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Alles Döner oder was?

Kartoffelmorde passieren dauernd in Deutschland. Also Verbrechen mit Todesfolge an deutschen Staatsbürgern von deutschen Staatsbürgern. Sogar in Serie. Die Täter nennt man dann Serienmörder. Und die Getöteten nennt man Opfer oder Ermordete. Zumindest wenn es sich um deutschdeutscheste Deutsche handelt. Beiderseitig. Das sind dann ganz gewöhnliche Kartoffelmorde. Nennt aber keiner so. Sind ja die eigenene Leute, nicht wahr?…

Von Ramona Ambs

Wenn die Morde aber aus rassistischen Beweggründen geschehen und die Opfer teilweise türkischstämmig sind, dann spricht man hierzulande von “DÖNERMORDEN”. Das bietet sich an, weil Türke und Döner ja quasi Synonyme sind. Zumindest für deutsche Journalisten… Das die Opfer Kioskbesitzer, Schneider, Blumenhändler, Schlüsseldienstinhaber, Internetcafebetreiber oder gar Griechen waren, dass sie Namen hatten und Gesichter, spielt dabei keine Rolle. Alles Döner. Ist doch klar.

Deshalb heißen die Mörder auch nicht Mörder, sondern Döner-Killer. Das klingt so schön niedlich – und lässt ja auch noch ausreichend viel Spielraum für die eigene Phantasie. Zumindest ließ es das, solange noch nicht klar war, wer die “Döner-Mörder” waren. Da konnte man dann ja auch eine rassistische Motivation noch gut ausblenden. Zumindest wenn man dämlich, naiv oder verschlagen genug war. Die Bild-Zeitung sprach seinerzeit ja noch von der „Halbmond-Mafia“ und entblödete sich nicht, den Ermordeten noch allerlei potentielle Delikte unterzuschieben… In einem Artikel von 2006 hatte BILD vier Theorien parat, weshalb die Opfer sterben mussten. Dafür hatte man willkürlich Aussagen von Ermittlern und Kriminologen zusammen gebastelt. In der ersten Theorie (Drogenmafia) konnte BILD sogar den Leiter der Soko Bosporus Wofgang Geier zitieren: „Mehrere Opfer hatten zu denselben Menschen Kontakt. Nicht ausgeschlossen, daß sie in der Drogenszene aktiv waren. Die Opfer sind kleine Lichter am Ende einer Kette. Wo sie Fehler gemacht haben, wissen wir noch nicht.“

Aha. Einige hatten Kontakt und man kann so manches nicht ausschließen und irgendeinen Fehler werden sie ja gemacht haben… spannend! Und für den Fall, dass doch nicht alle „Döner“ kleine verkappte Drogendealer waren, hatte BILD noch Theorie zwei (Organisierte Kriminalität), Theorie drei (Schutzgeld) oder aber Theorie vier (Geldwäsche) parat… irgendwas mussten die Döners doch angestellt haben!

Nunja. Mittlerweile dürfte sich das ja geklärt haben. Die „Döner“ wurden also nicht umgebracht, weil sie vielleicht und unter Umständen mal Haschisch geraucht haben, sondern weil sie eben „Döner“ waren. Ist ja auch irgendwie ein Grund, oder? Sonst würde man doch nicht von Döner-Morden sprechen. Man würde doch Menschen als Menschen bezeichnen und Mörder als Mörder. Man könnte sogar ganz einfach von einer rassistischen Mordserie sprechen. Oder von rechtsextremen Terroristen. Zumindest wenn die Opfer Menschen wären und nicht Döner…oder?

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118 comments to Alles Döner oder was?

  • Baruch Zion

    Bildungsnotstand in Deutschland Schüler und Studenten streiken

    “Die Bildung gehört noch immer zu den großen Themen in Deutschland. Obgleich die Regierung versichert, den Bildungsstandort zu fördern und vor allem in die Leuchttürme unter den Wissensspeichern investiert, ist die Schulbildung weiter Ländersache. Und die Länder sind chronisch Pleite. Gegen diese Missstände machen Schüler und Studenten mobil.”

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft begrüßte den Bildungsstreik und sagte:

    “Das Recht auf Zugang zu kostenfreier Bildung für alle muss das Ziel sein. Das beginnt in der Kita, geht bis zum Master und darüber hinaus zu lebenslangem Lernen.”

    http://www.n-tv.de/politik/Schueler-und-Studenten-streiken-article4798921.html

    Schlechte Bildung und schlechtes Allgemeinwissen waren schon immer und ganz besonders in deutschland Nährboden für Rechtsradikalismus.

    Wenn man einem Dummen Blonden Blauäugigen deutschen eine Uniform und Macht gibt macht es alles.

  • Bei den rassistisch motivierten Morden handelt es sich um Auftragsmorde des organisierten Verbrechens, welches in der Türkei ansâssig ist. Über die Grauen Wölfe, die ausgezeichnete Kontakte zur deutschen NPD verfügen, wurden missliebige Personen aus dem Weg geräumt.

    Nach zehn halbwegs erfolgreichen Jahren beschloss die Führung der türkische Mafia, die deutschen Täter zum Schweigen zu verdammen. Die Aufgabe des BND und der DITIB ist es nun, vom wahren Motiv abzulenken, um die dunklen Geschäfte nicht zu gefährden.. Erfolgreich, wie man sieht.

  • Harald

     
    Der fiktive vergleichende Begriff „Spaghetti-Morde“ ist nicht unbedingt äquivalent.
    „Pizza-Morde“ wäre nahe liegender.
     
    Aus der Verknüpfung Pizzeria und Mord sowie dem verkürzenden Übergang
    Pizzeria >> Pizza zu schließen, Italiener würden mit Pizza gleichgesetzt ist…
    …ja, was ist das eigentlich?
     
    Ähnlich sehe ich dies bei dem Übergang Dönerbude >> Döner.
     
     
    Will man etwas bezwecken?
    Will man den Beweis erbringe, „der Deutsche“ sei rassistisch?
     
     
    Ich halte einen großen Anteil der Diskussionen für verlogen und kalkulier(t)(end),
    so verlogen wie den glorreichen „Kampf gegen Adolf Hitler und die Seinen“ 66 Jahre nach
    Kriegsende.
     
     
    Man schaue sich die Medien an,
    die sich des Begriffs „Döner Morde“ etwa im Zeitintervall 2005-2008 bedienten.
     
    http://www.google.de/search?sourceid=navclient&aq=0h&oq=&hl=de&ie=UTF-8&rlz=1T4GGHP_deDE441DE441&q=d%c3%b6ner+morde#q=d%C3%B6ner+morde&hl=de&rlz=1T4GGHP_deDE441DE441&tbs=cdr:1,cd_min:2005,cd_max:2008&prmd=imvnsu&ei=l2fFTuvkH8PN8QO9y_iPCw&start=0&sa=N&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&fp=7a0bdf2ad37cabbf&biw=1024&bih=503
     

  • jim



    Nun schreibt der SPIEGEL schon bei Ramona ab
     
    So scheints zu sein. Die Problematik liegt, genau wie es bei Ramona zum Ausdruck kommt, in dieser ganz speziellen Phänomenologie der Entmenschlichung, der Verdinglichung, der, sozusagen – Entwirklichung von Menschen wenn sie zu Opfern werden. Und das macht, und wenn auch unbewußt, durchaus Sinn: Man braucht sich nicht weiter Gedanken zu machen, das ganze Instrumentarium des Mitfühlens, des sich Einfühlens ist bzw. wird abgespalten. Der Schmerz und die Qual “des Anderen”, des Fremden, ja jegliche Vorstellung davon wird somit ausgeblendet, fällt der Achtlosigkeit anheim. Die Ermordung, das endgültig unendlich Aussichtslose des um das Leben gebracht werden für den “Anderen”, Fremden, kann so mit und vor allem trotz all seiner Konsequenzen nicht wahrgenommen werden.

