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Die Sommerdebatte: Aufs Podium gehoben

Der Auslöser der momentanen Debatte liegt schon einige Monate zurück. In einem Kommentar hatte Iris Hefets, eine aus Israel kommende Autorin, kritisiert, das Andenken an den Holocaust werde manchmal missbraucht, um Kritik an der israelischen Politik abzuwehren. Die Veröffentlichung schlug erstaunlich hohe Wellen, die wütende Kritik zahlreicher und unterschiedlicher Unterstützer vor allem rechts-gerichteter Positionen innerhalb des zionistischen Spektrums, verlieh dem Artikel weitere Aufmerksamkeit…

David Gall

In der Jüdischen Gemeinde zu Berlin war man wohl der Ansicht, der Artikel verdiene unbedingt noch mehr Beachtung und veranstaltete eine Podiumsdiskussion, bei der Iris Hefets und ihre – für Israelis wenig originellen – Denkansätze noch einmal im Mittelpunkt stehen sollten. Um die Spannung zu erhöhen, durfte sich Iris Hefets aber nicht selbst vertreten. Wenig überraschend kam es während der Veranstaltung unter der – in diesem Zusammenhang – seltsamen Bezeichnung “Antisemitismus in deutschen Medien“, zum Eklat. Nachdem Anhänger der israelischen Friedensbewegung Rederecht auch für Frau Hefets gefordert und daraufhin in Polizeibegleitung, angeblich zum eigenen Schutz, unter Beifallsbekundungen einer eher rechtsdenkenden Fangemeinde entfernt worden waren, verliess auch taz-Chefredakteurin Ines Pohl das Podium.

Am 26. Juni versuchte die taz eine Folgeveranstaltung. In diesem weniger aufgeladenen Rahmen bot der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland an, mit Iris Hefets zu debattieren und so kam es zu einem überraschend konstruktiven und pragmatischen Gespräch, das zeigen kann, wie wir noch immer miteinander reden können, auch wenn wir unterschiedliche Ansichten vertreten. Ein grosszügiger und demokratischer Austausch von Gedanken und Ideen hat noch nie geschadet. Schon im Talmud, der selbst eine ewige Diskussion ist, sagt ein gewisser Rabbi Ben Bag Bag: “Wende es immer von neuem, denn alles ist darin enthalten”.

Erst wenn wir anfangen, uns gegenseitig zu beleidigen und jeden, der nicht genau unsere Meinungen vertritt, als Verräter und Nestbeschmutzer ausgrenzen, schwächen wir uns, und zwar mehr als wir es uns leisten können. Zweimal schon waren dies die Hauptgründe für die Zerstörung des jüdischen Staates. Gedalya Ben Achikam wurde ermordet, weil er als den Babyloniern gegenüber zu kompromissbereit galt. Jochanan Ben Sakai, der das Fortbestehen des Judentums nach dem Fall Jerusalems durch Verhandlungen mit den Römern einleitete, musste sich, als “Verräter und Beschwichtiger” beschimpft, aus der belagerten Stadt, auf einem Müllkarren versteckt, schmuggeln lassen, um nicht in die Hände der aufgebrachten nationalistischen und fundamentalistischen Eiferer zu fallen, die sich der Stadt bemächtigt hatten und vor deren Fanatismus der Talmud an zahlreichen Stellen eindringlich warnt.

Doch auch heute bedeutet Demokratie nicht, die Diktatur der momentanen Mehrheit oder der stets mobilisierteren Fanatiker. Es geht nicht darum, die Meinung des Anderen niederzubrüllen, lächerlich zu machen oder gar ihre Veröffentlichung von vornherein zu unterbinden. Es genügt auch nicht, die Ansicht des anderen gnädig oder gleichgültig zu tolerieren. Die demokratische Gesinnung verlangt es, unliebsame Meinungen nicht nur zu respektieren, sondern sogar zu schätzen, als Beschreibung einer Ansicht, die jemand von seinem Standpunkt aus, vielleicht gar nicht haben kann, die sein Wissens- und Denkspektrum aber trotzdem bereichern und anregen können. Manche scheinen die eigentliche Binsenweisheit, “ich bin zwar absolut nicht ihrer Meinung, werde aber stets alles tun, damit sie ihre Meinung kundtun können”, vergessen zu haben.

