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Ethnische Säuberung im Westjordanland?

Tausenden Palästinensern droht die Ausweisung aus dem Westjordanland. Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayad redet gar von Zehntausenden, die israelische Soldaten ausweisen könnten. Das Ziel dieser „ethnischen Säuberung“ sei es, weiteres Land zu rauben…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 14. April 2010

Eldad Cahana von der Jerusalemer Menschenrechtsorganisation Hamoked behauptet: “Die wesentliche Neuerung ist, dass zum ersten Mal Palästinenser nach dieser Definition als Eindringlinge in ihrem eigenen Land gesehen und dafür ausgewiesen und bestraft werden können.” Der am Dienstag in Kraft getretene Militärerlass Nr 1650 vom Oktober 2009 sei nach Auffassung Fajads so weit gefasst, dass Israel ganze Landstriche von ihren Bewohnern befreien könne. Es bestehe Gefahr, dass Tausende in Ostjerusalem lebende Familien zwangsweise abgeschoben werden. Die Europäische Union verlange Aufklärung über die neuen Bestimmungen, sagte der spanische Außenminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Miguel Ángel Moratinos am Dienstag nach einem Treffen mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad in Madrid.

Der israelische Militärsprecher erklärte auf Anfrage, dass er die Aufregung über die neue Anweisung nicht verstehe. Es handle sich lediglich um Änderung des Erlasses 329 vom 29. Juni 1969 und keineswegs um eine „neue Politik“. Auf Empfehlung des Obersten Gerichts habe das Militär beschlossen, Menschen, die sich illegal im Westjordanland aufhalten, künftig vor ihrer Abschiebung eine Frist eingeräumt werde, um sich an das Oberste Gericht zwecks Einspruch gegen den Ausweisungsbefehl zu wenden. Betroffen seien Ausländer, deren Visum abgelaufen sei, Israelis, die sich widerrechtlich in die autonomen Gebiete verirrt hätten oder Palästinenser, „deren Papiere nicht in Ordnung oder ungültig“ seien.

Die Palästinenser in den selbstverwalteten Autonomiegebieten erhalten ihre Papiere von der Autonomiebehörde. Im Rahmen von „vertrauensbildenden Maßnahmen“ habe Israel in den letzten Jahren der palästinensischen Behörde genehmigt 33.000 Palästinenser im Westjordanland zu registrieren, darunter 11.000 Palästinenser aus dem Gazastreifen. In diesem Zeitraum seien lediglich fünf Palästinenser in den Gazastreifen abgeschoben worden, weil sie sich ohne Papiere und Aufenthaltsgenehmigung im Westjordanland aufgehalten hätten.

Im Westjordanland ist das Militär zuständig, weil es als „militärisch besetztes Gebiet“ gilt, während in Ostjerusalem seit der Annexion 1967 das normale israelische Staatsgesetz gilt. In Ostjerusalem hat das Militär deshalb keine Verfügungsgewalt.

Der Militärsprecher äußerte sich verwundert über die kritische Medienberichterstattung, „zumal es doch überall in der Welt so ist, dass man gültige Papiere besitzen, bei Einwohnermeldeamt gemeldet und als Ausländer ein gültiges Visum im Pass haben muss“.

Der Militärsprecher „bedauerte“, keine englische Übersetzung der beiden relevanten Militärweisungen zu besitzen und der Presse auch keine „Erklärungen“ verschickt zu haben. Gleichwohl kritisierte er jene Korrespondenten, die mit falschen Angaben über die Anordnungen berichtet hätten, ohne die Originale zu prüfen. Beide „Befehle“ stehen auf Hebräisch als PDF-Dateien für jedermann zugänglich im Internet.

In den neuen Korrekturen der Anordnung 1650 heißt es, dass der „illegale Eindringling“ vor seiner Ausweisung einem Offizier vorgeführt werden sowie schriftlich oder mündlich „in einer ihm verständlichen Sprache“ über seine Rechte informiert werden müsse. Ebenso sollten seine Angehörigen und sein Anwalt unterrichtet werden. Bis zur tatsächlichen Ausweisung müsse eine Frist von 72 Stunden verstreichen. Dem zuständigen Offizier sei erlaubt, diese Frist zu verlängern. Eine in der alten Verordnung von 1969 angedrohte lebenslängliche Haftstrafe wurde auf zwanzig Jahre Haft in der neueren Version reduziert.

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

Die hebräischen Original-Verordnungen:

http://www.mag.idf.il/SIP_STORAGE/files/6/676.pdf

http://www.hamoked.org.il/items/112300.pdf

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336 comments to Ethnische Säuberung im Westjordanland?

  • jim

    Mit Argumenten probieren Sie es gar nicht, und ist vermutlich auch besser so, denn da kann man genauso gut mit einem Plastikeimer debattieren.

    Da ham Sie ausnahmsweise mal den Nagel auf den Kopf getroffen, verehrte Jane. Mit Argumenten probiert man es bei Ihnen erst gar nicht, denn da könnte man genausogut mit nem Plastikeimer debattieren.

    Im Übrigen empfehle ich, Sie, Ihrer Bedeutung entsprechend, ganz einfach zu übersehen.

    Leben Sie wohl!

  • Esther

    Sorry, wenn ich die Diskussion nochmal kurz unterbreche…
    Nachtrag für Yael:

    Ihr extrem verengter Verantwortungsbegriff geht – vermutlich weil Sie ihn auf die Schuldfrage (“haften”) reduzieren – von einem isolierten Subjekt aus, das in keinem Interaktionsverhältnis zu seiner Umwelt steht, d.h. dessen Position nicht auch durch ihr Verhältnis zu den Positionen anderer definiert wird und das dementsprechend auch keinen Einfluß auf die Positionen anderer ausübt. Ungefähr nach dem Motto: “Neonazis interessieren mich nicht – schließlich bin ich kein Neonazi.”

    Heruntergebrochen auf unsere Diskussion bedeutet dies: Wenn jemand behauptet, die gleichen Ziele zu verfolgen wie Sie (z.B. Vertretung israelischer oder jüdischer Interessen), “nur” mit illegalen Mitteln, sitzen Sie mit ihm leider im gleichen Boot. Entweder Sie schmeißen ihn ´raus bzw. bekämpfen ihn glaubwürdig oder Sie werden, völlig zu Recht, mit ihm in einen Topf geworfen.

    Hier bei HaGalil herrscht häufig ein aggressiv-destruktives, ausgesprochen militantes Diskussionsklima und dies geht in erster Linie von der sogenannten “proisraelischen” Seite aus. Man muß sich doch nur mal anschauen, von wem die Beiträge stammen, die weit unter die Gürtellinie gehen bzw. nach eigenen Angaben gesperrt wurden – alles User, die vorgeben, israelische oder jüdische Interessen zu vertreten. Stört es Sie nicht, von solchen Leuten (m.E. ziemlich kontraproduktive) “Schützenhilfe” zu erhalten?