    Null Problemo – aus die Maus, vielleicht fällt sogar noch dem Einen oder Anderen ein cooler Türkenwitz oder sowas ähnliches dazu ein, …
     
    Danke Uri.
     
     
     
     

  • Harald

    Streiche “nahe liegender” (oder “naheliegender”)
    Setze näherliegend
    Dieser Komperativ erscheint sinnvoll.
    “liegend, liegender, am liegendsten”?

    …Elend!… 

  • berlino

    Die ganze Sache ergibt nicht wirklich Sinn. -Sie stinkt!
    Mich würde nicht wundern wenn da mehr hinter ist wie “nur” Rechtsnationalismus.
    Schon die Opfergruppe, alles Kleinunternehmer, entspricht gar nicht der “Zielgruppe” von Nazis, ebenso wenig dass sie nun in Gegenden agieren, wo sowas keine Auswirkungen hat auf die Idee von einer “Nationalbefreiten Zone”.

    In Berlin werden alle, und wirklich alle muslimischen Kleinunternehmer von Landsleuten erpresst, mal ist es “monatliches Opfer” für Kurdenkampf, dann die Türkenmafia, und was hier einer schon mal schrieb, die türkischen Grauen Wölfe sind ideologisch nicht weit von den Nazis.

    Es mag sein das sich irgendeine Gruppe der rechten “Terrorzelle” bedient hat, trotzdem tippe ich das organisierte Kriminalität der Grund für die Morde ist.

  • ente

    @ berlino: Dein Kindergartengewäsch habe ich bisher klaglos ertragen, wenn Du jetzt hier aber anfängst die Arbeit der Thiazis zu leisten, tippe ich, dass mitplappern wollen kein Grund für jeden Blödsinn ist.

    • berlino

      Trotzdem passt das schlicht nicht.
      Man muss den Behörden die Möglichkeit geben Erklärungen zu liefern.
      Wenn Sie es besser wissen…? Vlt. passt das auch gut in ihr Deutschlandbild.
      Die Sache ist unstimmig in sich selbst. Nazis verfolgen auch eine Idee.
      Die sind nicht blöd, zumindest nicht alle.

      Es passt einfach nicht türkische Kleinunternehmer im Ruhrgebiet oder sonstwo und eine deutsche Politzistin mal so zu erschiessen.
      Die Erklärung sind zu schwach und es geht auch zu schnell.

  • Z. Trajanovski

      Deutsche  Jurnalisten haben sie mit eine sorgfältig ausgewelte Rassistische Sprache bedint, die nicht anderes  als eine  “RHETORISCHE GEST DES TRIUMFES” zu verstähen gilt und das ganze alls Simbyose zur Kulturele Hegemoni dar stellt.

  • Birgit

     Wie wäre es wenn HaGalil eine Petition gegen rechts verfassen würde zum unterschreiben für jeden der will, und das offiziel macht auch für Türken, Sintis ,Roma, Juden , Deutsche, Schweizer, Österreicher jedem der Mord aus rassistischen Gründen hasst.

    Nur müsste es an die Große Glocke gehängt werden damit die Leute zum unterschreiben erst mal wach werden.

    Ihr Juden habt doch bestimmt noch eine bessere Idee wie man jetzt Widerstand leisten könnte. Oder ihr Leser hier.

    Wenn es so weitergeht, haben wir bald Bürgerkrieg und das will wahrhaftig niemand haben
     

    Schabbat Schalom 
    viel Freude  am Schabbat und am guten essen und Kiddusch-Wein und der schönen Gemeinschaft

  • [...] dem die Opfer nochmals dehumanisiert werden. Ramona Ambs beleuchtet diesen Aspekt näher in einem Artikel für hagalil, dem größten jüdischen Online Magazin in deutscher Sprache. Fragwürdig zum zweiten, weil [...]

  • Unschuldig bis bewiesen

    “Man könnte sogar ganz einfach von einer rassistischen Mordserie sprechen. Oder von rechtsextremen Terroristen…”
     
    Man könnte auch solange die Klappe halten, bis tatsächlich sämtliche Vorgänge bewiesen und rechtswirksam abgeurteilt sind – ansonsten handelt es sich um öffentliche Verleumdung, somit Straftaten falls das in Freiheitlich-Demokratistan bereits vergessen wurden sein sollte, oder ist etwa (wie gehabt) alles “offenkundig” ?   ;-)

    • berlino

      Danke.
      Genauso sieht das aus! Sie sollen das restlos aufklären statt dass schnell als Tat einigen Ostnazis zu zuweisen. Bisher ist immer noch nicht die Motivlage klar, an Rassismus glaube ich hier nicht, auch zum Staatsschutz hat man das Gefühl das da nur ein Bruchteil der Zusammenhänge bisher kommuniziert wurde.

      Übrigens Mord bleibt Mord.
      Man sollte nicht mit Unterscheidungen anfangen ob er sich rassistisch, homophob und islamophob oder antisemtisch begründet.
      Noch ist es so das die deutschen Rechten in der Mehrzahl Deutsche ermorden.

  • efem

    Frustrierender Job:
    Wie versucht der Verfassungsschutz eigentlich seine “V” (= Vertrauensleute) zu rekrutieren?
    Gut geschildertes Beispiel von einem Fehlschlag bei Linken (Erfolge dürften kaum dokumentiert werden von den Betroffenen):
    http://de.indymedia.org/2011/11/320212.shtml

