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Wer ist ein “Antisemit”?

Wegen Günter Grass ist in Deutschland erneut eine Antisemitismusdebatte entbrannt. Jüdische Kronzeugen von Henryk Broder bis Avi Primor wurden befragt, ob Grass ein „Antisemit“ sei. Deren Ansichten fielen so unterschiedlich aus wie die Interpretationen des Grass-Gedichts, von Iran, Linken und Rechten hoch gelobt und von anderen als Hasspamphlet verurteilt…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 8. April 2012

Der deutsche Journalist Wilhelm Marr gilt als Erfinder des Begriffs „Antisemitismus“. Er wollte seine rassistische Judenablehnung von religiösem Judenhass unterscheiden. Im Februar 1879 warf seine Schrift „Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum“ dieses Schlagwort in die politische Debatte. Es richtete sich gezielt nur gegen Juden zumal es zwar eine semitische Sprachfamilie gibt, aber keine „semitische Rasse“.

Der moderne Antisemitismus löste seit der Aufklärung die alte religiös motivierte Judenfeindlichkeit ab. Nachdem Gott für „tot“ erklärt worden war, zog nicht mehr der vom Christentum propagierte Vorwurf des Gottesmordes, um hier nur ein Element des alten Judenhasses zu erwähnen.

Der Judenhass ist fast so alt wie das jüdische Volk. Er existierte schon vor 2500 Jahren bei griechischen wie römischen Autoren. Den besten Titel für dieses einzigartige Phänomen hat der Judaist Peter Schäfer geschaffen: Judäophobie. Dieses Wort impliziert eine irrationale Abneigung gegen alles was jüdisch ist und heute gegen den Staat Israel. Phobie ist eine intuitive krankhafte Furcht vor Situationen, Gegenständen oder Personen.  In der Wissenschaft gibt es zahllose Fachbegriffe für Phobien gegen das Fliegen, Insekten, Mundgeruch, Frauen, Ärzte oder Menschenansammlungen. Nicht zufällig wählten die Nazis Begriffe aus der Tierwelt, „ausrotten“ oder „Ungeziefer“, um damit das „Auslöschen“ der Juden zu rechtfertigen.

Die beste Definition für Antisemitismus heute könnte vom amerikanischen Richter Potter Stewart übernommen werden. Als der gefragt wurde, was Pornographie sei, sagte er: „Wenn ich es vor mir sehe, weiß ich, dass es das ist.“ Da Antisemitismus wie Pornographie auch strafverfolgt oder bei Umfragen ermittelt wird, war es notwendig, eine genauere Definition zu formulieren. Die EU benötigte 2006 eine klare Definition für einen europaweiten Untersuchungsbericht zu antisemitischen Auswüchsen. Um den Forschern von Portugal bis Norwegen einheitliches Werkzeug in die Hände zu geben, hatte die EUMC (heute ECRI) in Wien eine zunächst streng geheim gehaltene „Arbeitsdefinition“ ausformuliert. Die wurde inzwischen von der Antisemitismus-Kommission des Bundestags für Deutschland übernommen.

In dem teilweise schwammig formulierten Papier heißt es: „Dabei kann der Staat Israel, der als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein. Oft enthalten antisemitische Äußerungen die Anschuldigung, die Juden betrieben eine gegen die Menschheit gerichtete Verschwörung und seien dafür verantwortlich, dass die Dinge nicht richtig laufen.“ Ein weiterer Punkt ist: „Falsche, entmenschlichende, dämonisierende oder stereotype Anschuldigungen gegen Juden oder die Macht der Juden als Kollektiv – insbesondere die Mythen über eine jüdische Weltverschwörung oder über die Kontrolle der Medien, Wirtschaft, Regierung oder anderer gesellschaftlicher Institutionen durch die Juden.“ Oder auch: „Der Vorwurf gegenüber dem jüdischen Volk oder dem Staat Israel, den Holocaust übertrieben darzustellen oder erfunden zu haben.“ Ebenso heißt es da: „Die Anwendung doppelter Standards, indem man von Israel ein Verhalten fordert, das von keinem anderen demokratischen Staat erwartet und verlangt wird.“ Dem jüdischen Volk das Recht auf Selbstbestimmung (und Selbstverteidigung) abzusprechen, sei ebenso antisemitisch, wie ein Vergleich der Politik Israels mit dem Vorgehen der Nazis. Klargestellt wurde, dass Kritik an Israel oder seiner Politik legitim sei, solange sie mit Kritik an anderen Ländern vergleichbar ist und nicht einer Delegitimierung oder Dämonisierung des jüdischen Staates dient.

Ob Günter Grass mit seiner Unterstellung, dass Israel das iranische Volk „auslöschen“ wolle, „antisemitisch“ ist, muss jeder selber entscheiden. Grass verwendet allerdings einen Nazibegriff und unterstellt dem jüdischen Staat genozidale Absichten, die bisher noch kein Israelis jemals ausgesprochen hat. Das entspricht einem Vergleich mit den Nazis und einer Verschwörung, was in dem EUMC-Papier beides als „Antisemitismus“ definiert wird. Auch andere Verse in dem „Gedicht“ brachten Grass in eine bedenkliche Nähe der offiziellen, in Deutschland geltenden Antisemitismusdefinition. Da es keine Straftat ist, „Antisemit“ zu sein, hat Grass bestenfalls eine Rufschädigung zu befürchten.

Nun gibt es noch jene, die weit von sich weisen, „Antisemiten“ zu sein, gleichwohl aber im „Antizionismus“ eine berechtigte Ideologie sehen, den Staat Israel zu kritisieren und ihm wegen Rassismus, Apartheid oder Kriegsverbrechen sogar die Existenzberechtigung abzusprechen. Hierzu hat der französische Forscher Emanuel Sarfati ermittelt, dass „Antizionismus“ eine in den siebziger Jahren von den Sowjets „erfundene“ Ideologie sei, um als Ersatz für den in Westeuropa verpönten „Antisemitismus“ zu dienen. Bei genauem Hinschauen dienen viele der Argumente der „Antizionisten“, nun auf den Staat Israel übertragen, ähnlichen Zielen und Methoden, wie die Ideologie der Nazis gegen das jüdische Volk. Dazu gehört das Abstreiten des Existenzrechts Israels oder das Recht der Juden auf Selbstbestimmung und Verteidigung.  Der berühmte Spruch, „die Juden sind unser Unglück“ klingt identisch mit dem Grass-Vers, Israel werde einen dritten Weltkrieg auslösen, „an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind“.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

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62 comments to Wer ist ein “Antisemit”?

  • Karl Pfeifer

    Wenn Netanjahu nichts wichtigeres zu tun hat als sich mit Grass in eine Diskussion einzulassen, dann wertet er damit Grass und seinen Unsinn auf. Wenn dann der Innenminister Grass mit einem Einreiseverbot belegt, dann muss man an der Intelligenz dieses Ministers zweifeln. Damit hat er Grass ein schönes Geschenk gemacht.
     
     

  • R.Busse

    Die hier geschilderten Kategorisierung was Antisemitismus kann nur eine Hilfe sein. Neben diesem sogenannten “Gedicht” muss man die Lebensleistung von Günter Grass sehen, und die ist nicht abzubilden, wenn man ihm einfach das Etikett “Antisemit” überstülpt, meine ich. Mir gefällt sehr die Bewertung des Grass-”Gedichtes” durch Wolf Biermann, der unmissverständlich und gleichzeitig nachsichtig in der ihm eigenen Art Stellung bezieht.

