Vision einer Wissenschaftsgroßmacht

Es ist noch schwer, über Prof. Ephraim Katzir in der Vergangenheitsform zu schreiben. Es gibt wenige Menschen, die sich in so hohem Alter und in so einer schwierigen körperlichen Verfassung geistige Klarheit und starke Leidenschaft für die Wissenschaft bewahrt haben. Ich erinnere mich gut an unsere Gespräche in seinen letzten Lebensmonaten, in denen er sich als überraschend beschlagen in Fragen der neusten wissenschaftlichen Entwicklungen in Nanotechnologie und Hirnforschung erwiesen und mich mit seinen klaren und präzisen Einsichten erstaunt hat…

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Gewaltsame Proteste wegen Parkplatzöffnung am Schabbat

In Jerusalem sorgt derzeit die Öffnung eines Parkplatzes am Schabbat für Tumulte. Am Samstag demonstrierten Tausende ultra-orthodoxe Juden (Haredim) gegen diese Entscheidung und versuchten, die Stadtverwaltung zu stürmen. Bürgermeister Nir Barkat kündigte unterdessen am Sonntag an, der Parkplatz bleibe geöffnet. Die Haredim drohen nun mit weiteren Protestkundgebungen…

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Umfrage in Israel: Yes, We Can!

Netanjahu schafft es immer noch nicht, die Worte „palästinensischer Staat“ in den Mund zu nehmen, doch die Öffentlichkeit in Israel hat es schon verinnerlicht: Wir haben keine Wahl. Eine Umfrage der Shabbatbeilage „Mussaf“ zeigt, dass die meisten Israelis der Ansicht sind, dass der PM den amerikanischen Forderungen nachkommen sollte. Aber Netanjahu muss nicht nur wegen Obama beunruhigt sein: Nur 34% sind mit seiner Amtsführung in der Krise mit den USA zufrieden…

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Der Übersetzer: Ein Interview mit Peretz Kidron

Peretz Kidron wurde in Wien als Sohn galizianischer Juden geboren, flüchtete nach dem „Anschluss“ als kleines Kind mit seinen Eltern nach England und immigrierte später nach Israel, wo er heute lebt. Er hat den Großteil seines Lebens als Übersetzer gearbeitet und u.a. die Memoiren des früheren israelischen Staatspräsidenten Ezer Weizmanns und des früheren israelischen Premierministers Yitzhak Rabin (beide inzwischen verstorben) vom Hebräischen ins Englische übersetzt. Außerdem ist er Präsident Emeritus der „Israeli Translators Association“. Auch Deutsch, Jiddisch und Französisch spricht er fließend…

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Der Dichter Ernst Toller

Der Dichter Ernst Toller soll hier nicht mit anderen Dichtern verglichen, auch nicht auf seine künstlerische Bedeutung gewertet werden. Eine solche Betrachtung literarischer Art ist an dieser Stelle, wo vor Juden über Jüdisches gesprochen werden soll, kaum angebracht, wenn es sich auch um einen Künstler aus jüdischem Blut handelt. Hier soll vielmehr eine Auseinandersetzung mit ihm versucht, soll seine Einstellung zum Geist geprüft werden, diesem Hauptproblem seines Werkes. Dies ist aber wahrlich ein jüdisches Thema. Denn wenn sich Geist auch bei allen Völkern offenbart, so wissen wir Juden doch, daß er sich bei uns vielleicht am stärksten und heftigsten offenbart hat, und zwar als das, was er im Tiefsten ist, als Liebe…

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