  • Birgit

    Schweigen gegen das Schweigen

    Nun wird in einigen Städten  doch eine Demo gegen diese Morde und den Rechtsextremismus gemacht
    Schweigen „= Eines der am schwierigsten zu widerlegenden Argumente.“ (Josh Billings)
    Wir schweigen, damit Du Dein Schweigen brichst!
    Wir schweigen, weil wir ein Teil dieser Gesellschaft sind!
    Wir schweigen, damit etwas gegen Rassismus getan wird!
    Wir schweigen, weil wir den Opfern rechter Gewalt gedenken!
    Wir schweigen, weil ein Schweigen mehr als 1000 Worte sagt!
    Wir schweigen, denn alles was wir sagen, wurde bereits gesagt!
    Wir schweigen, weil wir rassistischem Terror keine Chance geben!
    Wir schweigen, weil uns nicht egal ist, was in unserer Gesellschaft passiert!
    Wir schweigen, weil schon über sechs Millionen Menschen getötet worden sind!
    Wir schweigen, weil wir Gewalt nicht mit Gegengewalt sondern Liebe begegnen wollen!
    Wir schweigen, damit die schweigende Mehrheit endlich ihre Augen öffnet und in den Spiegel sieht!
    Und wenn wir nicht aufhören zu schweigen, dann könnten wir die nächsten sein.
    Egal, wo in Deutschland Du bist… schweige mit uns – am Sa. 26.11.11 um 13 Uhr!
    Schweige mit uns und bring DEINE weiße/rote Rose mit!
    Berlin: Brandenburger Tor, Hamburg: Rathausmarkt, Köln: Dom, Frankfurt: Hauptwache, München: Marienplatz
    Wir schweigen, um unsere Sinne für die unmenschlichen Taten zu schärfen. Wir schweigen, denn unser Herz spricht eine universelle Sprache und ermöglicht uns über nationale, kulturelle, soziale, religiöse und ethnische Grenzen hinweg, miteinander zu verbinden. Es geht nicht nur um Solidarität mit den Opfern. Es geht nicht nur um gewaltlosen Protest. Es geht vielmehr darum auszudrücken, wie wir uns diese Gesellschaft vorstellen. Demokratischer und solidarischer. Wir brauchen positive Zeichen zu negativen Taten.
    WIR BITTEN UM PÜNKTLICHKEIT! Danke!
    Ablauf:
    Am selben Tag und zur selben Uhrzeit wird ein Schweige-Flashmob organisiert. Die Versammelten bleiben stehen und schweigen. Ein DINA4 Blatt mit dem Namen eines der Opfer soll ausgedruckt mitgebracht werden. Jeder soll zusätzlich eine weiße/rote Rose mitbringen und diese während des Flashmobs hochhalten. Das DINA4 Blatt und die Rose sollen dann auf einen Haufen gelegt werden, bevor die Menge sich auflöst.
    Symbolik:
    Weiße Rose als Symbol, da sie ein Zeichen für Frieden darstellt. Das Symbol erinnert an die „Widerstandsbewegung während der Zeit des Nationalsozialismus“ die „Weiße Rose“ hieß. Zudem wird es rote Rosen als Symbol geben, da auch in Norwegen den Opfern des Terroranschlags mit roten Rosen gedacht wurde.

     http://schweigengegendasschweigen.wordpress.com/

    Standorte
    SILENT MOB am 26.11. 2011 um 13 Uhr in folgenden Städten:

    Berlin: (https://www.facebook.com/events/259887764060976/)
    Hamburg: (https://www.facebook.com/events/275369769166089/)
    Frankfurt: (https://www.facebook.com/events/114914425289743/)
    Köln: (https://www.facebook.com/events/223096924427218/)
    München: (https://www.facebook.com/events/297665023589185/)
    Hannover: https://www.facebook.com/event.php?eid=100615180055191
    Nürnberg: https://www.facebook.com/event.php?eid=307394085944917

    (Änderungen vorbehalten!)

    Die Facebookseiten hab ich noch nicht angeschaut

  • Birgit

    http://infogruppe.com/2011/11/nazis-morden-der-staat-wirkt-mit/

    Habe gerade diese Filme angeschaut.

    bin wirklich entsetzt, von “Gladio” hab ich schon gehört 

    Nur muss ich echt gestehen ich mag amerikanische Politik absolut nicht . Ich mag das Volk und hab liebe Bekannte dort. aber fast im jedem Land Militär hinstellen und  nur noch Krieg führen,und die Welt regieren wollen, das ist wirklich absolut nicht mein  Fall. Es stehen, in vielen teilen der Welt, Soldaten und Armeen diese Imperiums.

    Und die große Fragen ist helfen sie Israel wirklich? Gegen die USA anlegen hat für niemand  Sinn. das dürfte klar sein.

  • Karl K

     
    Dass es bei Juden eine herzliche Abneigung gegen Deutsche gibt, vermutlich ohne dass persönlich schlechte Erfahrungen dahinterstehen – und auch Deutsche eine herzliche Abneigung gegen Juden haben, gehört zum Leben dazu, so wie viele Engländer auch aus Prinzip Deutsche nun mal nicht mögen und schnell mit „Nazi“ Rufen bei der Hand sind. Es ist der alltägliche Rassismus, der im anderen bevorzugt das „Böse“ sehen möchte.
     
    Nur hyperventilierende Seismographen, die in jedem Ereignis ein Beleg sehen, dass die Katastrophe fortschreitet, können darin eine tatsächliche Gefahr sehen. Es liegt in der Natur des undefinierbaren Begriffes „Antisemitismus“, dass sich viele Menschen dabei an Auschwitz erinnern. Hitler ist aber vermutlich tot und auch sein „Gedankengut“ ist nicht wiederbelebbar, auch wenn sich Menschen in Unkenntnis auf diese Gedanken berufen oder ihnen diese von „Linken“ zugerechnet werden. Der heutige „Antisemitismus“ dürfte mit dem der ehemaligen Nazis nicht identisch sein.
     
    Die NSDAP war nicht nur  „national“ und rassistisch sondern auch „sozialistisch“ und „antibolschewistisch“. Sie glaubten in der Führungsspitze, Deutsche seien nach den im Versailler „Vertrag“ festgeschriebenen Gebietsverlusten an Frankreich und Polen und den Verlusten der Kolonien an Frankreich und England ein „Volk ohne Raum“,  das  zur Sicherung der Ernährung und von Rohstoffen seinen Lebensraum nach Osten erweitern müsse, da die an England und Frankreich verlorenen Kolonien nicht mehr zurückgewonnen werden können (vergl. „Hosbach-Protokoll“).
     
    Viele hatten noch die See-Blockade gegen Deutschland im Hungerwinter 1917/18 miterlebt, bei der das Land von Importgetreide und Düngemitteln ausgeschlossen wurde in dem  Hunderttausende verhungerten und Millionen große Not litten; als Steckrübenwinter blieb er auch meinen Eltern noch im Gedächtnis.
     
    Gleichzeitig bestand eine existentielle Angst vor dem Moskauer Bolschewismus, der die Eroberung Deutschlands auch mit Hilfe der deutschen KP im Zuge der Weltrevolution mit hoher Priorität betrieb. Man hoffte, dass nach der Sowjetisierung Deutschlands der Fall der anderen Länder nur eine Frage der Zeit sein würde.
     