Jede Gesellschaft, ob Mehrheit oder Minderheit, die einen grossen Teil ihrer Energie und Kreativität verschwendet, um alternative Ansätze in den eigenen Reihen verächtlich zu machen und ihre Vertreter zu verletzen und mundtot zu machen, lichtet ihre eigene Front, ohne Not, vielleicht aus purer Eitelkeit. Doch für einen solchen Luxus sind im Falle Israels und Israelsolidarität die Bedrohungen von aussen viel zu real. Sie müssen sachlich und realistisch angegangen werden. Dabei sind ständige Zwischenrufe im Sinne von “wir leben im Jahre 1938″, “es ist schon wieder soweit”, “Arafat ist Hitler” und “Obama ist Usama” und Achmadinedschad ist der Kommandant von Auschwitz II, ganz sicher nicht hilfreich.

Sicher, zum Meckern findet sich immer was und auch beim von der taz in die Wege geleiteten Streitgespräch von Iris Hefets und Stephan Kramer hätte manche Frage präziser und manche Antwort klüger ausfallen können. So what? In Zeiten des Gräbenaufreissens ist es ein erfreuliches Zeichen, wenn jemand Brücken baut. Und rein propagandistisch gesehen, war es ein kluger Zug, der sicher viele Menschen, endlich auch wieder einmal ausserhalb der vermeintlichen In-Group der sowieso schon 150%-Überzeugten, ansprechen könnte. Hier, in der Mehrheit, im Mainstream, liegt ein riesiges Potential das es anzusprechen gilt. Die eigenartigen Figuren aus dem Pro-Köln-, PI- und PBC-Umfeld, die heute die sogenannten Israel-Soliveranstaltungen bevölkern, wirken auf viele “Normalos” skurril bis abschreckend. Vor allem kennen (oder anerkennen) sie nur die Positionen der rechten Ecke des politischen Spektrums in Israel. Die Mehrheit liegt aber hier wie dort in der Mitte und auch im linken Drittel. Die Frage ob nun der Linkszionismus (Ben-Gurion, Rabin, Beilin, Sarid, Aloni, Dayan u.a.) oder die revisionistische Rechte (Jabotinski, Begin, Netanyahu, Lieberman) die bedeutendere Richtung im zionistischen Spektrum ist, sei mal dahingestellt. Es wäre schön, wenn manche der angeblichen Israel-Fans die Existenz eines Zionismus links von Netanyahu immerhin zur Kenntnis nehmen würden. Auch worauf derartige Unkenntnis bei so lautstarken Besserwissern beruht, soll hier nicht weiter erörtert werden. Immerhin ist es aber ein deutliches Zeichen dafür, dass es vielen dieser “Israel-Freunde” nicht um Israel geht, das sie eigentlich keines Blickes würdigen. Wer sich wirklich interessiert, der kann sich informieren. Es gibt nicht nur einseitige Blogs sondern auch pluralistische Plattformen. Meinungen unterdrücken kann man sowieso nicht und eine einseitige Information, sozusagen Propaganda, ist heute eher selbstgewählt oder der Faulheit anzulasten. Wobei natürlich auch einseitige Ernährung die Faulheit fördert ;-) .

Das Gespräch stand unter dem Titel “Kann Israel jüdisch sein und demokratisch zugleich? Wer spricht für die Juden in Deutschland? Wie weit darf Israelkritik gehen?”

Iris Hefets, die Autorin des besagten von der taz zur Debatte gestellten Artikels zu bestimmten Aspekten der israelischen Erinnerungskultur. Sie ist im Vorstand der “Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden” und arbeitet für das hebräische Internetportal www.kedma.co.il. Sie hat bis vor acht Jahren in Israel gelebt und lebt jetzt in Berlin.
Stephan Kramer, seit 2004 Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, war vorher persönlicher Referent des damaligen Vorsitzenden Ignatz Bubis. Er ist als einer der bekanntesten Fürsprecher israelischer Positionen in den deutschen Medien bekannt.

