Die neuen Fernsehtipps

Vom 16. bis 31. März 2019…

Sa, 16. Mär · 00:05-02:00 · 3sat
Assignment – Der Auftrag

Ein schrecklicher Terroranschlag erschüttert Paris. Der CIA-Mann Jack Shaw vermutet einen weltweit berüchtigten Terroristen als Drahtzieher. Schon seit Jahren bringt „Carlos, der Schakal“ Verderben in die Welt. Die Geheimdienste haben ein großes Interesse daran, ihn endlich zur Strecke zu bringen. Shaw arbeitet deshalb mit dem israelischen Geheimdienst Mossad zusammen. Ein unscheinbares Pariser Café wird nach einer Granatenexplosion zum Grab etlicher Zivilisten. Verantwortlich für das Blutbad scheint der weltweit gesuchte Top-Terrorist Carlos Sanchez zu sein, der sich so zum Erzfeind von Jack Shaw macht. Während seiner Jagd nach dem Terroristen entwickelt Shaw mit dem Mossad-Mann Amos eine ausgeklügelte Falle: Mithilfe des US-Navy-Offiziers Annibal Ramirez, der Carlos wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht, wollen sie den KGB auf die Spur des echten Terroristen führen. Aber ist ihr Carlos-Doppelgänger dieser Aufgabe überhaupt gewachsen? Ramirez gerät zunehmend in einen Gewissenskonflikt und entwickelt sich immer mehr zu dem Menschen, den er eigentlich zur Strecke bringen soll. Unterdessen treibt der echte Carlos seine finsteren Pläne weiter voran.

Sa, 16. Mär · 05:15-06:45 · PHOENIX
Zehn Prozent Helden

Der preisgekrönte Regisseur Yoav Shamir begibt sich auf eine unterhaltsame Reise, um zu ergründen, was unter einem Helden zu verstehen ist. Fünf Jahre lang ist er mit der Kamera unterwegs, um die unterschiedlichsten Charaktere zu treffen. Er traf die, deren Arbeit sich ganz um die Helden dreht, er sprach mit Primatologen, Biologen, Neurologen und Genetikern. Er lernte Egoisten kennen, aufrechte Kämpfer, Alltagshelden und Freiheitskämpfer. „Es ist wirklich eine der spannendsten Fragen der Menschheit: ‚Was macht einen Helden aus?‘, denn wenn wir das wüssten, könnten wir mehr von ihnen produzieren!“ – Professor Philip Zimbardo, Stanford Prison Experiment, Verhaltenspsychologe – Stanford University. Was macht einen Helden aus? Was ist Heldentum? Was zwingt jemanden, allen Widrigkeiten zum Trotz, integer zu sein, auch mal gegen den Strich zu agieren und für das zu kämpfen, was als gerecht empfunden wird? Der preisgekrönte Regisseur Yoav Shamir („Defamation“, „Checkpoint“) begibt sich auf eine unterhaltsame und aufschlussreiche Erkundungsreise, um den Begriff „Heldentum“ zu ergründen – und enthüllt dabei auch grundlegende Wahrheiten über die menschliche Natur. Fünf Jahre lang ist Yoav Shamir mit der Kamera unterwegs gewesen, ist von San Francisco nach New York, in den Kongo, über Deutschland nach Südafrika und zurück nach Israel und Palästina gereist, um die unterschiedlichsten Charaktere zu treffen und diesen Fragen nachzugehen: er traf die, deren Arbeit sich ganz um die Helden dreht, die die Helden und ihre Geschichten verwalten; er sprach mit Primatologen, Biologen, Neurologen und Genetikern. Er lernte Egoisten kennen, aufrechte Kämpfer, Alltagshelden, Freiheitskämpfer und zu guter Letzt auch einen gewandelten Helden. Und dann bekam er exklusiven Zugang zu einer revolutionären Verhaltensstudie, durchgeführt von zwei führenden Psychologen: Professor Philip G. Zimbardo (Stanford) und Professor Rony Berger (Tel-Aviv). Wie schon in seinen früheren Filmen führen Yoav Shamirs Fragen und seine Suche nach Antworten zu lustigen, dramatischen und überraschenden Situationen und an Orte, die ihn auch mit harten und verwirrenden Tatsachen konfrontieren. „10% Helden“ wird jeden von uns auf seine Weise erreichen; denn der Film regt an, nachzudenken, wie wir uns selbst verhalten – oder verhalten würden: in unseren Beziehungen, Gemeinden und in der jeweiligen Rolle, die wir im öffentlichen Leben spielen. Der Blick aufs Heldentum lohnt sich, auch Dank faszinierender Einblicke in die menschliche Natur.