    Siehe Berliner Morgenpost, Artikel “Günter Grass – erst klug, dann böse, heute verbiestert” (Link)

  • Dd

    Wer sich wirklich für die (ursprüngliche) EUMC-Definition interessiert, sollte sich diesen Artikel (leider englisch) mal durchlesen:
    http://www.jnews.org.uk/commentary/the-real-eumc-definition-of-antisemitism
    Dann wird auch klar, dass alles was Sahm nach dieser Definition als Antisemitismus darzustellen versucht nicht Antisemitismus per se, sondern kontextabhängig ist, was er nicht zum ersten Mal verschweigt.
    Nicht weniger undurchdacht ist sein Versuch Antizionismus mit Antisemitismus gleichzusetzen und zu suggerieren, dass sich das Recht auf Selbstbestimmung nur in Form eines eigenen und darüber hinaus primär ethnozentriert definierten Staates ausdrücken kann, was logischerweise impliziert, dass die nichtjüdische Minderheit keins hätte.
    Und wenn Sahm die Aussagen von Grass mit “die Juden sind unser Unglück” gleichzusetzen versucht sollte er sich mal fragen, ob nicht er selber es ist, der evtl. antisemitisch (vgl. EUMC-Definition) Juden kollektiv für das Verhalten des Staates Israel verantwortlicht macht. In diese Antisemitismusfalle tappen nämlich mehr Israelunterstützer ein, als ihnen lieb ist.

  • C. Jabotinski Jr.

    Der SS Freiwillige Grass, hat sich in seinem Gedicht endlich befreit und die Gesinnung die er sich bei seinen Brüdern der Waffen SS angeeignet hat nun wunderbar in seinem Gedicht so verpackt dass er sich selbst aus der Schlinge ziehen kann, und der “Ewige Jude” also dass Volk Israel durch sein gedicht hier endlich seine Grass`sche Überzeugung offen Aufzeigen kann. Aber hier steht ganz deutlich etwas geschrieben dass zwischen den Zeilen liegt:

    - JUDE DU BIST DASS BÖSE
    - JUDE DU WILLST DIE WELT INS UNGLÜCK STÜRZEN
    - JUDE DU HAST KEIN RECHT DICH ZU VERTEIDIGEN
    - JUDE NIEMAND BEDROHT DICH DASS IST NUR PROPAGANDA
    - UND WENN DANN DER NEUE HITLER IM IRAN DOCH ERNST MACHT, DANN HAT HERR KRASS JA DIE ENDLÖSUNG DIE ER MIT 18 DURCH SEINEN SS SCHWUR GELEISTET HAT ENDLICH ERREICHT.

    Aber eines steht fest. Die einzigen die aus dem Holocaust gelernt haben sind diese JUDEN, denn Sie werden sich niemals mehr irgendwelchen Friedliebenden Judenhassern aussetzen, die JUDEN werden kämpfen um weiterzuleben in IHREM LAND dass IHNEN von der gleichen PERSON abgesprochen wird welche die Bedrohung verneint.
    Und nun hier mein Gedicht:

    - DIE JUDEN WERDEN SICH NICHT MEHR UNVERTEIDIGT HINMETZELN LASSEN
    - EINER DER ERSTEN AUFSCHREIE DER JUDEN WAR DER AUFSTAND IM WARSCHAUER GHETO, DORT WURDE DIE HEUTIGE ISRAELISCHE FAHNE DASS ERSTE MAL IN EINER VERTEIDIGUNGSAKTION GEHISST, IM ÜBRIGEN WAR DIESER AUFSTAND AUCH EIN “ANGRIFF ZUR VERTEIDIGUNG”
    - DIESMAL GEHT ES ERNEUT UM DASS ÜBERLEBEN DES JUDENTUMS IN ISRAEL DOCH MIT EINEM UNTERSCHIED.

    Juden, denkt an die Warnung von Jabotinski in den 30er Jahren. Es liegt ein grosser Sturm der Vernichtung vor euch. Diese Vernichtung steht nun auch vor unserer Generation, denn Der JUDENFEIND meint es ernst.
    Die Juden sind nicht mehr unbewaffnete Menschen die sich in G´ttvertrauen dem Schicksal hingeben. Nein, hier muss ich die Feinde des jüdischen Volkes, wie immer diese sich nennen eines besseren belehren.

    JUDEN KÄMPFT UM EUER ÜBERLEBEN UND SCHLAGT DER SCHLANGE DIE GESCHWOREN HAT EUCH ZU VERNICHTEN DEN KOPF AB, UND JEDER WEITEREN DIE AUFSTEHT ERNEUT…. Denn Ihr seid die überlebenden von Treblinka, Auschwitz und des Bösen.

    Wir werden den Grass`schen Freudentanz auf jüdischem Blut nicht zulassen. Der Staat Israel wird seine Feinde aufsuchen und Vernichten, egal wo diese sich verstecken…. Und ich bete dafür dass der EWIGE JUDE  in EWIGKEIT sein friedliches dasein verteidigen wird!…. Den Antisemitismus wird es immer geben, auch ohne Juden, dieser Virus des Antisemitismus ist eine SEUCHE aber die Starken und Mutigen unter den JUDEN werden dafür sorgen dass wenn es schon diesen Ewigen Antisemiten in jeder generation gibt wird es auch den Juden der diesen Bekämpft in jeder Generation geben.

    AMALEIK lebt!!! Am Israel denke immer daran. ISRAEL HAT ZU TUN WAS ZU TUN IST….. AMEN

    CHAG PESSACH SAMEACH. 

    C. Jabotinski Jr.

    • an C. Jabotinski Jr.
      Mir ist schlecht. Ich könnte gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte bei so viel Blutrünstigkeit und Narzismus. Du hast kein Recht, das Wort AMEN unten anzufügen. 
      Mit dem Wort AMEN zogen schon die Kreuzritter im 12. jahrhundert in ihren scheiß heiligen Krieg. Jeder, der christlichen oder jüdischen Glaubens ist, muss sich von dir beschämt fühlen, ausgerechnet du sprichst von Frieden und schwingst das Schwert des Hasses. Pfui! Du suhlst dich doch in Anti-Mensch-sein, bah. Mir ist es schnuppe, wem oder was du dich zugehörig fühlst, in die moderne menschliche soziale Gemeinschaft gehört du nach meinen Gerechtigkeitsmaßstäben jedenfalls nicht. Du Propagandist mit deinem Hirngespinst, die Welt wolle unbedingt den jüdischen Staat vernichten, so ein Quatsch.
      Ich kenne viele, viele Menschen, die Lichtjahre davon entfernt sind, NICHT mit einem Juden friedlich an einem Tisch zu sitzen; an meiner alten Uni Ende der 70-ziger Jahren gab es 2 Studenten mit Käppchen und alle haben sich darum gerissen, mit ihnen zu reden, weil die unglaublich viel wussten und gerne Jüdische Witze in der Mensa erzählten. Aber dir möchte ich nirgendwo begegnen, du mit deinem NAZI-Jargon
       
       

    • Carmela

      @  C. Jabotinski Jr. 

      Wenn das Judentum so bedroht ist, wie Sie das sagen, warum fliegen Sie denn nicht schon längst in einem Bomber Richtung Iran?

      Wenn nichts anderes als Krieg möglich ist, was warten Sie denn noch und verteidigen Sie nicht schon jetzt Israel, statt hier solche Statements abzugeben, wo allen schlecht wird? 

      Sie widerlegen sich doch selbst!

      Tun Sie was sie sagen, ansonsten verlieren Sie Glaubwürdigkeit.

      Wenn man so militant ist wie Sie, wo bleibt der Raum für Liebe?

      Sie reden von Hass. Reden Sie einmal darüber wer Sie liebt! 

