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Sarrazins willige Vollstrecker

Ein Streifzug durch die Leserkommentare im Netz – ein Lehrstück über Meinungsfreiheit…

Von Ramona Ambs

Die ganze Debatte begann mit einem Interview Thilo Sarrazins mit der Zeitschrift Lettre International. In diesem Interview gab Sarrazin Sprüche zum Besten, die nicht nur ausgesprochen dumm und Menschen verachtend sind, sondern eben auch eindeutig rassistisch. Er schwadronierte von der altdeutschen Arbeitsauffassung der Deutschrussen und von dem 15 % höheren IQ der osteuropäischen Juden, von der Integrationsunfähigkeit der Türken und Araber und von der Größe des deutschen Volkes im Jahre 1939.

Diese Äußerungen wurden dann scharf kritisiert. Die türkische Gemeinschaft forderte den Rücktritt Sarrazins und Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland sagte: “Ich habe den Eindruck, dass Herr Sarrazin mit seinen Äußerungen und seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler wirklich große Ehre macht”.

Wie immer bei solchen Darlegungen gehen die Meinungen der Kommentatoren weit auseinander. Während die einen Sarrazins Äußerungen ganz klar als rassistisch und somit letztlich untragbar kategorisieren, halten andere die Äußerungen lediglich für sprachlich verunglückt, und wieder andere halten Sarrazin für einen mutigen Tabubrecher, der endlich einmal ausspricht, was viele denken, aber nicht zu sagen wagen. Blickt man in den Kommentarbereich der verschiedenen Zeitungen, so muss man feststellen, dass die letzte Gruppe von den Lesern sehr goutiert wird. Denn offenbar brodelt die gequälte deutsche Volksseele und findet ihr Ventil in den Kommentarspalten der verschiedenen Magazine.

Beim Berliner Tagesspiegel schreibt Michael Wolffsohn, dass er sich gerade als Jude für Kramers Äußerungen schämt (warum er gerade auch als Deutscher sich nicht auch noch für Sarrazin mitschämt bleibt sein Geheimnis). Das führt zu viel Beifall und wohlmeinenden Ratschlägen bei der Leserschaft. So empfiehlt ein Leser:

“Ich kann hier nur die in Deutschland lebenden Juden auffordern, sich dort etwas mehr einzumischen und den ZdJ wieder zu einer Institution zu machen, die das Zusammenleben verbessert, nicht es unnötig belastet.”

Ähnliche Leserkommentare findet man auch bei der Welt. Dort nimmt der Vorstandsvorsitzende der Axel-Springer-Stiftung Ernst Cramer die Äußerungen Sarrazins in Schutz. Er schreibt unter anderem:

“Der ehemalige Berliner Senator ist ein Kenner der Situation(…)Die Debatte um eine richtige Einwanderungspolitik in Deutschland und ebenso um die angemessene Reaktion der Zuwanderer ist jetzt entfacht.(…)Für viele auf allen Seiten bedeutet das Umdenken, auf jeden Fall Kompromissbereitschaft. Das trifft übrigens auch für die Juden in Deutschland zu, deren große Mehrheit Immigranten aus der früheren Sowjetunion sind. Auch deren Integration lässt viel zu wünschen übrig. Da bleibt – auch für Stephan Kramer – noch viel zu tun.”

Dem pflichtet ein Leser eifrig bei, der offenbar findet, dass es Juden nichts angeht, was hier in Deutschland debattiert wird:
“Die Äußerungen des Zentralrats der Juden gegen Herrn Dr. Sarrazin sind unsachlich und nicht mehr zeitgemäß. Statt weiter den Weg der Versöhnung und Vertändigung zu betreiben, wird in unverständlicher Weise polemisiert und das auch noch zu einer Sache, die die Juden in Deutschland nicht betrifft.”

In der FAZ beschreibt Holger Appel Sarrazin als couragierten Mann, woraufhin ein Leser bestätigt: “An anderer Stelle wird doch immer nach Zivilcourage gerufen, jetzt hat mal einer den Mumm sich gegen das bundesdeutsche Meinungskartell aufzulehnen und prompt wird er mit einem Berufsverbot belegt.”

In der Süddeutschen Zeitung beschreibt Helga Einecke Sarrazin als Provokateur am falschen Platz. Dahinter wittert so mancher Leser bereits eine jüdisch-amerikanische Verschwörung gegen Sarrazin. Einer fordert: “Ihr müsst vor niemanden Angst haben. weder die USA noch Israel sind in der Lage uns die Wahrheit vorzuenthalten, geschweige denn unseren Gedanken Einhalt zu bieten.
Also liebe SZ trau euch, die Wahrheit ist nicht immer schön, aber dafür Richtig.”