So, 17. Mär · 00:45-02:35 · SWR
Nacht über Berlin

Berlin, 1932. Albert Goldmann (Jan Josef Liefers) sitzt als gemäßigter SPD-Abgeordneter im Berliner Reichstag. Nach seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg ist der idealistische jüdische Arzt zum leidenschaftlichen Demokraten geworden, der nur eines will: Nie wieder Krieg! Entgegen seiner pazifistischen Überzeugung lässt er sich von seinem jüngeren Bruder Edwin (Franz Dinda), Mitglied einer radikalen kommunistischen Zelle, zu einem heiklen Kurierdienst überreden. Prompt gerät er in eine Polizeikontrolle und entgeht nur dank der spontanen Hilfe der selbstbewussten Henny Dallgow (Anna Loos) seiner Enttarnung. Die unangepasste Tochter aus reichem Haus ist beeindruckt von dem engagierten Arzt, der den sozial Schwachen hilft und sich als streitbarer Reichstagsabgeordneter für den Fortbestand der jungen und nicht sehr angesehenen Demokratie einsetzt. Henny wiederum macht ihren persönlichen Traum wahr und übernimmt das „Ballhaus“ von dem Juden Matze Belzig (Jürgen Tarrach), der die Zeichen der Zeit erkennt und rechtzeitig nach Amerika emigriert. Als Sängerin, die in ihrem mondänen Etablissement wie selbstverständlich SA-Männer zu ihren Gästen zählt, verkehrt Henny in einer Welt, die den Juden Albert abstößt. Über diese Gegensätze hinweg entwickelt sich jedoch eine große Liebe, die unter keinem guten Stern steht. Im Februar 1933, als die Lage auf den Straßen eskaliert, erfährt Henny vom künftigen Mann ihrer Cousine Uta (Claudia Eisinger), dem den Nazis zugewandten Karrieristen Erhart von Kühn (Sven Lehmann), dass Albert in Gefahr ist. Sie will ihn warnen, doch Albert ist unterwegs zum Reichstag, um einen verwirrten Patienten daran zu hindern, eine Dummheit zu begehen. Jan Josef Liefers und Anna Loos überzeugen als leidenschaftliches Paar, das sich zur falschen Zeit begegnet.

So, 17. Mär · 09:45-10:30 · WDR
48 Stunden in Georgien

Sie kennen sich schon lange und haben zahlreiche Konzerte miteinander gespielt: die Pianistin Khatia Buniatishvili und der Dirigent Zubin Mehta. Dennoch oder gerade deswegen, können sie bei der Probenarbeit offen miteinander umgehen. Ihre Eigenheiten tragen mit dazu bei, dass aus Harmonie nicht Langeweile, aus der Lust an der Perfektion nicht Leblosigkeit wird. Das feine Abstimmen von Klang und Rhythmus bei Einzelproben und gemeinsam mit dem Orchester sollen den Erfolg auch dieses Mal garantieren. Anlässlich des Eröffnungskonzertes für ein internationales Musikfestivals in Tsinandali traten die beiden zum ersten Mal in Georgien, dem Heimatland von Khatia Buniatishvili, auf. Der Film begleitete die beiden Musiker und das Israel Philharmonic Orchestra 48 Stunden lang bei den Proben und der Aufführung von Robert Schumanns Klavierkonzert in a-Moll. Es sind nur 48 Stunden Zeit bis zum Auftritt. Dabei finden Proben und Konzert an unterschiedlichen Orten statt. In der Hauptstadt, in der großen Konzerthalle von Tiflis, wird geprobt, das Konzert ist im zwei Autostunden entfernten Tsinandali unter freiem Himmel geplant. Auf dem Gelände einer ehemaligen Weinkellerei wurde eine offene Konzertbühne errichtet. Hier soll nach der Eröffnung ein Zentrum für klassische Musik entstehen, wo alle zwei Jahre ein Festival mit renommierten und weltbekannten Künstlern und Orchestern stattfindet. Das Problem: Noch sind die Bauarbeiten nicht abgeschlossen, die Handwerker schrauben und verfugen bis zur letzten Minute. Der Film ermöglicht einen so ungewöhnlichen wie unterhaltsamen und spannenden Einblick in die Kunst der Interpretation und in eines der großartigsten Konzerte der Musikgeschichte.

So, 17. Mär · 17:15-17:30 · Das Erste (ARD)
Von Chuzpe und Schmonzes – Jüdischer Witz als Waffe der Wehrlosen?

Im März steht das jüdische Purim-Fest an. Dann heißt es, ähnlich wie im Fasching, verkleiden, trinken, feiern! Witz und gute Laune sind aber nicht nur auf einige Tage im Jahr beschränkt. Jüdischer Humor zieht sich als eine Lebenseinstellung quer durch Alltag, Kultur und Religion. Dabei steht ein schier unerschöpfliches Arsenal an Witzen und Pointen zur Verfügung, das sich über viele Jahrhunderte auch als Selbstverteidigungsstrategie entwickelt hat. Was macht ihn aus, den jüdischen Humor, diese Mischung aus beißender Selbstironie, fatalistischem Galgenhumor und immer wieder Chuzpe, die sympathisch vorgetragene Frechheit. Was bedeutet jüdischer Humor heute? Ist es nur (noch) eine Konstruktion? Eine verblassende Erinnerung? Oder lebt Chuzpe einfach weiter?

So, 17. Mär · 23:10-00:05 · arte
Clara Haskil – Der Zauber der Interpretation

Clara Haskil gilt als eine der größten Klaviervirtuosinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr grenzenlos freies Spiel überzeugte durch eine unglaublich vitale Klangfülle: Dirigenten wie Christian Zacharias, Pianisten wie Michel Dalberto oder Eliane Reyes, Freunde wie Eugène Chaplin und der Maler Michael Garady sowie der Musikkritiker Alain Lompech erinnern sich an ihr Talent und ein Leben, das voller Musik, aber auch voller persönlicher Prüfungen und Drangsal war. Ergänzend zu den Interviews bringen Auszüge aus Clara Haskils Briefen dem Zuschauer ihr bewegtes Leben nahe. Clara Haskil wurde 1895 in Bukarest in eine jüdischen Familie geboren und galt bereits als Dreijährige als Wunderkind. In Wien und Paris studierte sie ab 1903 bei Richard Robert, Gabriel Fauré und Alfred Corot. Als 15-Jährige begab sie sich auf Konzerttourneen nach Frankreich, in die Schweiz und Italien. 1913 blockierten ernste gesundheitliche Probleme – aufgrund von Skoliose musste sie vier lange Jahre ein Gipskorsett tragen – zeitweise ihre Karriere. Nach zahlreichen Konzerten in Europa debütierte sie 1924 in den USA in New York und Boston. Ab 1927 lebte sie wieder in Paris. Im Mai 1942 musste ihr ein Tumor entfernt werden, der auf ihren Sehnerv drückte. Kurz vor der Besetzung Marseilles durch die deutsche Wehrmacht konnte sie sich im November 1942 in die Schweiz absetzen. Erst ab den 50er Jahren konnte sie von ihren Einnahmen leben und sich einen eigenen Flügel leisten. Erst in späteren Lebensjahren wurde sie als überragende Mozart-Interpretin ihrer Generation gefeiert. Clara Haskil starb 1960 in Brüssel an den Folgen eines Treppensturzes. Als Hommage an die unbeirrbare Frau und Künstlerin Clara Haskil sagte Charlie Chaplin auf ihrer Beerdigung: „In meinem Leben traf ich drei Genies: Clara Haskil, die beiden anderen waren Einstein und Sir Winston Churchill.“

Do, 21. Mär · 20:15-21:00 · NDR
mareTV: Israel – Land der drei Meere

In Israel ist es nie weit bis zu einem Meer. Das kleine Land hat 275 Kilometer Mittelmeerküste. Ganz im Süden gibt es einen Zugang zum Roten Meer mit seiner tropischen Artenvielfalt, wilden Delfinen und Korallenriffs. Und im Osten, an der Grenze zu Jordanien, wird der jüdische Staat vom Toten Meer flankiert, einem riesigen Salzsee 428 Meter unter dem Meeresspiegel. MareTV dokumentiert das Leben in dieser faszinierenden Landschaft, erzählt Geschichten von den Menschen, die dort leben. In Israel ist es nie weit bis zu einem Meer. Das kleine Land hat 275 Kilometer Mittelmeerküste. Ganz im Süden gibt es einen Zugang zum Roten Meer mit seiner tropischen Artenvielfalt, wilden Delfinen und Korallenriffs. Und im Osten, an der Grenze zu Jordanien, wird der jüdische Staat vom Toten Meer flankiert, einem riesigen Salzsee 428 Meter unter dem Meeresspiegel. „mareTV“ dokumentiert das Leben in dieser faszinierenden Landschaft, erzählt Geschichten von den Menschen, die dort leben. David Akalai hisst jeden Tag die rote Warnflagge an seinem Strandabschnitt. Er ist Rettungsschwimmer am Toten Meer. Ein wichtiger Job, denn ein Bad im Toten Meer kann selbst bei schönstem Wetter tödlich sein. Rund 30 Menschen kommen hier pro Jahr ums Leben. Nicht etwa weil sie ertrinken, sondern weil sie, irritiert vom ungewöhnlichen Auftrieb, das hochkonzentrierte Salzwasser schlucken. Schon die kleinste Menge davon kann innerhalb von Minuten zu Multiorganversagen führen. Im Kibbuz En Gedi hat die Gärtnerin Anat Ras über Jahrzehnte hinweg ein botanisches Meisterwerk geschaffen. Zwischen der unwirtlichen Wüste und dem Toten Meer verwandelte sie die genossenschaftliche Siedlung in einen Garten Eden. Ständig muss Süßwasser aus einer unterirdischen Quelle auf den Fels hoch gepumpt werden. Und die mittlerweile über 70-jährige Anat muss jeden Morgen fast 400 Beregnungsanlagen in Schwung bringen. Artyom Levitt rettet Korallen. In Eilat am Roten Meer im tropischen Süden Israels betreut er eine Pflegestation für Exemplare, die ihm von Umweltschutzorganisationen oder vom Zoll gebracht werden. Immer wieder versuchen überambitionierte Aquarianer und Hobbytaucher, die bunten Korallen abzuschneiden und in Bottichen oder Tüten mit nach Hause zu nehmen. Das ist verboten. Bei Artyom werden die Wasserlebewesen wieder aufgepäppelt und dann in einem Riff ausgewildert. Tel Aviv nennt sich die „Welthauptstadt der Hunde“. Auf 17 Einwohner kommt hier ein registrierter Hund. Rekord. Ariel Rodstein hat die Hundevernarrtheit der Israelis zu seinem Job gemacht: Er ist Dogwalker, professioneller Gassi-Geher. In seinem Fall Gassi-Fahrer. Denn Ariel ist der Einzige, der sich traut, mit bis zu sieben großen Hunden am Fahrrad quer durch Tel Aviv zu radeln. Burhan Guti ist arabischer Israeli und Kapitän eines kleinen Fischerbootes, mit dem er und zwei Freunde am Strand von Jaffa an der Mittelmeerküste Fischschwärmen nachjagen. Die israelische Küstenfischerei ist in arabischer Hand. Kein einfaches Geschäft: Sie dürfen nicht weit rausfahren, das Seegebiet ist abgesperrt, Patrouillenboote fahren Streife. Israels Konflikte sind auch für die arabischen Fischer ein ganz konkretes tägliches Problem. Dani Tzvi hat freitags immer extrem viel Stress. Er betreibt einen Hummus-Laden mitten in der Altstadt von Jaffa. Und am Freitag, dem Tag vor Sabbat, gehen bis zu 500 Portionen Hummus über seinen Tresen. Der Brei aus Kichererbsen und Sesampaste ist der wichtigste Imbiss für die Menschen im Nahen Osten. Feinstes Fast Food: Die Verweildauer in Danis Laden beträgt nie länger als 15 Minuten. Juden und Araber geben sich bei ihm die Klinke in die Hand. Beim nahrhaften Hummus sind sich alle einig: schmeckt, macht lange satt, ist preiswert und gesund.

