Löhne bleiben aus: Generalstreik
in Israel
Seit dem heutigen Mittwochmorgen 6 Uhr herrscht im
öffentlichen Sektor ein Generalstreik aus Protest gegen die Verzögerung der
Lohnzahlung in den örtlichen Behörden, in den religiösen Räten und bei
Feuerwehren. Der Streik umfasst unter anderem Regierungsbüros, die örtlichen
Behörden, den Ben Gurion Flughafen, die Bahn und die Raffinerien...
Rabbiner Yuval Shalo: "Wieder schweigt die Welt – und wir
auch"
Mit unserem Schweigen gegenüber dem Massaker in Darfur verlieren wir das
moralische Recht, im Namen des Holocaust gegen die Gleichgültigkeit der
Menschheit zu protestieren...
Vor einer Wende?: Jahresrückblick Nahost
Ein Schlaganfall veränderte im Januar die politische Landschaft des Nahen
Ostens. Ariel Scharon verfiel ins Koma, aus dem er nicht mehr aufwachen
sollte. Dieser meistgehasste und zugleich als Held vergötterte Politiker
galt als "Vater der Siedlungspolitik" und hatte im August 2005 mit dem
Rückzug aus Gaza dieser Politik ein ideologisches Ende gesetzt...
Schluss mit dem Hass: Ein neues
Zeitalter in Nahost?
"Nach sechs Jahren sinn- und ziellosen Blutvergießens ist die Zeit für einen
Richtungswechsel gekommen", schreibt Hischam Abdel Rasek, ein
palästinensischer Exminister. "Die Palästinenser haben erkannt, dass
Raketenbeschuss israelischer Städte sie nicht weiter bringt, und Israel
verstand, dass es mit einseitigen Schritten keinen Frieden schafft",
formuliert Israels Schriftsteller Amos Oz...
Raketenbeschuss und Waffenstillstand:
Verantwortung und guter Wille?
"Es ist doch klar, dass Mahmoud Abbas den Kämpfergruppen keine Anweisungen
erteilen kann. Deshalb muss Israel jetzt den Waffenstillstand einhalten und
hinnehmen, weiter mit Raketen beschossen zu werden." Ein palästinensischer
Journalist aus Gaza erklärt so die Logik des Abschusses von sechs Raketen
nach Beginn der Feuerpause um 6 Uhr morgens auf Sderot im Süden Israels...
Marketing-Kampagne soll helfen: Israels Image ist
schlecht
Israel will in den kommenden fünf Jahren doppelt so viel Geld für Werbung um
Touristen ausgeben als bisher. Dies ist auch bitternötig: in einem
weltweiten Ranking zum Image von Ländern landete Israel auf dem
schlechtesten Platz...
Doppelzüngigkeit:
Exzessive Kritik vs. exzessive Gewalt
Wenn die UNO und ihre Menschenrechts-Kommission Israel nicht
konkrete Verstöße gegen Menschen- oder Völkerrecht, etwa im Libanonkrieg,
vorwerfen kann, dann besinnt sie sich auf das Verbot maßloser oder
exzessiver Gewalt...
Registrierung in Israel möglich:
Homosexuelle Ehen
Seit Dienstag (21.11.06) können homosexuelle Paare, die im Ausland
geheiratet haben, im israelischen Melderegister als Eheleute eingetragen
werden. Das Oberste Gericht in Jerusalem traf die Grundsatzentscheidung mit
sechs zu eins Stimmen. Nur der Oberste Richter Elyakim Rubinstein stimmte
dagegen...
Erinnerung an einen historischen Besuch:
Zurück zum November 1977
Die Auffassung Sadats, dass der regionale Konflikt größtenteils ein
psychologischer ist, ist noch immer aktuell...
"Menschlichen Schutzschilde"
Die Wurzel des palästinensischen Elends
Am Sonntag war das Flüchtlingslager Jabaliya die Kulisse für
palästinensische Feierlichkeiten. Nein, dieses Mal hatte es kein "Märtyrer"
aus dem Lager geschafft, sich in einem Restaurant voller israelischer
Familien in die Luft zu sprengen...
Herzlich willkommen, Brüder:
Neueinwanderer aus Indien eingetroffen
Fast 50 jüdische Neueinwanderer aus Nordost-Indien sind am Dienstag in
Israel angekommen. Sie gehören zum Stamm "Bnei Menashe", einer der zehn
Stämme Israels, die von den Assyrern vor 2.700 Jahren exiliert wurden. In
den kommenden Tagen werden weitere 166 Neueinwanderer aus Indien erwartet...
Raketen Alarm in Sderot: Nur 20 Sekunden Zeit
zur Flucht
Die größte Gefahr ist nach Ansicht des Lehrerteams an der Grundschule von
Sderot der Umstand, dass beim Aufheulen des Luftschutzalarms, nur 20
Sekunden bleiben um Schutz zu suchen...
Sharansky tritt zurück:
Das Symbol der alten russischen Einwanderung
Das Bild, das Geschichte machte, ist heute schon 20 Jahre
alt: Ein kleinwüchsiger Jude, mit einer Pelzmütze auf dem Kopf, überquert an
einem eisigen Morgen die Glienicker Brücke in Berlin, die zwischen zwei
Welten trennt, der westlichen und der kommunistischen...
Kassam-Beschuss: Sowohl angegriffen wie
verurteilt
Am 16. April 2001 wurde die erste Kassam-Rakete abgeschossen. Experten
untersuchten erstaunt die Überbleibsel dieser ersten Rakete und sagten dann,
sie sei ein primitives Geschoss, das in einer primitiven Metallfabrik
produziert worden war. Handgemacht. Nichts Ernstes...
Israeli durch Raketenbeschuss schwer verletzt: UN-Sprecher: Israel
muss sich verteidigen
Während ihres Besuches in der südisraelischen Stadt Sderot ist die
UN-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour Augenzeugin eines
palästinensischen Qassam-Raketenangriffs geworden. Bei dem Angriff wurde ein
Israeli schwer verletzt...
Demokratie braucht Demokraten: Die deutsche Lehre
Die Befürworter einer Änderung des Regierungssystems in Israel betonen zwei
Punkte: Die Notwendigkeit, die Sperrklausel anzuheben, und den Übergang zum
System regionaler Wahlen, die den Kontakt zwischen den Parlamentariern und
ihrer Wählerschaft stärkt...
Naturschutz:
Am 11.11. in Jerusalem
Hunderte von europäischen Rotkehlchen kamen kürzlich ins
Jerusalemer Vogelobservatorium. Doch die Mitarbeiter und freiwilligen Helfer
hielten insbesondere nach einem besonderen Vogelweibchen Ausschau. Es kam am
Samstag an. Genau wie während seiner letzten beiden Besuche erreichte es
Jerusalem am 11. November und landete auf seinem bevorzugten Baum...
Israel und die NATO: Verständigung mit
Frankreich und Ägypten?
Erst vor zwei Wochen erfuhren wir von einem weiteren
Upgrading der Beziehungen Israel-NATO. Eigentlich ein Grund zum Feiern für
einen winzigen Staat, der seine Beziehungen zu dem stärksten militärischen
Bündnis seit dem römischen Imperium vertieft...
120 Jahre Mercedes: Wo sind die verlorenen
Jahre?
Der Mercedes-Konzern feiert seinen 120. Geburtstag. Durchaus ein Grund zum
Feiern, dachte man sich bei "Kolmobil", dem israelischen Importeur von
Mercedes, und startete in den letzten Wochen eine Kampagne anlässlich des
runden Geburtstags...
Wirtschaft und Staatshaushalt: 302 Milliarden auf der
Waagschale
Das Finanzministerium legte den Vorschlag für den Staatshaushalt 2007 der
Knesset vor. Die hauptsächliche Botschaft: Viel mehr Geld für die
Sicherheit, auf Kosten des Sozialen...
Satirische Einsichten:
Israels Beitritt in die EU
Was sind wir bereit zu tun, um uns der EU anzuschließen? Alles. Wir tun
alles, was Sie
wollen...
Jerusalem:
Terrorist mit Flüssigsprengstoff in Sprengstoffgürtel gefasst
Bereits im Juli wurde am Zahal-Platz in Jerusalem ein Terrorist gefasst, der
einen Sprengstoffgürtel mit Flüssigsprengstoff bei sich hatte, der mit Hilfe
von Metalldetektoren nicht entdeckt werden kann. Dies wurde heute zur
Veröffentlichung freigegeben...