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58 comments to Die Sommerdebatte: Aufs Podium gehoben

  • Tamir

    Hefets hat sich gewehrt und die Vorsitzende der Gemeinde verklagt. Mitte Juni hat sie vor einem deutschen Gericht in erster Instanz Recht bekommen.
    Hefets ist keine Antisemitin. Die menschenverachtenden Aussagen der Gemeindevorsitzenden muss sie sich nicht weiter bieten lassen. Aber sie ist ein streitbarer Geist, dessen Denken und Handeln viele in Deutschland nicht begreifen können oder wollen. Der Hass auf die israelische Friedensbewegung kommt oft aus der Verunsicherung, nicht genug zu wissen, da man eigentlich von Israel nicht viel wissen will. So interessant findet das hier kaum jemand in der Gemeinde. Es dient mehr zur Identifikation bei Parties. Die betroffenen Israelis sind viel weiter links eingestellt. Was kann eine Berlinerin mit den Erfahrungen einer Misrachit aus Beer-Scheva anfangen. Vermutlich interessiert es sie auch nicht, und wenn Hefets Humanität und Menschlichkeit fordert, dann stört das die behagliche Israel-Soli, der es eigentlich egal sein kann, wer in Israel regiert. Sie sind immer dafür, und nie betroffen.

  • Esau

    Verräter sind auszuschliessen. Diese Hefets und ihre Komplizen wollen die Vernichtung Israels, was gibt es da zu diskutieren? Lesen sie erst mal den Koran bevor sie solchen Blödsinn quatschen, sie Demokratietrottel. Pfui!!! Ich spucke auf Hagalil. Soll Israel kapitulieren, noch vor Europastan? Was wäre da gewonnen??????

  • Carti

    Dieser Artikel ist genauso krank wie diese ganzen Peacetrottel. Die Araber kennen keine Demokratie. Da wird gesteinigt, wenn einer solchen Mist verzapft!

  • Elia

    Es gibt keine Meinungen, es gibt nur richtig und falsch. Mit Arabern sich guttun ist falsch. Israels Zebaot ist ein zürnender Herr. Mein ist die Rache, so spricht ER!

    Was soll das bekloppte Geseiber?  
    Interessieren tut mich die Frage ob Ihr eure Dreck selber glaubt, oder die der Politiker evtl. gleich mit?Und für wie dumm haltet ihr die Menschen,denkt ihr ernsthaft die wären alle noch dämlicher als ihr,ihr völlig verblendeten Realitätsverweigerer,ihr Demokratiefanatiker? Jeder bekommt was er verdient! Wenn es das nächste mal kracht,waren Gas und Erschiessungskommandos ne helle Freude. xxx xxx xxx

  • Claudia

    Dieser Artikel ist scheisse. Herr Gall, wie erbärmlich wollen Sie noch werden?

  • Frieda

    Ein sehr schöner Kommentar, vielen Dank an hagalil. Es ist gut zu wissen, dass es noch solche Stimmen gibt! Weiter so!

  • Zeev

    Langsam aber sicher nehmen die Medien und die Öffentlichkeit zur Kenntnis, dass Gemeindefunktionäre wie Süsskind, Graumann oder Knobloch zwar die selbsternannten Botschafter der rechts bzw. (in Teilen) rechtsextremen Regierung Netanjahu-Lieberman sein mögen, aber eben nicht die alleinigen Repräsentanten “der” Juden in Deutschland sind. Ich freue mich, dass immer mehr hier lebende Israelis auch ihre kritische Stimme erheben. Es wird Zeit, dass die progressiven und friedensorientierten Kräfte in Israel wieder Gehör und Unterstützung finden. Wir dürfen Israel nicht einfach den nationalistischen, religiös-fundamentalistischen und faschistoiden Gruppen überlassen. Sie bauen nicht Israels Zukunft sondern zerstören alles blindwütig. Eine Schade, dass die politischen Führer(innen) der Juden in Deutschland diese Entwicklung blind und weitgehend kritiklos betrachten…

  • Tarkan

    Nun, Kramer als Generalsekretär ist zwar bekannt, für Alleingänge. Ansonsten hätte man oft wohl wenig aus dem Zentralrat gehört und Frau Knobloch ist sicher keine diskussionsfreudige Person. Wäre einer freien Diskussion auch nicht unbedingt gewachsen. Aber ich denke Graumann möchte doch neue Akzente setzen und dies dürfte in seiner Linie liegen. Der Mann ist nicht blöd. Ich denke man kommt langsam weg vom Betonkopf-Zentralkomitee.

  • [...] Hefets, Pohl und Bax mit Kramer ein authentischer ZdJ-Generalsekretär und als Moderator eventuell David Gall, der es prima findet, Hefets antisemitische Tiraden im Mainstream zu [...]