Ein anderer Leser warnt die Zeitung: “(..)mit Lügen und Augenwischerei kann man nur eine Zelt lang Geld verdienen… aber macht nur weiter so, mal sehen wer dann am Ende das Lachen hat…”

Die schlimmsten Leser-Kommentare finden sich aber in den rechten elektronischen Postillen wie den PI-News. Dort hat man einen Kritiker Sarrazins besonders ins Visier genommen. Alan Posener hatte in einem Videokommentar die Originalaussagen Sarrazins verlesen und analysiert.

Das war offensichtlich zu viel inhaltliche Kritik an Sarazin. Denn inhaltlich auseinandersetzen will man sich natürlich nicht. In dem Artikel bei PI-News geht es dann auch ausschließlich darum, Posener zu diskreditieren. So etwas inspiriert dann die Leser zu Kommentaren wie diesen:

“Na hoffentlich kriegt er (Posener) von einem Murat oder Yüksel mal ordentlich eins auf den Hinterkopf; vielleicht wird er dann geheilt von seiner Gutmenschenkrankheit.” Andere Leser stellen seine Adresse ein und einer meint: “Ne also wirklich.. sowas wie der atmet UNSERE Luft weg.. Wäre mal ein Anfang das zu unterbinden..? das ist ein Fortschritt in Sachen Klimaschutz”

Anhand all dieser Kommentare stellt sich eine Frage: Wie kommt es, dass eindeutig rassistische Sprüche so massiv verteidigt werden und Kritiker Sarrazins auf so üble Weise verleumdet und sogar bedroht werden?

Offenbar gibt es hier ein Missverständnis von Meinungsfreiheit. Das Verbreiten rassistischer Statements wie die Sarrazins sollen durch die Meinungsfreiheit gedeckt sein- die Kritik daran aber eben nicht. Anders lassen sich die Kommentare nicht lesen. Hier hat Deutschland noch viel zu tun. Und Sarrazins willige Vollstrecker – um den von Joachim Frank geprägten Begriff noch ein wenig zu etablieren – werden diese Lektion hoffentlich auch noch lernen.

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88 comments to Sarrazins willige Vollstrecker

  • Gutmensch

    Zur Manipulation der Öffentlichkeit trägt aber auch bei, dass Sarrazins antisemitischen und rassentheoretischen Aussagen unerwähnt blieben. Wer sagt, die Intelligenz von Volksgruppen sei erblich bedingt, und die Ostjuden erscheinen ihm intelligenter (nützlicher) als die Türken, der hat also laut Wolfssohn und Co. unangenehme Wahrheiten endlich mal ausgesprochen. Dieses “endlich-wieder-sagen-dürfen” wird uns allen noch ganz schön um die Ohren fliegen, wenn die Bevölkerungsmehrheit weiter aufgemuntert wird, die Lehren aus dem Nationalsozialismus als Denkverbot zu empfinden.

  • Bülobo

    Na ihr Gutmenschen. Hofft wohl auch noch auf milde Herren, wenn die Sharia herrscht. Ob sie es euch danken die Abdul Muhammeds?

  • jim

    Und Sarrazins willige Vollstrecker – um den von Joachim Frank geprägten Begriff noch ein wenig zu etablieren – werden diese Lektion hoffentlich auch noch lernen.
     
    Kann ich nicht glauben, sie werden immer mehr … gegenwärtig.

  • Michal

    Übrigens war das die Privatmeinung Herrn Kramers und wurde nicht vom Zentralrat autorisiert, leider findet das nirgendwo eine Erwähnung.

  • stefan

    nur die dümmsten kälber… sollte bekannt sein.
    wie man sich auf die seite von judenHASSERN (moslems) stellen kann gegen judenFREUNDE (pi) ist lemming-haft

  • Tronnemann

    Ja, ja hauptsache ihr seid die politisch Korrekten und alles darf nur gesagt werden, wenn es euch gefällt und euerem Zentralrat der Juden. Irgendwann werdet ihr aber erkennen, das die Wahrheit siegt.

  • Die Kritik Sarrazins richtete sich eigentlich an die völlig überdimensionierte Migrations- und Integrationsindustrie (siehe Link). Es ist daher auch nicht verwunderlich, daß deren Oligarchen nun auf Sarrazin einschlagen.