Eine Tote und ein Schwerverletzter:
Palästinensischer Angriff auf Sderot
Sechs Qassam-Raketen wurden heute Morgen (15.11.06) aus dem Norden des
Gazastreifens auf den westlichen Negev abgefeuert. Zwei davon schlugen in
der südisraelischen Stadt Sderot ein...
"Die strategische Tiefe der Palästinenser":
Haniyehs Wahl, sich Teheran anzuschließen
Der Besuch des palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Haniyeh in
Teheran machte seine Wahl deutlich: Keine Wortspiele mehr, und keine Berater
mehr, die eine Bereitschaft zur Flexibilität bei Verhandlungen mit Israel
andeuten, sondern der direkte und vollständige Anschluss an die "Achse des
Bösen" unter der Führung des Iran...
Exkurs: Das jüdische Theater
Der Ursprung des Theaters ist in uralten Kulturen verwurzelt.
Je mehr der Urmensch die Kräfte der Naturbeherrschenden Gewalten kennen
lernte, um so mehr entwickelte er Rituale, um sie sich gefügig und geneigt
zumachen...
40.000 Abtreibungen jährlich: Jeder zweite Abbruch
nicht genehmigt
Nach einem Bericht des israelischen Rundfunks, gibt es in Israel 40.000
Abtreibungen jährlich. In Deutschland gab es im vorigen Jahr 124.000
gemeldete Schwangerschaftsabbrüche. Abtreibungen sind in Israel also ca.
viermal häufiger üblich als in Deutschland...
GLBT-Parade in Jerusalem
Hintergrundartikel zu Judentum, Israel und Homosexualität
Moishe
Hundesohn: Die
schwule Mütze
Moishe rüstet sich für den Herbst in Deutschland...
Die für Freitag 10-11-06 angekündigte Parade vom King-David-Hotel zum Gan
haP'amon (Garten der Freiheitsglocke) wurde verboten. Die Teilnehmer der
Parade dürfen nur innerhalb des abgeschlossenen und scharf bewachten Areals
des Givat-Ram Stadions "demonstrieren". Alternative Kundgebungen sollen von
der Polizei aufgelöst werden Die KaCh-Bewegung hat Hunderte ihrer Anhänger
in die Stadt gerufen, um Anhänger der Parade "hinter die Absperrungen des
Stadions zu treiben". Die Kundgebung soll gegen 11h beginnen und gegen 13h
beendet sein. Als Redner werden u.a. Sami Michael und Zahava Gal-On
erwartet. Es spielt die Jerusalemer Band "haDag Nachasch".
Die Stadt Jerusalem zeigt nach tagelangen Ausschreitungen deutliche Spuren
fundamentalistischer Gewalt. Trotzdem sollen, nach einem Abkommen
zwischen Polizei und Vertretern der Fundamentalisten, alle Eiferer, die
wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung und Körperverletzung verhaftet wurden,
freigelassen werden. Die Chabad-Bewegung feiert ihre Helden inzwischen
frenetisch und sagte zu, sich ruhig zu halten, solange alle "Frevler" (die
Anhänger der Parade) im Stadion bewacht werden. Die Organisatoren der Parade
haben diesen "Kompromiss" dem generellen Verzicht auf jegliche Kundgebung
vorgezogen.
Der israelische Generalsstaatsanwalt Mazuz hat die Position der
Organisatoren der Jerusalemer Gay-Parade gestärkt.
Die israelische
Demokratie müsse die Rechte ihrer Bürger auch gegen fundamentalistische
Drohungen durchsetzen.
Pride in Jerusalem:
Der Kampf um die heilige Stadt
Neben dem Regierungsbeitritt des rechtsextremen Avigdor Liebermann gibt es
wohl kaum ein Thema, das die israelische Gesellschaft in den letzten Tagen
mehr bewegt, als die in Jerusalem geplante Pride-Parade...
Aufruf zum Heiligen Krieg gegen westlichen Liberalismus: "Wir sind bereit zu sterben und zu töten!"
Bei Ausschreitungen gegen die in Jerusalem geplante Kundgebung der
schwul-lesbischen Community, riefen Mitglieder der
fundamental-orthodoxen Bewegung: "Es ist ein Heiliger Krieg! Wir werden
bereit sein, im Namen des Herrn zu sterben"...
Sexuelle Übergriffe:
Alle Mann stur geradeaus
Israel ist geprägt von der chauvinistischen Welt der Armee - doch immer mehr
Frauen wehren sich gegen Anzüglichkeiten und Vergewaltigung...
Umfrageergebnisse zum Rabin Mord: Symptome weisen auf
eine schwere Krankheit hin
Ein Kommentar zu den Umfrageergebnissen zum Rabin Mord (Jedioth): "Es
handelt sich um erschütternde Daten, nicht weniger als das. Die Krankheit
wurde noch nicht diagnostiziert, aber die Symptome weisen auf eine schwere
Krankheit hin...
Die Öffentlichkeit hat festgestellt: Olmert ist am
korruptesten
Fast die Hälfte der Bevölkerung glaubt, dass der Premier korrupt ist. Nach
ihm in der Liste: Liebermann, Peretz, Ishay und Bar-On. Livni, Peres und
Knesset-Vorsitzende Itzik werden als die Ehrlichsten gehandelt...
IDF bereitet sich auf Krieg mit Syrien und Hisbollah vor:
Planungen für den kommenden Sommer
Bei einem Besuch im syrischen Teil der Golan-Höhen sagte der syrische
Informationsminister vergangene Woche, dass Damaskus das strategisch
wichtige Gebiet durch "Widerstand befreien" würde, wenn eine "politische
Lösung" nicht sicherstelle, dass Israel die Golan-Höhen in den kommenden
Monaten räumt...
Kahana Chai Anhänger letzte Woche in Jerusalem
Eine Umfrage zeigt, dass fast 40% der israelischen Bevölkerung die
Orthodoxen mehr als jede andere gesellschaftliche Gruppierung ablehnen. Auf
Rang zwei der "meistgehassten Gruppen" finden sich die Einwanderer aus den
GUS (15%)...
Unifil-Einsatz: Dünne Luft im Luftraum Die israelische Regierung misstraut den
internationalen Truppen und will mit den Flügen über den Libanon Stärke
zeigen. Doch nicht alle Israelis halten dies für hilfreich...
Schlüsselrolle: Angst vor
Syrien Der Waffenschmuggel geht weiter...
Ermittlungen:
Unglück in Beit Hanun
Verirrte Granate ist wahrscheinlich das Ergebnis menschlichen oder
technischen Versagens...
Beit Hanun: Bei
Artilleriebeschuss sterben 18 Zivilisten
Die israelische Armee hat am Mittwochmorgen beim Beschuss der Stadt Beit
Hanun im Gaza-Streifen 18 palästinensische Zivilisten getötet, unter ihnen
vier Frauen und sieben Kinder...
Kazav und andere: Israels Innenpolitik in
Aufruhr
Staatspräsident Mosche Katzav sollte sich bis zur
Entscheidung über eine Anklageschrift aus dem Amt beurlauben lassen. Diese
"Empfehlung" äußerte der Generalstaatsanwalt Meni Masus. Dem liegt eine
dicke Akte vor über zehnfachen Verdacht der Vergewaltigung von untergebenen
Mitarbeiterinnen...
Zu Hannah Arendts 100. Geburtstag: Mensch, Bürger,
Jude
Ihre Kritik an Israel stammte von ihrem großen Engagement für
das jüdische Volk und von ihrer tiefen Solidarität mit ihm. Der unablässige
Versuch, die knifflige Frage, wie man ein Mensch, ein Bürger und ein Jude in
einem sein konnte, in den Griff zu bekommen, war Hannah Arendts Art und
Weise, mit dem Problem der jüdischen Existenz im 20. Jahrhundert zu
kämpfen...
Zum 11.Cheschvan 5756
4.November 1995
Israel Meir haKohen (1838-1933): Der Chafez Chajim
Der als "Chafetz Chaiim" bekannte Rabbiner Israel Meir
haKohen zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten im neuzeitlichen Judentum.
Er wurde am 06-02-1838 in ärmlichen Verhältnissen in Polen geboren...
Zur Halakhah der reinen Rede: Über Gerüchte
und böse Zungen zum Rufmord Das schlechte
Reden über einen Menschen, wird von den Weisen Israels auf das Schärfste
verurteilt. Zahlreiche Abhandlungen und Gesetze befassen sich mit der "boesen
Zunge", der Laschon hara. Gemeint sind ueble Nachrede, Verleumdung,
Verhetzung, Propaganda, geistige Brandstiftung, Anleitung zu Neid,
Missgunst, Zorn, Hass, Blutvergießen...
