Am letzten Yom-Kipur-Abend, wenn wirkliche Juden in der Synagoge für ihr Leben beten, saß ich am Tel Aviver Strand und dachte nach. Es war mein erster Yom Kippur ohne Rachel, und die dunklen Wellen gaben meine Stimmung wieder…
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Am letzten Yom-Kipur-Abend, wenn wirkliche Juden in der Synagoge für ihr Leben beten, saß ich am Tel Aviver Strand und dachte nach. Es war mein erster Yom Kippur ohne Rachel, und die dunklen Wellen gaben meine Stimmung wieder… [...] Theodor Herzl war kein Sozialist, doch er verstand sehr gut, dass ein revolutionäres Werk wie der Zionismus nicht gelingen kann, wenn es sich nur auf das Modell des kapitalistischen Marktes stützt. Aus diesem Grund beschreibt er in „Altneuland“ das zukünftige Eretz Israel als Wohlfahrtsgesellschaft, als einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus… [...] Also so langsam reicht’s mir, dieses Gerede von der “Anerkennung Israels als jüdischer Staat” ist doch zu blöd… [...] Ein Gespenst geht um in Israel und nicht nur dort. Immer wieder ist die Rede von einem angeblichen Kulturkampf zwischen sogenannten orthodoxen und vermeintlich säkularen Juden. Auch in Israel gibt es noch Menschen, die an dieser vermeintlichen Dichotomie festhalten, als ob sie der letzte Rettungsanker eines langsam in der Ferne versinkenden israelischen Liberalismus sei… [...] Anlässlich seines 150. Geburtstags wurde Theodor Herzl gewürdigt. Kein Wort fiel über das Schicksal seiner Familie… [...] “Theodor Herzl und das moderne Israel” lautet der Untertitel einer Spiel-Dokumentation von Monika Czernin und Melissa Müller, der aus Anlass des 150. Geburtstags von Theodor Herzl im ZDF ausgestrahlt wird. Die Filme-Macherinnen versuchen den Spagat zwischen historischer Dokumentation des Lebenswegs des Begründers des politischen Zionismus und Darstellung der israelischen Realität, die vom Konflikt mit den [...] Am 2. Mai wäre der ehemalige Feuilletonredakteur der “Neuen Freien Presse”, Theodor Herzl, 150 Jahre alt geworden. In Israel scheiden sich an ihm mehr denn je die Geister. Der Linken gilt er gar schon als Postzionist… [...] Der Herzl-Tag liegt hinter uns; die staatlichen Feierlichkeiten und die gelehrten Symposien sind vorbei und hoch über dem Berg, der nach ihm benannt wurde, fragt der „Staatsvisionär“ nach dem Schicksal seiner Vision. Es wäre interessant, zu wissen, ob Binyamin Ze“ev (Theodor) Herzl damit einverstanden wäre oder ob er sich in seinem Grab umdrehen würde… [...] Unter dem Titel Expansionismus publizierte die Berliner Tageszeitung “Junge Welt” einen Leserbrief der auf Israelbashing spezialisierten deutschen Akademikerin Viktoria Waltz, mit dem sie wieder einmal ihre Inkompetenz und Schludrigkeit unter Beweis stellt [1]… [...] |
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Leserbriefe