„Er fehlt uns jeden Tag“

Zum 100. Geburtstag von Max Mannheimer sel. A…

Am morgigen Donnerstag, den 6. Februar 2020, wäre Max Mannheimer sel. A. 100 Jahre alt geworden. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu:

„Max Mannheimer war als Überlebender und Zeitzeuge eine der wichtigsten und lautesten Stimmen gegen das Vergessen in unserem Land; für mich persönlich war er über viele Jahrzehnte ein treuer Freund und Wegbegleiter. Mit seinem unermüdlichen Einsatz für das Gedenken, den zahlreichen Besuchen in Schulen und seiner Fähigkeit, mit Witz und Charme und zugleich sehr bestimmt Missstände zu benennen, war er eine feste Größe weit über München hinaus. Er fehlt uns allen jeden Tag.“

Knobloch betonte außerdem: „Gerade heute, da seine klaren Worte so dringend nötig wären, wird die große Lücke deutlich, die sein Tod im September 2016 hinterlassen hat. Sein Andenken nicht nur zu diesem 100. Geburtstag in Ehren zu halten, bedeutet, sein Engagement fortzuführen – und gemeinsam für eine Verantwortung des Erinnerns und für ein konsequentes ‚Nie wieder‘ zu streiten.“

Aus den Erinnerungen von Max Mannheimer:
„Kristallnacht“
Gestern brannten die Synagogen. Sie brannten in Deutschland. Sie brannten in Österreich. Sie brannten in der Tschechoslowakei. Bestand Gefahr der Ausdehnung des Feuers, wurden sie durch Sprengungen zerstört. Die meisten jüdischen Geschäfte wurden demoliert…

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