Die zuständigen Berliner Behörden haben inzwischen zugesagt, sich zukünftig an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten und die seit langem ausstehenden Zahlungen zur Heilversorgung, zumindest im Fall Finkelgruen, zu leisten. Es bleibt nun zu hoffen, dass auch auch jene Überlebenden, die keinen Hungerstreik durchgeführt haben, die ihnen zustehende Unterstützung erhalten…
Peter Finkelgruen erklärte dazu: Am heutigen Tag, den 06.11. 2009, stelle ich mein unbefristetes Fasten ein, das ich am 30. Oktober 2009 begonnen habe. Es war ein Protest gegen das Verhalten des Entschädigungsamtes Berlin bezüglich der nicht erfolgten Krankenversorgung nach dem BEG und dem Umgang der Behörde mit allen anderen Anspruchsberechtigten.
Ich beende mein Fasten, weil die Berliner Behörden jetzt die Zahlung der seit Jahren ausstehenden Rechnungen und die Heilversorgung der aus Verfolgung resultierenden Leiden zugesagt haben. Ebenso zahlen sie einen symbolischen Betrag für den entstandenen Schaden durch die jahrelang nicht erfolgten Hinweise auf Ansprüche nach dem Bundesentschädigungsgesetz.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland wird nunmehr mit allen zuständigen Behörden des Bundes und der Bundesländer Gespräche aufnehmen, um eine Regelung zu erreichen, die gewährleistet, dass die noch Überlebenden über ihre Ansprüche nach dem §141a BEG regelmäßig informiert werden.
Köln den 6. November 2009
Peter Finkelgruen
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