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Antisemitische Blutlegende reloaded

Rechtzeitig zu Ostern und dem jüdischen Pessach-Fest hat die palästinensische „Friedensorganisation“ Miftah eine der übelsten antijüdischen Blutlegenden aufgegriffen. Ein gewisser Nawaf Al Zaru hatte auf der Internetseite von Miftah einen Artikel veröffentlicht, in dem er behauptete, dass die Juden zum Backen ihrer ungesäuerten Brote das Blut christlicher Kinder verarbeiten…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 1. April 2013

Diese mittelalterliche Legende hatte in Europa und später in der arabischen Welt zu schweren Pogromen und Massenmorden an Juden geführt. In der modernen antisemitischen Propaganda taucht das Motiv als Vorwurf gegen Israel auf, willkürlichen Massenmord an palästinensischen Kindern zu verüben.

Miftah wurde im Dezember 1998 von der „gemäßigten“ christlichen Politikerin Hanan Aschrawi als „palästinensische Initiative für die Förderung eines globalen Dialogs und Demokratie“ gegründet. Die Organisation steht nach eigenen Angaben für den Kampf gegen Rassismus, Hass, Diskriminierung und „Verfolgung in jeder Form“, vor allem „in unserer eigenen Gesellschaft“.

Den Artikel des Al Zuru hatte die israelische Homepage „Elder of Zion“ aufgegriffen, wodurch die aufgewärmte Blutlegende in Israel und im Ausland große Aufmerksamkeit erhielt. „Elder of Zion“ wird dem rechten israelischen Lager zugeordnet und dokumentiert anti-israelische wie antisemitische palästinensische Propaganda.

Zunächst hatte sich Miftah gegen die „Schmierkampagne“ einer „obskuren pro-israelischen Webseite“ verwahrt. Sie habe die Miftah Gründerin, Dr. Hanan Aschrawi, und Miftah zu Unrecht verunglimpft. Der umstrittene Artikel sei wieder herausgenommen worden, „um weitere Missverständnisse zu vermeiden“. Gleichwohl blieb der Vorwurf einer ungerechtfertigten „Schmierkampagne“ in der ersten Erklärung von Miftah bestehen.

Am Montag, dem 1. April, folgte eine weitere sehr ungewöhnliche öffentliche Erklärung mit einer „Entschuldigung“. Eine interne Untersuchung habe ergeben, dass ein junger Mitarbeiter „irrtümlich und fälschlich“ den Artikel von Abu Zuruf veröffentlicht habe. Der Mitarbeiter sei entlassen worden. Das übrige Team sei über das „ekelhafte und abstoßende Phänomen der Blutlüge und seiner Vorwürfe gegen Juden“ informiert worden. Dr. Hanan Aschrawi sei an der Tagesarbeit bei Miftah nicht beteiligt und „in keiner Weise in diesem Vorfall“ involviert gewesen.

Aschrawi ist Christin und war in den neunziger Jahren sie Sprecherin der palästinensischen Delegation bei den Friedensgesprächen in Madrid. Später wurde sie Ministerin unter Jassir Arafat. Dank ihres vorzüglichen Englisch war sie jahrelang das wichtigste „Gesicht“ der Palästinenser. Sie trat regelmäßig bei CNN und anderen internationalen Fernsehsendern auf.

Die Nicht-Regierungs-Organisation Miftah verfügt über ein jährliches Budget von über einer Million Dollar (Angabe von 2010). Sie wird mit Spenden unter anderem der UNESCO, des italienischen Konsulats, der EU, der österreichischen Entwicklungsgesellschaft (ADA), der Konrad Adenauer Stiftung und der norwegischen Regierung mitfinanziert.

