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Sabourjian: Ahmadinidschad Opfer eine Kampagne

Die Behauptungen, dass der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinidschad aus einer jüdischen Familie stamme, die zum Islam konvertierte, als er vier Jahre alt war, sei Teil einer „üblen verlogenen Kampagne“, so Menasche Amir, israelischer Iran-Experte…

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 3. Oktober 2009

Obgleich längst im Pensionsalter, sendet Amir beim israelischen Rundfunk täglich auf Persisch nach Iran. Die Kampagne habe, so Amir, Mehdi Khazali, Sohn des konservativen Ayatollah Khazali auf seiner persönlichen Homepage losgetreten und wurde im Internet schon im Januar von verschiedenen Bloggs übernommen.

Amir warf der britischen Zeitung „Daily Telegraf“ handwerkliche Fehler bei der Recherche zu ihrem Bericht über die vermeintliche jüdische Vergangenheit des iranischen Präsidenten vor. So habe dessen voriger Familienname Sabourjian „absolut nichts mit Juden“ zu tun, sagte Amir. Weiter sagte er, dass Khazalis Kampagne gegen den iranischen Präsidenten sogar “antisemitische Züge” trage: „Ahmadinidschad ist inzwischen im Iran derart verhasst, dass dessen vermeintliche jüdische Abstammung zusätzliche anti-jüdische Gefühle schüre.“

Während bisher die vermeintliche jüdische Abstammung Ahmadinidschads nur im Internet durch wenig vertrauenswürdige Bloggs geisterte, hatte die britische Zeitung „Daily Telegraf“ erstmals unter den angesehenen und akzeptierten Medien die Meldung aufgegriffen und sich auf Pressefotos berufen, bei denen Ahmadinidschads Personalausweis zu sehen war. Da wurde entdeckt, dass er ursprünglich „Sabourjiad“ hieß und seinen Namen geändert habe. Daraus wurde dann die falsche Theorie seiner jüdischen Abstammung gestrickt.

Der israelische Rundfunk vermeldete die „Tatsache“, dass Ahmadinidschad als Jude geboren worden sei und dass seine Familie zum Islam konvertierte, am Samstag als Aufmacher. Selbst nachdem Amir dargestellt hatte, dass die Informationen schlecht recherchiert und völlig falsch seien, wurde die Meldung weiterhin in den Rundfunknachrichten gebracht.

Der ursprüngliche Link zu Khazalis Artikel auf seiner privaten Homepage, über die diese Behauptungen in die Welt gesetzt worden sind, ist nicht mehr erreichbar: http://www.drkhazali.com/articles-and-mails/397-1387-11-06-07-27-46.html

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

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