Aktuelle Halakhah: Die Gesetze zur
"Kränkung durch Worte"
Im Munde und im Herzen sei eins, darum prüfe Dein eigenes
Herz und achte auf Deine Worte! Wisse, dass die Himmelstore für die Tränen
niemals geschlossen sind...
Shitrit appelliert an Olmert: "Nehmen Sie die
saudische Initiative an" Israels Justizminister: "Gerade jetzt muss Kadima beweisen, dass sie den
politischen Weg nicht verlassen hat"...
Je näher der Augenblick rückt, an dem die Gay-Parade stattfinden
soll - desto höher steigt das Ausmaß der Drohungen.
Homophobe Aktivisten: Wir werden bis zu den Häusern der Homos
kommen. Die Polizei bereitet sich auf Ausschreitungen im ganzen Land
vor und warnt: Es wird Menschenleben kosten.
Die Charedim: Wir werden morgen das ganze Land sperren, angesichts
des für übermorgen geplanten Aufmarschs. Orthodoxe haben den
(orthodoxen) Bürgermeister von Jerusalem aus Protest gegen die
Parade angegriffen. Der Bejtar-Sponsor und Milliardär Gaydamek will
sich und sein Vermögen gegen die von ihm als "Ekel" bezeichnete
Parade in Stellung bringen. (M'ariw 0811)
Verschiebungen: Auch die
Linke wird immer rechtsgerichteter
Die Entscheidung von Amir Peretz, dem Beitritt von Avigdor
Liebermann in die Koalition zuzustimmen, zeigt, dass sich die Arbeiterpartei
immer mehr nach rechts anzupassen versucht...
Israel und die Diaspora: Haben wir's
vermasselt?
In der letzten Zeit werden in jüdischen Kreisen der USA immer
mehr Stimmen laut, die mit den Weg, den die israelische Regierung
eingeschlagen hat, nicht einverstanden sind. Dabei taucht im Hintergrund
immer wieder die Frage auf, ob denn Israel wirklich das effektivste Mittel
ist, um die Existenz...
Rabbiner Melchior: "Es gibt
eine tiefe Krise zwischen Israel und den Juden der Diaspora"
Die israelischen Kinder wachsen ohne jedes Bewusstsein dafür auf, dass sie
Teil des jüdischen Volkes sind - so hieß es bei der Sitzung des
Bildungskomitees der Knesset, das sich mit dem Thema "Studien des jüdischen
Volkes in Israel" befasste...
GLBT-Parade in Jerusalem
Hintergrundartikel zu Judentum, Israel und Homosexualität
Jerusalem: "Genug
der Gewalt!" Die Androhung von Gewalt und Mord machen die in Jerusalem geplante
Gay-Parade zu einem sehr viel weit reichenderen Solidaritätsmarsch und
bringt viele Israelis dazu, darüber nachzudenken, wem diese Stadt - zum
Teufel noch mal - gehört.
Gegen die Jerusalemer GLBT-Parade: Fundamentalisten machen
mobil
Der eigentliche Grund für den Libanonkrieg ist die Homosexuellen-Parade, die
für den 10. November 2006 in Jerusalem geplant ist. Davon sind Tausende von
orthodoxen Fundamentalisten überzeugt, die gegen die GLBT-Parade
demonstrierten...
Befürchtungen der Jerusalemer Polizei: Die Gay-Parade könnte in
einem Massaker enden Es wurde zur Sicherung der Teilnehmer oberste Bereitschaft angeordnet,
nachdem immer wieder Hetzpamphlete und Mordausrufe nationalistischer und
fundamentalistischer Kreise aufgetaucht waren...
Teheran marschiert: Bereitet euch
auf den nuklearen Schlag vor Israel ist der einzige Staat der Welt, dessen Existenz seit seiner
Gründung bedroht wird. Vor Kurzem kam die Vernichtungsdrohung des Iran
dazu...
GLBT-Parade in Jerusalem
Hintergrundartikel zu Judentum, Israel und Homosexualität
Politik und Gesellschaft in Israel >>
Ein ganz spezieller Fall?
Die Chance
zum Trans
Zum großen Erstaunen der Soldaten und Offiziere wurde
im Juni 2003 neben der Flagge des Staates Israel die
Regenbogenflagge gehisst. Ort des Geschehens: Eine Marinebasis in
Elat. Anlass: Die Entlassungsparty von Tal Aizik...
Interview mit Eytan Fox:
"Yossi
& Jagger"
Ein berührendes, und auch trauriges, Plädoyer für die
Liebe. Die Akteure sind junge Menschen, die sich in der brutalen
Realität des Libanon-Krieges wiederfinden...
Schwule Soldaten – Schwule Juden:
Homosexualität in der israelischen Armee
In diesen Tagen sind sie oft zu sehen, ob in der
Zeitung oder im Fernsehen: junge Männer und Frauen der israelischen
Armee. In den Medien oft als Aggressoren und Unterdrücker gegen
Palästinenser gebrandmarkt, werden nur selten die wahren
Hintergründe ihres Einsatzes benannt...
Rezensionen:
Der
Garten der toten Bäume
Avnis Buch führt in ein anderes Israel, abseits der
bekannten Orte, Wege und historischen Stätten. In dreizehn Episoden
schildert der junge israelische Autor Yossi Avni das Leben eines
Homosexuellen in Israel...
Obdachlosenheim für homosexuelle
Jugendliche:
"Freiheit" in Tel Aviv Die israelische Tageszeitung Haaretz
veröffentlichte in den letzten Monaten mehrere Artikel, in denen
über die Auseinandersetzungen in der israelischen Gesellschaft über
Homosexualität berichtet wurde...
Entscheidung des Obersten Gerichts:
Steuervorteile für gleichgeschlechtliche Paare in Israel Homosexuelle Paare in Israel werden zukünftig
weitere Steuererleichterungen genießen, darunter Vergünstigungen
beim gemeinsamen Erwerb von Wohnungen. Der Urteilsspruch des
Obersten Gerichts in Jerusalem folgte auf einen Einspruch Adir
Steiners aus Tel Aviv...
Israel 2006: Auf niemand ist
Verlass
Eine Umfrage, die angesichts der bevorstehenden
Sderot-Konferenz durchgefuhrt wurde, enthüllt eine klägliche Lage: Die
Israelis haben kein Vertrauen in die staatlichen Behörden...
Nach Minna Zemach ergab eine Umfrage des Instituts Dahaf,
zum 11. Jahrestag der Ermordung Rabins, dass die Hälfte der Orthodoxen und
der Rechten eine Amnestierung des Rabin-Mörders befürworten. 70% der
Israelis glaubt, das in Israel in absehbarer Zeit mit weiteren politischen
Morden zu rechnen ist. (y-net/msn/haarez)
Heute brauchen wir internationale Intervention: Barak war nicht
Rabins Nachfolger
Ron Pundak erinnert daran, dass uns, drei Tage vor der Ermordung Rabins, ein
Arbeitskonzept vorlag, das als Grundlage zu einem Friedensabkommen hätte
dienen können...
In einer Umfrage des Vereins "Gesher" anlässlich des Gedenktages an die
Ermordung von Itzhak Rabin, stellte sich heraus, dass 47,7% der
Öffentlichkeit der Meinung sind, dass die Loslösung von Gaza die größte
Spaltung im Volk verursacht hat. Als weniger bedeutsam sahen die Befragten
die Ermordung des israelischen Premiers Rabin. Trotzdem sehen immer noch
38,8% der Befragten im Mord an Rabin das Ereignis, das die größte Spaltung
im Volk verursacht hat.
Nach der Umfrage tragen die Politiker die meiste Schuld an der Spaltung im
Volk (42,1%), und nach ihnen die Medien (39,4%).
Der Weg zum Kikar Rabin:
Hoffnung in Oslo 1992/3
Am 12. Juli 1992 tritt die neue Regierung mit Yitzhak Rabin an der Spitze
ihr Amt an. Partner der Arbeitspartei sind Meretz und Schass...
Der Weg zum Kikar Rabin: Den
Frieden zerfetzen durch Terror
Der Februar 1994 war blutiger Auftakt zu noch Schlimmerem. In Rehowoth wurde
ein jüdischer Bauer von einem arabischen Arbeiter ermordet. In Ramalla
ermordet die Hamas den Agenten Noam Cohen. In Hebron erschießt ein Siedler
Betende in der Mosche Awrahams...