  • ts

    “Sarrazins willige Vollstrecker” – oha, jetzt wird gleich in der Überschrift der Marsch geblasen.
    “altdeutsch” – ganz klarer Fall von Rassismus!
    “15 % höheren IQ der osteuropäischen Juden” – es gibt zu dem Thema Publikationen in ausreichender Zahl .. nun, zugegeben, man muß sowas nicht auswalzen. Die kulturellen und naturwissenschaftlichen Leistungen von Juden sind menschheitsgeschichtlich überdurchschnittlich, auf jüdischen Seiten wird mit einigem Stolz (zurecht) Nobelpreisträger jüdischer Herkunft aufgelistet. Unabhängig von vergleichenden Studien deutet sowas auf einen höheren Durchschnitts-IQ als bei anderen Völkern hin. Wie gesagt, man muß das aber nicht auswalzen. Rassistisch ist es für mich nicht.
    “Integrationsunfähigkeit der Türken und Araber” – hat er ihnen keineswegs pauschal abgesprochen!
    “Größe des deutschen Volkes im Jahre 1939″
    gut, 1925 wäre natürlich unbedenklicher gewesen.
    Frage zum Abschluß: Schreiben Sie manchmal für die “taz”?

  • Richie

    Ha ha, tsts. Die TAZ, du meinst den Stürmer für Kindergärtner? Broder ist echt Klasse.
    HE, PI FORDERT BRODER FOR PRESIDENT!

    Meldet euch an!

  • jim

    Na?
     
    Was hab ich gesagt?!
     
    Bitter.

  • Antifo

    Dieses “endlich-wieder-sagen-dürfen” wird uns allen noch ganz schön um die Ohren fliegen, wenn die Bevölkerungsmehrheit weiter aufgemuntert wird, die Lehren aus dem Nationalsozialismus als Denkverbot zu empfinden.

    Korrekt. Man sollte das in der BRD übliche Sakralisieren der Geschichte nicht überreizen. Sonst zieht diese Masche eines Tages nämlich nicht mehr …
    Das mit der “Größe des deutschen Volkes im Jahre 1939″ ist hier ein typischer Fall, mit dem Sarrazin manipulativ in eine bestimmte Ecke gedrängt werden soll. Nicht gerade fein, diese Praxis, Frau Ambs.

  • Shuki

    Der Herr Dr. Sarrazin hat eben einiges zu sagen:
    2008 äußerte Sarrazin Vorschläge, wie Hartz-IV-Empfänger sich für weniger als vier Euro pro Tag ernähren könnten. Weiter pauschalisierte er 2009 den Umgang Arbeitsloser mit Energiekosten: „Hartz-IV-Empfänger sind erstens mehr zu Hause; zweitens haben sie es gerne warm, und drittens regulieren viele die Temperatur mit dem Fenster“.

    Frank schreibt:
    “Ähnlich wie Ralph Giordano, der behauptet, die Muslime in Deutschland genössen publizistischen Artenschutz, um dann hemmungslos auf alles einzudreschen, was etwas mit Mohammed, Mekka und Moschee im Sinn hat. …
    Es gibt keine Redeverbote in Deutschland. Wohl aber gibt es Anstand und Umgangsformen, die zum Beispiel vorsehen, andere nicht herabzusetzen, eigene Urteile zu begründen und sie differenziert vorzutragen.
    Wer sagt, Sarrazins Kritiker beschränkten sich auf Empörung en gros und verweigerten die Auseinandersetzung en detail, der verwischt bewusst den Unterschied zwischen Inhalt und Form. Wie, bitte schön, wäre dem “Argument” wohl sachlich zu begegnen, dass Juden aus Osteuropa die besseren Neuberliner seien, weil ihr IQ – verglichen mit dem deutschen Durchschnitt – um 15 Prozent höher liege?”

    Es ist erschreckend zu sehen, welche Formen das angenommen hat und wie massiv, nicht nur in PI, der Jungen Freiheit, Grüne Pest, Achgut, Entebbe und ähnlichen Publikationen diese fanatischen “Abendländler” sich hochschaukeln. Ist das Antiislamismus oderw as kommt da durch? Was da über den Zentralrat der Juden abgelassen wird ist schon beängstigend.