  • Karl Pfeifer

    Der Jabotinsky dessen Namen Sie hier usurpieren, war ein gebildeter und guter Schriftsteller, was Sie da von sich geben ist primitiv und pathetisch, eine Mischung die sonst die Nazi gut beherrschen. Ich glaube Sie sind ein deutscher Nazi, der hier seinen Antisemitismus kaschiert. Andererseits könnten Sie auch ein Jude sein und beweisen wie falsch die Philosemiten liegen, die uns einreden wollen, Juden wären intelligenter als andere Menschen. Sie liefern den besten Beweis, dass dem nicht so ist.

  • Daniel

    >>”AMALEIK lebt!!!”<<
     
    Und das ist nun anders als “Der ewige Judes ist unser Unglück” weshalb nochmal….???

  • C. Jabotinski Jr.

    So ist es eben, ein kämpfender gegen dass böse wird gerne als dass Böse selbst dargestellt. Und schön wie >Sie hier mutmassen ob ich ein Faschistoider Christ oder Ultranationaler “Siedler” sprich Jude bin. Ich bin der Meinung dass tut nichts zur Sache und nur zur Info, dieser Name ist kein “Pseudonym”,

    Amaleik, schon in der Thora und der Auslegung ist in jeder Generation vorhanden. Und so auch in unserer. Und dort wird der Jude, nicht nur einmal dazu aufgefordert, niemals zu vergessen. Sprich sich auf den nächsten Versuch zur Vernichtung vorzubereiten. Und Israel ist vorbereitet, defifnitiv! Sie Herr Pfeiffer schreiben etwas über die höhere Inteligenz von Juden, wie soll ich dass verstehen, Sie schreiben dass wären Philosemiten die so denken, nun ich sehe dass dieser doppelte Standart nur Israel aufgelegt wird. Übrigens sind meiner Meinung nach Juden nicht mehr oder weniger Intelligent als wie Sie sagen “andere Menschen”. Hahah, “andere Menschen”, juden sind also doch anders für Sie!! Damit und mit diesem Satz haben Sie mehr über sich und Ihre Einstellung Preis gegeben als Sie gewollt haben. Sie sind wie ich “lesen” darf gar nicht gewollt hier Ihre wahre intention zu vertuschen, dass macht Sie symphatisch. Denn mir ist ein Gegner, zu dem Sie sich für mich hiermit gemacht haben, der offen seinen hass ausspricht lieber als diese verkappten, den Juden Liebenden aber zurückhaltenden “gutmenschen”. Die Israel ermahnen den Weltfrieden zu halten auch wenn es den eigenen Untergang Israels erforfdert und keinerlei Resonanz zeigen wenn tausende von Raketen auf den Süden Israels abgefeuert werden…. Dass macht Sie zu dem was Sie eben alle sind die Ihre meinung vertreten, “Sonim ISRAEL !!”

    Tun Sie mir doch einen grossen Gefallen: SAGEN SIE FREI RAUS WAS SIE WIRKLICH DENKEN UND WOLLEN, und langweilen Sie uns nicht mit irgendwelchen Frasen.

  • C. Jabotinski Jr.

    Wie ich sehe zweifeln Sie ja nicht nur an der Inteligenz meiner Person sondern auch an der Inteligenz des israelischen Innenministers. dass ehrt mich sehr in einem lineup mit diesem hochdekorierten und erfahrenen Menschen zu stehen. Und der Inteligente (auch meiner Meinung nach) Jabotinsky und gründer der BEITAR wird Ihrerseits als intelligenter “Schriftsteller” bezeichnet. Nun Sie scheinen dessen Weltanschauung und kampfaufrufe dann nicht zu kennen. Sonst würden Sie diesen Grossen Meister mit dem Innenminister des Staates Israel und meiner Wenigkeit auch in den Topf der Dummheit verdammen.

    NICHT WAHR ??

    Chag Sameach

  • pmn

    Grass ist kein Antisemit und sein Gedicht ist nicht antisemitisch.

  • C. Jabotinski Jr.

    @pmn, nein natürlich nicht, er ist nur Antiisraelisch und spricht den juden dass recht ab sich zu verteidigen und zieht einen gefährlichen Feind Israels ins Lächerliche. Hätte dieser Herr ein paar Jahre füher dass Licht der Welt erblickt wäre er direkter gegen die Juden vorgegangen. Aber Israelhätze und Judenhass vor und zu Ostern liegen ja in der Tradition in dieser Gegend.

    Ich habe PMN schon richtig verstanden und die Israelische regierung auch !

  • C. Jabotinski Jr.

    Oh jemand mit namen FAIRNESS, dass ist ja nett!!
    “DIE WELT WOLLE UNBEDINGT DEN JÜDISCHEN STAAT VERNICHTEN…” um Sie zitieren zu dürfen. Nun ja, dann sollten Sie sich mal die Aussagen der Iranischen Herrschaft anhören. Diese Ankündigung der Vernichtung der Juden und dass abstreiten des Holocoust ansich sprechen eine alzudeutliche Sprache. Und diese bedrohng wird eine deutliche Antwort erhalten!
     Ich werde mich Ihrer obszönen und beleidigenden Sprache sicherlich nicht angleichen. Nur so viel, dass ist schön dass Sie sich mit komulitonen mit “Kippa” (nicht Käppchen) zusammengesetzt haben. Wunderbar, dann kennen Sie ja sicherlich dadurch die aktuelle Bedrohung des jüdischen Staates. Machen Sie doch mal folgendes. gehen Sie mit einer Kippa auf dem Kopf mal eine Stunde in Berlin Kreuzberg spazieren, dann werden wir sehen was es heisst sich zu diesem Volk zu bekennen, dass sich ja die Bedrohung nur einbildet, nicht wahr??. Erzählen Sie mir nicht wer mich bedroht. Und ob ich ein recht habe ein Gebet mit Amen zu beenden unterliegt G`tt sei dank nicht Ihnen.
    Ich zumindest werde, sollte es keine andere Möglichkeit geben lieber mit dem Schwert in der Hand sterben als erneut in “Gaskammern” geprügelt zu werden. Und damit es keine Nuklearen Gaskammern sind die der neue “Hitler” im Iran produzieren will dafür wird Zahal sorge tragen müssen!! Von einem krieg wollen ist keine Rede. Es geht hier um dass Überleben des jüdischen Staates. Und an dieser Vernichtung arbeiten seit Khomeini alle die danach kamen !
     
    Ich bin jedes mal sehr erfreut über Antworten die man lesen kann wenn menschen mit jemanden konfrontiert werden der seine Überzeugung kundtut.
     
    Ich muss Sie aber wegen etwas anderen entäuschen.     ICH WÜRDE SIE GERNE EINMAL TREFFEN, ERNSTHAFFT    : und wäre gespannt ob Sie sich dann immer noch so im Wortlaut verhalten würden, wenn ich in Persona Ihnen gegenüber sitze oder stehe. Es wäre für mich zumindest eine sehr interessante Begenung.
     
    Am Israel Chai, Chag Pessach Sameach wekascher !

  • C.Fried

    Ob Grass Antisemit ist? Er selbst würde das wohl weit von sich weisen….ist auch egal, Er kann sich jedenfalls nicht hineinversetzen in Gefühle von Menschen, denen ein Anderer, der Macht hat und evtl. die Bombe, ihr Daseinsrecht bestreitet. Er kann nur sein Gefühl von “es soll doch Frieden sein und kein Atom bei keinem” naiv absolut setzen und in schwülstige Worte fassen. Er macht aus potentiellen Opfern potentielle Täter. Er steht ganz in der deutschen Tradition “Es möge bitte Ruhe sein”. Und “es” spricht aus ihm, was er als Kind schon hörte: Der Jude macht die Unruhe in der Welt.” Dafür kann er nichts, dass er so aufwuchs, aber er reflektiert das nicht oder nicht mehr.