Rabins letztes Jahr:
Die Hetze frisst die Hoffnung
Die Demonstrationen des Rechtsblocks, von Likud, über
Nationalreligiöse bis zu Kach-Aktivisten werden immer größer, die Hetze
immer aggressiver und die Gewaltbereitschaft immer bedrohlicher. Rabin wird
gleichzeitig als PLO-Anhänger, Verräter, Geisteskranker, Alkoholiker,
Judenrat, Kapo, SS-Mann und Mörder bezeichnet...
Verleumdung, Hetze und Verachtung: Die Ermordung Rabins
begann mit Worten
Am 4.November 1995, bei Ausgang des
Schabath bewegten sich riesige Menschenmassen in Richtung des Platzes
der Könige Israels. Alle waren von der Hetze der Rechten angewidert und wollten
Premierminister Jizhak Rabin endlich zeigen, dass sie auf seiner Seite stehen...
Russische Einwanderer:
Perestroika im Land der Sabras Es gibt in allen Bereichen der Gesellschaft
Israels Erfolgsgeschichten. Vor allem russische Einwanderer machen in ihrer
neuen Heimat Karriere...
Entführungsgefahr: Journalisten in
Palästinensergebieten
Die Vereinigung der Auslandspresse in Israel hat auf
Bitten des amerikanischen Konsulats in Jerusalem eine dringe Warnung
verbreiten lassen, in das Westjordanland mit "erhöhter Aufmerksamkeit" zu
fahren und den Gazastreifen möglichst ganz zu meiden...
Selbstmordattentat vereitelt: 5 Personen in
Um-al-Fahem verhaftet Polizei und Shabak haben fünf Verdächtige festgenommen, darunter vier
Palästinenser. Es besteht der Verdacht, dass sie an der Planung und
Durchführung eines Selbstmordanschlags in Israel beteiligt waren...
Abkommen Israel- Schweiz: Die Zahl der
Wochenflüge wird auf 17 erhöht
Eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Zahl der Flüge
ausländischer Gesellschaften von und nach Israel...
Gilad Shalit: Baldige Freilassung in
Sicht
Palästinensische Quellen vermuten, es werde bald ein "Deal zur
Freilassung von Gilad Shalit" abgeschlossen werden...
Nach 10 Jahren auf Sendung: Al Dschesira
jetzt auf Englisch
Der Emir von Qatar schwimmt bekanntlich in Geld. Doch anstatt allein dem
Luxus zu fröhnen, oder sich um die in seinem Privatbesitz befindlichen Qatar
Airways zu kümmern, pflegt der Herrscher eines der kleinsten arabischen
Länder ein weltumfassendes Hobby: Al Dschesira...
Politischer Mord:
Libanon am Rande des Bürgerkriegs
"Bitte bestelle schöne Grüße von uns", sagte Fuad Siniora, Libanons
Ministerpräsident, nachdem er von der Ermordung seines Industrieministers
Pierre Gemayel erfahren hatte. Siniora zählte dann die Namen all jener
libanesischen Widersacher Syriens auf, die Opfer von Anschlägen geworden
waren...
Die Bomben von Buenos Aires: Ein V-Mann des BND als
Kronzeuge gegen den Iran
Zum zweiten Mal hat ein argentinischer Staatsanwalt Ende Oktober einen
internationalen Haftbefehl gegen hochrangige iranische Politiker als
angebliche Drahtzieher eines Bombenanschlags in Buenos Aires erlassen...
Staatlicher Schwulenmord geht weiter:
Wieder Hinrichtung im Iran
Im Iran ist wieder ein Mann wegen seiner Homosexualität vor Gericht
gestellt, verurteilt und hingerichtet worden. In der sogenannten
"Islamischen Republik" gilt die Scharia, die die Todesstrafe für
Homosexualität, aber auch Steinigungen von Frauen vorsieht...
Memri: Der
Friedensnobelpreis ist rassistisch
Ein in Europa lebender irakischer Forscher auf Al-Jazeera TV: Der Nobel
Friedenspreis ist rassistisch; Weshalb wurde der Preis an 167 Juden und nur
an 4 Araber verliehen. Der Preis geht zurück auf die Protokolle der Weisen
von Zion...
Unifil-Einsatz: Dünne Luft im Luftraum Die israelische Regierung misstraut den
internationalen Truppen und will mit den Flügen über den Libanon Stärke
zeigen. Doch nicht alle Israelis halten dies für hilfreich...
Schlüsselrolle: Angst vor
Syrien Der Waffenschmuggel geht weiter...
Ermittlungen:
Unglück in Beit Hanun
Verirrte Granate ist wahrscheinlich das Ergebnis menschlichen oder
technischen Versagens...
Beit Hanun: Bei
Artilleriebeschuss sterben 18 Zivilisten
Die israelische Armee hat am Mittwochmorgen beim Beschuss der Stadt Beit
Hanun im Gaza-Streifen 18 palästinensische Zivilisten getötet, unter ihnen
vier Frauen und sieben Kinder...
Verhandelte Gerechtigkeit:
Wiedergutmachung in Bayern und Westdeutschland
Die Wiedergutmachung gehört zu den zentralen Themen in der
Auseinandersetzung der deutschen Nachkriegsgesellschaft mit dem "Dritten
Reich". Ihre Leistungen und Mängel wirken bis heute nach...
Ein Hörbuch von Hannah Arendt: "Wahrheit und Politik"
"Sie war leidenschaftlich moralisch, aber überhaupt nicht
moralistisch, oft provokativ, manchmal auch falsch, aber nie
trivial, nie gleichgültig, nie mehr zu vergessen", so beschrieb Hans
Jonas seine Freundin Hannah Arendt...
Der neue jüdische Almanach:
Jüdische Frauen - Klischee auf zwei Beinen?
Wie immer bietet der Almanach eine große Bandbreite, sowohl geografisch wie
auch historisch, und zeigt dabei Frauen, denen es gelungen ist, "eigene
Lebensentwürfe dem entgegenzusetzen, was ihnen von ihrer Zeit und Umwelt,
von Tradition und Religion vorgegeben wurde"...
Konstanz: Interreligiöser
Stadtführer
Anfang Oktober 2006 ist eine bemerkenswerte Arbeit von Schülern der Klasse
11bc (katholische Religionslehre) des "Ellenrieder-Gymnasium Konstanz" als
äußerst ansprechend gestaltete Broschüre erschienen: "Der interreligiöse
Stadtführer - Wege durch Konstanz", so der Titel, beschäftigt sich auf 79
Seiten mit dem Leben von Juden, Christen, Muslimen und Buddhisten in der
größten Stadt am Bodensee...
Hannah Arendt und Martin Heidegger: Diese
Liebe geht uns nichts an
Die Studentin und ihr Professor: Antonia Grunenberg beschreibt die
philosophische Affäre des Jahrhunderts...
Lustige Kurzgeschichten:
Mensch Meyer!
Mochten Sie Ephraim Kishon? Dann werden Sie auch Goren
Albaharis Geschichten mögen...
Moishe Hundesohn: Malen
für Deutschland
Moishe sorgt sich um die Museen in Deutschland...
Gemeinsames Lernen, Beten und Kennenlernen:
Fünf Jahre Jung und Jüdisch Deutschland
Während des elften bundesweiten Treffens vom 17. bis zum 19.
November 2006 in Heidelberg feiert Jung und Jüdisch Deutschland sein
fünf-jähriges Bestehen. Das vielfältige Programm bietet jungen Juden die
Möglichkeit, gemeinsam in Workshops über Themen wie Liberales Judentum, die
aktuellen Konflikte in Israel, jüdische Identität und die Geschichte des
Judentums zu diskutieren...
Kantorale Solidarität: Dudu Fischer in München
Nach der Eröffnung neuen Hauptsynagoge in München, war eine der ersten
Veranstaltungen ein Solidaritätsabend für Israel...
Heines Romanzero: Historien und
Lamentationen
Mit wenigen Ausnahmen
schrieb ich die Gedichte des Romanzero während der letzten drei Jahre, unter mancherlei körperlichen
Hindernissen und Qualen...
Musikalisch-tänzerischer Dialog: Orientalischer
Tanz und Klezmer-Jazz
Angesichts eines seit Generationen schwelenden Konflikts, der sich
gegenwärtig in grausamsten kriegerischen und terroristischen Akten zeigt,
die kaum mehr Hoffnung auf Frieden zulassen, haben sich die beiden
Künstlerinnen Nirit Sommerfeld und Mouna Sabbagh auf sich selbst besonnen,
auf ihre eigen...