  • Rita

    Wem nicht entgangen ist, dass Ausdrücke wie “Volksschädling” (A. Hamburger, Gemeindechef Nürnberg,  über R. Verleger, ehem. Gemeindechef Kiel) wieder eingeführt wurden und jede Beleidigung beklatscht wird, solange sie nur “politisch inkorrekt” daher kommt, der darf sich nicht wundern, wenn plötzlich nur noch Hitler, Goebbels und Himmler für alles zuständig sind…

  • Dan

    Endlich mal einer der offen ausspricht was eine Mehrheit der Deutschen inzwischen ohnehin denkt.
    Leute wie Kramer (und Frau Ambs) leben in einer Illusion and denken einer wie Sarrazin stört diese schöne, heile Welt.
    Aber das Gegenteil ist der Fall, wenn wir Dinge verbessern wollen brauchen wir erstmal Menschen die den Finger in die offene Wunde legen und benennen was hier zum Himmel stinkt.
    Leute die lieber den Kopf in den Sand stecken und lieber den Botschafter der üblen Nachricht erschießen wollen statt etwas gegen die Übelkeit zu tun haben wir schon genug!

  • Koshiro

    15%? Mir ist hier nur die Untersuchung von Prof. Lynn bekannt, laut welcher der deutsche Durchschnitts-IQ 107 beträgt. Daten für den durchschnittlichen IQ osteuropäischer Juden sind schwieriger zu bekommen, bewegen sich aber um 110, und nicht bei 123, was den 15% von Sarrazin entsprechen würde. Da wüßte ich doch gerne, wo Sarrazin seine Zahlen herhat.
    Im Übrigen ist es natürlich interessant zu sehen, wie die Islamophoben, die sich bei PI und co. tummeln, plötzlich ganz schnell auch mit übelsten Formulierungen (siehe nur hier “lemming-haft”, schreiben für den “Stürmer für Kindergärtner”) Sarrazins jüdische Kritiker unter Feuer nehmen. Da zeigt sich mal wieder, daß der Philosemitismus dieser Leute nur aufgesetzt ist und nur solange gilt, wie sie “den Juden” als Verbündeten gegen den Islam gebrauchen können.

  • ndunguze

    Leute wie Sarrazins werden Menschen generell nach ihrem “wirtschaftlichen Wert” einschätzen. Er gewährt lediglich einen Blick hinter die sonst verschlossenen Türen mancher Führungsetagen.
    Von “Wohlstandsmüll” sprach einmal ein Nestle’ Manager und meinte Menschen damit.
    Das ist der Nährboden für Variationen in alle Richtungen……
     
    @Jim
    Wann gehen Sie zum Optiker?

  • Robert Schlickewitz

    Liebe, sehr geehrte Frau Ambs,
     
    vielen Dank für Ihren informativen Artikel und die Diskussion, die Sie angeregt haben.
     
    Auf Ihre Frage
    Anhand all dieser Kommentare stellt sich eine Frage: Wie kommt es, dass eindeutig rassistische Sprüche so massiv verteidigt werden und Kritiker Sarrazins auf so üble Weise verleumdet und sogar bedroht werden?
    möchte ich antworten:
     
    Es liegt am weit verbreiteten Unwissen über die eigene deutsche Geschichte und Kultur.
     
    Dank Schulbüchern, Lexika (Brockhaus etc.) und allgemeinen Geschichtswerken weiss eine größere Anzahl von uns Deutschen über den Holocaust (oberflächlich) Bescheid und schämt sich dieser zwölf Jahre mehr oder weniger stark. Und sie hält diese Jahre, 1933-1945, mangels Wissen, für die einzige Schmach in der ansonsten für ruhmreich gehaltenen tausendjährigen Geschichte des eigenen Volkes. Sie, diese größere Anzahl Deutscher, will ferner nicht ihren vermeintlich guten Ruf auf diese wenigen schmachvollen Jahre reduziert wissen, in der falschen Annahme ansonsten über eine blütenweiße Weste zu verfügen.
     
    Wüssten mehr Deutsche etwa darüber Bescheid, dass keine andere europäische Nation soviele Frauen als Hexen verfolgt und ermordet hat wie wir Deutschen, und vor allem so lange (bis 1776 oder sogar länger!), wüssten ferner mehr Deutsche, dass keine europäische Nation in 600 Jahren mehr Sinti, Roma, “Zigeuner”, etc. ermordet hat als unser Volk der Dichter und Denker, wüssten noch mehr Deutsche, dass kein anderes Volk in Europa in den letzten 900 Jahren mehr Juden geschändet, beraubt, gedemütigt und ermordet hat, dann würde wohl eher Einsicht und Stille, Demut und Bescheidenheit aus den Mündern derer zu vernehmen sein, die heute so laut schreien und eine nie dagewesene ‘Größe’ Deutschlands verherrlichen, besingen, zurückwünschen.
     