    • Esther

      Hier noch meine Antwort auf Ihren an mich gerichteten Beitrag in unserer letzten Diskussion:
      http://www.hagalil.com/archiv/2012/04/04/grass-2/comment-page-2/#comment-32802
       
      Ich kann Ihrer Argumentation einiges abgewinnen. Mir wäre es auch lieber gewesen, wenn Grass seine Wortkraft und Publizität dazu genutzt hätte, ein Gedicht z.B. über Ost-Jerusalem zu schreiben. Mit dem Verdikt “Atom” und letzter Tinte hat er sozusagen die Abkürzung genommen und damit ziemlich hoch gepokert… wobei er immer noch “gewinnen” könnte, falls ein israelischer Angriff auf den Iran weitgehend eskaliert (was leider nicht ausgeschlossen ist).
       
      Im übrigen war Grass für mich nie eine besondere moralische Instanz und er hat mich auch literarisch nicht vom Hocker gerissen, weswegen ich weder ihn noch sein Gedicht nun als das non plus ultra verteidigen werde. Dafür weist es auch inhaltlich zu deutliche Schwächen auf – Israel als “den” Verursacher der erkennbaren Gefahr zu bezeichnen, geht auch mir z.B. zu weit… An der uniformen Gegenreaktion auf das Grass-Gedicht stört mich allerdings, daß jeder Depp aus der dritten Reihe meint, in “Tagesthemen”-Kommentaren o.ä. Grass ans Bein pinkeln zu können – im Glauben, es bliebe mehr an ihm hängen als an einem selbst.
       
      Sie haben recht, Grass dramatisiert. Er nimmt damit m.E. spiegelbildlich die exakte Gegenposition zu Netanjahu & Co. ein, versucht ihn also “mit seinen eigenen Waffen” zu schlagen… würde ich so nicht machen, halte ich aber für legitim. Nachvollziehbar ist das Grass-Pathos für mich auch angesichts dieses händeringenden Suchens, Konstruierens und notfalls Fingierens(?) von Kriegsgründen gegen den Iran (s. das Mordkomplott gegen den saudischen Botschafter in den USA, wobei sich die Kritik dann nicht nur auf Israel beschränken dürfte).
       
      Kleine Bemerkung am Rande: Als, auch von HaGalil-Diskussionsteilnehmern, blauäugig Einladungen an Grass nach Sderot ausgesprochen wurden, dachte ich mir schon, daraus wird wohl nichts werden, wenn Israel ihm die Einreise verweigert… ich hielt mich mit Kommentaren zurück, weil ich glaubte: So blöd werden die Israelis nicht sein. Nun, wie man sieht… sollte man seine Erwartungen in das rationale Verhalten anderer nicht zu hoch schrauben – das gilt für den Iran ebenso wie für Israel (und natürlich auch für Deutschland).
       
      Das Vertrauen, daß in Israel der Richtige den “Schlüssel zum Zünder” hat, geht mit der Regierung Netanjahu allmählich den Bach ‘runter – und zwar schneller, als mancher schauen kann (s. obenstehenden Artikel). Grass spricht dies aus – auf seine Weise.

  • Israel

    Nur weil Iran und ein paar Rechte das Gedicht mögen heisst es noch lange nicht dass er ein Antisemit ist!!!

    • Ihr Zugeständnis, Grass müsse noch lange kein Antisemit sein, nur weil sein Gedicht Wasser auf die Mühlen von Nazis sei, ist weise, dient aber nicht als Erläuterung; Dieses weite Feld ist ein schwer vermintes Feld.
      <Ich lebe lange genug um mit Recht behaupten zu dürfen, dass die deutsche Bevölkerung durch ihre Arbeit und durch ihre milliardenschwere Steuern für Aufbauhilfe und durch unablässige Aufklärungsarbeit und durch den lange verordneten Medialen Maulkorb seit 1948 aus Rücksicht auf seine Nazi-Verbrechen unbeschreiblich viel dafür geleistet hat, dieses Feld zu entminen.
      <Dafür dreht man Grass nun die Worte im Munde herum, disqualifiziert ihn auf jede erdenkliche Schimpfweise.
      <Welcher gerechte Deutsche soll das denn noch kapieren? 
      <Habe ich als Deutsche kein Recht zu fordern, dass mein land von eurem Krieg verschont bleibt? Das ist doch euer Krieg und nicht unserer.

  • Karl Pfeifer

    Jabotinsky, sachte, sachte, man kann so wie ich der Meinung sein, dass GraSS unrecht hat und sein “Gedicht”, Polemik eines Schriftstellers ist, der nicht mehr im Mittelpunkt steht und glaubt dort stehen zu müssen,
    dass Israel das Recht auf Selbstverteidigung hat und dass Atombomben in iranischer Hand eine Gefahr für die Welt ist und
    gleichzeitig auch ihren ersten längeren pathetischen Amalek Text ablehnen, weil er auf groben Verallgemeinerungen gründet.
    Und wenn Sie sich geadelt fühlen, mit dem obskurantischen fanatischen Yishai genannt zu werden, dann werden wir hier damit leben können.
     

  • C. Jabotinski Jr.

    @ PFEIFER. “IHR”  ….. “WIR”… alles geklärt <”!!!

    • Jonathan

      Sind Sie der neue Baruch Zion?

    • Karl Pfeifer

      Lesen sollte man schon können, wenn man Jabotinsky heißt. Ich schrieb über “Ihren” Text.. 
      Wenn Sie daraus “Ihr” machen, dann fälschen Sie meine Aussage. Ich habe Ihren Text, Ihren Obskurantismus, Ihre Verallgemeinerung kritisiert.
      Und damit Sie es ganz klar sehen: Ich finde j e d e n Chauvinismus übel, auch den der mit Ammenmärchen über Amalek begründet wird. D.h. ein Chauvinismus der sich gegen Israel wendet ist übel, aber einer der aus Israel kommt, ist auch nicht besser.
      Ich bin für die Gleichbehandlung a l l e r Staaten. Also auch des Staates Israel. GraSS tat das nicht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen angenehme Pessachtage, sollten Sie tatsächlich Jude sein und kein Provokateur.
       

  • Jens

    Ich glaube in Israel versteht man nicht ganz, was Grass eigentlich wollte. Die Folgen für Deutschlands Medien sind verheerend und DAS hat er damit erreicht. Er hat erreicht, dass in den Artikeln steht “Er hat nur Ablehnung und Kritik geerntet” und in den Kommentaren, obwohl sie zensiert werden, steht mit überwältigender Mehrheit genau das Gegenteil. Das zeigt sehr deutlich, über deutlich, und endlich für jeden sichtbar der hinschaut, dass die deutsche Medienlandschaft eine Meinungsmaschine und keine freie Presse ist. Besonders in Bezug auf Israel. Die Glaubwürdigkeit dürfte auf lange Zeit dahin sein, ich finde das gut, aber es ist auch gefährlich.

    Die Rechten in Deutschland sind gar nicht so glücklich wie man glauben mag, so wird ihnen der Platz streitig gemacht und das ist sehr wichtig. Es darf nicht sein, dass die Meinung der Menschen so unterdrückt wird und in der Öffentlichkeit keine Plattform findet. Das schafft ein Klima wie vor dem 2.WK.

    @ C. Jabotinski Jr.
    Ich bin jedes mal sehr erfreut über Antworten die man lesen kann wenn menschen mit jemanden konfrontiert werden der seine Überzeugung kundtut.

    Das bin ich auch. Besonders wenn mal etwas gegen Israels Politik gesagt wird ist das sehr erhellend. Schon doof, wenn plötzlich auch mal Kritik an einen selbst herantritt, obwohl man doch dauernd selbst kritisiert. Kritik ist mit Gegenkritik nicht ausreichend beantwortet.

    Ich nenne das schlicht und einfach selbstgerecht. Es ist nicht umsonst und auch richtig so, dass ein Opfer nicht Richter sein darf. Von daher halte ich die jüdische Definition von Antisemitismus grundsätzlich für unbrauchbar.