Die israelische Organisation NGO-Monitor, die sich für Transparenz bei Nicht-Regierungsorganisationen und deren internationalen Finanzierung einsetzt, hat dokumentiert, dass Miftah die erste weibliche Selbstmordattentäterin als „Beginn einer Reihe palästinensischer Frauen mit der Hingabe, ihr Leben für eine Sache zu opfern“ bezeichnet hätte. Terrorgruppen werden als „Widerstand“ beschönigt. Aschrawi habe in Durban 2001 Israel als „schlimmsten Ausdruck von fortgesetztem Kolonialismus, Apartheid und Rassismus“ bezeichnet. In Miftah Publikationen wurden (mit Quellenangaben) Vorwürfe wegen „Massakern“, „kulturellem Völkermord“ und „Kriegsverbrechen“ gemacht. Die „Friedensorganisation“ befürworte die Strafverfolgung von Israelis vor internationalen Gerichten wegen „Verbrechen an Palästinensern“ und propagiere einen Boykott Israels.

Offenbar sind die EU, die UNO und bekannte deutsche Stiftungen bereit, Boykottaufrufe gegen Israel und Selbstmordattentate als „Widerstand“ hinzunehmen. Doch die mittelalterliche antijüdische Blutlegende scheint auch deren Grenzen des guten Geschmacks überschritten zu haben. Deshalb wohl die sehr ungewöhnliche offene „Entschuldigung“, ohne eine erneute Diffamierung der israelischen Webseite, die den Text entdeckt und verbreitet hat.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

90 comments to Antisemitische Blutlegende reloaded

  • Sebastian

    efem, viel zu wenige derer, die über den Nahostkonflikt nachdenken machen sich ernsthafte Gedanken wie Du. Viele unserer Landsleute, ob sie nun rechte oder linke Antisemiten sind, haben nur eins im Sinn „dem Schuldzusammenhang der nationalsozialistischen Verbrechen (wie Götz Aly sagt), zu entrinnen.

    Du zitierst das Folgende:

    “Both sides blamed the other for the failure of the talks: the Palestinians claiming they were offered little more than cantons of territory, and the Israelis claiming that they could not reasonably offer more territory.”

    Das trifft aber nicht den Kern des Problems, denn das Hauptproblem bei den Verhandlungen war, dass Israel Angebote gemacht hat und Arafat immer nur mit –nein- geantwortet hat, dabei aber keine Gegenangebote vorgelegt hat, die eine Basis für tatsächliche Verhandlungen hätte geben können. Das bestätigt den Einwand von Herrn Pfeifer, dass keiner einen palästinensischen Staat wirklich will.

    Lies doch bitte einmal das folgende Interview, mit dem ehemaligen israelischen Außenminister Shlomo Ben-Ami:

    „Der Tag an dem der Frieden starb“:

    http://www.nahost-politik.de/friedensverhandlungen/ben-ami.htm

    Man kann natürlich argumentieren, dass das die Darstellung der einen Seite sei.

    Nenne mir bitte einen ähnlich inhaltsreichen Bericht, der damaligen Verhandlungen, den die andere Seite gegeben hat.
    Ich habe, auch nach größten Bemühungen, nichts gefunden. Eine wunderschöne Ablenkung von unserer eigenen Vergangenheit ist es, den „Nahostkonflikt lösen zu wollen“ und wie eh und je den Juden die Schuld an allem zu geben. Dann braucht man an den Vorstellungen, die in unserer Kultur, seit Jahrhunderten über Juden vorherrschen, nichts zu ändern und je mehr man den Staat Israel verunglimpft, umso stärker werden Lügen und Legenden zur Gewissheit. Das macht einem dann auch den „Kopf frei“ von den Problemen hier zu Lande, wie sie in den beiden Beiträgen unten genannt sind:

