Der 623. Gedenktag für die Schlacht bei Sempach ist friedlich verlaufen. Daran war wohl nicht zuletzt das Wetter Schuld…
Von Benji Epstein
Nicht wie erwartet, ist trotz des Auftritts rechts- und linksextremer Bewegungen die Stimmung an den Feierlichkeiten in Sempach ruhig geblieben. Es gab keine Zusammenstösse zwischen Neonazis und linken Gruppierungen. Es wurden einzig vier Personen des Umfelds der rechtsgerichteten Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) wegen Verstoss gegen das Waffengesetz von der Polizei verzeigt, wie offizielle Stellen berichteten.
Grund für den friedlichen Verlauf war wohl das Wetter. Wegen schlechter Witterung mussten die Feierlichkeiten vom Sempacher Schlachtfeld in die Kirche verlegt werden. Das führte dazu, dass die Feierlichkeiten in der Altstadt für die Polizei leichter zur kontrollieren waren, als auf dem offenen Feld.
Die Rechtsextremen hielten sich während des Festaktes vor der Kirche auf und begaben sich danach zum Schlachtfeld. Die Jungsozialisten (JUSO) führten gegen die Anwesenheit der Neonazis eine bewilligte Gegenkundgebung unter dem Motto “Mit Zivilcourage gegen den braunen Sumpf” durch. Sie warfen den Behörden vor, Rechtsextreme zu dulden. Der Sempacher Stadtrat und der Luzerner Regierungsrat warfen diese Anschuldigungen der Linken zurück. Sie verwiesen darauf, dass es sich um einen öffentlichen Anlass handle, an welchem jeder teilnehmen dürfe.
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