  • givemethemic

    im gegensatz zum Schreiber war ich auch geistig anwesend. manoman. der tag wird kommen, wo iris hefets wegen ihrem davidsstern (den sie nicht trägt) aus den linken komunen geschmissen wird. An dem die Linken und ihre “israelfreunde” sie als imperialistin beschimpfen werden, weil sie jüdin ist. sie kann tun wie sie will, sie wird nicht akzeptiert werden. das zeigen viele beispiele. ins exil nach deutschland, man iris lass uns in fünf jahren noch mal drüber reden.

  • zirbel

    was soll sone Scheiße zu iris hefets? die jüdische gemeinde hat Hausrecht ausgeübt. man dieser trottel von autor soll mal sein maul halten. reinste Spinnerei. mannoman.

  • Miguel de Espinosa

    Die Neo-Sicariier der Siedlerbewegung sind die grösste Gefahr für das zivilisierte Judentum, nicht die vereinzelten Antisemiten unter den Goyim oder die Terroristen aus Arabistan.

  • zirbel

    was soll sone Scheiße zu iris hefets? die jüdische gemeinde hat Hausrecht ausgeübt. man dieser trottel von autor soll mal sein maul halten. reinste Spinnerei. mannoman.

  • Shlomsky

    Einige Reaktionen hier zeigen mir wie schwierig sich jüdische Rechtsextremisten mit Meinungen tun die von den ihrigen abweichen. Sie wollen freidenkende Juden stumm machen und merken nicht das sie das eigentliche Gift für unser Volk sind.
    Der Artikel ist super! Vielen Dank Hagalil, dass ihr zeigt, dass unser Volk nicht nur aus Betonköpfen besteht die vor lauter Nabelschau ihre Weitsichtigkeit verloren haben.

  • Gladis

    Es ist sehr schön und viel bequemer als Israeli in Berlin zu leben und Israel zu kritisieren. Und wenn von Israel nur Tel Aviv übrig bleibt, dann freut sich die fünfte Kolonne bestimmt. Und sowas wird stolz “Demokratie ” genannt…

  • Degania

    Lieber David Gall,
    eine sehr schöne, eine wertvolle Diskussion. Ein wirklicher Brückenschlag. Mehr davon. Danke
    Uri

  • Mertens

    Dumm Dümmer Hagalil!
    Gut das euch der Hahn abgedreht wurde!!!!

  • Liebermann

    Ich kann garnicht soviel fressen, wie ich kotzen könnte, wenn ich diesen billigen Dreck hier lesen muss. Der Autor hat wohl vergessen sein Hirn anzuschalten, bevor er sich an die Tastatur setzt?

  • Rentner

    Immer wieder erstaunlich zu sehen, wie Hagalil auf die eigenen Leser losgeht. Ihr scheint es euch ja leisten zu können. Hatte mir überlegt mal was zu spenden, sollt ja auch leben, aber das könnt ihr jetzt vergessen.

  • Ben Chasak

    seltsam dass gerade bei hagalil man meint demokratie verbreiten zu müssen. es ist bekannt, dass hier nicht alles freigeschaltet wird. zum beispiel kritik an hagalil lasst man sich nicht gerne gefallen, aber daherfaseln.
    soll die jüdische gemeinde berlin sich gefallen lassen wenn so israelische klugscheisser meinen sie können bestimmen, wer am podium sitzt. wer einladet ist im recht, so ist das auch in der demokratie und diese hefets ist eine antijüdin, sowas würde lala nicht mit beisszange anfassen.
    hat hagalil noch nie vom hausrecht gebrauch gemacht?

  • PRO-ISRAEL GADOL

    Nicht der Zeit wert, die man zum Lesen dieses Dünnbrettborers und seiner dümmlichen Elaborate braucht.
    Klare Positionen sind gefragt, kein Wischiwaschi.

  • Szimon

    Wenn wo steht Quelle: Hagalil
    Das garantiert Schwachsinn vom Feisten.
    Selten so gelacht. Haha.
    Bitte verschont mich in Zukunft mit eurem Dreck!!!!!!!!!!!

  • givemethemic

    mich bitte auch mit dieser Scheiße verschonen. Wieso gründet iris eigentlich kein bündnis mit der npd und pilgert nach dresden?