    Dass ein weiterer Krieg in Europa stattfinden wird, war bereits nach dem Abschluss des Deutschland auch demütigenden Versailler Vertrages vielen politisch denkenden Menschen in der Welt klar.
    Auch  nach der Ermordung Strassers 1934 blieb die NSDAP eine sozialistische, also „Linke“  Partei – ihre sozialistischen Vokabeln hießen „Volksgemeinschaft“ und „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“.
    Im Unterschied zu den anderen sozialistischen oder kommunistischen Parteien Europas war die NSDAP eben nicht international orientiert („Arbeiter kennen kein Vaterland“) sondern „national“.
    Der NSDAP-Sozialismus setzte auch nicht auf die Marxschen Ideen einer „Vergesellschaftung der Produktionsmittel“, „Auflösung der Nation“ und einer „Befreiung“ der Frau usw.,  er wollte die „Klassengegesetze“ auch nicht durch Eliminierung der Klassenfeinde – genauer durch deren massenhafte Ermordung oder Internierung in die Todes-Lager des Archipel Gulag – auflösen.
    An die Stelle der Diktatur des Proletariats trat die NS-„Volksgemeinschaft“ über eine – im wesentlichen demokratisch herbeigeführte Ausschaltung der parlamentarischen Opposition durch ein Ermächtigungsgesetz und anschließender Gleichschaltung – ersatzweise Verbot – aller Organisationen unter „Leitern“, die dem „Führer“ nachgeordnet waren, der sich von der Vorsehung geleitet sah und von zu vielen im In- und Ausland nach kurzer Zeit der großen Erfolge bejubelt und bewundert wurde.
    Dass nach der Machtübernahme die Nazis schnell hoffähig waren, zeugt von der großen Anpassungsfähigkeit von Menschen, wie man dies in der Geschichte Deutschlands doch wiederholt beobachten konnte. So wurden aus formal überzeugten Kommunisten jüngst formal überzeugte Demokraten. Aus Katholiken wurden beispielsweise im protestantisch gewordenen Hessen überzeugte Evangelen – und nach der Fällung der Donareiche wechselte doch die germanische Oberschicht recht rasch zu den Segnungen – oder waren es doch nur wieder Pfründe? – der neuen Kirche. Die „kleinen Leute“ hatten sowieso noch nie was zu melden.
    Die heutigen „Rechtsradikalen“  haben ganz andere „Ängste“. Diese als „Nazis“ oder „Neonazis“ zu bezeichnen, ist eine unehrliche Verkürzung von Geschichte; es sind Kampfbegriffe der Antifa-Mottenkiste, einer Antifa, die von einigen Zeitgenossen wie HMB heute als „rote Faschisten“ oder „rote SA“ „bezeichnet“ werden.
    Ich möchte nun nicht den Eindruck erwecken, Anwalt der „Rechten“ zu sein, deren Motive aufgrund meiner persönlichen Abstinenz zu „Rechenten“ mir nur aus Internetbeiträgen bekannt sind. Mein Beitrag zielt darauf ab, dass die Begriffe, die im politischen Alltag Verwendung finden, außerordentlich problematisch sind – und wieder wie in der Weimarer Republik zu oft darauf abzielen, zu polarisieren, Mitläufer zu gewinnen statt Bürger zu erziehen, die Gesetze achten und dem „sapere aude“ verpflichtet sind und nicht auf Rattenfänger reinfallen, nur weil alle mitlaufen.
    Menschen die den Mut haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen machen sich nicht gemein mit einer Sache, auch wenn Tausende mitlaufen. Es ist dies m. E. die einzige Chance, dass die Vernunft gegen die nach wie vor vorhanden faschistoiden Strömungen bei uns die Oberhand behält. Faschistoide Strömungen lassen sich natürlich auch in Religionsgemeinschaften finden, die sich in ihrem Glauben auf „geoffenbarte“ Schriften berufen.
    Wer beispielsweise Gemeinsamkeiten zur NS-Ideologie sucht, findet diese in vielfältigster Weise auch heute noch. Und wenn man Menschen auf Gemeinsamkeiten zwischen ihren Zielen und NS-Gedankengut aufmerksam mach – wie beispielsweise in der Ökobewegung und bei den Globalisierungsgegnern, – würde man in sehr empörte Gesichter schauen. Auch Ähnlichkeiten zu „Herrenmenschen“ durch Übersteigerungen des Wertgefühls für das  eigene Volk, der eigenen Religion empfindet Beteiligte selbst nie als Rassenwahn, obwohl diese Gemeinschaften auch bestrebt sind durch Ausschluss und Selbstausschluss Assimilierungstendenzen zu unterbinden.
    Rassismus ist auch, wenn eine legale komplexe Glaubensgemeinschaft, die sich in Religion,  Kultur, oder einer Partei manifestieren kann, positiv oder negativ auf ein einziges Prinzip reduziert wird.
     
    Wie vergiftet Denken und Sprachkultur mittlerweile sind, erkennt man leicht daran, dass sich politische Kontrahenten weltweit sich ohne Scheu gegenseitig als „Nazis“ bezeichnen, dem anderen gern ein Hitler-Bärtchen anmalen, ein Hakenkreuz anheften oder – wie bei Ahmadinedschad – diesen als Nachfahre Amaleks oder direkt als Widergänger Hitlers zu verunglimpfen.
     
    Ich hoffe, dass es auch nach der Mordserie genügend vernünftige Menschen in Deutschland gibt, die nicht wieder in einem totalen Überwachungsstaat die Lösung des Problems sehen. Diese Leute gehören tatsächlich in einen Käfig, der sie vor dem Bösen beschützt und in dem sie sich gegenseitig ihre Ängste bestätigen können, oh wie böse ist die Welt – und gut, dass wir hinter Gitterstäben sitzen.
     
    Freiheit ist ein zu hohes Gut. Ein respektvolles Miteinander haben viele noch zu lernen.

    • efem

      @ Karl K.
      Freiheit – hohes Gut. Richtig. Aber sie hat Grenzen, Es gibt keine Freiheit, Menschen zu erschießen. Darum geht es hier: um Erschossene und ihre Mörder..
      - – -
      “Dass es bei Juden eine herzliche Abneigung gegen Deutsche gibt, vermutlich ohne dass persönlich schlechte Erfahrungen dahinterstehen– und auch Deutsche eine herzliche Abneigung gegen Juden haben,”
      .
      Methodischer Fehler a la Stammtisch, oder dürfen Deutsche etwa keine Jüdinnen/Juden sein? Jüdinnen/Juden keine Deutsche? Hatten wir schon mal.
      .
      “Die heutigen „Rechtsradikalen“ haben ganz andere „Ängste“. Diese als „Nazis“ oder „Neonazis“ zu bezeichnen, ist eine unehrliche Verkürzung von Geschichte; es sind Kampfbegriffe der Antifa-Mottenkiste, einer Antifa, die von einigen Zeitgenossen wie HMB heute als „rote Faschisten“ oder „rote SA“ „bezeichnet“ werden.”
      .
      Ängste? In den Knast zu gehen, klar, deshalb lassen die Vorsichtigeren unter ihnen ihre Ergüsse stets von JuristInnen überprüfen auf Verträglichkeit mit dem GG, mit dem sie nichts anfangen können und deshalb trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, wie jüngat dieser hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Möller_(Stralsund) doch verknackt werden. Dann davor, wegen ihrer  Gewaltexzesse (um fast 200 Morde bisher, unzählige Verletzte, Schändungen, Propagandadelikte usw.)  gefasst und abgeurteilt zu werden.
      .
      Die ” Antifaschistische Aktion” (Abkürzung Antifa) wurde 1932 ins Leben gerufen. Lassen wir ihren Gründer, Ernst Thälmann, selbst zu Wort kommen in folgendem Zitat :
      .
      “Ernst Thälmann unterbreitete im Mai 1932 dem ZK der KPD den Vorschlag, “eine große antifaschistische Aktion in Deutschland in die Wege zu leiten.” In einem Gespräch mit 20 SPD-Funktionären bezeichnete er die Antifaschistische Aktion als “ein überparteiliches Sammelbecken für alle zum rücksichtslosen Kampfe gegen den Faschismus gewillten Arbeiter. Sie ist keine Organisation, sondern eine Massenbewegung-” 
      .
      Antifa steht damals wie heute für:
      .
      “Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.” (Schwur von Buchenwald)
      .
      Sapere aude!, O.K., deshalb gilt es, über den rechten Sumpf im Lande frei und unvoreingenommen nachzudenken, um  sich dessen Taktiken bewusst zu werden, die letztendlich darin bestehen, wie es diese treffliche Beschreibung und Verurteilung brauner Tücke beschreibt:
      -
      “Wahr ist’s: schön steht’s nit, ja gar nit, wann einer bei seinem Wort nit bleibt, sondern redet bald weiß bald schwarz, bald gut bald bös, bald rechts bald links, bald süß bald sauer, bald trucken bald naß, bald huy bald pfuy, bald warm bald kalt, bald ja bald nein. Es steht nit wohl.” (Abraham a Sancta Clara) 

  • Robert Schlickewitz

    und auch Deutsche eine herzliche Abneigung gegen Juden haben, gehört zum Leben dazu, so wie viele Engländer auch aus Prinzip Deutsche nun mal nicht mögen
     
    Ist das die Haltung eines politisch reifen und mündigen deutschen Bürgers?
     