    Bedanken Sie, und wir alle uns, bei unseren unfähigen Landesregierungen, bei unseren nicht weniger unfähigen Bundesregierungen, die seit Beginn der Bundesrepublik beschlossen hatten, das Volk, uns, für blöd zu halten und uns nur über die Glanzlichter und die ‘Highlights’ unserer christlichen, deutschen Kultur zu informieren.
     
    Wer mehr zu den oben angesprochenen schwarzen Seiten der deustchen Minderheitengeschichte lesen möchte, den verweise ich auf meine inzwischen über vierzig haGalil-Artikel und auf meine Webseite: http://www.sintiromabayern.de
     
    Robert Schlickewitz
     
     
     

  • Antifo

    @ Robert Schlickewitz
    Ihr Ansatz der Volkspädagogik läuft auf staatlich verordnete Geisterbeschwörung und Zeichendeuterei hinaus: Abgötterei, die dem HERRN ein Gräuel ist.
    Lesen Sie hierzu 3. Mose 20, 6.
    Schon Hitler hatte sich dieser Methode mit seinem Erinnerungskult um die “Frontsoldaten” bedient. In Nürnberg am ehem. Reichsparteitagsgelände gibt es noch die Tempel, in denen er als Hohepriester dieses Kultes die Nation verführte.

  • ronny

    es ist ihre meinung herr Robert Schlickewitz,aber ich für mein teil habe hier die nase voll.egal was für problem man anspricht, die ausländer hier verursachen,gleich ist man nazi, gleich wird einem vor die nase gehalten,dass deutsche 5000 jahre lang irgendwelche volksguppen umgebracht haben. ich möchte nur in ruhe leben, aber andauernd habe ich es mit diesen jugendlichen ausländern zu tun. 2 überfälle im laden und  15 sachbeschädigungen in 5jahren . zwischen weinachten und neujahr habe ich dann 6 albaner aus berlin erwischt wie sie mein haus besprüht haben. ich musste mich natürlich als nazi beschimpfen lassen. aber ich lasse mir nicht den mund verbieten.was gesagt werden muss, dass muss gesagt werden. in kanada werde ich auch nicht kanadier ohne englisch sprechen zu können und ohne einen job komme ich nicht mal ins land… sind die auch nazis? und die forderungen seitens der moslemischen einwanderer werden auch immer frecher.(gebeetsraum in schulen,türkisch als spachunterricht gefordert durch ötzimir,verbot von kreutzen in deutschen schulen , bau von moscheen,”heiliger krieg” als vorname für kinder und neuerdings eine moslemischer feiertag als schulfrei).wo hört es auf? kann ich euch sagen… probleme die man nicht lösst, führen zu katastophen.moslems wollen immer einen gottesstaat das steht bei mohamet geschrieben und ungläubige wie wir helfen ihnen so gut es geht, bis wir alle an mohamet glauben oder tot sind…. ich bin kein nazi aber ich möchte nicht in einem moslemischen land leben oder (wieder) in einem land leben, wo ich vorgeschrieben bekomme wer mein freund sein soll oder wer nicht und was ich sagen darf und was nicht. das hatte ich schon mal in der DDR erleben dürfen.bin damal auch auf die strasse  gegangen um mein grundrecht einzufordern und war auch bereit dafür zu kämpfen…

  • Michal

    Sarrazin sprach auch von der “deutschen Unterschicht” und hat nicht nur Araber und Moslems gemeint.
    “Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln. Das gilt auch für einen Teil der deutschen Unterschicht, die einmal in den subventionierten Betrieben Spulen gedreht oder Zigarettenmaschinen bedient hat. Diese Jobs gibt es nicht mehr. Berlin hat wirtschaftlich ein Problem mit der Größe der vorhandenen Bevölkerung.”
     
