuden
wichtig, weil an der Reibungsfläche der je unterschiedlich ausgebildeten
Sensibilität sich die wesentlichen Fragen nach dem eigenen Standort
entzünden.

28.11.99, 11 Uhr, Cuvilliétheater, Residenzstr. 1
Michael Degen liest aus seinen soeben erschienenen
Erinnerungen "Nicht alle waren Mörder. Eine Kindheit in Berlin"
Nach 54 Jahren erinnert sich Michael Degen
an seine Kindheit in Berlin. Als 1943 die Nachbarn aus den Häusern
abtransportiert werden, packt seine Mutter das Nötigste und verschwindet
mit dem Elfjährigen im Untergrund. Zwei Jahre lang, immer auf der Flucht
vor Verrat, Entdeckung und dem Tod, überleben beide als "U-Boot" in
Berlin, weil es Freunde gab, die trotz Lebensgefahr halfen.
haGalil 09-99
Neustadt, Amnon Ist der
Traum ausgeträumt?
Israels Gesellschaft zum Jahr 2000
In seinem politischen Essay beleuchtet Amnon Neustadt
süffisant und mit viel Selbstironie die unterschiedlichen Facetten der
heutigen israelischen Gesellschaft. Im Mittelpunkt der Betrachtungen
steht dabei die jüdische Bevölkerung des Staates Israel.
Neustadt spricht Israels heilige Kuh Sicherheit und
den tobenden Kulturkampf zwischen Orthodoxen und Säkularen ebenso an wie
Konsumfreudigkeit, Handy-Manie und Verkehrs-Chaos auf den Straßen. Dem
Beruf des Shiputzniks, des Allround-Handwerkers und
Renovierungszauberers, widmet der Autor mit dem gleichen Scharfsinn
seine Aufmerksamkeit wie der 50-Jahre-Israel-Geburtstagsfeier und dem
Bedeutungswandel des Begriffs der Chuzpe.§Amnon Neustadt geboren in Kfar
Saba/Israel, Israel-Kriegsteilnehmer 1969/1970 und 1973, war nach dem
Studium in Bonn als Dozent, Gewerkschaftsrepräsentant und Botschaftsrat
tätig. Seit 1989 lebt er mit seiner Familie im Auftrag der
Ben-Gurion-Universität Beersheba in Berlin.
185 S. 21,5 cm - Geb HIRZEL, STUTTGART
ISBN 3777609285 |
 |
|