    Hat demnach die jahrzehntelange und im internationalen Vergleich einzigartige Form von Aufklärung (deutscher Menschen über deren Verbrechen an Juden) nichts bewirken können?
     
    Wie kann man sich kaltschnäuzig damit abfinden, dass Deutsche eben Juden auch weiterhin herzlich hassen (oder Abneigung gegen sie empfinden) und es dabei bewenden lassen, es so ganz normal finden und zu scheinbar Wichtigerem übergehen?
    Wo bleibt sowas wie Moral, Anstand, Sitte, Charakter, o.ä. wenn man eine derartige Auffassung vertritt?
    Wie ist der oben gezogene Vergleich von Juden hassenden Deutschen gegenüber Deutschen hassenden Engländern, nach all dem was war und das war bekanntlich nicht wenig, nur nachvollziehbar?
    Erkennt derjenige, der einen solchen Vergleich konstruiert, nicht die Unmoral, den Abgrund, die Verwerflichkeit seiner Gedankenflüge?
     
    gehört zum Leben dazu” – man kann nur seinen Kopf schütteln über dieses durch und durch ‘treudeutsche’ Empfinden. Es impliziert – die Juden haben wir Deutschen schon immer nicht mögen, also ist das auch ganz in Ordnung, dass es weiterhin so bleibt. Kismet. Schicksal eben. Kann man nichts machen.
     
    Ja, was glauben Sie denn, Karl K. wozu eine Internetplattform wie haGalil da ist?
    Doch wohl auch dazu, dass eine allmähliche Änderung in diesem holzköpfisch-deutschen Dafürhalten, welches, wie aus Ihren Worten nur zu deutlich hervorgeht, auch Sie verinnerlicht haben, bewirkt wird.
    Folgte man Ihren Gedankengängen, dann gäbe es keinen geistig-sittlich-moralischen Fortschritt, dann wäre die allgemein als Ideal beschworene Humanitas zum Stillstand verurteilt und somit zum hoffnungslosen Fall degradiert.
     
    Können Sie das denn nicht nachvollziehen, Karl K.?
    - Nein, Sie können und wollen es nicht. Man kennt Ihre störrisch-verstockte Haltung bereits aus anderen Stellungnahmen. Ein hoffnungsloser Fall, wie so viele in diesem Land.

  • Birgit

    @ Karl
    Von Natur aus hasst kein Deutscher die Juden und auch keine Ausländer. Es ist tatsächlich angelernt, anerzogen und den Rest machen die Massenmedien und der Papst.

    es gab keinen National-”Sozialismus” sondern dreckiger “Nationalkapitalismus”. 

    Schau mal, man sieht Bilder von Gaza im Fernsehen, die sind wohl ein Witz. Ich hab die allerschönsten Bilder aus Gaza gesehen wirklich wunderschöner Strand und 1. Class Hotels und Restaurants. So sieht es heute noch aus.
    Es ist noch nicht mal die Hälfte wahr, was in den Massenmedien über Israel berichtet wird. Bis 1972 war die Berichterstattung in Deutschland noch normal, und seit dem Yom Kippur Krieg wird gegen Israel gelogen. Angeblich wegen dem arabischen Öl. ich versteh den Grund überhaupt nicht; weil, wenn man hier gräbt wird man auch Öl finden. Warum wurden wir angelogen das Öl sei fosil und es ist in Wirklichkeit mineralisch und geht nie aus, es wird immer gleich nachgebildet. Das Märchen vom Peak Oil ist widerlegt. Genau wie Climate-Gate und die Flu-Gate letztes Jahr. (alles Lügen)

    Hier bei uns haben die Juden nichts gegen die deutsche Bevölkerung und bei öffentlichen Veranstaltungen kommen ,die Leute ,die hier wohnen , gerne in die Synagoge, gibt auch meist dann gutes essen und guter Wein  dazu. Auch mit der evangelischen Kirche die charismatische Erneuerung hat, und neben der Synagoge steht, da ist gutes Verständnis und auch Unterstützung da. Auch die Besuche mit unsere Partnerstadt , Haifa, in Il sind schön, da lässt sich bestimmt noch einiges ausbauen.

    Schade dass Veranstaltungen unter Polizeischutz sein müssen. Die Polizei wartet draussen vor der Synagogentür.

    Also gegen einen Erb-Antisemitismus ist die Nachkriegs-Generation, zu der ich gehöre, eigentlich schon fast der Gegenbeweis. Da war Antisemitismus und Rassismus verpönt. 

    die nächste Generation fing teilweise wieder an (leider) !!

     

  • Anonymous

    “Wer beispielsweise Gemeinsamkeiten zur NS-Ideologie sucht, findet diese in vielfältigster Weise auch heute noch. Und wenn man Menschen auf Gemeinsamkeiten zwischen ihren Zielen und NS-Gedankengut aufmerksam mach – wie beispielsweise in der Ökobewegung und bei den Globalisierungsgegnern, – würde man in sehr empörte Gesichter schauen”
    Ja, so kann man es sehen, wenn man nicht weiß, dass das, was in linkem Gedankengut auf den ersten Blick dem der Nazis aufs Haar zu gleichen scheint, daher rührt, dass Letztere Zeit seit Kaisers Zeiten fleißig abgekupfert haben, was ihnen im linken/libertären Denken gut in den Kram passte, um es in ihre “Weltanschaung” mit anderer Zielsetzung einzubauen. 
    Beispielhaft dafür etwa ist heutzutage ihr Skandieren: “Nie wieder Krieg”, um es zu ergänzen mit “nach unserem Sieg!”. Oder die Abwandlung der linken Parole: “Hoch die internationale Solidarität!” in “Hoch die nationale Solidarität!” Solcher Beispiele gibt es sehr viele, und das erstreckt sich tief in ihre zusammengestoppelte “Weltanschaung”. Sogar so weit, dass sie das Judentum, das sie ja eigentlich abgrundtief hassen, anderseits doch wieder als Vorbild darstellen für, wie sie es sich zurechtbiegen, “die Reinhaltung des Blutes”.
    Was aber ist die Antifa? Das:
    “Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.” (Schwur von Buchenwald)
     

  • ente

    @ Karl K: “Dass es bei Juden eine herzliche Abneigung gegen Deutsche gibt, vermutlich ohne dass persönlich schlechte Erfahrungen dahinterstehen – und auch Deutsche eine herzliche Abneigung gegen Juden haben, gehört zum Leben dazu, so wie viele Engländer auch aus Prinzip Deutsche nun mal nicht mögen und schnell mit „Nazi“ Rufen bei der Hand sind. Es ist der alltägliche Rassismus, der im anderen bevorzugt das „Böse“ sehen möchte.”