Geld für die Feinde des Geldes: Schon wieder ein
Antisemitismusskandal bei der Hans-Böckler-Stiftung? http://www.diemachtdesgeldes.de/ heißt eine neue
Homepage von StipendiatInnen der Hans-Böckler-Stiftung. Es ist eine Münze
mit einem Dollarzeichen darauf abgebildet. Der Dollar als abstoßendes
Zeichen ist seit langem Symbol eines völkischen Antikapitalismus,
weltweit...
Nach dem größten Massenraubmord der
Geschichte: Ausgeplündert und auf
Almosen angewiesen
Gut ausgestattete Nazi-Erben geben sich von "jüdischem Finanzgebahren"
angewidert und "menschlich enttäuscht" und die Frage, warum denn praktisch
alle jüdischen Organisationen im Deutschland von heute mittellos sind,
stellen sich immer weniger, auch der angeblich "Gutmeinenden". Warum sind
wir angewiesen auf Wohltaten? Kann es sich jemand vorstellen, wie unangenehm
es ist, immer wieder werben, manchmal schon fast betteln und buckeln zu
müssen - und danach trotzdem mit leeren Händen dazustehen? Das gilt auf ganz
besonders beschämende Weise für die Bundesebene. Und eigentlich müssten sich
jene schämen, die uns dort offenbar so gerne so lange zappeln lassen...
Infoveranstaltung und Konzert/Party für haGalil
am 10.11.2006 ab 20:00
ab 21.30 Uhr Konzert mit Egotronic und entrils pop union, im Anschluß Party
mit DJanes Casionero (Bln) und Mr. Ties (Rom)
Veranstalter: Bündnis MadstoP und ak_antifa potsdam
Ort: Jugendclub S13 im Spartakus, Schloßstr. 13 in 14467 Potsdam
Pogrom im November 1938: Kristallnacht Reichskristallnacht, Novemberpogrom, in
NS-Berichten meist: Judenaktion. Reichsweiter Pogrom in der Nacht vom 9./10.
November 1938. Die verharmlosende Bezeichnung ''Kristallnacht'' bezieht sich
auf die überall verstreuten Glasscherben vor den zerstörten Wohnungen, Läden
und Büros...
Abschied — Umzug — Einweihung: Im Herzen der Stadt
angekommen
Ein Umzug hat für den Betroffenen immer zwei Gesichter: Einerseits freut er
sich auf die neue Wohnung, andererseits überkommt ihn Wehmut beim Verlassen
der alten, vertrauten Umgebung. Das ist ganz natürlich. Daher verwundert es
nicht, dass auch die israelitische Kultusgemeinde den Umzug von ihrer...
Die neue Synagoge am Jakobsplatz in München: "Wie schön sind deine
Zelte, Jakob!"
Eine Zikkurat, geht mir als Erstes durch den Kopf, als ich mir den
Architektenentwurf der neuen Synagoge anschaue. Nein, kein anmaßend dem
Himmel entgegenstrebender Turm von Babel...
Bericht vom "Tag der Begegung": Im neuen jüdischen
Zentrum Münchens Wir treffen eine lange Schlange von Menschen, die versuchen die
Sicherheitskräfte zu passieren. Mit Mühe haben wir es geschafft. Die Räume
der neuen Synagoge »Ohel Jakob« (»Zelt Jakobs«) waren überfüllt...
Münchner Jakobsplatz: Ohel J'akow Die Feierlichkeiten zur Eröffnung der neuen
Synagoge Ohel Jakob am Jakobsplatz hat mit dem Umzug der Torah-Rollen aus
der alten Synagoge in der Reichenbachstraße 27 begonnen...
12. November 2006: "Tag der
Begegnung" im Jüdischen Zentrum am Jakobsplatz
Die Münchner Jüdische Gemeinde ist nach 68 Jahren wieder sichtbar ins Herz
der Stadt München zurückgekehrt. Dies wird gefeiert. Mit einem vielseitigen
Programmangebot werden alle interessierten Münchner willkommen geheißen...
Große Herausforderung: Die
Integrationsabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde München
Die nunmehr seit 15 Jahren andauernde Zuwanderung der Juden aus der
ehemaligen Sowjetunion stärkt die Israelitische Kultusgemeinde nicht nur
quantitativ. Die Menschen, die nach München kommen, bereichern das
Gemeindeleben und bringen große Potentiale für das gesellschaftliche Leben
in Deutschland mit...
Jüdische Grundschule: Die
Sinai-Schule der Israelitischen Kultusgemeinde München
Die Sinai-Schule ist eine konfessionelle, staatlich anerkannte Grundschule.
Sie wurde vor 30 Jahren gegründet und unterrichtet etwa 150 Schüler in zwei
Zügen...
Später Fund: Die
Synagogenleuchter von Schnaittach
Zwei von fünfzehn verschollenen Synagogenleuchtern werden dem Jüdischen
Museum Franken in Schnaittach geschenkt...
Zerstörung: Die
"Große Synagoge" in Nürnberg
Die "Große Synagoge" in Nürnberg wurde, auf Initiative des
Gauleiters Streicher und der Staatsbehörden, schon am 10. August 1938
zerstört, nachdem einen Monat früher die Münchner Hauptsynagoge auf "Befehl
des Führers" abgerissen worden war...
"Wie kann man da nicht Kommunist sein?": Ein
Gespräch mit Peter Gingold über Antisemitismus und Befreiung
"Mein politisches Leben begann sehr früh: als ich mit 14 Jahren in die
Gewerkschaftsjugend eintrat. Das war mein erster Schritt zur politischen
Organisierung in der Arbeiterbewegung. Bis dahin war ich sehr religiös
erzogen worden, ging immer mit meinen Eltern in die Synagoge und war selbst
sehr gläubig"...
Am Sonntag verstarb Peter Gingold: Widerstand – ein Leben
lang
Am vergangenen Sonntag ist Peter Gingold nach langer und schwerer Krankheit
in Frankfurt/Main im Alter von 90 Jahren gestorben. Peter Gingold war aktiv
im antifaschistischen Widerstand, kämpfte in der französischen Resistance
gegen die deutsche Besatzung. Als Kommunist aus jüdischem Elternhaus wurde
er nach der Machtübernahme durch die Nazis zur Emigration gezwungen und ging
nach Paris, wohin seine Eltern bereits geflohen waren...
Auf dem Münchner Marienplatz:
Peter Gingold, Bundessprecher VVN/BdA
In der letzten Zeit werde ich öfters gefragt,
was überlebende Opfer des Naziregimes, des Widerstandes und
des Holocaust, zu denen ich gehöre, empfinden, welche
Gefühle ich habe angesichts der erschreckenden Welle von
rassistischer Gewalt, Antisemitismus und Neofaschismus. Da
sage ich: Überlebt haben wir mit der einzigen Aufgabe: Nie
wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Niemand unter uns hätte
sich 1945 es vorstellen können, nicht einmal der schlimmste
Pessimist...
Gebirgsjäger: Unbelehrbare gedenken
noch heute auch der Massenmörder
Alle Jahre wieder, in
Mittenwald trifft sich der Kameradenkreis der Gebirgsjäger
zum gedenken. Inzwischen ist bekannt, auch die Elitetruppe
der Gebirgsjäger hat im zweiten Weltkrieg Verbrechen
begangen...
Begegnung mit dem Judentum: Mit welchem Judentum?
Der Autor, Michael Landgraf, möchte sein Buch "Schalom Martin" für den
Unterricht empfehlen -- ein ziemlich hoher Anspruch. Ob er dem gerecht wird,
mag der Leser nach den nun folgenden Zeilen beurteilen...
Terror aus dem Nahen Osten:
Der Besuch des Roten Prinzen
Als die Deutschen erstmalig mit dem Nahostkonflikt in
Berührung kamen, war Kreativität gefragt. Mit Handschellen, Lösegeld und
Geheimdiplomatie versuchte man, dem Terror zu begegnen...
Was man vom Massenmord gewusst hat: Die Deutschen und
die Judenverfolgung Peter Longerich stellt in seinem Buch die Frage,
was haben die Deutschen gewusst vom Massenmord an den Juden. Und er belegt
auf 448 Seiten, was öffentlich gesagt wurde und was man wissen konnte und
was man nach dem Krieg vorgab nicht gewusst zu haben...
Erinnern, begegnen, Zukunft gestalten: Was bleibt
Jugendlichen in Erinnerung?
Evaluation des Förderprogramms "Begegnungen mit Zeitzeugen –
Lebenswege ehemaliger Zwangsarbeiter"...