    Sie sind Nachkomme des einstigen Führers der Terrortruppe Irgun, Wladimir Zeev Jabotinsky? Dann wundert mich nichts. Ein großer Schandfleck in Israels Geschichte. Ist Ihnen eigentlich schon mal in den Sinn gekommen, dass jeder Kämpfer selbstredend für das Gute gegen das Böse kämpft? Dabei ist der Kampf doch an sich schon böse. Der “böse” Iran will ja auch das “böse” Israel bekämpfen. Und die “evel Terrorits” die “bösen” USA.

    Böse ist der, der an das Böse im Menschen glaubt, für den Guten ist das Böse nicht vorstellbar, wenn er es nie erleben musste. Wird man durch das Erleben des Bösen böse, ist man böse.

    Macht die Krieger nicht zu Führern!

    • Carmela

      Böse ist der, der an das Böse im Menschen glaubt, für den Guten ist das Böse nicht vorstellbar, wenn er es nie erleben musste. Wird man durch das Erleben des Bösen böse, ist man böse.

      Sie müssen noch sehr jung sein, wenn Sie sowas glauben. 

       Ich nenne das schlicht und einfach selbstgerecht. Es ist nicht umsonst und auch richtig so, dass ein Opfer nicht Richter sein darf. Von daher halte ich die jüdische Definition von Antisemitismus grundsätzlich für unbrauchbar.

       Kann in der BRD ein Opfer Richter sein? Habe ich noch nie gehört. Und deshalb haben Sie eine andere Definition als die Opfer aus dem Naziregime? Und wo ist Ihre bessere Definition? 

      Ich möchte wissen, wenn man einmal Sie in ein KZ eingesperrt hat und dort modern lässt, ob Sie dann noch Lust haben über Definitionen zu reden!
      Wissen Sie Papier ist geduldig, aber es gibt noch genug Leute, die könne mehr daraus lesen als einer da schreibt. 

      Bei Ihnen fehlt die Erfahrung. 

       

    • Jens

      Ich glaube das halt, ich glaube dass kein Mensch böse geboren wird. Nicht mal ein Psychopath ist grundsätzlich böse. Es gehört zu den wichtigen Prüfungen im Leben, sich nicht in Versuchung führen zu lassen, nicht den “einfachen” Weg zu gehen, sondern den vermeintlich schwereren.

      In der BRD darf ein Opfer kein Richter sein, wenn aber Juden definieren was alles als Antisemitismus gilt, dann ist das so, wie wenn ein “Opfer” die Straftat definiert und das kann nicht gut gehen. Das ist dann dieser einfache Weg und man kommt in Versuchung zB. alle Kritik damit mundtot zu machen, so wie es ja immer wieder versucht wird. Wenn mich jemand in ein KZ sperrt, dann gehe ich (oder meine Hinterbliebenen) nachher zu einem Gericht und verklage ihn und der Richter muss entscheiden. Der Antisemitismus, mal angenommen ich wäre Jude, wäre in diesem Fall doch nur das Motiv und nicht das Verbrechen. Gedanken sind frei, die Rede ist frei, nur Taten können echte Verbrechen sein.
      Außerdem habe ich nicht mit dem Definitionsquatsch angefangen, das macht ja die glorreiche Antisemitismusforschung.

      Das “mehr daraus lesen” verwundert mich doch immer mehr. Die meisten Leute schreiben das was sie denken und das sollte man auch so lesen. Zwischen den Zeilen liest man eher sein eigenes Wesen (dieses muss man erstmal sehr genau kennen, um unterscheiden zu können) und da kommen mir teilweise Recht ungute Gefühle, wenn man hier so oft Hass raus zu lesen vermag. Wenn ich das mal auf die Texte eines Herrn Sahm bspw. anwende, da wird mir ganz anders. Ich kann das erst unterscheiden, wenn ich mehrere Texte eines Schreibers gelesen habe, da habe ich schon ein wenig Erfahrung. Meistens haben die, die am lautesten schreien, am wenigsten Recht.

      Antisemitismus ist eine Form von Rassismus, nicht mehr und nicht weniger. Im Prinzip das gleiche wie Antiarabismus oder Homophopbie. Es ist eine ziemlich dümmliche Sache andere schlecht zu machen, um sich selbst besser da stehen zu sehen. Letztlich wertet man so die Gesamtheit und sich selbst auch mit ab. Oftmals ist es nur ein billiger Versuch seine eigene Unfähigkeit zu verdecken.

      Mir fehlt die ideologische Indoktrination und die Ausbildung und ich bin sehr froh darüber. Je älter ich werde um so glücklicher bin ich damit, weil ich frei denken kann, was vielen weg ausgebildet wurde. Manche bilden sich auf ihre Ausbildung einfach viel zu viel ein.

      Was ist der Unterschied zwischen Wut und Hass? 

    • Yael

      Antisemitismus ist eine Form von Rassismus, nicht mehr und nicht weniger. Im Prinzip das gleiche wie Antiarabismus oder Homophopbie.


      Antisemitismus und Rassismus
       
      Lange Zeit ist Antisemitismus nicht als eigenständiges Phänomen wahrgenommen worden. Das hat sich auch in der gegenwärtigen Protestbewegung gegen die schwarz-blaue Regierung nicht geändert. Insbesondere in der linken Literatur ist Antisemitismus oft nur als eine besondere Form von Rassismus begriffen worden, dessen erklärung sich in der erklärung des allgemeinen Phänomens Rassismus erschöpfte. Rassismus und Antisemitismus stehen aber in einem jeweils unterschiedlichen verhältnis zur Wertverwertung und dem ihr eigenen Fetischismus. Im fetischistischen bewußtsein der bürgerlichen Warensubjekte nehmen Rassismus und Antisemitismus unterschiedliche Plätze ein.
       
      http://no-racism.net/article/9/
       
      Von daher halte ich die jüdische Definition von Antisemitismus grundsätzlich für unbrauchbar.


      Welche Juden definieren denn Antisemitismus? Ich kenne kaum Juden, die hier Antisemitismusforscher sind.  Abgesehen davon, kommt das unglaublich arrogant rüber.

       
       

  • Alexander Moisen

    Wenn man den Stuss dieser Kommentare liest, kann man nur Kopf schüttelnd feststellen, dass die sog. Antisemiten gar nix sagen müssen, denn ihr Geschäft besorgen manche Juden viel besser…

  • Peter Korkus

    Sehr geehrte Foristen,
    ich bin durch Zufall auf Ihre Webseite gekommen. Zu meiner Person: ich bin Deutscher und ein großer Freund Israels. Mein Großvater haben die Nazis in den Tod getrieben. Ich kann mich noch erinnern als wir während des 7- Tage-Krieges für Israel gebetet haben, damit die Existenz Israels erhalten bleibt. Leider trägt die die Politik der dezeitigen Regierung nicht dazu bei den Konflikt zu entschärfen. Ich halte es auch für verwerflich jeden als Antisemiten zu bezeichenen, der die unverantwortliche Politik der derzeitigen Regierung kritisiert. In meinen Recherchen solidarisieren sich fast 80% der Foristen mit Grass. In deren Argumenten habe ich in der überwiegenden Anzahl nur Kritik gegenüber der israelischen Regierung gefunden. Niemand hat die Existenz Israels infrage gestellt, so auch Grass nicht. Bitte helft, dass wir im Interesse unserer Länder und des Weltfriedens wieder sachlich diskutieren können. Es ist wenig hilfreich in seiner Argumentation ständig als Beweis für deren Richtigkeit einen 17.-jährigen SS-Mann heranführen zu müssen. Grass ist kein Feind Israels. Bewerten Sie bitte das geamte Schaffen des Schriftstellers und nicht 1Jahr SS-Zeit.Helfen Sie mit, dass wir Deutschen Israel aus ehrlichen Herzen unterstützen können. Dazu bedarf es meiner Meinung einer anderen Poltik.