    Sarrazin ist ein Zyniker, der gern auf Menschen, die seiner Meinung nach nicht “produktiv” sind, herumhackt. Seine Ausfälle gegen Menschen, die von Hartz IV leben müssen, sind ja bekannt. Ich finde ihn als Mensch als eine Katastrophe und würde ihn umgehend auf Hartz IV setzen.
    Nichtsdestotrotz hat er ein Problem angesprochen, daß es nunmal seit Jahrzehnten gibt, die fehlende Integration von Muslimen, die man nicht weg diskutieren kann. Dieses Problem betrifft vor allem die zweite und dritte Generation und nicht die erste. Hier muss man Fragen stellen, wie es dazu gekommen ist. Was ist hier schief gelaufen?
    Falsch wäre es, das alles unter den Teppich zu kehren und Angst zu haben, es könnte als rechtsradikales Gedankengut ausgelegt werden. Nein, das muß es eben nicht, aber man muß diese Probleme ansprechen dürfen, ohne dass es uns Rassisten oder Rechtsradikale in ihrer bekannten Manier abnehmen.
    Probleme löst man nicht in dem man sie verschweigt.

  • Ich war von den mutigen, ehrlichen und auch zutreffenden Aussagen des Burgers Kramer, eines Vertreters einer burgerlich religiosen also ihrem Wesen nach sehr konservativen Gruppe sehr positiv uberrascht.
    Schade, dass er sich schon wieder distaziert.
    Diesem rassistischen Mainstream vom rechten Flugel der SPD bis zu den Nazis der NPD und aehnlicher Verbrecherorganisationen sollten sich alle Humanisten aller religiosen und weltanschaulichen Bekenntnisse entgegenstellen, bevor es wieder zu spaet ist.
     
     
     

  • Michal

    @Antifo
     
    Ihre Gleichsetzung zur Erinnerung an die Shoa mit Hitlers widerlichen Kult disqualifiziert Sie. Ebenso Ihre jüdischen Ausdrücke (Tempel, Hohepriester) und der Verweis auf die Thora, die Sie in diesem Zusammenhang verwenden. Eine Unverschämtheit sondersgleichen.

    Leute wie Sie lösen keine Probleme, sie verstärken sie.  Bei PI sind Sie richtig aufgehoben. 

  • Inan

    @ Stefan
    Ist ja ungeheuerlich. Musel als Judenhasser hinzustellen.

  • @Michal
    Bleiben Sie bitte sachlich.

    Der Hinweis, daß es auffallende Ähnlichkeiten zwischen dem Totenbeschwörungs- und Zeichendeuterkult Hitlers um die “Frontsoldaten” mit der Sakralisierung der deutschen Vergangenheit gibt, ist keine Gleichsetzung der Shoa mit irgendetwas anderem, sondern ein Verweis auf Ähnlichkeiten bei den Methoden zur Manipulation der Massen.

    Im übrigen empfehle ich Ihnen, sich hier nicht als Lehrmeister aufzuspielen, sondern zu hinterfragen, was Sarrazin als ehemaliger Finanzsenator von Berlin eigentlich gesagt hatte. Seine Kritik richtete sich nämlich nicht primär an Türken und Araber, sondern an die Migrations- und Integrationsindustrie, die den Steuerzahler jährlich Unsummen kostet, ohne daß sie irgendetwas bewirkt (siehe Link).

  • Perry04

    Unabhängig von Sarrazins primitiven Art – bei ihm läuft alles auf eine menschliche Kosten- Nutzungsrechnung hinaus, dass ist seine, m. E. nach, unmenschliche Rechnung. Dass er xenophobe Geister (z.B.PI-Stammtischler)  anzieht, wie Licht die Motten, war absehbar.

  • Michal

    @ Antifo
     
    Welche Massen sollen denn wie manipuliert und vor allem wobei? Reden Sie doch mal Tacheles. Es geht um Erinnerungskultur zu der auch die Shoa gehört. Also inwieweit wird die Masse da manipuliert?
     
    Zu Sarrazin habe ich mich klar geäußert.
     
    Michal, die Lehrmeisterin
     
     

  • jim

    Dass er xenophobe Geister (z.B.PI-Stammtischler)  anzieht, wie Licht die Motten, war absehbar.

     
    Die werden immer … gegenwärtiger.
     
    Weiß jetzt nicht, wer den Startschuss gab, wars der 911 oder doch der Walser, dann der Hohmann, die Herman, der Oettinger, uvAm, jetzt der Sarrazin – und der Pöbel wird immer lauter, …

  • Michal

    @Perry, das ist richtig.
     
    Mal ein paar seiner größten Ausfälle.
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-47442.html
     

  • ts

    Ach ja, nochmal zur Überschrift “Sarrazins willige Vollstrecker” – will doch nichts anderes sagen, als daß wer Sarrazin zustimmt, im Geiste ein Nazi ist.