Nur ein Vorspiel? Politischer Islam im Milden Westen
Karikaturenstreit - Kofferbomben - Papstrede - Opernschreck - der
politisch-extremistische Islam wurde im vergangenen Jahr zum Dauerbrenner,
leider nicht nur publizistisch...
Michael Wolffsohn:
Endlich Israel kritisieren?
Vom Kopf auf die Füße stellen wollen 25 deutsche "Politologen" die "nicht
ganz einfachen Beziehungen" zwischen Israel und Deutschland. Einen
Paradigmenwechsel forderten sie kürzlich in der "Frankfurter Rundschau". Sie
lehnen "falsch verstandene Rücksichtnahme" auf das heutige Israel ab, wollen
die Freundschaft zum Jüdischen Staat erhalten, doch durch
historisch-existentielle (keineswegs originelle) Zionismus- und nicht nur
tagespolitische Israelkritik "belastungsfähig" gestalten...
Neue Studie: Antisemitismus – verwurzelt
und virulent in Deutschland
Es ist keine sensationelle Neuigkeit, eher die Bestätigung einer bekannten,
traurigen Tatsache: Auch über 60 Jahre nach der Shoa ist der Antisemitismus
in der deutschen Bevölkerung verwurzelt und nach wie vor virulent...
Zu Gast in Sulingen: Türkisch-Deutsche Freundschaft und
Israel
Onur Demirbas hatte in Istanbul neun Stunden Zwischenaufenthalt auf dem Weg
von Frankfurt nach Dubai. Der Anschlussflug von Tel Aviv nach Berlin
bescherte uns zehn Stunden Wartezeit. Onur, türkischer Geschäftsmann aus der
13.000 Seelen-Stadt Sulingen auf dem flachen Land zwischen Bremen und
Hannover, erkannte uns aus dem Fernsehen...
Veranstaltungshinweis für Montag, 4. Dezember:
Denkzeichen an der Universität München
Die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München stellt
der Öffentlichkeit zur Erinnerung an die jüdische Ärztin Dr. med. Else
Sonnemann (15. Mai 1895 bis 25.11.1941) ein Denkzeichen vor, das an die
jüdischen Ärztinnen und Ärzte erinnert, die in München studierten und von
den Nazis und ihren Helfern entrechtet, gequält, vertrieben oder ermordet
wurden...
NPD-Fraktion Sachsen zerfällt weiter: Ermittlungsverfahren wegen
Kinderpornographie
Matthias Paul hat sein Landtagsmandat im sächsischen Parlament niedergelegt,
damit sind von den 12 Abgeordneten, die im September 2004 für die NPD in den
Landtag in Dresden eingezogen sind, nur noch die Hälfte in der Fraktion der
Nazi-Partei – und die laufende Legislaturperiode des Parlamentes ist noch
nicht einmal zur Hälfte um...
Querfront: Angst
vor den Oskars Linkspartei und Wasg wollen fusionieren. Oskar
Lafontaine und andere SPD-Veteranen aus der Wasg blasen zum
nationalbolschewistischen Angriff...
Die Neonazi – Band 'Race War': Kriminelle Vereinigung auf
Bewährung
Ein fragwürdig mildes Urteil aus Stuttgart, wo durchgestrichene Hakenkreuze
strafbar sind. Aber gesungene Nazideologie?...
Chancenlos: Zu hohe
Hürden für Modellprojekt
Zur Ausgestaltung der Modellprojekt-Förderung im neuen Bundesprogramm
"Maßnahmen zur Stärkung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie" erklärt
Monika Lazar (Bündnis 90/Die Grünen), Sprecherin für Strategien gegen
Rechtsextremismus...
Publikationsorgan der "Neuen Rechten":
Anhörung im Landtag Baden-Württemberg
In der vergangenen Woche fand im Stuttgarter Landtag eine SPD-Anhörung zur
Wochenzeitung "Junge Freiheit" statt, die als das wichtigste
Publikationsorgan der sogenannten "Neuen Rechten" gilt. Hierbei wurde die
Gefährlichkeit dieser Zeitung bestätigt...
SPD-Anhörung:
Wochenzeitung Junge Freiheit bleibt
Die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Ute Vogt hat eindringlich vor der
neurechten
Wochenzeitung Junge Freiheit gewarnt. Die Zeitung bleibe gefährlich, auch
wenn sie nicht mehr im Verfassungsschutzbericht des Landes aufgeführt werde,
sagte die SPD Landes- und Fraktionsvorsitzende Ute Vogt bei einer Anhörung
ihrer Fraktion...
Die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte
Knobloch, ist für weitere vier Jahre in ihrem Amt bestätigt worden...
"Nation statt Demokratie":
Wenn die 'Junge Freiheit' das Gespräch sucht...
Nach mehrjährigem Probebetrieb in Freiburg zunächst in
Potsdam, dann in Berlin installiert, liefert die "Junge Freiheit"
wöchentlich Recycling-Produkte aus der sogenannten "Konservativen
Revolution" der 20er und 30er Jahre. Aus dem Angebot dieser heterogenen
politischen Strömung, die als Einheit zu betrachten in der Forschung nicht
unumstritten ist, bevorzugt die "Junge Freiheit" insbesondere die
"jungkonservativen" Spielart und da neben Ernst Jünger vor allem den
Staatsrechtler Carl Schmitt...
Landsberger Nazi-Ehrenstein: Umgekippt!
Der Ehrenstein für den Terroristen, Bombenleger und Nazi
Albert Leo Schlageter, der bis gestern in Landsberg auf dem Lechufer am
Krachenberg stand, wurde umgeworfen und mit einer kommentierenden Tafel
versehen. Auf der Rückseite des etwa 120 cm hohen und 2 Tonnen schweren
Granitsteins stand zu lesen "dem Helden von Ruhr und Rhein"...
Abgeordnetenhaus von Berlin: Jugendforum denk!mal '07
Das Abgeordnetenhaus von Berlin lädt anlässlich des Gedenktages für die
Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2007 zum Jugendforum denk!mal
'07 ein...
NPD: Da
waren's nur noch acht
Mit zwölf Abgeordneten war die NPD im September 2004 in den Sächsischen
Landtag eingezogen - jetzt sind es nur noch acht. Nach einem geheim
durchgeführten Votum ist Klaus-Jürgen Menzel am 14.11.06 einstimmig aus der
NPD-Fraktion ausgeschlossen worden...
Eine Abrechnung mit der Appeasement-Politik gegenüber Islamofaschisten: "Hurra, wir
kapitulieren"
Zu den wohl bedeutensten Neuerscheinungen gehört Henryk M. Broders "Hurra,
wir kapitulieren – Von der Lust am Einknicken". Broder beweist sich wieder
als messerscharfer Analytiker, der mit spitzer Feder die Dinge beim Namen
nennt und die Realität ungeschminkt unter die Lupe nimmt. Und trotz der
Ernsthaftigkeit des behandelten Themas, verliert der streitbare Autor nie
seine Spritzigkeit...
Der Krieg und die Kritiker: Die
Realität im Nahen Osten als Projektionsfläche
Das Essay handelt von dem Krieg im Libanon, der im Hochsommer
2006 rund 1.200 zivile Tote kostete, und den Reaktionen innerhalb von Teilen
des – im weiteren Sinne – gesellschaftskritischen Spektrums darauf. Es geht
dabei um unterschiedliche Flügel der Linken und der Intellektuellenszene,
jedenfalls desjenigen Spektrums, das selbst den Anspruch erhebt, Kritik an
der bestehenden Gesellschaft zu üben...
"Schweinejournalist, dich kriegen wir": Presse
unerwünscht
Im brandenburgischen Blankenfelde schlugen Neonazis eine
Journalistin zusammen. Rechtsextreme Angriffe auf Journalisten sind keine
Seltenheit...
Kristallnacht:
Gewalt gegen die Münchner Juden im November 1938
Zersplitternde Schaufenster und brennende Synagogen waren
nicht die eigentliche Zielrichtung; die wirkliche Perspektive war physische
Gewalt gegen Menschen, war Mord...
Geschichtlicher Überblick:
Jüdisches Leben in München gestern und heute
Die Quellenlage ist nicht ganz zweifelsfrei, jedoch ist unter Historikern
unbestritten, dass sich in München bereits kurz nach der Stadtgründung 1158
auch Juden ansiedelten....