    • Yael

      Wie kann man sachlich diskutieren, wenn die Lügen Grass nicht einmal zur Kenntnis genommen werden? Oder haben Sie Belege, dass Israel vor hat, den Iran durch Atombomben auszulöschen, wie von Grass behauptet? Ich würde die sehr gern mal sehen, denn ansonsten bleiben es Lügen, die die Absicht haben, Hass zu schüren. 
      Ob Grass ein Antisemit ist oder nicht, ist doch völlig egal, denn darum geht es nicht.

  • Jane

    ”Oder haben Sie Belege, dass Israel vor hat, den Iran durch Atombomben auszulöschen, wie von Grass behauptet?”


    Grass Antwort:


    Einmal mehr warnte Grass vor einem israelischen Angriff auf eine iranische Atomanlage. Das könne zu einem atomaren GAU führen.


    http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,826045,00.html


    Mit Salman Rushdie meldet sich ein hochkarätiger Autor zu Wort, der sich selbst Jahrzehnte wg. der Fatwa Ayatollah Kohmeneis verstecken musste:
    Salman Rushdie rühmt Günter Grass’ Auseinandersetzung mit den Faschismus
    Der britisch-indische Autor Salman Rushdie schaltet sich in die Debatte um Günter Grass ein und erinnert an dessen Verdienste. Man dürfe nicht vergessen, dass Grass die wichtigsten literarischen Antworten auf den Nationalsozialismus verfasst habe: “Die Blechtrommel”, “Katz und Maus” und “Hundejahre”. Niemand könne ernsthaft glauben, dass Grass ein Antisemit sei, schrieb Rushdie über den Kurznachrichtendienst Twitter. Vielmehr gehe es um ein schlechtes Gedicht und die schlechte Reaktion Israels darauf.


    http://www.dradio.de/kulturnachrichten/201204101100/2
     

  • pmn

    Antisemitismus ist ein Ressentiment. Eine grundsätzliche feindselige Haltung. Es fällt dem Antisemiten ausserordentlich schwer sich nicht antisemitisch zu äußern.

    Wenn jemand 84 Jahre alt wird, ein Buch nach dem anderen schreibt und  öffentlich zu jedem Thema seinen Senf gibt, ohne dass sein Antisemitismus bisher aufgefallen ist, dann ist er eben kein Antisemit.

    Wir können nahezu die ganze Antisemitismusforschung in die Tonne treten, wenn wir Grass als Antisemiten bezeichnen.

    • ente

      @ pmn: Wie man den diversen hiesigen threads entnehmen kann, wird Grass ( von den meisten) kein Antisemitismus vorgeworfen. Ein Literaturnobelpreisträger schreibt zu einem Thema, dass mit Ostpreusse oder Norddeutschland wenig zu tun hat. Seinen Themen.  So what? 
      Dieselben Leute, die auf einmal Grass als Nabel der Welt, Gewissen der Nation und Taktgeber der deutschen Befindlichkeiten sehen, hielten vo rwenigen  Wochen noch Frau Klarsfeld als perfekte Repräsentantin dieses Staates.

      Das wäre dann ziemlich lustig geworden. (Als sie Bundeskanzler ohrfeigte schenkte ihr Böll Blumen, Grass verwahrte sich, Böll schenkte ihr noch einen Strauss. und auch zu den jetzigen Äußerungen des Nobelschriftstellers äußert sie sich.)

      Man sollte Meinungen ernsthaft nehmen, muß aber nicht sein (jetziges) Weltbild unbedingt als die plötzliche, unbedingte ultima ratio nehmen! Oder?

      (Dem Innenminister wünsche ich alles, was auch Karl Pfeifer ihm wünscht.)
        

  • pmn

    @C. Jabotinski Jr.

    “Ich habe PMN schon richtig verstanden und die Israelische regierung auch !”

    Soll ich mich jetzt geehrt fühlen oder muss ich Angst bekommen.

    ich weiss es nicht.

  • pmn

    Antisemitsmusvorwürfe sind immer kontraproduktiv, weil sie ad hominem Argumente sind.

    Es spielt hierbei eine untergeordnete Rolle, ob diesee sich auf Aussagen oder auf die Person beziehen. Denn auch wenn wir nur eine Aussage als antisemitisch bezeichnen, steht die Person damit automatisch zumindest unter Antisemitismusverdacht.

    Das wollen die wenigsten (obwohl es einigen mittlerweile egal ist).

    Sie dienen der Einschüchterung und führen dazu, dass Leute, denen Israel eigentlich gar nicht so wichtig ist, sich mit den Opfern dieser Antisemitismusvorwürfen solidarisieren.

    Selbst dann, wenn die Vorwürfe berechtigt sind.

  • galim

    Das peinliche an diesem Typ hier, der sich selbst als Jabotinski geriert, weiss garantiert nicht, dass dieser damals selbst Faschist war.
    (Heute eine Art ‘Nationalheiliger’ in Israel, fast jedes Dorf hat mindestens eine Straße nach ihm benannt.)
    Aber Faschisten war’n so in den 30er Jahren nicht das, was man heute von denen zu wissen scheint. Ganz schön dämlich, sich so zu bezeichnen hier…
     

  • Jane

    Grass war übrigens der erste deutsche Autor, der nach Israel eingeladen wurde. Auf Grund seiner engagierten Romane, sahen die Israelis in ihm den ‘Guten Deutschen’.
     
    Deutsch-Israelische Gesellschaft 1967:
     
    Unterbrochen wurde das sich anbahnende etwas müde Vereinsleben durch den Ausbruch des “Sechstagekrieges” am 05. Juni 1967. Wir in Europa hatten über mehrere Tage hinweg keinerlei Nachricht über das Geschehen. War Israel schon überrollt? Seine Armeen vernichtet? Der Pressereferent vom Dienst in der Senatskanzlei sprach Sylten an, ob er etwas zur Realisierung der an ihn von Günther Grass herangetragenen Idee einer großen Geldsammlung zugunsten von Israel tun könne. Ganz unabhängig davon, welches Schicksal die Juden in Israel zur Zeit durchmachen, anschließend werde mit Sicherheit Geld benötigt. Sylten griff diese Idee auf, traf sich anschließend gleich mit Grass in dessen Wohnung und beide flogen am nächsten Tag nach Bonn, zu der schon seit längerer Zeit anberaumten Präsidiumssitzung. In dieser Sitzung wurde die Idee aufgegriffen und der Aufruf “Hilfe für Israel” von Grass und der DIG wurde ein großer Erfolg: Die Städte und Gemeinden und alle irgendwie mit Israel sympathisierenden Vereine griffen die nun von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft getragene und organisierte Idee auf: wenigstens etwas, was man tun konnte in einer sonst ohnmächtigen Situation. Die Sammlung wurde ein großer Erfolg – und als schöner Nebenerfolg machte sie den Namen unserer Gesellschaft im ganzen Land bekannt….
     
    http://www.deutsch-israelische-gesellschaft.de/dig_information/der_schwierige_begin.htm

  • Ulli

    Es grenzt an Selbstherrlichkeit, wenn Juden die Bezeichung “Semit” als für sich gepachtet betrachten.
    In dem “Gedicht” von Grass wird in keinster Weise den Semiten ein leid zugefügt, noch Hass gestreut, wie hier so gern behauptet.
    Grass hat sich nur gegen die aggressiver (Außen-) Politik des Staates Israel ausgesprochen.
    Es ist aber schon bezeichnend, wie sehr hier eine Meinung, welche auf Tatsachen begründet ist, sofort bekämpft wird, statt sich mit diser Meinung auseinander zu setzen.
    Das Unterdrücken von Meinungen ist Kennzeichen totalitärere Regime und Staaten.
    Hält dieser Mann dem Staat Israel berchtigt den Spiegel vor, dann wird er bekämpft.
    Arroganz, verbunden mit dem Anspruch auf Unfehlbarkeit und Meinungshoheit hat schon manches Regime zum Sturze und zum Vergessen verholfen.
    Ich hoffe, Herr Grass hat sein Übriges dazu beigetragen.
     