    Da können Sie sich nicht auf den Standpunkt stellen, das interessiere Sie nicht, weil schließlich jeder für sich selber verantwortlich sei. Mit dieser Art von Gleichgültigkeit diskreditieren Sie entweder die Positionen, die Sie vertreten, oder delegitimieren sich als deren Vertreter.

  • Eine Schweizerin

    @Esther:

    Dasselbe Posting könnten Sie sich selbst schreiben, wo doch von beiden Seiten her mit Steinen geschmissen wird. Offenbar gehen Ihnen die Argumente aus, dass Sie nun mit solchen merkwürdigen Schlussfolgerungen kommen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Was der eine tut, kann nicht seinem Bruder angelastet werden. Es ist jedem selbst überlassen, inwiefern er sich für den anderen verantwortlich sieht. Es liegt sicher nicht an Ihnen, Ihr Gegenüber in Gruppenhaft zu nehmen oder von ihm Rechtfertigung zu verlangen. Da nehme Sie sich etwas zu viel heraus, finde ich.

    Lieben Gruß

  • Mezujan

    “Nicht *mein* Kommentar wurde nicht veröffentlicht, sondern Ihrer! Sowas sollte selbst Ihnen zu denken geben. Oder gehören Sie auch zu denen, die unterschwellig gegen die HaGalil-Redaktion opponieren?”

    Sie schreiben einen Schwachsinn zusammen, so daß man sich fragt, ob Sie noch ganz frisch sind. Die Hauptsache ist aber, Sie nehmen sich selber ernst, es tut sonst niemand.

    @Eine Schweizerin

    “Da nehme Sie sich etwas zu viel heraus, finde ich.”

    Das tut die hier ständig und genau diese impertinente Beschäftigung mit anderen und dieses deutsche Oberlehrerhafte und Besserwisserische und vor allem das ungefragte Getue ist nicht normal und das ist nicht mehr akzeptabel.

  • Lisa

    @Jane
    “Nochmal Israel versorgt nicht, jedenfalls nur in ganz geringem Umfang. Die wenigsten dieser Güter werden von Isreal gestellt.”
    Versorgt – versorgt nicht – versorgt ein bischen…
    Drängt sich ja fast die Frage auf, wer versorgt den Israelis z.B. diejenigen, die arabische Länder verlassen mußten? Und ihre Nachfahren?
    Und wie soll das laufen, wenn es einen palästinensischen Staat gibt? Sind das Problem letztlich nicht auch Güter, die keine Hilfsgüter sind, sondern “normale” Handelsware, die keine “Einreisegenehmigung” bekommt? Wenn alles von außen kommt, warum sind die Eingänge über Ägypten dann keine Alternative? Und erfolgt die Verteilung unabhängig von der Haltung der zu versorgenden Leute? Wenn die UN ein Großteil der Versorgungsgüter stellt, warum hat dann die vor kurzem berichtete Steuererhöhung auf verkaufte Ware eine Bedeutung. UN-bezahlte Hilfsgüter werden doch nicht verkauft, oder?
    Und wie verträgt sich der Begriff “ethnische Säuberung” mit Freiluftgefängnis? Aus Gefängnissen soll keiner raus, so dass dort auch keine noch so schleichenden ethnischen Säuberungen erfolgen können… Aber Sie haben ja schon weiter oben beschrieben, dass es dabei um restriktive Maßnahmen geht. Nur warum muss man dann, wenn “Israel” als Handelnder eine Rolle spielt, den Begriff “ethnische Säuberung” verwenden, der zu Vorgängen gehört, bei denen in kurzer Zeit große Teile einer Bevölkerungsgruppe getötet und vertrieben werden. Waren die langen Perioden ständiger Selbstmord- und “normaler” Attentate auf x-beliebige Israelis oder Juden im Ausland in Ihren Augen auch eine schleichende ethnische Säuberung?
    Sind Sie wirklich überzeugt, dass Transporte nur auf immensen Druck erlaubt werden? Wenn Israel nur aus purem Blockadewillen blockieren würde, hätte es das doch gleich nach dem Rückzug tun können?
    Warum wird z.B. Shalit nicht einfach freigelassen?

  • Jane

    @Schweizerin

    Esther argumentiert und zielt nicht unter die Gürtellinie und was Sie sagt ist prüfbar und logisch.

    Sie haben schon dokumentiert, dass Sie im Zweifelsfall eine verschwommene Sicht der Dinge vorziehen und ja eigentlich auch ‘keine Ahnung haben’.

    Offensichtlich ziehen Sie es auch vor es dabei zu belassen und Argumente nicht zu untersuchen, sich mit Fakten nicht auseinanderzusetzen, und diese lieber gar nicht erst ernstzunehmen und wer ihr Weltbild mit solch unangehmen Dingen stört muss natürlich irgendwie im Unrecht sein; so können Sie natürlich noch viel beitragen nach dem Motto ‘ seid doch alle lieb’ und vor allem ‘ich bin ja so lieb’ und wer nicht liebe Dinge sagt, der sollte das überdenken. Wissen Sie – ich glaube da haben Sie sich hier wirklich die falsche Materie ausgesucht.

    Ich weiß wirklich nicht wozu das gut sein sollte.

    Lieber @Jim

    ‘ Mit Argumenten probiert man es bei Ihnen erst gar nicht, denn da könnte man genausogut mit nem Plastikeimer debattieren. ‘

    Auf tatsächliche Argumente, die ja ab und zu auch mal kommen, bin ich hier schon sehr oft eingegangen. Mir ist völlig klar, dass kein Diskusionsteilnehmer in seinen kleinen Beiträgen ‘die ganze Wahrheit’ sagen könnte, auch ich nicht und jeder sucht halt das ihm passende raus. Auseinandersetzungen in diesem Sinne gehe ich keinesfalls aus dem Weg.

    In manchen Fällen musste ich meine Sicht korrigieren, alles in allem war das allerdings nicht häufig der Fall.

    Sie beißen sich an mir die Zähne aus; aber trösten Sie sich – mir geht es auch nicht anders.

  • willow

    @esther

    Ich behaupte mal, Israel- und/oder Judenhasser fallen für alle anständigen Menschen unter die Rubrik “Nazi/Fascho” und leiderleider ;-) schaffe ich es, wie einige andere auch, nicht immer, denen gegenüber alle Formen der Höflichkeit einzuhalten…

    Ihren Kommentar kann man auch so interpretieren, daß man die nächste Neonazidemo nicht blockieren und behindern soll, sondern erstmal hören, was die so zu sagen haben und das Gespräch, den Gedankenaustausch mit denen suchen… bizarre Vorstellung!