Geschichte verpasster Gelegenheiten: Jüdisches München
"Vom Mittelalter bis zur Gegenwart" verfolgen die Autoren des Bandes
"Jüdisches München" die Geschichte und Geschichten der Münchner Juden – von
ersten Zeugnissen einer Ansiedlung im frühen 13. Jahrhundert über die
Emanzipation seit der Mitte des 19. Jahrhunderts und die daran anschließende
Vertreibung und Vernichtung durch die Nationalsozialisten bis hin zur
Neugründung der Gemeinde gleich im Juli 1945 und ihrer Fortentwicklung bis
heute...
Leseprobe: Jüdisches München
Natürlich war München nie jüdisch, so wie es etwa katholisch, bayerisch oder
bierselig ist. (...) Dennoch gab es ein "jüdisches München" in dem Sinne,
daß in den letzten beiden Jahrhunderten Menschen jüdischer Herkunft das Bild
der Stadt entscheidend mitgestaltet haben...
Die Reichenbachschul: Die
älteste Münchner Synagoge
Am vergangenen Samstag wurde in der Synagoge in der Münchner
Reichenbachstrasse der letzte G'ttesdienst gefeiert. Am kommenden Wochenende
wird die neue Synagoge am Jakobsplatz eingeweiht...
Ein filmisches Denkmal zur richtigen Zeit: "Der letzte Zug"
Am 9. November, dem Jahrestag der "Reichspogromnacht", wird in den deutschen
Kinos ein neuer Film aus der Produktionsstätte von Artur Brauner anlaufen,
der ein bewegtes und ein bewegendes filmisches Denkmal für die Opfer der
Shoa ist...
Julius Streicher:
Hassen, Hetzen und Verleumden
Man hat den Typ schon irgendwo gesehn, beim Herrenabend, wo dergleichen
Glatzen im Dunst lasziver Lust an Witzen schmatzen, die immer sich ums
Genitale drehn. Ich hör ihn förmlich grunzen: Kenn Sie den?...
Zeitzeugen zum 09.-10.
November 1938
Max Mannheimer: "Kristallnacht" Am 10. November 1938
brannten die Synagogen. Sie brannten in Deutschland. Sie brannten in
Österreich. Sie brannten in der Tschechoslowakei...
Von Nürnberg nach Jerusalem, und nicht zurück: Meir
Schwarz - Porträt eines Nürnberger Juden Eine kleine, untrennbare Wurzel hält ihn an seinen
Geburtsort. Hier trifft er sich mit Jugendlichen, halt Vorträge, spricht
über seine Erfahrungen als "jüdischer Schüler in Nazi-Nürnberg", erforscht
die Geschichte der Synagogen Bayerns...
Ernst Günter Fontheim: Meine
Erinnerungen an die "Kristallnacht"
Was in meinem Gedächtnis für immer haften bleiben wird, ist das Bild der
dicken Rauchsäule, die über der mittleren Kuppel dieser wunderschönen
Synagoge stand und der blutige Kopf dieses unbekannten Juden...
Kampf gegen braune Bedrohung: Mix an
Prävention und Repression erforderlich
Zentralrat erwägt Initiative „Zivilgesellschaft gegen Rechts“...
The Wind of Change: Antisemitismus im
Wandel? Der Antisemitismus scheint ein unverwüstlicher "Evergreen" in der
politischen Giftbox zu sein, und seine miese, misstönende Melodie will
einfach nicht verklingen...
Dr. Dieter Graumann: Der
"neue Antisemitismus“
Die Pest von Antisemitismus ist nicht tot, sondern höchst
lebendig. In den letzten Monaten hat es zu diesem Thema, da es leider so
aktuell ist, große internationale Konferenzen und Erklärungen gegeben...
Back to the fifties: Kirchners
"Berliner Straßenszene"
Das Bild gilt als Schlüsselwerk des deutschen Expressionismus und hing im
Berliner Brücke-Museum. Im Sommer wurde es vom Berliner Senat an eine Erbin
des jüdischen Schuhfabrikanten und Kunstsammlers Alfred Hess restituiert,
die ihren Besitzanspruch geltend gemacht hatte. Seitdem herrscht allerlei
Aufregung und Verbitterung im deutschen Kulturbetrieb...
Picasso unterm Hammer:
Geschichtsprofessor im Bilderstreit
Ach, es ist leicht zu merken: Julius Schoeps, Leiter des
Moses-Mendelssohn-Zentrums für europäisch-jüdische Studien in Potsdam, juckt
die Zunge. So gern würde er etwas zu dem Fall sagen, der ihn wieder in die
Schlagzeilen gebracht hat - aber er darf nicht...
Rechtsextremes Gedankengut findet sich nicht nur am rechten
Rand der Gesellschaft, sondern auch in deren Mitte, quer durch alle
Bevölkerungsschichten, Bundesländer, Generationen und bei den Wählern aller
Parteien. Dies erbrachte eine bundesweite Studie, die im Auftrag der
Friedrich-Ebert-Stiftung...
Mythos oder Realität?
Rechtsextremismus in Lichtenberg
Im Mai 2006 bestimmten Schlagzeilen über die „No-Go Areas“ die deutsche
Medienlandschaft...
Nicht nur Reden - auch Handeln: "Empörung
reicht längst nicht mehr"
Antisemitische und rechtsradikale Attacken haben eine Offensichtlichkeit und
Aggressivität erreicht, die nicht nur mich an die Zeit erinnern, die wir
nach 1933 erleben mussten...
Zur Erinnerung an Paul
Spiegel
(31.12.1937 - 30.04.2006):
Reden im November
Paul Spiegel im November 2004: "Es ist fünf vor zwölf!"
Interview mit Paul Spiegel,
Vorsitzender des Zentralrats der Juden...
Der Aufstand der Anständigen 2000: Paul Spiegels historische Rede
Am 9. November 1989 wurde die Mauer aufgebrochen. Dieses Datum ist deshalb
auch ein Tag der Freude. Es darf aber niemals das Gedenken an den
9. November 1938 verdrängen...
Paul Spiegel als Präsident des Zentralrats
der Juden in Deutschland: Man muss
versuchen breite Bevölkerungsschichten zu sensibilisieren
In seinem Grusswort zum Beginn der haGalil-
Unterstützungsaktion "Sage Nein!", betonte Paul Spiegel, Präsident des
Zentralrats der Juden in Deutschland, dass Rassismus, Antisemitismus und
Rechtsextremismus alle Menschen angehe...
Nicht nur Reden - auch Handeln: "Empörung
reicht längst nicht mehr"
Antisemitische und rechtsradikale Attacken haben eine Offensichtlichkeit und
Aggressivität erreicht, die nicht nur mich an die Zeit erinnern, die wir
nach 1933 erleben mussten...
Antisemitismus, Krieg und Terror im Internet: Cyberwar?
... Warum Hacker-Angriffe für haGalil das kleinere
Übel sind...
Birgit Homburger: Neues Mandat für
Marineeinsatz "Wir wollen als FDP Fraktion wissen, ob die
Bundesregierung bereit ist, sich dafür einzusetzen, dass bei der UN das
Protokoll für den Einsatz der deutschen Marine vor der Küste des Libanon
noch einmal nachgearbeitet wird, das zwischen der UN und Libanon geschlossen
wurde"...
Deutsche Absurditäten: Die Aktualität der
Kritischen Theorie
Der Sammelband "Feindaufklärung und Reeducation – Kritische Theorie gegen
Postnazismus und Islamismus" thematisiert die Notwendigkeit von
Gesellschaftskritik im Zeitalter des "Suicide Bombings" und provoziert die
deutsche Justiz...
Vorüberlegungen zu einer Tagung:
Herrschaft und Antisemitismus in der kapitalistischen Weltgesellschaft
Antijudaismus und Antisemitismus sind mehr und anderes als nur ein
gewöhnliches Vorurteil gegenüber dem Fremden und Anderen, das durch
Aufklärung und Prüfung an der Erfahrung widerlegt werden könnte...
Antisemitismus in Ungarn: Aufruf der 2nd
Generation Jews Hungary
Wir, die Nachkommen der Holocaustüberlebenden und unsere Freunde, beobachten
mit zunehmender Sorge den Antisemitismus in Ungarn und die Politik, die ihn
unterstützt, ihn duldet oder einfach nur wohlwollend wegschaut...
Frankreich: Faschisten beim
Fußball
Französischer Polizist schützt jüdischen Fan und greift in Notwehr zur Waffe
– gegenüber einem aufgebrachten Lynchmob. Eine Bilanz...
Schweiz:
Fans überwacht Polizeiapparate und Polizeibehörden kommen,
wie wir wissen, nicht ohne Feindbilder aus. In Zürich sind es
seit den 80er Jahren vor allem HausbesetzerInnen, Punks und
Hip-HopperInnen, die sich als Blitzableiter anbieten. Dass junge
ausländische und vor allem dunkelhäutige AsylbewerberInnen nicht
fehlen dürfen, versteht sich von selbst...