  • Jane

    Eines ist mir heute klar geworden, als ich die ganze Angelegenheit in Gedanken noch mal rekapitulierte.
     
    Die literarische Qualität des Gedichts ist ziemlich nebensächlich. Insofern es darum ginge literarisch -ästhetisch  etwas besonderes abzuliefern – wäre es fraglos verfehlt  und nicht auf der Höhe der Zeit – Grass hat schon wirklich gut gedichtet und sicher weiß er was ein ‘gutes’ Gedicht ist.
     
    Es ging Grass um eine Meinungsäußerung und er suchte nach einer Form, die nicht ignoriert werden würde, sondern wirkt.
     
    Das ist ihm voll und ganz gelungen. Seit der Veröffentlichung ist das Gedicht Thema sogar in den Nachrichten, Tag für Tag.
     
    Dass er des Antisemitismus bezichtigt werden würde, war ihm mehr oder weniger klar, das klingt in dem Gedicht schon an.
     
    Dass ein Krieg mit dem Iran verhindert werden sollte, ist in der Welt breiter Konsens, da das möglicherweise verheerende Folgen haben könnte. Wir wissen nicht wie der Iran reagiert, wenn er angegriffen wird, alle Experten sagen, dass der Iran durchaus wehrhaft sein würde und fraglos hätte er das Recht zu reagieren (denn das nennt man Verteidigung).  Weiterhin sind nicht wenige auf der Welt von der unnachgiebigen israelischen Politik und der ständigen Holocaustrethorik in DIESEM  Zusammenhang nur noch genervt (ich auch). Dass diese Politik immer wieder in die Konfrontation gehen kann, und sich dabei nicht scheut das ihr zur Verfügung stehende übermächtige militärische Potential recht skrupellos einzusetzen haben wir in der Vergangenheit des öfteren erleben dürfen – sei es die zweimalige mutwillige Zerstörung des Libanon oder den Angriff auf Gaza. Und wenn etwas überlebensnotwenidig ist für ein SOLCHES Israel, dann ist es natürlich die militärische überlegenheit. Eine iranische Atombombe würde dem einen deutlichen ‘Knacks’ verpasen – mehr aber wohl nicht, weil es für den Iran absoluter Selbstmord wäre, wenn er Israel angreifen würde – wie ein iranischer Dissident in diesen Tagen sagte – die iranische Führung ist nicht verrückt – sie ist nur an ihrem Machterhalt interessiert – und deshalb würde sie Israel auf gar keinen Fall angreifen, auch wenn sie eine Atombombe hätten – Israel kann den Iran mit seinem Atomwaffenpotential 200 mal wegpusten.
     
    Dass Israels verbündete ihre eigenen Rechtsprinzipien verraten, indem sie die israelische Politik letztendlich immer wieder indirekt absegnen, indem sie selbst Waffen und Gelder liefern (USA) ist offenkundig. Das Festhalten an diesen Rechtsprinzipien hat letztendlich 2 gute Gründe – zum einen entpspricht es dem Grundgedanken der Rechtsstaatlichkeit, ein hohes Gut und eine Errungenschaft, die man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen darf, zum anderen ist offensichtlich, dass den Palästinensern ein Unrecht geschieht, langfristig ist es mittlerweile auch so, dass diese Unterstützung den eigenen Interessen schadet. Aber der Unwillen oder die Unfähigkeit zur Klärung seitens des Westens ist armselig. Letztendlich macht sich der Westen in der Tat wider Willen zum Komplizen der israelischen Besatzungspolitik.
     
    Noch jede amerikanische Regierung hat Israel zu verstehen gegeben, dass die Siedlungen illegal und dem Frieden abträglich sind. Den Israelis ist daa egal. Sie machen was sie wollen und mehr noch sie kriegen was sie wollen (Zig Milliarden Dollar Unterstützung von den USA und mehr als kostspielige Waffengeschenke z.Bsp. aus Deutschland).
     
    Kritik ‘darf geäußert werden’ so lange sie nciht weh tut, bzw. so lange sie gar ncihts tut -  so lange sie in den bekannten Nachrichtenmagazinen den ein oder anderen israelkritischen Bericht bringen, der folgenlos von jenen konzipiert wird, die sowieso nicht anderer Meinung sind, die Politiker aber keinerlei Konsequenzen ziehen und immer wieder von der unverbrüchlichen Treue und der angeblichen deutschen Staatsräson schwafeln – braucht das ja niemanden zu stören.
     
    Aber wehe ein Politiker wird mal deutlich. Da wird jeder Anfang eines Umdenkens vollmundig mit der Beschwörung sämtlicher Klischees über angeblichen Antisemitismus im Keim erstickt. Sachlichkeit ist hier überhaupt nicht gegeben – die Absicht ist klar. Wirkliche Kritik an der israelischen Politik, die tatsächlich den Westen massiv in Mitleidenschaft zieht, muss schon in jedem noch so kleinen Keim erstickt werden.
     
    Die Rethorik, welch von israelfreundlichen oder auch jüdisch-zionistischen Organen (und damit meine ich Kreise, die Israel ohne ‘Wenn und Aber’ immer und grundsätzlich unterstützen) benutzt wird – ist selbst ständig überspitzt, polemisch bis demagogisch – so auch die nun seit Jahren zur Vernichtungsphantasie aufgebauschte rethorische Kampagne gegen den Iran (der fraglos seine dunklen Seiten hat – dennoch wird da viel übertrieben).
     
    Nur – WIE KOMMT MAN DIESER Anti-Iran-Kriegs-RETHORIK BEI?
     
    Es ist keine Frage, dass Iran/Israel einander feindselig sind – und da gibt es viel feindselige Rethorik von beiden Seiten – aber eine angeblich geplante bevorstehende Vernichtung Israels – sorry – das ist ein Griff in die Propagandakiste, auch wenn iranische geistliche Führer des Iran, Israel schon mehrfach zum Teufel gewünscht haben.
     
    Was man hier schon alles hören kann – der Iran sinne auf Weltherrschaft – so ein Blödsinn – der Iran hat Jahrhunderte lang gar kein Land angegriffen und hatte es fraglos auch jetzt nicht vor.. Alles was er tut ist ein Atomprogramm umzusetzen, auf welches er als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags auch ein Recht hat. Er wird aber mehr oder weniger seit zig Jahren von 2 Atommächten bedroht und da kann es nicht verwundern, dass er sich unter Umständen, was den möglichen Besitz eigener Atomwaffen in die Zweideutigkeit flüchtet, welche in Israel seit zig Jahren gewissermaßen offizielle Regierungsdoktrin geworden ist. Darüberhinaus wurde der Iran vom Irak und Hussein 10 Jahre lang mit einem blutigen Krieg überzogen, der von den USA mit angestiftet worden war.
     
    Nun hat Grass selbst fraglos sehr drastische Worte gewählt. Aber entsprechen diese Worte nicht letztendlich dem Level der Rethorik, welches eben gerade von den IsraelhatImmerRecht-Adepten schon seit Jahren ins Feld geführt wird?
     