    http://www.hagalil.com/archiv/2013/04/14/zschaepe/comment-page-1/#comment-48076

    http://www1.wdr.de/themen/panorama/splitterbombe100.html

    Bei uns gibt es noch viel zu wenig Interesse für Tatsachen und Fakten über die Situation im Nahen Osten. Nach wie vor sind bei den Deutschen Legenden populärer als Tatsachen, wenn es um die Verhältnisse der jüdischen Community und um Israel geht. Äußert sich Gegner des Staates Israel, werden diese mit der Legende über einen angeblichen Übersetzungsfehler in Schutz genommen. Selbst wenn sich Führer der Palästinenser eindeutig äußern, interessieren sich bei uns nur wenige dafür.
    Auf Seite 200 seines Buches „Der ewige Sündenbock“ weist Tilman Tarach auf eine Rede Arafat´s in einer Moschee in Johannesburg vom 10. Mai 1994 hin. Dort erklärt Arafat was er von den Oslo-Verträgen hält. Im Internet kann man das hier, im 11. Absatz nachlesen:

    http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/2567#.UWsQBEpNUWs

    Aber sowas interessiert hier niemanden, genauso wenig wie sich hier irgendjemand dafür interessiert, was Abas in seiner Doktorarbeit über den Holocaust geschrieben hat. Nachdenkliche Stimmen wie Deine, die sich, auch für die Positionen Israels engagieren, gibt es bei uns doch kaum.

  • Karl Pfeifer

    efem Ihre Quellen sind nicht sehr glaubhaft, Wikipedia und Finkelstein sind wirklich keine zuverlässigen Quellen
    Nun wer hindert die PA die Struktur eines eigenen Staates aufzubauen?
    Barry Rubin hat heute eine sehr gute Antwort geschrieben:

    By Their Predictions Shall You Know Them

    Posted: 14 Apr 2013 02:10 AM PDT

    By Barry Rubin

    …Palestinian Authority Prime Minister Salam Fayyad has resigned once again. What’s news, however, is that PA “President” Mahmoud Abbas has accepted it. While it’s hard to believe that Fayyad will finally be ousted–the Western donors want him in power–the continuing frustrations of the only honest and relatively moderate Palestinian official shows that the PA has made no progress toward moderation, state-building, or real economic success. This is despite what might be the highest per capita foreign aid in world history. It also sheds new light on what often seems to be the the world’s best-kept secret: The Palestinian leadership doesn’t want a peaceful solution with Israel.

    In June 2010–almost three years ago–Tom Friedman wrote a column called “The Real Palestinian Revolution in which he said:

    “It is a revolution based on building Palestinian capacity and institutions not just resisting Israeli occupation, on the theory that if the Palestinians can build a real economy, a professional security force and an effective, transparent government bureaucracy it will eventually become impossible for Israel to deny the Palestinians a state in the West Bank and Arab neighborhoods of East Jerusalem….It is the only hope left, though, for a two-state solution, so it needs to be quietly supported.”

    Well, almost three years later, there is no real Palestinian economy but only one still dependent on foreign aid. There has been no progress toward a professional security force or an effective government bureaucracy. The only thing that’s happened is that without doing any of these things and without making any deals or compromises with Israel, and without reducing the incitement to terrorism and hatred toward Israel, and without recapturing the Gaza Strip or even making a deal with Hamas, the Palestinian Authority received what is called non-member state status from the UN General Assembly.

    So here’s the point: it isn’t real state-building or a deal with Israel for peace that gets stuff for the Palestinian leadership. It’s merely more gifts from the “international community.” That is the Palestinian Authority’s sole real strategy and that’s why there’s no hope for the non-existent “peace process.” Until or unless this point is understood by governments, mass media, or academia there will be no serious understanding of the issues involved. President Barack Obama’s revised strategy is a first step in that direction.

    If you are interested in reading more about the history of the Arab-Israeli conflict, you’re welcome to read my book The Arab States and the Palestine Conflict online or download it for free.

    This article is published on PJMedia.

    Barry Rubin is director of the Global Research in International Affairs (GLORIA) Center and editor of the Middle East Review of International Affairs (MERIA) Journal. His next book, Nazis, Islamists and the Making of the Modern Middle East, written with Wolfgang G. Schwanitz, will be published by Yale University Press in January 2014. His latest book is Israel: An Introduction, also published by Yale. Thirteen of his books can be read and downloaded for free at the website of the GLORIA Center including The Arab States and the Palestine Conflict, The Long War for Freedom: The Arab Struggle for Democracy in the Middle East and The Truth About Syria. His blog is Rubin Reports. His original articles are published at PJMedia.

  • Karl Pfeifer

    Justice. Das Problem sind nicht Grenzen. Israel hat in Camp David ein weitgehendes Angebot gemacht. Arafat hat den Verhandlungstisch verlassen ohne ein Gegenangebot zu machen. Die traurige Wahrheit ist, niemand will wirklich einen palästinensischen Staat. Sicher nicht die palästinensische Elite, die dann nicht mehr Gelder in dem Mass abzweigen kann, wie bisher, nicht die Masse derer, die keine Ausbildung haben und von internationaler Hilfe leben. Sicher nicht die arabischen Staaten, die ihr Unterdrückungsregime mit dem Konflikt mit Israel “erklärt” und die nicht fähig sind, ihre Staaten vorwärts zu bringen.
    Wer wirklich Frieden will, der läßt in seinen Moscheen nicht gegen die “Nachfahren von Affen und Schweinen” hetzen, der hetzt nicht Kleinkinder gegen Juden auf.

    • Sebastian

      Herr Pfeifer, die von Ihnen so präzise formulierten Tatsachen sind genau das, was man bei uns am allerwenigsten wissen will.

      Vielleicht darf ich noch hinzufügen….

      …sicher nicht jene Deutschen, die die Situation der Palästinenser missbrauchen, um Israel dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben, um damit den historischen Schuldzusammenhang des deutsch christlichen Antisemitismus los zu werden, der seit vielen Jahrhunderten, bis heute, ein kennzeichnendes Merkmal deutscher „Kultur“ ist.

    • efem

      “Israel hat in Camp David ein weitgehendes Angebot gemacht. Arafat hat den Verhandlungstisch verlassen ohne ein Gegenangebot zu machen.”

      Natürlich. So ist er, der Araber. Alles oder Nichts, und bekommt er Nichts, natürlich durch eigene Schuld, fängt er an zu maulen.

      Wenn das Scheitern der Verhandlungen denn man so simpel nach Art der Zeitung mit den großen Buchstaben zu erklären wäre! Es gibt aber sich widersprechende Ansichten dazu, Beispiele sind in den diversen Wikipedias nachzulesen, etwa im englischsprachigen:

      http://en.wikipedia.org/wiki/2000_Camp_David_Summit#Reasons_for_impasse

      Zitate:

      “Both sides blamed the other for the failure of the talks: the Palestinians claiming they were offered little more than cantons of territory, and the Israelis claiming that they could not reasonably offer more territory”

      “Although in U.S. media Barak’s offer was often portrayed as being “generous,” the Israeli group Gush Shalom stated[27] that “the offer is a pretense of generosity for the benefit of the media”, and included detailed maps of what the offer specifically entailed.”

      “Two books published in 2004 placed the blame for the failure of the summit on Arafat. They were The Missing Peace by longtime US Middle East envoy Dennis Ross and My Life by Clinton.”

      “Swisher, the Director of Programs at the Middle East Institute, concluded that the Israelis and the Americans were at least as guilty as the Palestinians for the collapse.”

      “Norman Finkelstein published an article in the winter 2007 issue of Journal of Palestine Studies, … Judged from the perspective of Palestinians’ and Israelis’ respective rights under international law, all the concessions at Camp David came from the Palestinian side, none from the Israeli side.”[32]”

      “In 2006, Shlomo Ben-Ami stated on Democracy Now! that “Camp David was not the missed opportunity for the Palestinians, and if I were a Palestinian I would have rejected Camp David,”

      Nu? Wer ists gewesen? Arafat? Barak? Clinton? Moment – da ist ja mein Dreidel. Gleich werde ich es wissen.

  • Justice

    Oder mit anderen Worten, Palästina wird ein Staat. Ein Scharia Staat.

  • Justice

    Also dieses ganze Propagandagelabber ist ja fürchterlich. Rule Nr.1 zum erkennen von Propaganda ist: Aufrechenen von Getöteten. Das führt zu absolut gar nichts. Der nächste logische Schritt ist, es muss zu einer klaren Grenzführung kommen. Mein Plan, endlich eine Grenze finden. Zweistaatenlösung. Ägypten soll für die Palästinenser noch mal ein Gebiet dazugeben, von der Größe Gazas jetzt. Israel soll strategisch vollkommen anders vorgehen. Wie kann man Stärke zeigen ? Indem man die Menschenrechte fördert. Also der Verzicht auf alles, was Menschenrechtsverbrechen ist. Damit lässt sich viel besser herausarbeiten, wer dann “letztendlich”, ein totalitäres, den Menschenrechten feindlich gesinntes Regime aufbauen wird. Also ein Schritt zu den Menschenrechte hin, statt davon weg. Und dann haargenau dokumentieren, peinlich genau darstellen, welche Entwicklung in den palästinensischen Gebieten geschieht. Das ist für Israel wesentlich besser, als auf Eskalation zu setzen. Dann kann sich ein palästinensischer Staat bilden, und es ist klar zu erkennen, welche Wendung er nimmt. Nach meinem Ermessen wird es ein “radikal-fundametalistischer Millitärstaat”, in dem die Menschenrechte mit Füssen getreten werden, was ich leider prognostizieren muss. Dere palästinensische Staat wird in kürzester Zeit “überbevölkert” werden, da sich die Bevölkerung exponential vermehrt, wie in Ägypten die sich die Bevölkereungszahl momentan verdoppelt. Nun kann man den “eigentlichen” Agressoren vollkommen den Wind aus den Segeln nehmen, indem man genau das Gegenteil von Agression anwendet. Und letztendlich wird das “palästinensische Volk” weder eine moderne Verfassung erhalten, sondern eine radikal-islamistische, nach Vorbild der Taliban, wie im Iran, oder nach Vorbild der Muslim Brüder. Dieses herauszukristalisieren ist eine wichtige Aufgabe, um dann der Weltöffentlichkeit zu zeigen, was in fundamentalistischen islamischen Staaten für Regime herschen, und wie unglaublich weit diese entfernt sind von modernen Verfassungen, und wie dann die Rechte der Menschen regelrecht geschunden werden, und zwar von den “eigenen” Regierungen. Es ist also viel wichtiger, dieses herauszukristalisieren, als irgendeien Reaktion zu zeigen. Daher rate ich Israel vollkommen ab, von jeglicher Gewaltanwendung, oder millitärischer Reaktion, oder von Menschenrechtsvergehen in Justiz oder Millitär. Viel wichtiger ist es der Weltöffetlichkeit endlich die Warheit zu präsentieren, wo die Wurzel liegt, und zwar in der “radikal-fundamentalistischen Einstellung”, aller heute bestehenden islamischen Regime, wobei hier Beispiele im Irak, Iran, Afghanistan, Mali, Sudan, Ägypten, Marokko, Tunesien, u.v.a. zu betrachten sind, welche nach europäischen Verfassungen wahre Schreckensregime sind, wo Demonstranten wie denen der “grünen Revolution” im Iran, zu Millionen Folter und Mord droht. Daher ist es besser, ohne Gewaltanwendung eine Herausbildung eines totalitären Regimes zuzulassen anstatt es zu bekämpfen, um es im internationalen Kontex dann darzustellen, wie z.B. Nord Korea, oder viele andere Diktaturen. Danach kann weitergesehen werden.

  • Uri Degania

    Eine gut gemachte Website aus Norwegen, nüchterne, überzeugende Aufklärung; der Hinweis stammt von einem Freund:
    http://afagerbakke.tumblr.com/post/47625482621/is-israel-an-apartheid-state

  • Uri Degania

    Und noch einmal: Erinnerung an einen großen Fußballtrainer – an Eddy Schaffer. Er brachte das israelische Fußballteam 1970 erstmals zur WM. Zugleich war er ein Pionier, der einen maßgeblichen Beitrag zur Verbesserung der israelisch-deutschen Beziehungen geleistet hat – obwohl die Deutschen einen Großteil seiner Familie umgebracht haben: “Abschied eines Überlebenden” betitelt:

    Drei kurze Auszüge aus diesem Portrait, anlässlich seines Todes verfasst:
    “Trotz der erfolgreichen Flucht ließ ihn das alte Leben nie los. Viele Jahre später fragte ihn ein Sportjournalist, warum er beim Training immer so fluchen würde. »Ich weiß, ich bin verrückt«, soll Schaffer geantwortet haben. »Aber du musst wissen, dass, wer auch immer da war und überlebt hat, verrückt zurückgekommen ist. Auch die, die glauben, sie sind normal, sind verrückt. Niemand ist gesund zurückgekehrt.«”

    Und: “1958 kehrte Schaffer nach Deutschland zurück, um an der Sporthochschule Köln das Trainerdiplom zu machen. Leiter des Lehrgangs war Hennes Weisweiler, der bis 1970 als Hochschuldozent das internationale Renommee der DFB-Trainerausbildung begründete und sich danach als einer der besten Vereinstrainer der Welt etablierte. Um Erfahrungen zu sammeln und den Kurs zu finanzieren, trainierte Schaffer gleichzeitig den Verbandsligisten Rhenania Würselen.”

    Und, abschließend: Nach anderthalb Stunden Gespräch ist Eddy Schaffer von den vielen Fragen ermüdet. Die Bilder an den Wänden seines Wohnzimmers zeugen von einer bewegten Biografie: Schnappschüsse mit der Fußballprominenz aus aller Welt, Lithografien mit Schtetl-Motiven und eine Tuschezeichnung der Recklinghäuser Altstadt. »Was soll ich Ihnen erzählen? Ich bin geblieben und ich lebe«, sagt Schaffer irgendwann und hebt ein wenig ratlos seine Hände. In den folgenden Monaten versank er immer tiefer in der Krankheit. »Wir haben uns Stück für Stück verabschieden müssen. Es war eine sehr schwere Zeit für meinen Vater und die ganze Familie«, sagt Moshe Schaffer über das vergangene Jahr. Am 30. Dezember 2012 starb »Eddy« Schaffer im Alter von 89 Jahren in Ramat Hasharon. An seinem Grab sagte Avi Luzon, der Präsident des israelischen Fußballverbands: »Er war der größte Trainer, den wir je hatten.«”

    http://www.publikative.org/2013/02/20/abschied-eines-uberlebenden/

  • Uri Degania

    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ist die Dame, die am Shoah-Gedächtnistag nur ein Bedürfnis hat, nämlich Überlebende wie etwa Herrn Wiesel zu beschimpfen, nicht doch auf dieser Fotoshow zu erkennen, bei ihrem Idol, dem großen Friedensfreund? (der permanent in bösartiger Weise falsch übersetzt wird):
    http://www.president.ir/fa/37058

    http://www.hagalil.com/archiv/2012/04/30/solidarische-reise/

  • Heron

    orginal fairne??
    (wie das denn mit dem Umgang Andersdenkender bei euch aussieht?? )

    Grundsaetzlich ist dagegen nichts einzuwenden, ausser bei

    Nazis, Links Antisemitische Volksdeutsche, Luegner und Deffamierer, Judenhasser, Hamas und Fatach Sympartisanten, Menschen die den Terror gegen Juden Relativieren oder Verharmlosen, Menschen die Israel das Verteidigungsrecht absprechen, Menschen die den Internationalen Antisemitismus Verharmlosen oder Relativieren, Menschen die Israels Bedrohungslage durch den Iran oder Arabischen Terrororganisationen Verharmlosen oder Relativieren

  • fairness

    Auszug aus Wiesels Kommentar in der Jüdischen Allgemeinen: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15597

    >Dazu gehört zuallererst, Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad wegen seiner Verbrechen gegen die Menschheit zu verhaften. Sobald er oder ein anderer Vertreter des Mullah-Regimes sich im Ausland aufhalten, müssen sie festgenommen und dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag überstellt werden. Dies ist unsere Pflicht. <

    Fairness dazu: "Ahmadinedschad muss festgenommen werden? Und von wem? Kidnapping von Menschen ist weltweit geächtet, nicht aber in Israel? Einfach mal so einen ausländischen Präsidenten verhaften?"

    Ich habe mich in der Hauptsache auf die Forderung, s.o., von Elie Wiesel bezogen – und muss sagen, etwas Dümmeres als diese Forderung habe ich lange nicht gelesen; Aber darauf ist keiner der Schreiber eingegangen!
    Was denken Sie denn alle, wie ein Europäischer Gerichtshof reagieren könnte, wenn ein ausländischer Präsident, möge er Kenjata oder A. heißen, der bei einem Auslandsbesuch/Staatsbesuch entführt wurde, in Handschellen vor dieses Gericht gebracht werden würde???? Gäbe es denn vorher einen Internationalen Haftbefehl für diese "Entführung"?

    Allein Wiesels Empörung reicht hier nicht, selbst dann nicht, wenn sie sich mit dem Empfinden vieler Israelis decken WÜRDE.

    Deutschland hat Jahrzehnte mit einer Mauer leben müssen, an deren Grenzen sehr viele Menschen ihre Freiheit und ihr Leben verloren; und nicht nur das, sondern die DDR war auch noch dazu ein Unrechtsstaat – hätte Deutschland Erich Honecker bei einem seiner Auslandsbesuche entführen sollen?
    Wie dämlich ist das.

    In den nachfolgenden Kommentaren ist nicht einer darauf eingegangen, vielmehr haben sich alle auf A. bezogen, sich auf mich eingeschossen, mich als "pathologisch"-Antisemitsch, Judenhaßerfüllerin, als NEO-Nazisympathisierende mit A. bezeichnet. Eure dreisten Stereotypen langweilen allmählich und lassen mich berechtigt nachfragen, wie das denn mit dem Umgang Andersdenkender bei euch aussieht??

    Wir sollten uns alle abgewöhnen, über fiktive Atombomben auch nur nachzudenken: die gesamte westliche und östliche Halbkugel wäre binnen Minuten ohne Infrastruktur, es würde Hunger und Durst auslösen, Millionen von Menschen wären vernichtet. Allmählich wird es für alle labilen Regierungen in dieser Zone ZEIT, Gegenstrategien gegen Kriege zu entwickeln, ansonsten verliert die Gattung Mensch ihren Anspruch auf diese Erde.

    Europa ist und war ein Vielvölkerstaat und hat es trotzdem geschafft!

    • Karl Pfeifer

      Der arme deutsche Israelbasher fairness, der anstatt über das Thema des Artikels zu diskutieren, versucht die Debatte wegzuführen vom Antisemitismus in der PA und anstatt dessen lieber über Eli Wiesel und Präsident A. diskutiert.
      Hier auf hagalil geht man sehr geduldig um mit fairness und Gesinnungskameraden, doch wie das Antisemiten immer gerne tun, sie geben sich verfolgt und jammern, wenn ihnen jemand entgegentritt. Diskutieren wir doch nicht über die antisemitischen Hirngespinste von fairness, jane u.a. sondern kehren wir zur Realität des Nahen Ostens zurück.
      Gerade diese Tage gabe es antichristliche Pogrome in Ägypten. Was den meisten Medien keine Nachricht wert ist.
      “In Ägypten reichen Gerüchte, damit es zu konfessioneller Gewalt kommt – jüngste Ausschreitungen zeugen davon. Die Wiener Zeitung berichtete
      Die verunsicherten Kopten
      Von WZ-Korrespondentin Birgit Svensson
      Christen misstrauen islamistischem Staatsoberhaupt Mohammed Mursi.

      Kairo. Manchmal reicht ein Gerücht, um die Volksseele in Ägypten zum Kochen zu bringen. Seit dem Beginn der Revolution Ende Januar 2011 liegen die Nerven der 81 Millionen Bewohner blank. So auch am Sonntag, als im Zuge eine Trauerfeier in der Kairoer Sankt-Markus-Kathedrale zu massiven Ausschreitungen zwischen Kopten und Muslimen kam. Tags zuvor waren vier Christen bei Ausschreitungen in der Provinz Kaljubija nördlich von Kairo zusammen mit einem muslimischen Jugendlichen ums Leben gekommen. Auslöser war ein Kreuz, das Kopten angeblich auf eine Moschee gemalt haben sollen. Augenzeugen dafür gibt es keine…
      http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/welt/weltpolitik/537699_Die-verunsicherten-Kopten.html

      Wenn also die Ureinwohner Ägyptens, die Kopten derart behandelt werden, kann man sich denken, was passieren würde, wenn der sehnlichste Wunsch der Israelbasher in Erfüllung gehen würde und die Juden Israels wehrlos wären.
      Das ist Teil der Realität des Nahen Ostens und damit sind die Israelis konfrontiert. Allerdings gibt es auch ein paar positive Signale aus Ägypten: Memri April 8, 2013
      Special Dispatch No.5263
      Egyptian Columnist: Jewish Internet Moguls Benefit Humanity And Muslims More Than Muslim Scholars And Al-Qaeda
      In an article published in the independent Egyptian daily Al-Watan on March 8, 2013, columnist Khalid Muntasir praised the Jews’ achievements in science and technology and their contribution to humanity, including to Muslims. He wrote that Jewish hi-tech magnates, especially the founders of Google and Facebook, have done much more to improve the life of humanity than the leaders of Al-Qaeda and the Taliban, or Muslim scholars, who, he claims, deal with obsolete matters and trivialities…
      http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/7117.htm

    • Jakobo

      “Eure dreisten Stereotypen langweilen allmählich und lassen mich berechtigt nachfragen, wie das denn mit dem Umgang Andersdenkender bei euch aussieht?? ”

      bischen weninger jammern und falscher heorismus waere auch
      mal was gutes, das langweilt naemlich auch.

      sie koennen ja mal zur abwechslung in ein arabisches forum
      gehen und ein gedenken fuer das warschauer getto vorschlagen,
      sie sind doch so beeindruckt davon wenn ich mich erinnere.
      ich glaube man wird sich dort sehr ueber sie freuen.

      J

    • efem

      @ Karl Pfeier

      “Gerade diese Tage gabe es antichristliche Pogrome in Ägypten. Was den meisten Medien keine Nachricht wert ist.”

      Gerade diese Tage gab es antichristliche Aktionen in Syrien. Was den meisten Medien keine Nachricht wert ist:

      http://3agelnetwork.com/en/article/15558.html

      ” … target a church in the middle of Aleppo city … dismantled an explosive device, was located inside a gas cylinder containing about 50 kg of explosive materials near Mar Elias church for Greek Orthodox … “

  • Heron

    Es gibt ihn den Phatologische Antisemiten aus Deutschland wie man hier auf Hagalil immer wieder lesen muss der seinen Schmutz verbreitet in der Hoffnung gleichgesinnte Holkoepfe zu Anemieren Luegen und Deffamierungen gegen Israel zu verbreiten.

    Warum es Checkpoints und Anti Terrorzaun gibt

    Palestinensische Terroristen senden einen 14 jaehrigen Araber mit einem Sprengstoffguertel nach Israel um Juden zu toeten.

    Israeli TV – 14 year old Suicide Bomber

    http://www.youtube.com/watch?v=PPU4UN03t7E