  • Schulamith

    Wer Erna Müller heißt und an seinem Arbeitsplatz ungenehmigt eine Boulette aus der Firmenküche isst, fliegt raus. Thilo Sarrazin muss man heißen. Dann darf man sich als Moralapostel der Hartz-IV-Empfänger inszenieren, und ihnen vorhalten, dass sie sich von 3,76 Euro pro Tag doch locker kerngesund ernähren könnten. Und nichts geschieht. Heißt man Sarrazin, darf man selbst als Sozialdemokrat mit einem der reichsten deutschen Golfclubs kungeln, damit der Club Millionen spart. Und nichts geschieht.
     
    Schließlich ist Sarrazin ursächlich beteiligt an den Problemen im Berliner Stadtteil Neukölln. Als langjähriger Finanzsenator der Regierung trägt er die politische Mitverantwortung dafür, dass das Berliner Schulsystem Kinder mit Migrationshintergrund, aber auch aus sozial schwachen deutschen Familien, lange Jahre vernachlässigt hat. Der Ausbau der Kindergärten wurde erst in jüngster Zeit energisch angepackt. Von Sprachunterricht für Kinder, deren Eltern die deutsche Sprache nur dürftig beherrschen, war stets nur kurz vor Wahlen die Rede. Und angemessener Druck auf die Eltern, den Schulbesuch ihrer Kinder zu kontrollieren, fand nicht statt.

    Dass sich Sarrazin als einer der Mitverantwortlichen dieser Misere schließlich auch noch erheitert hat über die unzureichende Integration und die Bildungsnöte der Opfer dieser politischen Versäumnisse, ist ein Akt unentschuldbarer Arroganz.
    http://www.stern.de/politik/deutschland/bundesbank-sarrazin-haette-gehen-muessen-1514487.html

  • Dan

    >>”Schließlich ist Sarrazin ursächlich beteiligt an den Problemen im Berliner Stadtteil Neukölln.”<<
    Haben Sie den ganzen Artikel eigentlich gelesen? Ich glaube nicht!
    Und entgegen ihrer Behauptung war es Sarrazin der ein hochverschuldetes Berlin wieder auf den rechten Weg brachte!
    Wir brauchen viel mehr fähige Leute wie Sarrazin die die Probleme offen anpacken!
    Von Gutmensch-Gesäusel wird auch keiner satt (oder auch nur einem Migrantenkind geholfen, ich glaube das weiß inzwischen auch der Dümmste)!

  • Koshiro

    @ ts
    Wer Sarrazins Aussagen tatsächlich gelesen und verstanden hat, und ihnen dann noch vollumfänglich zustimmt, ist das auch. Nun ja, “Nazi” ist immer so ein Begriff. Aber das, was Sarrazin in “Lettre” gesagt hat, ist nicht nur rüpelhaft und beleidigend – diese Lesart ist noch viel zu harmlos. Es ist rassistisch, sozialdarwinistisch und verfassungswidrig.
    1.) Wenn Sarrazin erzählt, daß Intelligenz wohl vererblich sei, wenn er der großen Mehrzahl der Türken und Araber aufgrund ihres Türken- und Araberseins “nicht integrationsfähig” seien, wenn er – ich warte immer noch auf den Nachweis – osteuropäischen Juden durchschnittliche IQs von mehr als 120 attestiert, dann ist er rassistisch.
    2.) Wenn Sarrazin sagt, daß sich eine “Schicht” gebildet habe, die sich “auswachsen” müsse, indem man die hohen Geburtenraten eindämme, daß “die Türken Deutschland erobern wie die Kosovaren das Kosovo”, wenn er von der Bevölkerung des Jahres 1939 fabuliert, dann ist er sozialdarwinistisch.
    3.) Und wenn Sarrazin sich ausdenkt, daß man Heiraten bestimmter Ethnien nur noch im Ausland gestatten dürfe, daß man “Zuwanderern” willkürlich die Transferleistungen streichen oder das verfassungsmäßig geforderte Kindergeld abschaffen könne, dann redet er verfassungswidrig.

    Und wenn man einen sozialdarwinistischen Rassisten, der offen verfassungsfeindliche Agitation betreibt, nicht mehr in die Nähe von Nazis rücken darf, wie das Herr Kramer getan hat – wen denn sonst noch, außer dem verbliebenen Häufchen ex-NSDAP-Greise?