    Ich selber denke, dass diese Art der Rethrok zu einem israelisch/jüdischen Kokon geführt hat, durch den noch kaum was durchdringt und die ganze westliche Welt schleift mehr oder weniger widerwillig mit. Ich muss dazu sagen, dass das nicht Israels ‘VErdienst’ alleine ist, sondern auch die der imperialen Anliegen der USA und Groß-Britanniens, die fraglos auf eine postkoloniale Dominanz in der Region setzten, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu stützen. Die Menschenrechte der Muslime waren ihnen dabei von jeher ziemlich egal.
     
    In diesem Sinne hat das Gedicht seine Wirkung nicht verfehlt – es rüttelt auf, es weckt auf – es werden mehr und mehr laut und deutlich Fragen gestellt – ENDLICH!
     
    Danke Herr Grass!

    • Anonymous

      @Jane
      Du glaubst:
      “der Iran hat Jahrhunderte lang gar kein Land angegriffen und hatte es fraglos auch jetzt nicht vor”
      Das Argument zieht nicht. Lies selbst in Wikipedia:
      “Schon 1726 gelang Nadir Chan die Vertreibung der afghanischen Ghilzai aus Isfahan. 1730 hatte Nadir Chan die Kontrolle über ganz Persien gewonnen, setzte aber nach der Beseitigung Thamasps II. 1732 mit Abbas III. (1732–1736) nochmals einen Safawiden als Schah von Persien ein. Erst 1736 bestieg er als Nadir Schah (1736–1747) selbst den Thron und begründete die Dynastie der Afschariden.

      Die Regierung Nadir Schahs war durch ständige Feldzüge geprägt. So wurde nach der Unterwerfung der Ghilzai in Afghanistan (1737) ein Feldzug gegen die Großmoguln nach Indien unternommen. Mit der Eroberung von Delhi 1739 kam der Pfauenthron nach Persien. Weitere Feldzüge führten 1740 nach Buchara und Chiwa. 1747 wurden die Osmanen aus Aserbaidschan und dem Kaukasus vertrieben, dass diese nach der Entmachtung der Safawiden (1722) besetzt hatten.”
      Heutzutage sind sich der Iran und die Türkei einig darin, dass gelegentliche Einmärsche , die man – was sonst – als Angriffe zu bezeichnen hat, mal gemeinsam, mal allein, in irakisches Hoheitsgebiet Dank des schwachen irakischen Staates sinnvolle Maßnahmen sind, um dort hin und wieder rel. gefahrlos irakische KurdInnen abzuschlachten und ihre Wohngebiete zu verwüsten. Beispiel: http://de.indymedia.org/2011/07/312075.shtml.  

  • Karl Pfeifer

    Galim, können Sie uns ausser den damaligen Schimpfkanonaden gegen einen rechten Politiker – also einen Konkurrenten – auch den Nachweis bringen, dass der historische Jabotinsky Faschist gewesen sei? wollte er einen Einparteienstaat? War er für die Abschaffung von Gewerkschaften? Hat er Haß oder Verachtung gegenüber den Arabern gepredigt?

  • Jane

    Jabotinsky:
     
    Der revisionistische Zionismus und die faschistischen Bewegungen, die damals an Popularität gewannen, waren sich nicht nur äußerlich ähnlich – es bestand eine innere Verwandtschaft. Das ging so weit, daß die Revisionisten braune Hemden trugen, den Führerkult pflegten und sich als disziplinierte militärische Truppe aufführten. Gewalt wurde ihnen zur zweiten Natur: Gegen Streikende oder Versammlungen linksgerichteter Juden gingen sie mit Fäusten vor, auf Araber wurde schon mit Gewehren geschossen. Und als 1936 der große Palästinenser-Aufstand ausbrach, half die revisionistische Miliz Haganah-B den britischen Truppen, ihn blutig niederzuschlagen. In Jabotinskys Denken finden sich selbst Züge von Rassismus, vor allem in seiner Novelle “Samson”, in der jede “Vermischung” von Juden und Nichtjuden abgelehnt wird. Das alles war so deutlich, daß David Ben Gurion ihn “Wladimir Hitler” nannte und von den Nazis als den “deutschen Revisionisten” sprach. Der erste Ministerpräsident Israels bemerkte sogar einmal über einen Artikel Hitlers: “Das hätte von Jabotinsky sein können: die gleichen Begriffe, der gleiche Stil, der gleiche Geist.”(
    Die ideologische und politische Nähe zeigte sich auch in der Praxis. Während Jabotinsky sich mit seiner Bewunderung für Mussolini zurückhielt, sparte der Duce nicht mit Lob für seinen Gesinnungsgenossen: “Für den Erfolg des Zionismus braucht ihr einen jüdischen Staat mit einer jüdischen Fahne und jüdischer Sprache” meinte er 1935 zu David Prato, dem späteren Großrabbiner von Rom. “Wer das wirklich begriffen hat, ist euer Faschist Jabotinsky.”(7) Italiens Diktator war auch so gnädig, die Einrichtung einer Marineschule der Organisation Betar in Civitavecchia zu genehmigen. Bei der Einweihung sangen revisionistische Studenten die faschistische Hymne Giovinezza und riefen “Es lebe Italien! Es lebe der König! Es lebe der Duce!”….


    http://www.monde-diplomatique.de/pm/1996/11/15/a0281.text.name,askcej725.n,86


    Übrigens Netanyahus Vater war in den 30ern der Privatsekretär Jabotinskys.

  • ronit

    Grass Rhetorik ist von Moshe Zimmermann meiner Meinung nach recht treffend charakterisiert worden:

    “Ist Grass jetzt ein Antisemit? Das ist eine komplexe Frage, die nach noch komplexeren Antworten verlangt. Natürlich ist Grass kein rabiater Antisemit, der Juden vertreiben oder ermorden will. Antisemitismus aber ist vielschichtiger. Und Grass benutzt Bilder und Mythen, die antisemitisch angehaucht sind. Die Art und Weise, wie er Israel pauschalisiert, erinnert an die Art und Weise wie Juden pauschalisiert wurden und werden. Zu seinem Gedicht “Was gesagt werden muss” hätte auch sehr gut die Überschrift gepasst: “Israel ist unser Unglück”. Im “Antisemitismusstreit” 1879 hat der Berliner Historiker Heinrich von Treitschke den Satz “Die Juden sind unser Unglück” verkündet. Dieser Satz stand später stets auf der Titelseite des “Stürmers”. Grass bewegt sich auf sehr gefährlichem Terrain. Das muss eben gesagt werden, aber im Rahmen einer zivilisierten Gelehrtendiskussion. Als Grund für politische Maßnahmen darf es jedoch nicht missbraucht werden”

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,826354,00.html 

  • Carmela

    Es gibt immer irgendwo Irrgeister, die in den verkommendsten Ecken der Gesellschaft sich wohlfühlen. Man kann das unter Juden nicht ausschließen.

    Selbst der KKK hat einen Juden repräsentiert, der für die Auslöschung des Judentums war. Entweder war der ein Spitzel oder er hatte mitgemacht.

    Sehen kann man es nur an den Gedankentum, das einer äußert.

    Es gibt ja auch Deutsche, die anderen Deutschen das Leben zur Hölle machen.

    Aber trotzdem bleibt der Träger die Gesellschaft und es muss immer in einem Staat die Möglichkeit geben, dass man einen Regierenden über Nacht absetzen kann. Sonst ist es keine Demokratie und das was Syrien ist. Wie muss man doch das eigene Volk hassen, wenn man so brutal die eigenen Leute niedermetzelt?

    Wenn man das mit hier gewichtet, dann müssten die Foren über Syrien überschwemmt sein mit Schimpftiraden. 

    Ich wünsche mir hier mehr Besinnung wie die Lage wirklich ist.

    Der Nahe Osten ist ausbaufähiger als manche glauben, aber nicht mit rechtem oder linkem Gedankengut!  Das richtige Gefühl für die Situation ist hier goldwert.