  • Kreismann

    @Jim
    sie schreibt:

    “Sie beißen sich an mir die Zähne aus; aber trösten Sie sich – mir geht es auch nicht anders.”

    auf einem Plastikmülleimer beissen Sie sich auch die Zähne aus, somit macht das keinen Unterschied ob Sie mit Jane oder mit einem Plastikabfallkübel diskutiern. Letztendlich ist das Gleiche. Ergbnis gleich Null. Genauso wie den Inhalt von Jane´s Beiträgen. Null Erkenntnis, auf Argumente unempfindlich, in dem harten Kampf gegen Windmühle gestählt. Eine Vorzeige Israelhasserin. Dumm, vorurteilsvoll, verbissen. Und bis zur letzten Patrone bereit gegen Zionisten zu kämpfen. Eine Vorbildheldin für den BMD. Wie sagte man bei denen? Meine Ehre ist die Treue?

  • Eine Schweizerin

    @Jane:

    Das mit der verschwommenen Sicht ist ein gutes Beispiel: Wenn etwas nicht klar ersichtlich ist aufgrund der Kompliziertheit der Situation, sollte nicht voreilig entschieden werden, was es nun sein SOLL, denn es könnte auch ganz anders sein. Das sah ich vor kurzem bei einer Kurzsichtigen, die eine Ziffer aus der Ferne nicht sicher erkennen konnte. War es nun eine 12 oder 42? Wenn es eine 12 wäre, ginge der Zug nun mal 30 Minuten früher. Wenn sie sich falsch entschiede, würde Sie den Zug verpassen. Es sei denn, sie bleibt offen für beide Zeiten, geht schon auf den Zug 19:12 und wartet, wenn es sich als 19:42 herausstellt. Oder sie schaut näher hin. Nur Sie tun das nicht, sondern glauben, alles genau zu wissen, obwohl sich nicht einmal wirklich große Köpfe sicher sind, sondern durchaus angemessen RELATIVIEREN.

  • Michal

    @Eine Schweizerin, halte dich besser an Jims Rat, diese Endlossinnlosdiskussionen sind seit Jahren bekannt.

  • Esther

    Liebe(r) Mezujan,
    rekapitulieren wir doch mal: Sie verfassen einen Kommentar, der offensichtlich so weit unter die Gürtellinie geht, daß er für die HaGalil-Öffentlichkeit unzumutbar ist, weswegen er nicht veröffentlicht wird. Als ob dies nicht Blamage genug wäre, posaunen Sie in alle Welt hinaus, daß Sie nicht in der Lage sind, Kommentare zu schreiben, die den HaGalil- Mindestanforderungen genügen. Nachdem ich Ihnen (erst) dann einen Schuß vor den Bug setze, wollen Sie mir allen Ernstes erklären, was eine Beleidigung ist. Vielleicht lesen Sie sich der Einfachheit halber nochmal Ihren unveröffentlichten Kommentar durch? Ich glaube also, es liegt auf der Hand, was hier “nicht mehr akzeptabel” ist.

  • Esther

    @ willow
    “Ihren Kommentar kann man auch so interpretieren, daß man die nächste Neonazidemo nicht blockieren und behindern soll, sondern erstmal hören, was die so zu sagen haben und das Gespräch, den Gedankenaustausch mit denen suchen…”

    Ich glaube, mein Kommentar besagt ziemlich eindeutig, daß sich z.B. ein nicht-jüdischer Deutscher nicht auf den Standpunkt stellen kann, daß ihm die Neonazis egal sein könnten, weil er sich weder aktiv noch passiv davon betroffen fühlt… Im Gegenteil, es geht auch in diesem Fall um eine klare Abgrenzung von denjenigen, die lediglich behaupten, “deutsche Interessen” zu vertreten – also um deren Demaskierung als illegitime Vertreter dieser Ziele.

  • Esther

    @ Eine Schweizerin
    Wenn Sie ohnehin nur die Hälfte verstehen, sollten Sie vielleicht nicht auf Postings antworten, die nicht an Sie gerichtet sind…

    Zunächst mal: Selbstverständlich gilt mein Posting auch für mich – ich habe nichts geschrieben, was nicht verallgemeinert werden könnte oder sollte… Das Problem besteht nur in Ihrer äußerst realitätsverleugnenden Begründung:
    “…wo doch von beiden Seiten her mit Steinen geschmissen wird.”

    Haben Sie einen Knick in der Linse? Kommentare diesen Kalibers…
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/04/15/ethnische-saeuberung/comment-page-1/#comment-11485
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/04/15/ethnische-saeuberung/comment-page-2/#comment-11551
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/04/15/ethnische-saeuberung/comment-page-4/#comment-11790
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/04/15/ethnische-saeuberung/comment-page-4/#comment-11784

    … kommen hier nur von einer Seite – Relativierungsversuche sind da ziemlich zwecklos. Und die User, die freimütig bekennen, daß ihre Kommentare nicht veröffentlicht wurden (Simcha, willow, Erika, Mezujan), weil sie nicht mal die HaGalil- Mindeststandards erfüllen (die also nochmal unter dem Niveau der oben verlinkten Kommentare liegen), kommen ebenfalls von dieser Seite… Dabei ist mir durchaus bewußt, daß extrem antisemitische Statements vermutlich nicht freigeschaltet werden und dadurch ein verzerrter Gesamteindruck entstehen könnte: Das tangiert jedoch nicht uns als Diskussionsteilnehmer – wir können nur von dem Material ausgehen, das wir auch zu lesen bekommen.

    Wie bereits gegenüber Yael betont, geht es mir nicht um Schuldzuweisungen (“Gruppenhaft” o.ä.), in dem Sinne, daß irgendjemand für das Verhalten anderer verantwortlich gemacht werden soll. Natürlich trägt jeder nur dafür die Verantwortung, was er selber sagt oder tut – wir sind hier schließlich nicht im Kindergarten. Allerdings gehe ich im Unterschied zu Yael und Ihnen offensichtlich von einem erweiterten (persönlichen) Verantwortungsbegriff aus.

    Leider projizieren Sie nicht nur Ihre Familienverhältnisse auf den Nahostkonflikt (was ich für äußerst problematisch halte), sondern auch Ihre eigenen Denkmuster auf mich: Wenn Sie z.B. in den Kategorien Juden/ Nicht-Juden, “pro”israelisch/ “anti”israelisch denken, ist das offengestanden nicht mein Problem. Für mich verlaufen die Frontlinien in erster Linie zwischen denen, die an einer sachlichen, fairen und menschlichen Auseinandersetzung interessiert sind und denen, die es nicht sind.

    Wenn Sie daher von “Bruder” sprechen: Wie ist das zu verstehen – was meinen Sie damit? Ist Ben Zion vielleicht Yaels “Bruder”? Etwa, weil er Jude ist bzw. Sie ihn dafür halten? Könnte er nicht auch ein deutscher Nazi sein, der mit seinen Kommentaren nur die proisraelische Seite zu diskreditieren versucht? Abgesehen davon, tummeln sich auf der sogenannten “proisraelischen” Seite eine ganze Menge Nicht-Juden, die alle möglichen, mich oft recht seltsam anmutenden, Missionen verfolgen. Wer davon ist jetzt Yaels “Bruder”… oder sind sie´s etwa alle – jeder, dem es irgendwie gelingt, den Eindruck zu erwecken, israelische oder jüdische Interessen zu vertreten, ungeachtet der Wahl seiner Mittel?

