Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) hat mit grosser Betroffenheit den Inhalt der Rede des iranischen Präsidenten Ahmadinejad vor der UN-Folgekonferenz gegen Rassismus in Genf zur Kenntnis genommen. Die hetzerischen Worte des iranischen Präsidenten sind der Konferenz nicht nur unwürdig – sie widersprechen deren Zielen…
Der SIG begrüsst es, dass zahlreiche westliche Staaten den Saal demonstrativ verlassen haben und bedauert es, dass sich die Schweiz diesem Protest nicht anschloss. Der SIG erwartet von der Schweiz zumindest eine klare öffentliche Verurteilung dieser Hetzrede.
Mit grosser Enttäuschung und Irritation hat der SIG das Treffen von Bundespräsident Merz mit Irans Präsidenten verfolgt. Die beiden Präsidenten haben gemäss Mitteilung des EFD am Treffen primär über die bilateralen und wirtschaftlichen Beziehungen der Schweiz und des Irans gesprochen. Eine Kritik an der Position des iranischen Präsidenten in Bezug auf den Holocaust und eine Kritik am wiederholten Aufruf, Israel zu vernichten, war nicht zu vernehmen. Damit erhält die Politik des iranischen Präsidenten eine unnötige Legitimation.
Medienmitteilung des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes vom 20. April 2009
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