„Das Volk verlangt soziale Gerechtigkeit!“ riefen 250 000 Demonstranten am Samstag unisono in Tel Aviv. Aber was sie brauchen, ist „mehr arbeitslose Politiker“ – um einen amerikanischen Künstler zu zitieren…
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„Das Volk verlangt soziale Gerechtigkeit!“ riefen 250 000 Demonstranten am Samstag unisono in Tel Aviv. Aber was sie brauchen, ist „mehr arbeitslose Politiker“ – um einen amerikanischen Künstler zu zitieren… [...] Szenen wie im folgenden Video könnten sich im September häufiger abspielen. Israels Aussenminister Avigdor Lieberman rechnet bereits mit einem “Blutvergießen”. Doch wie steht Israels Friedensbewegung zur Anrufung der UNO durch die Palästinensische Autonomiebehörde?… [...] Nachträglich Bilder zum im vergangenen Monat vorgelegten “Boykott-Gesetz” (Hok Herem) vor dem Justizministerium (Misrad haMischpatim)… [...] Theodor Herzl war kein Sozialist, doch er verstand sehr gut, dass ein revolutionäres Werk wie der Zionismus nicht gelingen kann, wenn es sich nur auf das Modell des kapitalistischen Marktes stützt. Aus diesem Grund beschreibt er in „Altneuland“ das zukünftige Eretz Israel als Wohlfahrtsgesellschaft, als einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus… [...] In seiner Abschiedsrede vor der Liberalen Jüdischen Gemeinde in München spricht Roy Siny, der israelische Gesandte der WUPJ (World Union of Progressive Judaism), von Israel als einer Gesellschaft deren ungerechte Lastenverteilung und vom Extremismus bestimmtes Bildungssystem eine Spaltung nur noch weiter aufreissen und die Existenz des Staates mehr gefährden als jeder äußere Feind… [...] Für viel Aufregung hat vergangene Woche in Israel ein Gesetz gesorgt, dass das Aussprechen eines Boykotts gegen den Staat Israel oder die Siedler in den besetzten Gebieten unter Strafe stellt… [...] Der Jerusalemtag ist eigentlich gar kein richtiger Feiertag, da er nur von der national-religiösen Bewegung, den Siedlern, Abgeordneten der Betriebsbelegschaften, dem Präsidenten, dem Bürgermeister und Kanal 1 lustlos – dafür umso größer – gefeiert wird. Die meisten Leute in Israel kriegen davon kaum etwas mit und kümmern sich auch nicht darum, warum es diesen Feiertag [...] Die Lösung der „zwei Staaten für zwei Völker“ habe ich stets offen unterstützt, aus politischen und moralischen Gründen… [...] Die Besatzung der Gebiete, Zeugnisse israelischer Soldaten 2000 – 2010… [...] Vor 63 Jahren wurde ein 13-jähriger palästinensischer Junge gezwungen, seine Heimat in der galiläischen Stadt Safed mit seiner Familie zu verlassen und nach Syrien zu fliehen. Er fand Zuflucht in einem Zelt – so wie alle ankommenden Flüchtlinge. Obwohl er und seine Familie mehrere Jahrzehnte lang in ihr Zuhause und ihre Heimat zurückkehren wollten, wurden [...] Neulich benötigte der allmächtige allgemeine Sicherheitsdienst (Shaback, früher Shin Bet) einen neuen Boss. Es ist ein äußerst wichtiger Job, weil kein Minister je wagen würde, dem Rat des Shabak-Chefs bei einer Kabinettsitzung zu widersprechen… [...] Man stelle sich mit den Augen der Welt ein anderes Israel vor. In ihm gibt es kein B’tselem. Kein “Das Schweigen brechen”, keine “Anarchisten gegen die Mauer”, kein “Gush Shalom”, kein “Machsom Watch”, kein … … [...] In einer selten späten Nachtsitzung nahmen die Knessetabgeordneten endgültig zwei widerlich rassistische Gesetze an. Beide sind klar gegen Israels arabische Bürger gerichtet, ein Fünftel der Bevölkerung… [...] Fanatisch, fundamentalistisch, fromm… [...] |
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