    Ich orientiere mich nicht (oder zumindest nicht zwangsläufig) an irgendwelchen Eigenschaften (z.B. Juden) oder Absprachen (z.B. Verschwörung), sondern einfach nur daran, wer alles behauptet, die gleichen Ziele zu verfolgen – lediglich das ist der gemeinsame Nenner. Zum Beispiel kann das Ziel darin bestehen, andere Diskussionsteilnehmer mundtot zu machen: Der eine leistet mit Beschimpfungen und Beleidigungen die Drecksarbeit, treibt den Betreffenden psychologisch in die Defensive, bis dieser einen Fehler macht… der andere erledigt den Rest, indem er dem ganzen einen legitimen Anstrich verleiht – damit sitzen die beiden, rein “arbeitsteilig”, im gleichen Boot! Und bezugnehmend auf meinen Kommentar an Yael: Ihre Position definiert sich doch nicht nur durch ihr Verhältnis zu Jane, sondern auch durch das zu Ben Zion.

    Meine Argumentation läuft allerdings nicht darauf hinaus, daß Yael im besonderen oder irgendjemand sonst sich ständig um die Kommentare anderer zu kümmern hätte… Wer jedoch selber zu den seriösen Diskussionsteilnehmern gezählt werden will, muß sich auch überlegen, welche Allianzen er in solchen Diskussionen eingeht, von welchen unfairen Vorteilen er zu profitieren bereit ist – inwieweit also der Zweck die Mittel heiligt. Dafür trägt er nämlich die Verantwortung. Was ist daran ungehörig?

    Lieben Gruß, Esther

  • Eine Schweizerin

    @Michal: Wenn das schon Jahre so geht, kann ich den Unmut gegenüber Esther und Jane verstehen.

    @Esther: Sie und Jane bilden ja eben eine solche “unheilige” Allianz, wie Sie es beschreiben. Wie kommen Sie darauf, dass Relativierungsversuche zwecklos sind? Es geht Ihnen offenbar nicht wirklich um einen Dialog, sondern nur um Streit, sonst würden Sie darüber nachdenken, weshalb Ihre Beiträge als derart provozierend empfunden werden. Das wäre der erste Schritt eines echten Dialogs. Relativierung ist unabdingbar, um endlich von dieser Schwarz-Weiß-Perspektive wegzukommen und zu “verstehen”, was der andere Ihnen die ganze Zeit sagen will. Verstehen heißt nicht, zu glauben, alles besser zu wissen, sondern sich einmal in die Perspektive des Gegenübers zu versetzen und gerechterweise auch mal seine Sicht zu überdenken und sie also solche zumindest einmal aus dessen Biografie ableitend zu verstehen und zu respektieren.

  • Eine Schweizerin

    @Esther:

    Zum Thema “Bruder”: Da Sie mir Verständnisprobleme unterstellen, verwundert es mich, dass Sie diese literarische Redewendung nicht kennen. Ich bin übrigens auch nicht der Meinung, dass nun jeder Deutsche ständig publik machen muss, dass er nicht Nazi ist. Er kann sich durchaus auf andere Themen konzentrieren und seine deutsche Identität als solches nicht so wichtig erachten. Ist auch nichts Weltbewegendes. Es ist eher verdächtig, wenn jemand extrem deutschtümelt und sich ständig mit dem Deutschtum auseinandersetzt, womöglich sogar noch abgrenzend zu anderen “nichtarischen Rassen”. Für mich ist es auch verdächtig, wenn jemand immer auf Israel herumzureitet, als gelte es, sich selbst darüber abgrenzend zu definieren. Vielleicht als Kompensation zur emotionalen Schuld, die Deutschland (und Europa) nun mal zu Recht trägt. Wär sicher eine interessante psychologische Studie wert. Es gibt auch die andere Seite dieser Überkompensation, wo Nachkommen deutscher Nazis sich aus diesem Schuldgefühl heraus so sehr verantwortlich fühlen für die Taten ihrer (Groß-) Elterngeneration, dass sie ihre deutsche Identität hassen und eine neue suchen.

    Es wär schön, wenn Sie jetzt nicht einfach wie gewohnt “zurückschießen”, sondern über meine Worte nachdenken. Ich habe nichts gegen sie. Ich hasse nicht einmal denjenigen, der mir mit Mord droht. Ich hasse niemanden, denn Hass ist absolut sinn-los. Es bringt einen nicht weiter. Ist es nicht interessanter, zu verstehen, was jemanden dazu bewegt, so und nicht anders zu sein? Sie müssen ja nicht dieselbe Ansicht haben, aber wär doch mal gut, wenn Sie auch mal andere Sichtweisen zulassen und diese rein menschlich anerkennen würden.

    Lieben Gruß

  • Mezujan

    “rekapitulieren wir doch mal: Sie verfassen einen Kommentar, der offensichtlich so weit unter die Gürtellinie geht, daß er für die HaGalil-Öffentlichkeit unzumutbar ist, weswegen er nicht veröffentlicht wird.”

    Ach das meinen Sie zu wissen? Was bilden Sie sich denn ein? Ich habe geschrieben, daß es mir äußerst negativ auffällt, daß Sie nicht diskutieren, sondern ständig andere maßregeln. Das ist bei Ihnen unter der Gürtellinie? Tja, Einbildung ist eben auch eine Art von Bildung.

    Ich rekaplituliere mal erneut:

    Sie schreiben einen Schwachsinn zusammen, so daß man sich fragt, ob Sie noch ganz frisch sind. Die Hauptsache ist aber, Sie nehmen sich selber ernst, es tut sonst niemand.

    “daß extrem antisemitische Statements vermutlich nicht freigeschaltet werden”

    Wie lange lesen Sie hier? Haben Sie tatsächlich Hans Dampf, Kissly und Co. verdrängt? Mann oh Mann.
    Antisemitismus ist übrigens immer extrem oder gibt es einen moderaten Judenhaß? Wohl kaum.

    “welche Allianzen er in solchen Diskussionen eingeht, von welchen unfairen Vorteilen er zu profitieren bereit ist – inwieweit also der Zweck die Mittel heiligt. ”

    Welche Allianz sind Sie denn eingegangen, als Sie zu Kissly und Co geschwiegen haben?

  • paul

    Merzujan,

    Menschenskind! Wer schweigt geht doch keine Allianz mit dem Redner ein! Ihre Auffassung, falls Sie darauf bestehen, liegt schon jenseits der Grenze zum Verfolgungswahn.

  • Michal

    “@Michal: Wenn das schon Jahre so geht, kann ich den Unmut gegenüber Esther und Jane verstehen.”

    Ich meinte nur hierbei nur “Jane”.

  • Eine Schweizerin

    @Paul: Das ist der Vorwurf von Esther an Yael, worauf sich Merzujan lediglich erwidernd bezog und was überhaupt zu dieser surrealen Diskussion geführt hat.