  • Benjamin

    Danke für diesen interessanten Artikel. Und wie ich an den Kommentaren über mir sehen kann (wobei ich glaube, dass die meisten aus der Ecke PBC und PI kommen werden –  und nur Schreien und Beleidigen können, aber nicht kritisch diskutieren) ist die Warnung für mehr Demokratie und Diskurs gerechtfertigt. Kritik an dem linken Antizionismus ist notwendig – darf aber niemals in rechtes oder rassistisches Gedankengut umschlagen. Zu recht wurde darauf hingewiesen das es auch eine linke, zionistische Geschichte gibt und nicht nur die rechte Siedlerbewegung…

  • CM

    Wenn es um Israel geht, trifft man oft auf eine Mauer aus Meinungsmache, gestrickt aus Scham, Klischee, Opportunismus, schlechtem Gewissen, Selbstbeweihräucherung, Islamophobie, Selbstgerechtigkeit, Chauvinismus, Glauben an die Notwendigkeit zu 150%er Nibelungentreue, ganz egal was die israelische Politik manchmal eben auch verbockt, etc. etc. etc….

    Wenn man anfangen will, irgendwas realistisch zu beurteilen, dann kommt man nicht umhin zu provozieren und Iris Hefets hat das auf recht erfrischende Weise getan und an einigen Tabus gerüttelt.
    Damit hat sie eine Bresche geschlagen in dieses Dickicht psychologischer Komplexe, hin zu einer ernüchternden Bestandsaufnahme der Gegenwart, die der Lebenswirklichkeit junger Israelis wahrscheinlich ziemlich vertraut sein dürfte – pietätlos sicherlich, aber Israel und seine offiziellen Beziehungen sind von dermassen viel eingestanzter, ritualisierter Pietät umgeben, da braucht es diese Unverfrohrenheit, um für frischen Wind zu sorgen und eine unverstellte Bestandsaufnahme der Gegenwart vorzunehmen und ohne realistischen Blick auf die Gegenwart, wird man nicht die wichtigen Fragen stellen und kann das konstruktive Potential der Zukunft nicht erschließen.

    Es ist allein die Vergangenheit, die man hinnehmen muss.

  • efrat

    oh mein gott, was man hier z.t. an kommentaren liest, ist ja wirklich unterste schublade! es sei die frage gestellt, was diese ganzen zeloten hier aus unserer geschichte gelernt haben - nicht nur jetzt so kurz vor tischa be’av ist das aktuell. wer solche freunde hat, braucht wahrlich keine feinde mehr!
    david gall – ihren artikel fand ich gut.

  • Helm

    das ist hagalil hoch zu rechnen, dass auf die antijuedischen vorfalle aufmerksam gemacht wurde. allerdings tut sich hagalil kein gefallen indem die antijuedische ressentiments in den kommentaren vorbehaltlos abgedruckt werden. Stichwort “jane”. diese frau ist eine zumutung fuer jeden der sich als jude schon genug von der gesellschaft ausgegrenzt fühlt und als einzige form der psychisches schuetzes die allia in der reserve hält. so jemand wie jane macht einem juden die letzte hoffnug madig.

    lebe wohl hagalil.ohne mich.

  • Ulla

    Wenn diesen Typen nicht besseres einfällt, kommen sie mit dem Talmud daher. Dieser Typ scheint nicht mal zu wissen was da sonst noch so drin steht. Talmud, haha. Ist ja superaktuell.
    Peinlich soviel Dummheit.

  • Perkins

    Admin du hast weiter nicht verstanden, auf welche Seite sich anständige Menschen zu positionieren sollen. so lange diese Jane hier postet bist du für mich ein Arsch. Und für Jane ein Tampon für ihre fotze

  • Hebron

    Wenn diese Krawallbrüder Friedensaktivisten sein sollen, dann fress ich nen Besen. Die haben Lala Susskind herausgefordert und ihre Entfernung damit selbst provoziert. Aber davon schreibt Gall nichts.
    Auch Radau-Israelis können sich nicht alles erlauben. Hat die Mehrheit keine Rechte mehr??????

    Hagalil? Dreck!

  • K-H-Harper

    Was stellt sich Hagalil denn unter Mainstream vor? Anscheinend wird PI unterschätzt. Viele namhafte Leute sehen an PI viel Gutes und an Lesergunst liegt PI weit vor Hagalil.
    Also was wollt ihr?
    Neues Deutschland, Junge Welt?

