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Israels Süden wieder unter Beschuss

Seit heute Morgen wurden aus dem Gazastreifen etwa 250 Raketen auf Israel abgefeuert. Den ganzen Tag über hagelte es Raketen auf die Orte und Städte im Umkreis der Grenze. Hamas und Islamischer Jihad drohten damit, den Beschuss auszuweiten, was im Laufe des Tages auch passierte. Auch in Aschdod und Rehovot wurde Luftalarm ausgelöst, spät am Abend auch in Beer Sheva..

In Kiriyat Gat wurde eine 80jährige Frau durch Schrapnellen schwer verletzt. Sie konnte sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen als eine Rakete in unmittelbarer Nähe einschlug.

In der Eshkol-Region wurde das Wohnhaus einer Familie getroffen, die sich in den Schutzraum geflüchtet hatte.

Die zerstörte Wohnung in der Eshkol-Region, Bild: Israelische Polizei

Die Ängste, die die Bewohner des Südens den ganzen Tag über ausstehen mussten, dokumentiert u.a. ein Video, das eine Familie im Auto aufgenommen hat, die Zeuge eines Einschlages wurde:

Die Zug- und Busverbindungen im Süden wurden heute Abend unterbrochen. Für Morgen ist der Schulunterricht im Umkreis von 40 km zur Grenze ausgesetzt.

Die israelische Armee griff als Reaktion 120 Ziele im Gazastreifen an. Dabei wurde auch ein weiterer Terrortunnel, sowie ein mehrstöckiges Gebäude, das vom Nachrichtendienst der Hamas genutzt wurde, zerstört. Aus Gaza werden zwei Tote gemeldet, darunter eine schwangere Frau und ihr Kleinkind.

Die Eskalation begann gestern mit einem Zwischenfall an der Grenze. Israelische Soldaten auf Patrouille wurden aus Gaza beschossen und verletzt. Israel erwiderte den Beschuss, wobei zwei Palästinenser starben.

Der Islamische Jihad drohte außerdem damit, die Eurovision zu verhindern. Heute trafen die ersten Delegationen ein. Später veröffentlichte der Islamische Jihad ein Video, in dem er droht, den Reaktor in Dimona und den Ben Gurion Flughafen anzugreifen. 

Bild oben: Luftalarm, in den grenznahen Orten bleiben nur 15-30 Sekunden, um sich in die Schutzräume zu flüchten. Bild: IDF