  • Lo

    “Sie und Jane bilden ja eben eine solche “unheilige” Allianz, wie Sie es beschreiben. Wie kommen Sie darauf, dass Relativierungsversuche zwecklos sind? Es geht Ihnen offenbar nicht wirklich um einen Dialog, sondern nur um Streit, sonst würden Sie darüber nachdenken, weshalb Ihre Beiträge als derart provozierend empfunden werden.”

    Das haben Sie sehr gut analysiert, liebe Schweizerin, nur wird es leider umsonst gewesen sein. Dazu gehört ein Gegenüber das nicht andere nur maßregeln kann, sondern selber mal über sich nachdenkt.

  • Mezujan

    Paul, lesen Sie die Antwort von einer Schweizerin. Sie hat es im Gegensatz zu Ihnen nämlich verstanden.

  • Esther

    @ willow
    Wissen Sie übrigens, was aus meiner Sicht eine bizarre Vorstellung ist? Daß ein Nazi auf dieses Forum käme und behaupten würde: 1+1=2… Und ein Sammelsurium von Moslem-, Araber-, Christen-, Deutschen-, Schwulen- und Frauenhassern käme angerannt und würde mir erklären, daß das jetzt aber wirklich zu weit gehe und mit allen Mitteln bekämpft werden müsse. DAS wäre eine bizarre Vorstellung!

    Also: Der Nachweis, wer ein Was-auch-immer-Hasser ist, muß geführt werden – und zwar von jemandem, der möglichst glaubwürdig dazu in der Lage ist… daran führt einfach kein Weg vorbei.

  • Esther

    @ Mezujan
    “Schade, daß mein Kommentar zu @esther nicht veröffentlicht wurde.”
    Bitte verraten Sie mir das Geheimnis, warum Ihr Kommentar, von dem Sie hier sprechen, nicht veröffentlicht wurde. Dafür wird es ja wohl einen Grund geben.

    “Antisemitismus ist übrigens immer extrem oder gibt es einen moderaten Judenhaß?”
    Lassen Sie sich dazu bitte einen Vortrag unserer Schweizerin über Schwarz-Weiß- Perspektive halten. Im übrigen geht es um die Äußerungsformen von Antisemitismus und da gibt es ja wohl Unterschiede.

    “Welche Allianz sind Sie denn eingegangen, als Sie zu Kissly und Co geschwiegen haben?”
    Gar keine.

  • Esther

    @ Eine Schweizerin
    Mittlerweile nehmen Sie sich, glaube ich, etwas zu viel heraus, wenn Sie über eine Materie urteilen wollen, bei der Sie sämtliche Fakten, die nicht in Ihr relativistisches Weltbild passen, systematisch auszublenden versuchen. Also, machen Sie doch mal ernst mit der Relativierung: Wenn Sie meinen, daß von beiden Seiten in Qualität und Quantität vergleichbar mit Steinen geschmissen wird, hätte ich gerne aus der laufenden Diskussion vier dementsprechende Beispiele für extreme Beleidigungen und Beschimpfungen durch die Gegenseite der sogenannten “Pro-Israel-Fraktion”.

    Im übrigen hatte jeder, der hier schon länger als drei Wochen mitliest, verstanden, daß sich Michals Bemerkung über “Endlossinnlosdiskussionen” nicht auf mich bezieht (dennoch, danke Michal, für die Klarstellung). Leider, liebe Schweizerin, paßt dies überhaupt nicht in Ihr Konzept einer “unheiligen Allianz” zwischen Jane und mir. Abgesehen davon, daß ich Ihren durch die Hintertür geführten Vergleich zwischen Ben Zion und Jane zurückweise, möchte ich feststellen: Seit Jane hier im redaktionellen Teil postet, bin ich noch nie irgendeine Art von Allianz mit ihr eingegangen – übrigens auch nicht mit den anderen ihr unterstellten Identitäten.

    Monatelang habe ich dem allgemeinen Jane-Bashing, sei es in seiner vulgär-obszönen oder seiner intellektuell verbrämten Variante:
    “Was das Jane-Bashing angeht: Am besten, wir machen eine Anthologie aus den besten Repliken…”
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/01/12/nazi/comment-page-1/#comment-8588
    … schweigend zugeschaut und bin damit, gemäß Mezujans Logik, eher eine Allianz mit denjenigen eingegangen, die kübelweise Dreck über Jane ausgeschüttet haben.

    Nachdem das Ganze mittlerweile jedoch exzessive Formen angenommen hat und offenkundig auch in ein HaGalil-Bashing umzuschlagen droht… Nachdem sogar jemand wie jim Zensurmaßnahmen zu fordern schien – auch ich habe, wie Pat, seine Äußerung, daß es für die Blogbetreiber Zeit werde, der “Seriosität dieser Seite Priorität” einzuräumen, so interpretiert… Nachdem also diese Entwicklung in dieser Diskussion nun kulminiert ist, habe ich – eine Lanze für Meinungsfreiheit und Pluralismus gebrochen und dazu bekenne ich mich selbstverständlich vorbehaltlos.

    Damit unsere Diskussion nicht doch zu einer Endlossinnlosdiskussion mutiert, noch einen Vorschlag zur Güte: Wie wäre es, wenn wir alle einfach die Entscheidungen der HaGalil-Redaktion respektieren, wessen Kommentare hier veröffentlicht werden und wessen nicht – und im übrigen eine Auseinandersetzung weniger um Personen als um Inhalte führen.

    Lieben, ungefähr mittelgrauen Gruß, Esther

  • Yael

    @Schweizerin

    lieben Dank für Ihre erhellenden Beiträge. Sie haben verstanden. ;)
    Toda raba. Kol tuv.

  • Eine Schweizerin

    @Yael: Danke! Danke auch für die interessanten Links! :-)

    @Esther: Also was die Beleidigungen betrifft, reicht es, wenn Sie Ihre eigenen Beiträge hier nochmal durchlesen. Ist jetzt nicht böse gemeint, doch finde ich es schon etwas seltsam, wie wenig Sie sich dessen bewusst sind. Natürlich – das muss ich Ihnen zugestehen – drücken Sie sich relativ gehoben aus, doch ändert das nichts an der herablassenden, beleidigenden Art und Weise Ihres Auftretens. Mir z. B. unterstellen Sie grundsätzlich Unwissen, Blindheit, Vermessenheit etc., während ich die ganze Zeit erkläre, dass WIR ALLE nie ein vollständiges Bild der Wahrheit haben werden und genau diese Erkenntnis ist mein Vorteil Ihnen gegenüber. Sie sind eine Blinde, die sich einbildet zu sehen und andere Blinde führen will. Ich jedoch weiß wenigstens, dass ich blind bin WIE ALLE MENSCHEN (allein Gott ist sehend und allwissend) und verhalte mich dementsprechend umsichtiger, hinterfrage und relativiere mehr. Damit weiß ich zumindest mehr als Sie. Doch ist das natürlich nur meine Meinung, womit ich Ihnen nicht zu nahe treten will. Ihre Ansicht sei Ihnen belassen, wie jedem hier. Ich doktriniere niemandem meine Sicht auf, im Gegensatz zu Ihren schon fast missionarisch anmutetenden Bemühungen hier.