Kroatien im Zweiten
Weltkrieg und heute:
Interview mit Zeev Milo
Der kroatische Holocaust-Überlebende Zeev Milo, Autor des Buches
"Im Satellitenstaat Kroatien - Eine Odyssee des Überlebens
1941-1945 (2002)" hielt am 2. Mai in Wien einen Vortrag mit dem
Titel "Im Schatten des Dritten Reiches. Verfolgung und
Vernichtung im Ustascha-Kroatien 1941-1945." Im Anschluss daran
führte Ljiljana Radonic folgendes Interview...
Warschau ist nur der Anfang: Der erste
liberale Rabbiner in Polen seit dem Holocaust
"Naczelny rabin" steht stolz auf der Visitenkarte Burt E. Schumans -
Oberrabbiner von Beit Warszawa. Bislang hatten nur die orthodoxen Gemeinden
Polens einen Oberrabbiner. "Aber jetzt bin ich da", freut sich der 58jährige
New Yorker. "Ucze sie dniem i noca" - "Ich lerne Tag und Nacht", beteuert er
und lacht übers ganze Gesicht. Noch klingt das Polnische sehr amerikanisch...
Veranstaltungstipp für Zürich: Combatants for
Peace
Den Teufelskreis der Gewalt überwinden - Der ehemalige israelische Soldat Or
Zvi Tomer und der einstige palästinensische Kämpfer Soulaiman Al-Hamri
berichten von ihren Erfahrungen...
Kein Pogrom, kein Völkermord:
Holocaust-Leugnung in Rumänien
Ion Coja, Chef der Bukarester Filiale der ultranationalistischen
Organisation Vatra Romneasca, leugnet erneut den Holocaust...
Symposium mit Sprengkraft: Suche nach der
Erinnerung
Zum ersten Mal seit 61 Jahren diskutieren Wissenschaftler aus allen Teilen
Südosteuropas gemeinsam über den Holocaust und die Rechtfertigungsideologien
ihrer Gesellschaften. Die Erinnerung an den Holocaust wird in den meisten
Gesellschaften politisch instrumentalisiert...
Globalisierung: Zu viel der guten
Hoffnung
Joseph Stiglitz ist einer, der es besser wissen sollte. Trotzdem schreibt
sich der Professor und ehemalige Berater von Ex-Präsident Clinton, sowie
Chefökonom der Weltbank in seinem jüngsten Werk "Die Chancen der
Globalisierung" den Fortschritt schön - zu schön für einen Insider...
Wenn die Ideologie die Feder führt: Kritische Geschichte?
Alfredo Bauer ist ein Laie, der ein Buch unter dem Titel "Kritische
Geschichte der Juden" veröffentlichte und dieses wahrscheinlich weder der
von einem sachkundigen Lektor noch von einem Historiker hat kontrollieren
lassen...
Lernen aus der Vergangenheit: Diskriminierung
in Lugano
Unlängst wartete eine israelische Familie in der Halle des
Hotel Albergo Brè Paese am Hauptplatz des Stadtteils Brè in Lugano, das im
Süden der Schweiz liegt...
Schulsport in der Synagoge: "Sprengt die Synagoge
in Posen!"
In der Posener Synagoge lernen Grundschüler das Schwimmen.
Seit die jüdische Gemeinde aus dem Schwimmbad ein Zentrum für Judentum,
Toleranz und Dialog machen will, fordert ein Mitglied der regierenden "Recht
und Gerechtigkeit" ihren Abriss...
Quod licet Jovi, non licet bovi: Zweierlei Redefreiheit
Große Stürme der Entrüstung hat das Telefonat zweier
jüdischer Funktionäre in den USA ausgelöst, die das polnische Konsulat
anriefen, um sich zu erkundigen, ob der Historiker Tony Judt dort bei einer
Veranstaltung sprechen werde...
Draskovic und Lieberman: Ein serbischer
Chauvinist im Bund mit der israelischen Rechten
Der serbische Außenminister Vuk Draskovic traf am 6. November zu Gesprächen
mit dem israelischen Ministerpräsidenten Olmert und Außenministerin Livni in
Jerusalem zusammen. Dabei forderte er die israelische Regierung auf, "die
serbische Haltung in der "Kosovo-Frage" zu unterstützen"...
Völkermord auf dem schwarzen Kontinent: Black Box Afrika
Hans Christoph Buchs Reportagen werden von angesehenen Medien
wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Die Zeit, Cicero und Literarische
Welt veröffentlicht, so auch einige der Artikel, die der Verlag zu Klampen
im schmalen Band "Black Box Afrika / Ein Kontinent driftet ab" publizierte
und der Autor mit zusätzlichen für sein Buch geschriebenen Texten
ergänzte...
Der Konflikt in Darfur: Ausplünderung,
Vertreibung, Völkermord
Der aktuelle Konflikt in Darfur bezeichnet die seit 2003 andauernde
bewaffnete Auseinandersetzung zwischen den in Darfur im West-Sudan (siehe
Karte) ansässigen afrikanischen Stämmen und der Zentralregierung in
Khartum...
Ein Rückblick auf die letzten 2 Monate: Le Pen schlägt neue
ideologische Pflöcke ein
Der Chef des rechtsextremen Front National (FN), Jean-Marie
Le Pen, tritt im Alter von dann fast 79 Jahren noch einmal an, bevor er
voraussichtlich (danach) seine Partei entweder an seine Tochter Marine Le
Pen oder an seinen aktuellen 'Generalbeauftragten' Bruno Gollnisch übergibt.
Aber vorher möchte er wohl gern noch mal richtig auf die Pauke hauen...
"Präsidentschaftskonvent" von Jean-Marie Le Pen: Ein Wochenende beim Front
National
"Ich bin ein altes Krokodil, von dem man im Wasser nur das Auge sieht."
Diesen Vergleich, über dessen Schmeichelhaftigkeit sich streiten lässt, zog
der französische rechtsextreme Politiker Jean-Marie Le Pen am Wochenende
über sich selbst...
Путешествие в Европу в дни праздневств: Аромат
еврейской жизни
Громкие звуки Шофара возвестили об окончании Судного Дня „Жом Кипур“ В
Синагоге Пинкас, рассположенной в центре Праги в окружении восьмидесяти
тысяч имен чешских Жертв Холокоста вместе с датой рождения и днем смерти
отмечали реформистские евреи День Примирения...
Aufzeichnungen aus dem Versteck:
Erlebnisse eines polnischen Juden 1939-1946
Ein einzigartiges Zeitdokument wird nach mehr als sechzig
Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – die Aufzeichnungen eines
jungen Mannes über seine Verfolgung durch die Nazis im deutsch besetzen
Polen...
Heute hat sich die Lage geändert:
Querfront in Ungarn
Die ungarische Gesellschaft wurde seit Jahrzehnten nicht mit
ähnlichen rechtsextremistischen Phänomenen konfrontiert. Zwar kam es während
der letzten 16 Jahren vor, dass Redner und Teilnehmer von Demonstrationen
antisemitische Parolen skandierten, doch solche Demonstrationen hatten nur
wenig Zuspruch...
Israel und der Shabbes-Goj: Indymedia
Austria betreibt antisemitische Agitation
Am 12. November stellte Indymedia Austria einen Text voll mit
antisemitischen Zuschreibungen, die explizit auf eine jüdische
Weltverschwörung hinauslaufen, auf ihre homepage. Karl Pfeifer setzt sich
damit auseinander...
Presseschau: Sind
alle Menschen gleich?
Wer diese Tage seriöse österreichische Medien konsumiert wird an den
bekannten Spruch von George Orwell erinnert: "All animals are equal but some
animals are more equal than others"... Die Generation danach: Der
Nationalsozialismus im österreichischen Familiengedächtnis
Das von der Zeithistorikerin Margit Reiter vorgelegte Buch ist eine
Pionierarbeit, die auf lebensgeschichtlichen Interviews gründet, die sie mit
Kindern von Tätern durchführte...
In Kunst und Kultur: Das Bild des Juden
Judaica - eine rumänische Präsenz in Europa...
Karl Kraus und der Nationalsozialismus:
Dritte Walpurgisnacht
Wenn von Karl Kraus’ Verhältnis zum Nationalsozialismus die
Rede ist, wird in der Regel nur der Anfangssatz seiner einschlägigen, posthum
veröffentlichten Schrift: