Purim in Bamberg

Am Sonntag, den 24.03.2019 lud die Liberale Jüdische Gemeinde Mischkan-Ha-Tfila Bamberg zu ihrer diesjährigen Purimfeier ein. Dazu hatten sich im mit zahlreichen Purimgirlanden sehr festlich geschmückten Gemeindesaal  am Schillerplatz 14 zahlreiche Gemeindemitglieder und Gäste – viele davon in Purim-Verkleidung – aus ganz Franken eingefunden…

Von Israel Schwierz 

Rabbinerin Dr. Deusel mit Dr. Theo Wettach

Zu Beginn der Feier ertönten mehrere israelische Purimlieder aus dem Lautsprecher, bevor das geistliche Oberhaupt der Gemeinde, die als Burgfräulein sehr  schön verkleidete Rabbinerin Dr. Yael Deusel das Wort ergriff. Sie begrüßte alle Anwesenden sehr herzlich und las dann aus einer von ihr selbst gefertigten Estherrolle  den Inhalt der Megillat Esther – anschaulich und für alle Anwesenden sehr gut verständlich – vor. Danach erfreuten sich alle an den äußerst schmackhaften Hamantaschen, Borekas und verschiedenen Salaten, die viele Teilnehmer der Feier mit gebracht hatten und die auf Purim-Papptellern serviert wurden, liebevoll dekoriert mit extra Purim-Servietten, sowie auch an Tee, Kaffee, Traubensaft und Wein.

Als alle satt waren, begrüßte die Rabbinerin drei Vertreter von RIAS Bayern – Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus – die eigens zur Purimfeier nach Bamberg gekommen waren. Die Dame und zwei Herren berichteten über ihre erst seit Jahresbeginn 2019 bestehende Einrichtung und ermunterten die Anwesenden, alle antisemitischen Vorfälle vertrauensvoll an ihre Dienststelle zu melden, die ihnen dann so gut wie nur möglich Hilfe zukommen lassen würde, was ja normalerweise nicht immer üblich ist.

Im Anschluss an den Vortrag der Vertreter von RIAS las unsere Kindergärtnerin Frau Tischer noch einmal  aus einer von ihr mitgebrachten kindgerechten Megillat Esther den Inhalt der Purim-Geschichte vor, an der sich alle Anwesenden durch Klatschen und Zurufe aktiv beteiligten.

Viel zu schnell ging unsere Purimfeier ihrem Ende entgegen. Alle Anwesenden waren sich darin einig, dass die Feier sehr gelungen war, und dass Rabbinerin Deusel und allen, die ihr hilfreich zur Seiten standen, tiefster Dank und höchste Anerkennung gebühren.

Photos: Engelbert Braun 

 

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