    Schönes Wochenende an alle!

  • Robert Schlickewitz

    @ Schweizerin

    Danke für Ihre Anmerkungen zu Oma Esther, denen ich mich gerne anschließe.
    Diese selbsternannte, selbstherrliche Moralapostelin kritisiert gerne andere, ohne dabei zu bemerken, dass sie höchstselbst genau diese Kritik verdiente.
    Bisher ist sie auch noch nicht mit einem einzigen originellen oder gar konstruktiven Beitrag oder Kommentar hervorgetreten.

    Ein besonderer Zug dieser treudeutschen Besserwisserin ist ferner, dass sie grundsätzlich immer das letzte Wort haben muss, mag es auch noch so lächerlich oder überflüssig sein.
    Kein Wunder also, dass sie für die Mehrheit hier zum Dauerärgernis geworden ist.

    Wir sind schon ‘wahnsinnig’ gespannt, was Sie darauf wieder posten werden, @Oma Esther@! Nur zu, lassen Sie Ihrer altbacken-teutonischen Empörung freien Lauf!
    Machen Sie Ihrer Verärgerung Luft!

  • Koshiro

    “Ich doktriniere niemandem meine Sicht auf”
    Aufoktroyieren meinen Sie (ist übrigens ein Pleonasmus.)
    Oder auch nicht. Hey, ich will ihnen ja nichts vorschreiben, wir sind ja schließlich alle unwissend und auch, was Rechtschreibung und Wortbedeutung angeht, weiß nur der Allmächtige bescheid (wie sind Sie hier übrigens damit durchgekommen, G*tt auszuschreiben?)

    Und jetzt mal ohne Witz: In Diskussionen über ein Thema ist ‘kein Mensch weiß irgendwas’ eine wirklich lausige Ausrede. Es gibt nämlich tatsächlich Leute, die sich ernsthaft Informationen beschaffen und dieser rationaler Prüfung unterwerfen. (Zum Beispiel durch einen Vergleich von Mengen von Hilfslieferungen mit anderen, ähnlichen Situationen.)

    Und es gibt Leute, die das nicht können oder nicht wollen, weil sie zu faul sind, oder genau wissen, daß sie damit dumm dastehen würden. Diese suchen dann beispielsweise hier Hilfe:
    http://www.leckse.net/artikel/profilieren/argumentlos

    Beispiele können Sie sich hier dutzendweise zusammensuchen.

  • Eine Schweizerin

    @Koshiro:

    Also was die Rechtschreibung betrifft, gingen da zuerst auch Kämpfe voraus, bis es zu einer Vereinbarung und deren wiederholter Revision kam. Das hat nichts mit Wissen zu tun. Es ist nur eine Vereinbarung, die zudem vor nicht allzu langer Zeit ihre für viele unliebsame Veränderung erfuhr. Dazu kommt, dass oftmals die alte und neue Schreibung nebeneinander erhalten bleibt, nicht immer, aber teilweise eben doch. Das wäre die von mir nun schon öfter verlangte Relativierung. Es gibt eben immer zwei Seiten der Medaille. Warum immer die israelfeindliche vorhalten und nicht einmal objektiv auch mal durch die Brille der Israelis schauen? Wovor haben Sie Angst? Ev. vor Relativierung und der für Sie so gefürchteten Ratlosigkeit und Unwissenheit, was nun genau richtig und falsch ist? Haben Sie Mut und stehen Sie zu Ihrem Unwissen! Glauben Sie nur nicht, sie erkennen das ganze Bild, weil Sie ein paar Puzzle-Stücke in der Hand halten. Das Leben ist nun mal komplizierter und vielschichtiger, als Sie es gerne haben möchten in Ihrer Schwarz-Weiß-Perspektive.

    Lieben Gruß

  • Eine Schweizerin

    @Robert Schlickewitz: Also irgendwie kann ich keinen Unterschied zwischen Jane und Esther wahrnehmen von der Schreib- und Denkweise her. Doch könnte es natürlich daran liegen, dass ich noch nicht so lange hier mitlese und noch zu wenig differenzieren kann, so unwissend wie ich bin. gg

  • Esther

    @ Robert Schlickewitz
    Ach Schlicke, merken Sie gar nicht, wie ähnlich wir uns sind? Deswegen können Sie sich so schön über mich ärgern… ;-)

    Im übrigen brauche ich mich, was Sie betrifft, nicht zu wiederholen:
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/03/04/fastenpredigt/comment-page-1/#comment-10410

  • Esther

    Liebe Schweizerin,
    die Frage ist doch: Warum glauben Sie, daß ich auf die Binsenweisheit, daß niemand die ganze Wahrheit kennen kann, nicht schon von selber gekommen bin? Woher nehmen Sie die Gewißheit, daß ich prinzipiell nicht hinterfrage und relativiere? Nur, in dieser Diskussion ging es mir, ausnahmsweise, um etwas anderes – nämlich die Grundlagen pluralistischer Meinungsbildung.

    In einer Situation, in der zu zweit, zu dritt, zu zehnt auf einzelne Diskussionsteilnehmer hemmungslos eingedroschen wird – ohne das geringste Unrechtsbewußtsein, im Glauben, sich immer noch in einem Akt der “Selbstverteidigung” zu befinden – geht es darum, daß jeder überhaupt erst mal in der Lage ist, sein Mosaiksteinchen zur ganzen Wahrheit beitragen zu können. Bei einem Mißverhältnis von 10:1 ist irgendwann eben Schluß mit der Relativiererei und ich hinterfrage dann auch nicht gerade als erstes, was in der Biografie von 10 Schissern möglicherweise schiefgelaufen ist.

    Gestatten Sie mir daher, noch einen wichtigen Aspekt anzusprechen, der aus meiner Sicht zu Ihrer wenig umsichtigen Entscheidung führte, das bestehende Ungleichgewicht auch noch stabilisieren zu wollen. Sie versuchen Ihre Familienproblematik auf den Nahostkonflikt zu übertragen: Dabei identifizieren Sie sich in hohem Maße mit “den” Juden/ Israelis als den ewigen Opfern, die sich endlich wehren… wie es Ihnen nach langen Ehejahren gegenüber Ihrem gewalttätigen/ aggressiven Mann gelungen ist. Als sich selbstverteidigendes Opfer, das nicht haßt – dies zu betonen, signalisiert mir v.a., wie gerne Sie es täten – können Sie bzw. die Juden/ Israelis auch niemals zu Tätern werden. Sämtliche Indizien, daß sie es doch könnten, müssen dabei verdrängt oder zumindest relativiert werden.

    Ich glaube ohne weiteres, daß Sie in Ihrer Beziehung zu Ihrem Exmann vorrangig Opfer und er vorrangig Täter waren bzw. sind. Und ich empfinde es auch als Bereicherung, persönliche Erfahrungen und Befindlichkeiten in die Diskussion mit einzubringen… Doch der Schritt, diese dann 1:1 auf die Teilnehmer an dieser Diskussion oder gar den Nahostkonflikt zu übertragen, bringt uns nicht weiter – insbesondere wenn das, selbstverständlich notwendige, menschliche Einfühlungsvermögen die Realtätswahrnehmung ersetzen oder ihr als Filter vorgeschaltet werden soll.

    Diese Äußerung Ben Zions:
    “Esther, Pat, Jane. Solches Dreieck frustrierter wEIBER BRAUCHT ES WOHL: vERMUTLICH FICKT aDMIN ALLE DREI GLEICHZEITIG: ANDERS KANN ICH MIR DIESE kLOAKE NICHT ERKLÄREN: sOVIEL ISRAELHASS IN EINER JÜDISCHEN sEITE1 pfui1111111″
    ist mit nichts zu vergleichen oder zu rechtfertigen, was z.B. Jane gesagt hat… Erst in einem zweiten Schritt – oder allenfalls parallel, da beides ja schwer voneinander zu trennen ist – läßt sich darüber diskutieren, inwieweit Ben Zion vielleicht auch Opfer ist oder sich dazu stilisiert bzw. von anderen stilisiert wird.

    Doch das Bemühen um eine möglichst objektive Wahrnehmung der Realität, insbesondere die Kenntnisnahme von Fakten müssen im Mittelpunkt stehen – mit den unzähligen Varianten subjektiver Täter-Opfer- Zuschreibung und -Umkehr haben wir dann immer noch genug zu tun!

    Lieben Gruß, Esther

  • Eine Schweizerin

    Liebe Esther

    Ihr Beitrag zeigt wieder mal deutlich, wie holzschnittartig Sie Situationen beurteilen, ohne wirklich konkret nach Details zu fragen. Ich habe an keiner Stelle erwähnt, dass mein Mann mich bedroht, denn ich bin weder verheiratet noch liiert. Ich sprach nur von Familie, doch sie gingen automatisch von der gängigen Konstellation Frau-schlagender Mann aus.

    Dasselbe tun Sie in Bezug auf Israel. Sie übernehmen die üblichen Vorurteile gegen Israel und die Juden, ohne sie wirklich zu überprüfen. Das gilt auch für Jane. Würde mich übrigens nicht verwundern, wenn Sie ein und dieselbe Person wären. Da Sie immer wieder auf dieser von Ihnen postulierten Net-Mobbing-Situation herumreiten, als wären Sie selbst dieses von Ihnen inszenierte Opfer und nicht Jane, liegt es nahe, dass Jane Verstärkung holte in Gestalt der selbstkreierten Esther, so meine Vermutung. Da Ihnen diese Verstärkung nicht genügt, erschaffen Sie eine grundsätzliche Hagalil-Admin-Gegnerschaft derjenigen, welche gegen Sie gleich/und/oder Jane vorgehen.

    Fühlen Sie sich wirklich derart als Opfer? Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Ich meine: Hier handelt es sich nur um einen Blog, wo jeder seine Ansicht vertritt. Sie müssen nicht um Ihr Leben fürchten. Seien Sie mal ehrlich. Es gibt viele Juden, die mit ihrer jüdischen Identität nicht hausieren gehen, denn es könnte gefährlich für sie werden. Also ich selbst würde mich da auch gedeckt halten, wenn ich die Leute an den Stammtischen so reden höre. Auch HEUTE werden Juden in orthodoxer Kleidung auf offener Straße wegen ihres Judentums umgebracht und das mitten in Europa.

    Was meine Situation betrifft: Ich wundere mich selbst, dass ich nicht hasse, denn ich hätte ein Recht darauf. Mein Gegner hasst mich durchaus. Ich denke, es ist eher unnormal, so wenig Hass und Wut wie ich zu empfinden. Und auch hier irren Sie sich: Ich habe mich keineswegs aus meiner Situation freigekämpft, sondern lebe immer noch in dieser Bedrohung. Vielleicht muss ich zuerst eine gesunde Wut entwickeln. Deshalb verstehe ich, wenn Juden mit Recht wütend sind, wenn sie ständig mit diesem Antisemitismus konfrontiert werden.

    Meine Situation erlaubt es mir, mehr Veständnis für die jüdisch-israelische Situation zu entwickeln. Klar, dass mein Leben nicht DER Nahost-Konflikt darstellt, hab ich auch an keiner Stelle so gesagt. Das kann auch nur Ihnen einfallen in Ihrer Gleichmacherei. Sie wollen immer alle über einen Kamm scheren und gestatten eben keine anderen Ansichten außer der Ihrigen bzw. Janes. Und von Relativierung keine Spur.

    Lieben Gruß

  • Koshiro

    “Würde mich übrigens nicht verwundern, wenn Sie ein und dieselbe Person wären.”
    Was ist diese Möchtegerndetektivspielerei, mit der man Leuten irgendwelche Identitäten nachweisen will, eigentlich für ein putziges Hobby hier? Das habe ich sonst im Netz noch nirgendwo so gesehen.

  • Eine Schweizerin

    @Koshiro: Sie schließe ich übrigens mit ein in diese selbstkreierte Allianz. Bei so viel Engagement gegen Israel braucht es mehr als einen Nick hier. *zwinker*

    Ist übrigens auch interessant, wie Esther sich immer vor Jane und Sie sich stets vor Esther stellen, anstatt das die jeweils angesprochene “Person” bzw. der entsprechende Nick darauf antwortet. Klar, wenn es immer dieselbe Person ist. gg

  • Koshiro

    Oh ja sicher. Aber halt! Die wackere Anti-Jane-Fraktion, Sie eingeschlossen, zieht irgendwie auch immer an einem Strang! Das ist also auch nur eine einzige Person. Und wenn ich so drüber nachdenke: So dummes Zeug zu schreiben, wie diese besagte Person, ergibt eigentlich nur als agent provocateur einen Sinn! Also ist sie auch die gleiche Person wie Jane, die ja auch Esther ist und auch überhaupt sonst alle anderen. Alles das gleiche. Sämtliche Postings hier werden nur von einer einzigen Person verfaßt, die mit sich selbst streitet. So wie in dem Animationsfilm “Geri’s Game”, verstehen Sie? Ich meine, verstehe ich? Denn Sie sind ja schließlich auch ich. Ich bin schon gespannt, was ich hierauf antworte.

  • Eine Schweizerin

    Es ist nur logisch, denn wenn mir Jane nicht antwortet, tut es Esther an ihrer Stelle. Und wenn Esther nicht antwortet, sind Sie es. Da ich Jane alias Esther als sehr penibel einschätze in solchen Dingen, ist es nur logisch, dass SIE sehr wohl geantwortet hat, jedoch nicht bedachte, besser mit demselben Nick zu antworten, worauf sie jeweils angesprochen wurde, und nicht unter dem Alias so zu schreiben, als ginge es sie an, wenn doch der jeweils andere Nick angesprochen wurde. *zwinker*

  • Lisa

    @ Koshiro
    א’ בסיון ה’תש”ע (Mai 14th, 2010) at 13:55

    Sie schrieben

    “Und jetzt mal ohne Witz: In Diskussionen über ein Thema ist ‘kein Mensch weiß irgendwas’ eine wirklich lausige Ausrede. Es gibt nämlich tatsächlich Leute, die sich ernsthaft Informationen beschaffen und dieser rationaler Prüfung unterwerfen. (Zum Beispiel durch einen Vergleich von Mengen von Hilfslieferungen mit anderen, ähnlichen Situationen.)”

    Der Vergleich von Mengen von Hilfslieferungen mit anderen, ähnlichen Situationen ist gut, aber war der Ihre vollständig? Ich habe nicht den Hinweis gefunden, dass sich unter den ca 2,3 Mio To Rosinenbomberfracht etwas über 1,5 Mio To Kohle befunden haben. Der Rest waren Lebensmittel, Medikamente etc., aber auch Baustoffe u.a. für den Ausbau eines Kraftwerks. Den Kohlebedarf am Mittelmeer schätze ich doch als einiges niedriger als den in Zentraleuropa. Andererseits gab es nach meiner Kenntnis noch keine Mauer und keine Einschränkung des Personenverkehrs, so dass Westberliner in Ostberlin u. sowjetischer Besatzungszone einkaufen konnten und umgekehrt.
    Andererseits hat Jane ja dargestellt, dass es im Gaza eine funktionierende Landwirtschaft gibt. Für einen Vergleich wäre also auch dieser Bereich relevant – aber Stallhasenzählen im Nachkriegsberlin??

    Geht es Ihnen bei solchen unvollständigen Rechnereien um eine Lösung für Gaza und seine Menschen? Oder darum, Israel/”den Israelis” die Hauptverantwortung zuzuschieben? Mich würde in dem Zusammenhang die Frage interessieren, wie die hereinkommenden Güter verteilt werden. Wie sehen Sie die Verantwortung Ägyptens? Wie konstruktiv sehen Sie die Rolle Meschals in Damaskus?

  • Ben Chasak

    Ich stimme dir zu Schweizerin.!Hier stinkt so einiges!!! Endlich sagt das mal jemand klipp und klar. Ein weiterer Grund diese Antisemiten Lumpen nicht ernst zu nehmen.
    Die Rolle von einem Admin der wo das durchlässt ist eine sehr zweifelhafte. Ich forderte hier genauere Kontrollen. Man kann gut feststellen wo die Leute herkommen. Ich bin sicher Jane alias Paul und wie diese Typen heissen, funken aus dem selben Loch. Für die Admins ist es leicht das rausfinden. Man muss also fordern hier strenger zu verfahren.

  • Esther

    @ Eine Schweizerin
    Bitte versuchen Sie jetzt nicht damit abzulenken, in welchem Verwandtschaftsverhältnis derjenige zu Ihnen steht, der Ihnen mit Mord droht. Nach Ihrem Kommentar dürften es wohl die meisten so verstanden haben wie ich:
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/04/15/ethnische-saeuberung/comment-page-3/#comment-11764

    Es geht mir keinesfalls darum, in Ihre Privatsphäre einzudringen, die ich selbstverständlich respektiere. Allerdings bringen Sie diesen Aspekt selber laufend mit ein und betonen seine Bedeutung für die Positionen, die Sie beziehen:
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/05/04/badboll/comment-page-1/#comment-12436

    Nur(!) soweit Ihre persönlichen Äußerungen Relevanz für unsere Diskussion haben und haben sollen, erlaube ich mir, sie auch zu kommentieren:
    “Vielleicht muss ich zuerst eine gesunde Wut entwickeln.”
    Da kann ich Ihnen nur zustimmen, denn gegenüber jemandem, der Sie zu ermorden droht, haben Sie das Recht dazu – und Juden und Israelis müßten nicht länger stellvertretend für Sie in dieser Diskussion und im Nahostkonflkt jene Wut ausleben, die Sie sich selber (bisher) versagen.

    Was Ihre Verschwörungstheorie betrifft, es könne sich bei Jane und mir um ein und dieselbe Person handeln: Ich poste bei HaGalil seit anfang letzten Jahres und Jane postet, schätzungsweise, seit einem halben oder dreiviertel Jahr hier im redaktionellen Teil – d.h. sie müßte mich mindestens ein halbes Jahr vorher erfunden haben, bevor sie selber hier aufgekreuzt ist. Seitdem habe weder ich sie noch sie mich in irgendeiner Diskussion unterstützt… nur um ihr ausgerechnet jetzt Schützenhilfe zu leisten? Ein bißchen viel Aufwand für ziemlich wenig Effekt, finden Sie nicht? Im übrigen dürfte ein Sprachwissenschaftler keine fünf Minuten brauchen, um die Unterschiede zwischen Janes und meinen Texten herauszufinden…

    Auch sehe ich mich keineswegs als Opfer – wie kommen Sie darauf? Ich glaube eher, ein Opfer hätte erhebliche Hemmungen, diese Thematik so offen anzusprechen. Ich kann mir hingegen leisten, so offensiv vorzugehen, weil mich Postings wie die von Ben Zion eigentlich nicht tangieren. Allerdings sieht eben selbst ein Blinder, wie sehr sie andere treffen (sollen), die Diskussionsatmosphäre insgesamt vergiften und dem Ansehen der proisraelischen Sache schaden… Sie könnten mein Engagement also auch unter die Rubrik “Zivilcourage” einordnen.

    In der Hoffnung, daß Sie jetzt nicht auch noch Koshiro, Pat, Klaas van Dieken, Ben Zion usw. für Geschöpfe von Jane gleich/und/oder mir halten und sich selber womöglich für den einzig authentischen Diskussionsteilnehmer, möchte ich Ihnen noch ein letztes Beispiel geben. Wenn sich Pat, die offensichtlich Jüdin ist, auf einer jüdischen Website von einem Klaas van Dieken – keine Ahnung, was der ist… hauptberuflich anscheinend Deutschenhasser – diese gequirlte Sch… anhören muß:

    “wenn Sie die Namen der Diskussionsteilnehmer (“Willo”) nicht richtig wiedergeben können, disqualifiziert Sie sich selber. Sie können wahrscheinlich nicht lesen. Daher dürfen Sie kaum den Inhalt der Beiträge verstehen. Übrigens, wie stand das mit den Nazis in Ihrer Familie? SS? Waffen SS? Gestapo? Oder Widerstand? Danke.”
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/04/15/ethnische-saeuberung/comment-page-4/#comment-11790

    Warum versuchen Sie dann nur Yael (die das, glaube ich, nicht sonderlich nötig hat) vor mir zu schützen, nicht aber Pat vor van Dieken? Ich bitte Sie um eine ernsthafte, aufrichtige Antwort – es interessiert mich wirklich.

    Lieben Gruß, Esther