    Genau: Als die Engländer die  Vernichtungscamps für Deutsche einführten war dies der Ausgleich zu den Engländervergasungsstationen.  Aber sonst wars ähnlich!

  • Karl K

    @ efem
     
    Wo finden Sie, dass ich Freiheit für Mörder fordere? Bitte keine bösartigen Unterstellungen!
    „Methodische Fehler a la Stammtisch“   Bitte nicht beleidigend werden
    Ängste sind ein zentrales Motiv menschlichen Handelns. Was sollen ihre pejorativen Bemerkungen dazu?
    Ernst Thälmann steht für die Parole für ein „Freies Sowjet-Deutschland“ unter der Führung von Stalin und seiner Komintern. Seine Antifa-Haltung ist durch eine grausame Blutspur unterfüttert.
    Sie können gern von einem „rechten Sumpf“ sprechen, ich spreche dennoch von Menschen! Unmenschen hatten wir schon mal, damals hatten sie andere Namen.
     
    @ Robert Schlickewitz
     
    Ich muss niemanden mögen nur weil er Angehöriger einer bestimmten Gruppe ist. Ich mag Menschen, wenn sie sich so verhalten, dass ich sie respektieren kann. Das ist die Haltung eines politisch reifen und mündigen deutschen Bürgers!
    Wo finden Sie, dass ich es gut heiße, Menschen zu hassen. Bitte keine Übertreibungen.
    Auch Juden werden sich vermutlich nicht über Auschwitz definieren wollen – ich vermute mal, dass die meisten so normal leben wollen, wie alle Menschen – und keinen Sonderstatus beanspruchen. Leben statt mahnen ist das neue Motto, das schon bei der Deutsch-Französischen Freundschaft sehr viel Gutes bewirkt hat – trotz einer sehr blutigen Geschichte seit dem MA.
    Ich sehe darin „nicht die Unmoral“ und auch nicht einen“Abgrund“ oder eine „Verwerflichkeit meiner Gedankenflüge!“
     
    Wenn Sie den ganzen Text lesen sehen sie, dass er nicht auf Polarisierung angelegt ist sondern im Sinne des „sapere aude“, also eines „mündigen Bürgers, der nicht in kollektivistischer Weise zu denken  beabsichtigt.
     
     @ Birgit
     
    Danke für ihren Beitrag.  Ich hoffe sehr, dass meine Kinder und Enkel Juden mit der gleichen Freundlichkeit und dem gleichen Interesse begegnen, wie sie dies Franzosen, Polen oder Amerikanern entgegenbringen.
     
    Zur Situation in Gaza usw. möchte ich nichts sagen.
     
     
    @  Anonymous
     
    Antifa ist in Deutschland längst verkommen zu dem, was Broder dazu sagt, nämlich zu einer „roten SA“
     
    @ ente
     
    Wer zu oft in den Rückspiegel sieht verliert manchmal die Übersicht beim Fahren!  Auch wenn’s Ihnen wenig passt, die meisten Menschen in Deutschland haben kein „Shoa-Rauschen“ (A.Burg) im Ohr. Jüngere Deutsche wollen vermutlich genauso wie jüngere Juden einen normalen Umgang miteinander. Und dazu gehört auch, dass man nicht jeden einzelnen unbedingt mögen muss.

  • efem

    Lieber Karl K., hast du noch alle Tassen…? Wo unterstelle ich, du fordertest Freiheit für Mörder?  Mich so zu interpretieren könnte als Anzeichen von unzureichendem kognitivem Vermögen gesehen werden.

    Auch dass Du nicht gerafftt hast, das ich darauf hinwies, dass es (schon immer) Deutsche gibt, die Juden sind, dass das also Stammtischgeschwätz sei,  Deutsche und  Juden könnten nicht dasselbe sein, wie es die Braunen vergeblich verkünde(te)n. Man spricht schließlich auch nicht davon. dass “Deutsche eine herzliche Abneigung gegen Katholiken” haben (höchstens manche gegen Katholizismus oder/und ihre katholischen MitbürgerInnen),  merkst du was? Aber … die Zigeuner, die machen uns Deutschen jetzt wieder schwer zu schaffen, nicht wahr?  

    Deine übrigen Auslassunge zu kommentieren schenke ich mir. Es wäre sinnlos.

  • Robert Schlickewitz

    @Karl K.
     
    Es ist anscheinend, Ihre unbedarften Äußerungen legen den Schluss nahe, nötig, Sie mal wieder auf die dunklen Seiten des von Ihnen so verehrten (bes. deutschen) Christentums aufmerksam zu machen.
     
    Lesen Sie doch bitte aufmerksam dieses Buch eines katholischen Pfarrers und zeitweiligen Beraters des Vatikans in Judenangelegenheiten. Falls Sie des Englischen nicht kundig (genug) sein sollten, lassen Sie sich das Buch von einem gebildeteren Menschen aus Ihrer Umgebung vorlesen/übersetzen. 
    http://books.google.com/books?id=J40gNC7cxfYC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false
     
    Sie können gerne auch noch einen anderen katholischen Geistlichen lesen, der bereits im 19. Jh. die ungeheuren Verbrechen seiner Kirche an Juden beschrieb, anerkannte und öffentlich ehrlich bedauerte, auf deutsch:
    http://www.judenundbayern.de/01judenineuropa.html
     
    Hoffentlich begreifen Sie nach diesen Lektüren die gigantische Bringschuld von Euch verstockten, christlichen Deutschen endlich von Euch aus eine Änderung, eine Besserung der Beziehungen zu den Juden herbeizuführen. Nicht “der Jude” muss sich ändern und gar noch Euren Wahn mit dem Kreuz annehmen, sondern der Christ, der 23 Jahrhunderte (laut Reverend Flannery) menschlich, sittlich, charakterlich gegenüber seinem jüdischen Nächsten vollkommen versagt hat, der muss sich wandeln.
     
    Hoffentlich begreifen Sie nach der Lektüre von Flannery und Döllinger auch, dass sich kein Jude “über Auschwitz definieren” will. Es geht nicht um zwölf Jahre “Nazi”, es geht um die ganze Geschichte Eurer an Verbrechen gegen die Menschheit und die Menschlichkeit so überreichen Religion.

  • efem

    Man nehme, äh, lese eine Probe aus den Büchern dieses Schriftstellers:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Karlheinz_Deschner

    Bekanntes Zitat:

    Wer in dieser” (vor Allem in der katholischen) “Kirche noch ‘etwas retten’ will, ist entweder unwissend oder Opportunist oder von Mystik besoffen.

    Man kann in dieser Kirche längst nichts mehr retten, sondern nur noch sich und andere vor ihr! ”

    Deschner in: “Der gefälschte Glaube”, München 1988

    Seine “Kriminalgeschichte des Christentums” umfasst inzwischen 8 Bände. Möge er das Durchhaltevermögen besitzen, das Monumentalwerk zu vollenden!

  • Karl K

    @ efem
     
    Ich hoffe, dass Ihnen bewusst ist, dass mit dem außerordentlich vielschichtigen Begriff “Jude” nicht nur der Angehörige einer Religionsgemeinschaft gemeint ist.
     