Do, 21. Mär · 23:15-00:00 · HR
Der Tempelberg in Jerusalem

Nirgendwo sonst sind Religion, Geschichte und Gegenwart so dramatisch miteinander verflochten wie hier: Der Tempelberg in Jerusalem, mythischer Ort der Menschheitsgeschichte, heiliger Ort für Juden, Christen und Muslime. Geliebt und umkämpft, Brennpunkt des Nahost-Konflikts. Der Tempelberg ist der wichtigste Ort des Judentums und zugleich der drittheiligste Ort für Muslime. Erbittert wird darum gestritten, wer welche Ansprüche auf diesen Ort hat. Archäologen könnten zumindest helfen, religiöse Legende von verbürgter Geschichte, historischen Fakten trennen. Sie fürchten, dass Israel aus der biblischen jüdischen Vergangenheit des Ortes politische, religiöse und territoriale Ansprüche für die Gegenwart und die Zukunft ableitet. So wird jeder Stein, jeder Zugang bewacht und kontrolliert. Das Gelände umfasst nur 14 ha, aber er ist zugleich der größte unbekannte antike Ort des Landes, meint der israelische Archäologe Ronny Reich. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen die Al-Aqsa-Moschee und die Klagemauer, Reste jüdischer Tempel unter Schichten muslimischer Bebauung. Simone Jung fragt alle Seiten: den Großmufti von Jerusalem und den streng gläubigen orthodoxen Juden Jehuda Glick, den israelischen Archäologen Gaby Barkai und den palästinensischen Nazmi Jubeh. Sie besucht mit ihnen die heiligsten Stätten der Juden und der Muslime. Religiöse, politische und historische Deutungen prallen aufeinander. Klar wird: Der Berg ist nicht nur ein historisches und archäologisches Rätsel. Er ist immer wieder ein aktueller, politischer Stein des Anstoßes. Aber kommt es wirklich darauf an, wer zuerst da war? Mit dem Blick auf die Geheimnisse des Tempelbergs stellt der Film eine grundlegende historische Frage von höchster aktueller Brisanz – nicht nur für den Nahostkonflikt: Gibt es ein Verfallsdatum für Geschichte? Eine ganz eigene Antwort gibt im Film der israelische jüdische Tourguide Eran Tzidkijahu, der den Islam studierte, weil er ihn besser verstehen wollte: „Für die einen ist es immer nur der Tempelberg, für die anderen immer nur Al Aqsa. Gibt es etwas dazwischen?“ So fragt er sich heute und hat das Gefühl, auf einer noch lang andauernden Reise der Erkenntnis zu sein. Der Autorin gelingt eine optisch opulente und dennoch analytische Annäherung an einen geheimnisvollen Ort, der die ganze Welt in Atem hält.

Fr, 22. Mär · 00:00-01:35 · HR
Die Oslo Tagebücher

Der Dokumentarfilm, eine internationale Koproduktion, dokumentiert zum ersten Mal, was wirklich bei den geheimen israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen in Norwegen 1992/93 geschah. Der Film erzählt exklusiv aus der Sicht der wichtigsten Akteure, wie es zum Friedensabkommen von Oslo kam, und fragt nach den Ursachen für das Scheitern der darauffolgenden Verhandlungen. Ein packender Politthriller, für den Daniel Sivan und Mor Loushy die ergreifenden persönlichen Aufzeichnungen der damals Beteiligten nutzen konnten. Zudem arbeiten sie wie in ihrem preisgekrönten Film „Censored Voices“ mit noch nie gezeigtem Archivmaterial. Im September 1993 schien Frieden möglich: Israels Ministerpräsident Yitzchak Rabin und Jassir Arafat, Chef der palästinensischen Befreiungsbewegung, gaben sich auf dem Rasen des Weißen Hauses die Hände. Eine historische Geste der Versöhnung: Zwei erbitterte Feinde präsentierten sich als Partner. In einem Grundsatzabkommen, den Oslo-Verträgen, hatten sie sich verpflichtet, gemeinsam eine Lösung des Konflikts zu finden. Unter strikter Geheimhaltung war es in Norwegen ausgehandelt worden, von einer Gruppe mutiger Unterhändler, zwei israelischen Professoren und drei PLO-Mitgliedern. Die ehemals erbitterten Feinde einte die Überzeugung, dass das Blutvergießen auf beiden Seiten endlich gestoppt werden müsse. Der Film erzählt die wahre Geschichte jener Menschen, die damals versuchten, Frieden zu schaffen.
Bild oben: © Bild: HR/rbb/SA’AR YA’Acov, Jassir Arafat und Yitzhak Rabin nach Erhalt des UNESCO-Friedenspreises 1994 in Paris

Fr, 22. Mär · 22:00-23:30 · SWR
Nachtcafé: Jüdisches Leben in Deutschland

Etwa 200.000 Juden leben heute in Deutschland. Doch sie sind nur wenig präsent in der allgemeinen Wahrnehmung. Es gibt jüdische Gemeinden und Synagogen in Deutschland. Außerdem jüdische Kindergärten und Schulen, jüdische Zeitungen und in allen größeren Städten koschere Restaurants. Doch das Wissen über das Judentum geht oft nicht über Klischees hinaus: Schläfenlocken, Kippa und koscheres Essen. Doch was zeichnet Judentum heute wirklich aus? Wie leben Menschen ihr Judentum und wie wichtig ist jungen jüdischen Menschen heutzutage im Alltag ihre jüdische Identität? Wie sichtbar ist das Judentum im deutschen Alltag? Neben Berichterstattung über antisemitische Vorfälle herrschen vor allem viele Klischees und Stereotype. Wo und wie findet das jüdische Leben in Deutschland statt? Und wie steht es um das deutsch-jüdische Miteinander? Den Jugendlichen, der seine Kippa nicht mehr in der Öffentlichkeit trägt, weil er Angst hat, dafür bepöbelt und bespuckt zu werden? Oder die Bewerberin, die fürchtet, aufgrund ihrer jüdischen Abstammung diskriminiert zu werden? Das alles vor dem Hintergrund des schweren historischen Erbes Deutschlands. Findet das jüdische Leben zunehmend verborgen hinter geschützten Mauern von Synagogen statt? Oder sollte ein offener Umgang mit Religion und Traditionen selbstverständlich zum deutschen Alltag gehören? Viele Juden fühlen sich in Deutschland nicht mehr sicher. Immer wieder hört man von judenfeindlichen Beschimpfungen und sogar Angriffen auf offener Straße. Viele Menschen trauen sich nicht mehr, hierzulande offen zu ihrer jüdischen Kultur und zu ihrem Glauben zu stehen. Etwa 200.000 Juden leben heute in Deutschland. Doch sie sind nur wenig präsent in der allgemeinen Wahrnehmung. Es gibt jüdische Gemeinden und Synagogen in Deutschland. Außerdem jüdische Kindergärten und Schulen, jüdische Zeitungen und in allen größeren Städten koschere Restaurants. Doch das Wissen über das Judentum geht oft nicht über Klischees hinaus: Schläfenlocken, Kippa und koscheres Essen. Doch was zeichnet Judentum heute wirklich aus? Wie leben Menschen ihr Judentum und wie wichtig ist jungen jüdischen Menschen heutzutage im Alltag ihre jüdische Identität? Wie sieht das Leben von Menschen mit jüdischer Herkunft in Deutschland aus? Wie viel Akzeptanz gibt es? Und wie viel Miteinander?

Sa, 23. Mär · 17:00-17:15 · BR
Einfach gut leben – Israel

Das Kibbuz Samar ist eine kleine, landwirtschaftliche Kommune in der Arava-Wüste in Israel. Hier werden die Grundbedürfnisse der Bewohner gedeckt, unabhängig davon, ob sie arbeiten oder nicht. Die Grundprinzipien sind absolute Unabhängigkeit und Eigenverantwortung. Doch nach 42 Jahren sind diese Prinzipien an ihre Grenzen gestoßen. Kann ein Grundeinkommen funktionieren, auch wenn wir unseren Nachbarn nicht ganz vertrauen?