  • Yoshi

    Darf sich Israel nicht veteidigen? Eine bis auf Zähne bewaffnete Terrorflotille macht sich auf den Weg, voll mit Kommunisten und Islamisten.
    Warum fahrt ihr nicht gleich mit, der ganze Zentralrat. Könnt ihr mit DIE LINKE Gemeinsamkeiten aushecken. Hat der Zentralrat schon sein eigenes Schiff for Gaza???

  • Zeev

    Ben Gurion hat nach der Staatsgründung sinngemäß gesagt, dass Israel erst dann ein normaler moderner Staat sein, wenn es dort selbstverständlich auch jüdische Diebe und jüdische Huren gebe. Recht hat er – und leider gehören zu dieser Normalität auch jüdische Terroristen (siehe Baruch Goldstein oder Yigal Amir), jüdische Rechtsextremisten und jüdische Faschisten (siehe Lieberman u.a.). Jüdischer Rechtsextremismus ist kein Deut besser als deutscher Rechtsextremismus oder in was für einem (JA – auch arabischen) Land auch immer. Es ist daher nicht Iris Hefetz, die sich mit der NPD & Co. verbrüdern sollte, sondern jene ultrarechten Schreihälse aus unserer eigenen Mischpoche, die hier täglich ihren kranken Müll abladen.

  • jim

    @Degania

    Lieber David Gall,
    eine sehr schöne, eine wertvolle Diskussion. Ein wirklicher Brückenschlag. Mehr davon. Danke
    Uri

     
    Schließe mich dem gerne an!
     
    Übrigens – Uri – danke!

  • Agron Sadiku

    Der Artikel von Herrn Gall enthält viele wichtige und interessante Punkte. Ich selbst wurde als Muslim geboren und komme aus Kosova. haGalil lese ich regelmäßig weil haGalil nicht langweilig und reaktionär ist. Viele Beiträge oben zeigen mir, dass es bei Juden linke, liberale und rechte Positionen, wie bei anderen Völkern auch gibt. Dies ist nichts neues aber einige haben einen wirklich fanatisch angeblich pro israelischen Blick auf die Dinge. In Wirklichkeit sitzen die größten Feinde Israels in der israelischen Regierung. Diese rechte Bande misachtet jeglichen Dialog und damit den Frieden. Die Regierung mit Netanj. und Lieberman gefährdet die Existenz Israels. Auch ihre in Deutschland lebenden Anhänger sind in Wirklichkeit nicht pro sondern antiisraelisch. Die Debatte mit Herrn Kramer und Frau Iris Hefets war wichtig. So müssen Demokraten miteinander umgehen. Die Gedankenpolizei ist fehl am Platz.
    Agron Sadiku
    Redakteur bei http://www.kosova-aktuell.de/
     

  • Robert Schlickewitz

    @Agron Sadiku

    Danke, Herr Sadiku, für Ihren Verweis auf Ihre Webseite. In der Abteilung Geschichte habe ich dort soeben einige interessante Beiträge bei Ihnen gefunden, auf deren Lektüre ich mich schon freue.
    Ich habe vor langer Zeit u.a. bei Ihrem Landsmann Martin Camaj Albanologie studiert und nehme immer noch gelegentlich Anteil an den Entwicklungen in Kosovo und Albanien.
    Mit den besten Grüßen

    Robert Schlickewitz

  • CM

    Kaum hat Herr Kramer sich ein wenig von der ‘Parteilinie’ entfernt, da setzen nicht wenige jüdische Zeloten hier zur Verbalexekution an, da kann einem ja Angst und Bange werden.
    Als Herr Verleger vor 4 Jahren vorsichtig anklingen ließ, dass er die Kriegsführung im Libanon vielleicht auch nicht so ganz angemessen findet – musste er seinen Hut nehmen und das Direktorium des Zentralrats verlassen, worauf dann nur das sich wiederfinden im ‘feindlichen Lager’ folgen kann.

    Da braucht einen die uniforme In-Schutznahme jedweder Schritte der israelischen Regierung durch so viele nicht weiter zu wundern. Unter dem Druck zu stehen ist sicher nicht einfach. Hut ab, wer trotzdem den Mut hat!