    Im Übrigen wollen wir beide auf das kumpelhafte „du“ und auf Beleidigungen verzichten!
     
    @ Robert Schlickewitz
     
    „Ihre unbedarften Äußerungen legen den Schluss nahe, nötig, Sie mal wieder auf die dunklen Seiten des von Ihnen so verehrten (bes. deutschen) Christentums aufmerksam zu machen.“
    Ihre Mutmaßungen gehen leider gänzlich fehl. Mein Abstand zum Christentum ist ebenso groß wie zum Islam, Buddhismus, Judentum usw. Deshalb erwähne ich gern und wiederhole mich: zum Kantschen „sapere aude“ ist eine geistige Nähe vorhanden.
     
    „Hoffentlich begreifen Sie nach diesen Lektüren die gigantische Bringschuld von Euch verstockten, christlichen Deutschen endlich von Euch aus eine Änderung, eine Besserung der Beziehungen zu den Juden herbeizuführen. „
     
    Dies mag für Organisationen wie die christlichen Kirchen ein wichtiger Auftrag sein. Da ich Individuum bin, trage ich nun auch mal keine kollektive Verantwortung in Form einer „Bringschuld.“ Ich möchte mich in meiner Haltung gegen den alltäglichen Rassismus stellen, der nicht nur das Böse im andern erkennt; manchmal haben auch selbsternannte Antirassisten einen Balken im Auge, besonders wenn es gegen Deutsche oder Deutschland geht!
     

  • Robert Schlickewitz

    Mein Abstand zum Christentum ist ebenso groß wie zum Islam, Buddhismus, Judentum usw.
    Verbohrte Deutsche gibt’s selbstverständlich auch unter nicht (mehr) christlichen Deutschen. Ihr bisheriger Argumentationsmodus legte die Annahme nahe, dass es sich bei Ihnen um einen christlich-deutschen Eiferer handelte.
    Übrig bleibt der Vorwurf, Sie, Karl K., sind auf Ihrem deutschen Auge blind. 
     
    Was faseln Sie immer nur von zwölf Jahren Drittes Reich, was fällt Ihnen ein, hier verharmlosend die deutschen Verbrechen allein auf die “Nazis” zu reduzieren, was schämen Sie sich nicht Ihres verengten Blickes? 
     
    Wie ich Ihnen bereits an anderer Stelle deutlich gemacht habe, gab es auch noch den Ersten Weltkrieg, es gab den Krieg der Deutschen in ihren Kolonien gegen Menschen, denen Deutsche lediglich den Status Halb- oder Viertelmenschen zubilligten, es gab ferner den Krieg 1870/71 gegen Frankreich und es gab (und gibt) Afghanistan. Schauplätze, auf denen Deutsche furchtbare Verbrechen begangen haben bzw. noch begehen. 
     
    Ich möchte mich in meiner Haltung gegen den alltäglichen Rassismus stellen… besonders wenn es gegen Deutsche oder Deutschland geht!
    Jemanden einen Rassisten zu nennen, der rein objektive Feststellungen (die noch dazu von jedem nachgeprüft werden können) trifft, fällt auf denjenigen zurück, der diesen Vorwurf erhebt. Durch Ihre blindwütige Pauschalverteidigung alles Deutschen, ohne Reflexion und ohne nötiges Hintergrundwissen, haben Sie sich jedenfalls eine schwere Blöße gegeben.
     
    Die Zuverlässigkeit der Belege für deutsche Kriegsverbrechen und für die besondere Qualität deutscher Verbrechen gegen die Menschlichkeit steht außer Frage.
    Lesen Sie sich ruhig ein und bedenken Sie dann, ob Sie sich hier weiter lächerlich machen wollen, als “Antirassist”.
     
    http://en.wikipedia.org/wiki/German_war_crimes#World_War_I
    http://en.wikipedia.org/wiki/Rape_of_Belgium
    http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=7447
    http://www.europa.clio-online.de/_Rainbow/documents/keiner%20f%C3%BChlt%20sich%202/kramer.pdf
    http://www.buecher.de/shop/deutsches-reich-1871-1918/deutsche-kriegsgreuel-1914/horne-john-kramer-alan/products_products/detail/prod_id/12424201/
    http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2010/04/Kolonialismus
    http://www.zeit.de/2011/42/Schaedelsammlungen
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68885074.html

  • Karl K

    @ Robert Schlickewitz
     
    „Ihr bisheriger Argumentationsmodus legte die Annahme nahe, dass es sich bei Ihnen um einen christlich-deutschen Eiferer handelte.“
     
    Sie sollten für mich eine andere Schublade finden; die o.a. ist leider – bis auf das deutsche – gänzlich unpassend!
     
    „Übrig bleibt der Vorwurf, Sie, Karl K., sind auf Ihrem deutschen Auge blind.“
     
    Blindheit wird gern denen unterstellt, die nicht die gleiche Weltsicht haben wie man selbst.
     
    „Die Zuverlässigkeit der Belege für deutsche Kriegsverbrechen und für die besondere Qualität deutscher Verbrechen gegen die Menschlichkeit steht außer Frage.“
     
    Ich glaube nicht, dass ich Kriegsverbrechen bestritten habe – oder haben Sie dafür einen Beleg gefunden?  Über die besonderen Qualitäten der einzelnen Verbrechen, die in der Welt begangen wurden, möchte ich mir kein Urteil bilden, da ich nicht geneigt bin, über Rangordnungen menschlicher Perversionen, Gemeinheiten oder Bestialitäten mitzusprechen.
     
    Kriegsverbrechen sind Bestandteil jeden Krieges, das ist u.a. ein Grund für mich als Deutscher, dass „nie wieder Krieg“ sehr ernst zu nehmen und jeden deutschen Kriegseinsatz, der nicht unmittelbar unserer Verteidigung dient, strikt abzulehnen, auch wenn die Nato mitunter den „Bündnisfall“ ausrufen sollte oder wie in Lybien die deutsche Außenpolitik verunglimpft wird. Leider ist durch die Regierung Schröder-Fischer der langjährige Grundsatz für die Außenpolitik Deutschlands durchbrochen worden.
     
    Nach wie vor verstehe ich nicht, was sie dazu treibt, in meinem o.a. aufgeführten Beitrag derart viel an „Erkenntnissen“ – oder sind es doch nur bösartige Unterstellungen? – über meine Grundhaltung herauszulesen.
     
     

  • Beamter

    Die Vorwürfe, die hier Karl K. gemacht werden sind nach meiner Auffassung genauso abstrus wie die hier gemachte Behauptung, ALLE deutschen Beamten seien Nazis und der Nazigeist herrsche in deutschen Behördenstuben. Hier werden Menschen pauschal beurteilt ohne überhaupt zu wissen, wie jeder der mehreren Tausend Beamten zu einem Thema steht. Vielleicht sollte man uns Beamte ein Brandzeichen geben, dass aussagt, ob wer von uns Nazi, Kommunist, Protestant oder Katholik ist oder Atheist, Alt68er und Mitglied der Giordano Bruno-Stiftung usw. Das könnte man dann auch ans Türschild hängen, damit vorher weiß, ob man anklopfen kann oder nicht.
     
    Und wenn man die deutschen Kriegsverbrechen beleuchtet, dann muss man dass im Kontext der Zeit tun, auch, wenn das die deutschen Verbrechen nicht entschuldigt. Losgelöst davon muss man in der Tat die Zeit von 1933 – 45 betrachten, da sich ein Großteil der Deutschen (vielleicht noch neben den Sowjets unter Stalin) wirklich aus der zivilisierten Welt hinauskatapultiert haben.
     
    Geht man in die Zeit des Ersten Weltkrieges, so muss man a) feststellen, dass der Krieg von jeder Macht gewollt war, wenn vielleicht nicht zu diesem Zeitpunkt und sich die b) Kriegsverbrechen nicht nur auf die deutsche Seite beschränkten. Im Ersten Weltkrieg hat eben nicht “Gut” gegen “Böse” gekämpft sondern allenfalls “Böse” gegen “Böse”. Komischerweise sind hier nichtdeutsche Historiker oftmals objektiver als deutsche. Es ist eifach falsch zu behaupten, dass Deutschland diesen Krieg alleinschuldig begangen hat (zumindest wäre hier dann noch die Donaumonarchie zu erwähnen sowie die Rachebestrebungen Frankreichs und die Hegemonialpolitik Großbritanniens, der Rest war Bündnisautomatik). Ausserdem hat Italien auf Grund von Gebietsversprechungen die Fronten gewechselt und die USA haben meines Erachtens ziemlich willkürlich Partei ergriffen. Hier gäbe es noch viel zu erörtern.
     
    Ausserdem darf hier auch nicht unerwähnt bleiben, dass Wilhelm II. unter Juden in Deutschland höchstes Ansehen genoß, wobei er während des Verlauf des Krieges immer antisemitischer wurde. Aber das nur nebenbei.
     
    Des weiteren ist es genauso abstrus es so hinzustellen, dass nur die Deutschen in ihren Kolonien Greuel begangen hätten. Ich darf darauf verweisen, wieviel Kolonialkriege Großbritannien geführt hat nebst Massaker und Verschleppungen. Das gleiche gilt in geringerem Umfang für Frankreich. Aber natürlich entschuldigt das eine Verbrechen nicht das andere. Es ist aber ein Indiz dafür, dass die anderen Mächte, die man seit 1914 zu “den Guten” zählt bei weitem nicht besser und zivilisierter waren. Und es war Großbritannien, welches die sog. “Herrenmensch-Theorie” als erste in seinen Kolonien angewendet hat. Hier man sich in Großbritannien bis heute nicht auseinandergesetzt. Eher im Gegenteil: Geht es in Großbritannien um die Zeit des Imperialismus, so wird das eher wie Kolonialromantik behandelt denn als Unterdrückung. Die Briten sehen sich bis heute als die Segensbringer und nicht als die Herren.
     
    Und beim Krieg 1870/71 gegen Frankreich kann man auch streiten, wer ihn begonnen hat: Derjenige, der den Krieg an Preußen (nicht an Deutschland) erklärt hat (nämlich Frankreich) oder derjenige, der Frankreich in die Kriegsfalle gelockt hat nämlich PREUSSEN und NICHT Deutschland; auch wenn beides seit 1866 synonym steht ist es doch nicht dasselbe). Und hat nicht ein kleiner Franzose (Korse) von 1804 bis 1815 Europa mit Krieg beglückt?
     
    Und wenn man schon Kriegsgreuel erwähnt, dann sollte man doch schon den Krimkrieg erwähnen, den Frankreich, Großbritannien und das Osman. Reich gegen Russland führten und wo die Mächte auch nicht zimperlich waren. Alles in allem hat Deutschland mangels staatlicher Existenz im 19. Jahrhundert keine Kriege geführt und Preußen von allen Großmächten die wenigsten. Das gilt sogar, wenn man in die Zeit des Großen Kurfürsten zurückgeht von davor gar nicht zu reden.
     
    Und geht man in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, so möchte ich nicht die Kriegsverbrechen erwähnen, die von unserer westlichen “Führungsnation” und “wertedefinierende” Macht begangen wurde. Und sieht man mal vom Zweiten Weltkrieg ab, so haben die USA seit ihrem bestehen die Kriege, in die sie verwickelt war alle selbst begonnen oder vom Zaun gebrochen. Und die Installation von Demokratie war hierbei nicht immer die Intension. Und von den Kriegsverbrechen der Sowjets nach 1945 rede ich mal auch nicht.
     
    Und ob bei den Auseinandersetzungen, die Israel mit seinen Feinden geführt auch alles koscher und in menschenrechtswürdigen Bahnen verlaufen ist und verläuft lasse ich mal dahingestellt (gilt auch für die Gegener und Feinde Israels).
     
    Aber natürlich: Das entschuldigt keine deutschen Kriegsverbrechen und die Nazi-Zeit schon gar nicht. Das ist eben unser Kainsmahl. Aber ich habe schon gemerkt, dass man hier ungemein Prügel bezieht, ist man nicht der Meinung der Hagalil-Meinungsbestimmer hier im Forum. Da wird man zum Rassisten oder Nazianhänger erklärt, obwohl man dieses Gedankengut verabscheut wie die Pest oder von dieser Ideologie Lichtjahre entfernt ist.
     
    Und was Rassismus und Religionsdiskriminierung betrifft: Broder hat schon mehrfach öffentlich erklärt, dass ihm Sarrazin gefalle und er seine Thesen unterschreiben kann genau, wie Ralph Giordano sich gegen die Moschee in Köln gestemmt hat und dabei Applaus von ultrarechts bekommen hat. Sind jetzt Broder und Giordano auch Rassisten, Antimoslems und Ausländerhasser? Ich glaube schon, dass die Meinung von Broder und Giordano zu gewissen Themen, kämen sie von jemanden anders, hieße er Maier, Schulze oder Müller von etlichen anders bewertet werden würde.
     
    Grüße
     
    Beamter

  • Robert Schlickewitz

    @Beamter
     
    Wo konkret wurden denn ALLE deutschen Beamten als Nazis bezeichnet?
    Polemische Überspitzungen liegen Ihnen ganz offensichtlich, oder gehört das zur Beamtenausbildung?
     
    Viele, viele Worte zu den Kriegsverbrechen der anderen, sämtliche bereits bekannt, hundertmal aus dem Munde nationalistischer und ganz rechter Argumentatoren vernommen.
     
    Nur eines können Sie nicht erklären: Wenn schon diese Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein ‘Gemeingut’ aller Völker waren, wie war es dann möglich, dass nur ein einziges Volk auf der ganzen Welt sie derart ausformen und quasi perfektionieren konnte, dass daraus Shoa oder Holocaust wurde?
     
    Da müssen doch bei diesem einzigen Volk die Voraussetzungen (Hemmschwellen, innere Barrieren, ‘Menschlichkeit’?) anders gelagert gewesen sein, da muss doch bei diesem einen Volk etwas ganz anders gelaufen sein, als bei Britens, Russens und den anderen?
     
    Das, was da anders gelaufen ist bei diesem einzigen Volk, versuche ich zu ergründen, auch durch möglicherweise als problematisch oder provokativ empfundene Fragen und Feststellungen.
    Diesem Ziel kommen wir jedoch ganz gewiss nicht näher, wenn wir immer wieder nur automatenhaft auf “die anderen” verweisen.
     
    Des Rästsels Lösung liegt in uns und bei uns, wie wir’s auch drehen und wenden mögen.