  • Robert Schlickewitz

    @Jim
     
    Weiß jetzt nicht, wer den Startschuss gab, wars der 911 oder doch der Walser, dann der Hohmann, die Herman, der Oettinger, uvAm, jetzt der Sarrazin – und der Pöbel wird immer lauter, …
     
    Den Startschuss gab ganz sicherlich der populistische, bayerische CSU-Politiker Franz Josef Strauß, der kein Vierteljahrhundert nach Ende der Shoa, im Jahre 1969, es wagte, öffentlich zu bekennen:
     
    “Ein Volk, das diese wirtschaftlichen Leistungen erbracht hat, hat ein Recht darauf, von Auschwitz nichts mehr hören zu wollen.”
     
    Martin Walsers unrühmlicher Auftritt, bei dem ihm die anwesende kulturelle und politische Elite mit stehenden Ovationen dankte, fand 1998 statt, in Frankfurt bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Martin Walser ist übrigens wie Strauß gebürtiger Bayer.

  • Antifo

    @Michal
    Erinnerungskultur ist keine Kultur, sondern ein Kulturersatz, der ebenso synthetisch ist, wie Süßstoff.

    Reden Sie mal mit Fachleuten. Die werden Ihnen bestätigen, daß sich damit keine Probleme lösen lassen. Mit Besuchen von KZ-Gedenkstätten kann man vielleicht deutsche Jugendliche beeindrucken, aber bei türkischen und arabischen Jugendlichen beißen Sie da auf Granit. Die dort gewonnenen Eindrücke benutzen sie dafür,  alle Deutschen, die ihnen irgendwie widersprechen als “Nazis” zu bezeichnen oder für noch Schlimmeres im Sinne des Shoa-Gedenkens. Ich hatte erst gestern Gelegenheit, mir das von einem Erinnerungsexperten bestätigen zu lassen.

  • Schulamith

    @Dan
     
    glauben Sie doch was Sie wollen. Der Artikel spricht für sich.
     
    Adieu!

  • jim

    Martin Walser ist übrigens wie Strauß gebürtiger Bayer.

     
    Und Gauweiler, erninnerst Dich an München, Marienplatz im 97er Jahr,  Anlass Wehrmachtsausstellung?
     
    Da hab ich wirklich Angst gehabt, da war mir dann echt schlecht.
     
    Apropos, paar Sprüche aus der bürgerlichen Mitte:

     
    “Durchrasste Gesellschaft”, CSU, ebenso wie Forderungen wie: “Flüchtlinge raus”, “Ausländerzuzug auf Null reduzieren”, denn “Deutschland ist kein Einwanderungsland”, sowie “Arbeitszwang für Bettler” oder auch “Erzwingungshaft für Obdachlose” und dazu noch paar ganz besonders dumpfe Sprüche über Lesben und Schwule.
     
    Trotzdem, der 911 hat hier besondere Bedeutung, denk ich, seither gehts exponentiell. Sie träumen von der starken Hand – als Gegenmodell.

  • ts

    “Wer Sarrazins Aussagen tatsächlich gelesen und verstanden hat, und ihnen dann noch vollumfänglich zustimmt, ist das auch.”
    Ja, ist klar.

  • ente

    Liebe PIler, versucht einfach mal euch einige  lange zurückliegende Informationen anzueignen.  Mit in bißchen Mühe findet ihr Scheunenviertel 1923,  Ausweisungen aus Bayern ab 1919 usw. sowie die dazugehörigen Begründungen, ihr werdet erstaunt sein, wie sich die Aussagen ähneln. Es ist heute natürlich eine völlig andere Zeit, daher kann man nicht eins zu eins übersetzen: MeinerMeinung nach WISSEN heute intelligente Menschen , die diese Aussagen tätigen, wo es hinführen soll. Und dies erschreckt mich zutiefst!

  • Dan

    Willkommen in der deutschen Wirklichkeit (Frau Ambs und co)

    http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,654921-2,00.html

    “…The stories of tension between immigrants and non-immigrants abound. Recently, an experienced social worker rang the doorbell at the house of an Arab family on Hermannstrasse in Neukölln. He had come to question the father about the constant beatings his daughter had been subjected to and explain the girl’s rights to the father. An argument quickly erupted, the father threatened the social worker, and because the social worker had a Biblical name, the father called him a “Jewish pig!” Then he said to his son: “Get him!”

    The man ran for his life, running along Hermannstrasse with the son carrying a knife in hot pursuit. It wasn’t until he had reached a busier section of the street that the social worker felt safe again. He was so shocked by the incident that he promptly requested a reassignment to different duties.
    “All I can say is that you should stop whitewashing the world,” says district Mayor Buschkowsky….”

    Genau! Wir brauchen mehr Sarrazins!