Am 19. März 2010 wollte die Mutter von Andrei Zhuk im Gefängnis von Minsk ein Paket mit Lebensmitteln für ihren Sohn abgeben. Die Beamten wiesen sie ab und teilten ihr mit, ihr zum Tode verurteilter Sohn sei „verlegt“ worden…
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Am 19. März 2010 wollte die Mutter von Andrei Zhuk im Gefängnis von Minsk ein Paket mit Lebensmitteln für ihren Sohn abgeben. Die Beamten wiesen sie ab und teilten ihr mit, ihr zum Tode verurteilter Sohn sei „verlegt“ worden… [...] Dass der Holocaust für das jüdische Volk nicht nur einen unvorstellbaren demographischen und kulturellen, sondern auch einen wirtschaftlichen Aderlass bedeutet hat, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Dabei geht es nicht nur um Produktions- und sonstiges Vermögen, das bis auf wenige Ausnahmen unwiderruflich verfallen war, sondern auch und vor allem um das menschliche Entwicklungspotential der jüdischen Gemeinden [...] Die Holocaust-Leugnung und der Antisemitismus in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion stellen ein ernstes Problem dar und müssen dringend bekämpft werden… [...] Die Ukraine, bis vor dem zweiten Weltkrieg durch ihre reiche jüdische Bevölkerung geprägt, gilt als die Wiege der jüdischen Kultur in Osteuropa schlechthin. Vor allem die Zwischenkriegszeit war eine Phase, in der die jüdische Kultur in Galizien ihre Blütezeit durchlebte. Die zerstörte osteuropäisch-jüdische Kultur und deren jiddische Sprache ist heutzutage in den meist stark überalterten [...] |
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Leserbriefe