Sa, 23. Mär · 18:45-18:50 · MDR
Glaubwürdig: Anke Lefebure

Anke Lefebure ist Mutter von sieben Kindern und mit Leib und Seele Hebamme. Sehr jung – mit gerade mal 20 – bekommt sie ihr erstes Kind in einer großen Geburts-Klinik. Bei allem Glück, Anke ist damals auch entsetzt. Das anonyme Krankenhaus, eine gestresste Hebamme, Neonlicht und Kälte – es war furchtbar …, erinnert sie sich bis heute. So furchtbar, dass Anke Lefebure, die damals noch Erziehungswissenschaft an der TU Chemnitz studiert, beschließt, selbst Hebamme zu werden. Eine Hebamme jedoch, die es schafft, Kinder natürlich und geborgen auf die Welt zu holen! Anke bekommt damals keinen Ausbildungsplatz. Kurz nach dem Mauerfall wurden hierzulande zu wenige Babys geboren. Doch die Idee lässt sie nie los. Fünfzehn Jahre später bewirbt sie sich erneut und wird mit inzwischen 35 angenommen. Jede Geburt und jeder neue kleine Mensch ist für sie ein Gotteswunder. Anke Lefebure ist gläubig. Die 47-jährige gehört zur Jüdischen Gemeinde in Dresden. Sie lebt mit ihrer Familie in Meißen und arbeitet als freiberufliche Hebamme für Hausgeburten.

Mo, 25. Mär · 04:45-05:00 · ZDF
Tel Aviv – Lebensfreude trotz allem

Tel Aviv, Israels Aushängeschild für Lebensfreude und Leichtigkeit, präsentiert sich als westliche Metropole im Nahen Osten, als Berlin am Mittelmeer mit orientalischer Prägung. Aufregend, chaotisch und voller Widersprüche ist Tel Aviv. Die prachtvolle Strandpromenade und die vielen stylishen Bars ziehen Einheimische und Touristen aus aller Welt an. Die Tel Avivis lieben ihre Stadt, auch wenn sie laut und dreckig ist und stinkt und oft ein rauer Ton herrscht. Auch der Schwabe Norbert Hoepfer hat sich für das Leben hier entschieden. Der Putzmeister restauriert Häuser im berühmten Bauhausviertel, der „Weißen Stadt“. Überall in Tel Aviv wird gebaut, 70 Jahre nach der Staatsgründung Israels 1948. Der Schwabe berichtet auch, was er macht, wenn in Tel Aviv wieder einmal die Sirenen heulen. Denn obwohl niemand die Realität in Israel so gut verdrängen kann wie die Tel Avivis, liegt die Stadt doch mitten im Konfliktgebiet. Und wenn die Hamas, wie zuletzt 2014, Raketen aus Gaza schießt und jeder nur 15 Sekunden hat, um in einem Bunker Schutz zu suchen, dann ist sie plötzlich auch hier spürbar, die Angst vor Terror und Krieg. In Jerusalem beten die Leute, in Haifa arbeiten sie, und in Tel Aviv wird gelebt, heißt es in Israel. Und zum guten Leben gehört Matkot, Israels heimlicher Nationalsport. Eine Art Strandtennis, laut und nervig, aber irgendwie macht es auch süchtig, sagt Amnon Nissim. Der 72-Jährige ist Matkot-König und hat sogar ein Museum, durch das er Besucher gern führt, wenn er nicht gerade am Strand ist, wo er – klar – Matkot spielt. Musik an, Kippa auf, und ab geht es mit dem Party-Bus quer durch die Stadt: Orthodoxe Hippies sind so jedes Wochenende in Tel Aviv unterwegs. Ihre Mission: Glaube durch Lebensfreude. Kaum ruhiger geht es im arabischen Stadtteil Jaffa im Laden von Rami Gilucha zu; hier ist nie ein Stuhl frei. Der Barbier ist gläubiger Jude, seine Familie stammt aus Usbekistan. In sein Geschäft dürfen nur Männer, fremde Frauen darf Rami nicht anfassen. Und doch könnte die Mischung seiner Kunden bunter nicht sein: Juden, Araber und Christen, alle schwören auf Ramis Handwerk, und alle wollen in seinem Laden die neuesten Jaffa-Gossips hören. So feiern sie das Leben in Tel Aviv, obwohl – oder gerade weil – sie von Chaos umringt sind.

Mo, 25. Mär · 16:00-16:25 · ARD-alpha
alpha-retro: 1969 – Frauen in Israel

Kurze Einblicke in das Leben von Frauen in Israel. Die porträtierten Frauen in dieser Reportage aus dem Jahr 1969 sind aus unterschiedlichen Gründen nach Israel gekommen und haben verschiedene kulturelle Hintergründe. Vertreterinnen der älteren Generation stehen für den Aufbau des jüdischen Staates, die jüngeren Frauen sind beispielhaft für das Erreichte und die Herausforderungen der israelischen Gesellschaft im Jahr 1969.

Di, 26. Mär · 22:15-23:00 · ZDF
37°: Guter Hoffnung – Eltern werden in drei Religionen

Drei Paare, drei Religionen und ein alles veränderndes Ereignis: Der Film begleitet ein jüdisches, ein christliches und ein muslimisches Paar bei dem großen Abenteuer, ein Kind zu bekommen. Sei es das Ausrufen des Namens in der Synagoge, das Haarescheren in der muslimischen Gemeinde oder die Taufe durch den evangelischen Pfarrer – den drei Paaren gibt ihr Glaube Kraft und Sicherheit und bereichert die Ankunft neuen Lebens durch diese Rituale. „37°“ erzählt von dem Glück, der Vorfreude, aber auch von den Sorgen und den Veränderungen, die diese aufregende Zeit der Schwangerschaft und Geburt begleiten. Die Zuschauer erleben all die Vorbereitungen auf die Zukunft, von der vorerst nur eine vage Vorstellung existiert: der Umzug in die größere Wohnung, das Zusammenschrauben des Babybetts, Gespräche mit der Hebamme, die Namensfindung, die Gebete zu Gott. Dann ist es so weit: die Fahrt ins Krankenhaus, die immer kürzer werdenden Abstände zwischen den Wehen, das gespannte Warten vor dem Geburtszimmer. Die Sängerin Niva (37) und und der Dirigent Omer (46) haben bereits eine kleine Tochter. Gili (4) teilt die Leidenschaft ihrer Eltern für Musik. So laut sie kann, singt sie am Sabbat die hebräischen Lieder. Dass sie inmitten eines sehr arabisch geprägten Stadtteils in Berlin lebt, ist für die jüdische Familie kein Widerspruch. Im Gegenteil: Für Niva ist es ein Glück und Wunder, dass zu den Spielkameraden ihrer Tochter auch palästinensische Kinder gehören. Nun erwartet die Familie mit großer Freude weiteren Zuwachs. Während Niva noch ein bisschen Sorge hat, dass sie wegen des Babys ihrer ersten Tochter nicht mehr genug Aufmerksamkeit schenken kann, steht für Omer fest, dass seine Familie groß werden soll. Voller Stolz steht er eine Woche nach der Geburt seiner zweiten Tochter in der Synagoge und ruft ihren Namen laut heraus. Eine jüdische Tradition, um die Neugeborenen in der Gemeinde willkommen zu heißen. Martha (28), Martin (35) und Mateo (3) packen ihre letzten Sachen in die Kartons. Bald werden sie zu viert sein, und da muss eine größere Wohnung her. Ihr christlicher Glaube gibt ihnen Halt und Sicherheit in dieser Zeit der Veränderung. Dennoch ist gerade bei Martha auch großer Respekt zu spüren. Wird bei der Geburt alles glatt verlaufen? Wie wird ihr erstes Kind Mateo auf das Baby reagieren? Glücklich und erleichtert präsentieren sie ihre Tochter in der Kirche. Nach der Geburt wird Linnea mit einer feierlichen Taufe in die evangelische Gemeinde aufgenommen. Mit einer Wasserwaage misst Ahmed die Liegefläche des Kinderbettchens, das er gerade aufbaut. „Naja, bereit bin ich. Aber ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was man so alles machen muss. Also, wenn sie jetzt um drei Uhr nachts sagt, es geht jetzt los, dann bestell‘ ich am besten erstmal ein Taxi, oder?“ Weam (26) und Ahmed (26) sind schon lange ein Paar, aber sie wirken wie frisch verliebt. Das muslimische Paar erwartet sein erstes Kind. Es ist ein Zeichen ihrer Liebe, aber gleichzeitig kommen Fragen auf: Wird Weam ihr Studium und das Mutterdasein gut miteinander vereinen können? Und was ist mit Ahmed? Was ist mit seinen Träumen und Wünschen? Als die Tochter dann auf der Welt ist, sind die Sorgen und Ängste fürs Erste überstanden. Jetzt gilt es, sie gebührend zu empfangen. Dazu wird mit Familie und Freunden ein großes Fest gefeiert. Dabei werden dem kleinen Mädchen die ersten Haare geschoren und ihr Gewicht in Silber aufgewogen, um es dann einem guten Zweck zu spenden.

Di, 26. Mär · 23:05-00:10 · arte
Nürnberg – Die Prozesse: Albert Speer – Karriere ohne Gewissen

Albert Speer diente Adolf Hitler als Reichsminister für Bewaffnung und Munition und war Hitlers Stararchitekt, plante er doch die neue Hauptstadt Germania in bis dahin unbekannten Dimensionen. Speer stammte aus einer großbürgerlichen Familie, war gebildet und wohlerzogen. Auftreten und Erscheinung widersprachen dem Bild vom Kriegsverbrecher. Speers Verteidigung unterschied sich maßgeblich von der der anderen Angeklagten. Er bekannte sich als Einziger zur Verantwortung für die Naziverbrechen. „Das ist purer Wahnsinn“, sagte sein Anwalt zu ihm, „das wird Sie vermutlich Ihr Leben kosten.“ Doch es ist nicht auszuschließen, dass Speers Bekenntnis zur Mitschuld nur eine geschickte Verteidigungsstrategie war.Der Film von Nigel Paterson beschreibt auf faszinierende Weise den zwiespältigen Charakter dieses Mannes, den viele Alliierte für einen „guten“ Nazi hielten und der sich nach seiner Freilassung einen Namen als Bestsellerautor machte und sich bei Podiumsdiskussionen gerne als „Reichsminister a.D. Professor Speer“ vorstellen ließ.

Mi, 27. Mär · 20:15-21:45 · Das Erste (ARD)
Brecht 1/2

„Ich bin der letzte Dichter der deutschen Sprache, das letzte deutsche Genie.“ Er scheint an Größenwahn zu leiden, der kränkelnde, freche und zugleich schüchterne, vor allem aber sehr begabte Gymnasiast Eugen Berthold Brecht aus Augsburg. Und er hat eine Mission: „Ich werde der Welt zeigen, wie sie ist, aber wie sie wirklich ist.“ So verkündet er es seinen Freunden, Freundinnen und Bewunderern, und sie glauben es ihm. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und auf dem liegen viele Steine. Zuerst gestolpert wäre er fast über einen Schulaufsatz. „Es ist süß und ehrenvoll, fürs Vaterland zu sterben“ – so steht es an der Tafel, und dazu sollen die Schüler sich bekennen. Lebensgefährlicher Unsinn, befindet der Schüler Brecht: „Der Abschied vom Leben fällt immer schwer, im Bett wie auf dem Schlachtfeld.“ So viel materialistische Frechheit lässt den Konrektor toben, Brecht entgeht nur knapp einem Schulverweis. Brechts Freund Caspar Neher hat sich freiwillig gemeldet, aus Neugier, wie er sagt. Er wird an der Westfront verschüttet, ausgegraben und wieder zurückgeschickt ins große Sterben. Brecht schreibt seine „Legende vom toten Soldaten“, der als Leiche ausgegraben und unter Tschindrara wieder an die Front geschleppt wird „wie ein besoff‘ner Aff“. Brecht selber tut nur kurz Kriegsdienst in der Heimat, in einem Lazarett für Geschlechtskranke. Währenddessen schreibt und schreibt er. Die größte Hoffnung setzt er auf seinen „Baal“, das immer wieder überarbeitete Drama vom anarchischen, genusssüchtigen Schriftsteller, der sich rücksichtslos über alle gesellschaftlichen Normen hinwegsetzt und bereit ist, dafür zu zahlen. Jahrelang hat Brecht um Paula Banholzer, seine „Bi“, geworben. Sie ging noch zur Schule. Nun ist sie schwanger. Heiraten dürfen die beiden nicht, ihr Vater ist strikt dagegen. Sie wird das Kind in einem Dorf im Allgäu zur Welt bringen – wegen der Schande – und später dort in Pflege geben. Brecht lernt bald noch eine andere Frau kennen. Die Beziehung mit Marianne Zoff, einer Opernsängerin, entwickelt sich dramatisch. Sie ist seit Jahren schon mit einem Geschäftsmann und Verleger liiert; und Brecht ist rasend eifersüchtig, obwohl er selbst an Bi festhält. „Ich will Timbuktu und ein Kind und ein Haus und ohne Tür und will allein sein im Bett und mit einer Frau im Bett …“. Brecht will alles haben. Und warum? „Mit der Begründung, dass ich nur einmal vorhanden bin!“ Als Marianne ein Kind verliert, das sie von Brecht erwartet, wittert er Verrat und verflucht sie. Sie heiraten, als sie wieder schwanger ist. Brecht hat die Spielfläche seiner Jagd nach Erfolg längst von Augsburg nach München verlegt, aber er weiß, dass alle Karrieren in der Reichshauptstadt entschieden werden. Berlin jedoch erweist sich als kalt und abweisend. Dort kommt man nur mit rücksichtsloser Härte durch. Seinen ersten Erfolg feiert er in München. In den Kammerspielen hat „Trommeln in der Nacht“ Premiere. Der Kriegsheimkehrer Kragler verweigert sich der Räterevolution, stattdessen verzieht er sich ins breite, weiße, bürgerliche Bett. „Glotzt nicht so romantisch!“, herrscht er das Publikum an – episches Theater. „Der vierundzwanzigjährige Bert Brecht hat über Nacht das dichterische Antlitz Deutschlands verändert!“, schreibt der aus Berlin zur Premiere angereiste Theaterkritiker Jhering und bescheinigt ihm Genie. Der endgütige Durchbruch ist es trotzdem nicht. Mit dem Münchner Erfolg im Rücken versucht es Brecht ein weiteres Mal in Berlin, zusammen mit Arnolt Bronnen, seinem neuen Produktions- und Selbstvermarktungsfreund. Bronnen führt ihn auch bei der jungen Schauspielerin Helene Weigel ein. Die verfügt über reichlich Talent, kann wienerisch kochen und hat ein schönes Atelier in der Spichernstraße 16, gleich unterm Dach. Hier schlägt Brecht bald sein Hauptquartier zur Eroberung der Metropole auf. Die beiden werden ein Paar fürs Leben. Seine Bedingung: „keine Tribute.“ Liebe nur als Geschenk. Als der gemeinsame Sohn Stefan zur Welt kommt, ist die Ehe mit Marianne Zoff noch lange nicht geschieden. Seine Jugendliebe Bi hat inzwischen in Augsburg einen Handelsvertreter geheiratet. Brecht hat es vergeblich zu verhindern versucht. Er kann sich nun, auf Kosten seines Verlegers, eine Sekretärin zulegen. Elisabeth Hauptmann – Bess, wie er sie nennt – passt wunderbar zu ihm: Sie kann tippen, Englisch, sie ist eine ideale Gesprächspartnerin – so etwas braucht er unbedingt! Und sie kann ihm dramaturgische Tipps geben. Nebenbei wird sie seine Geliebte. Sie macht ihn auch mit einem englischen Stück aus dem 18. Jahrhundert bekannt, „The Beggar‘s Opera“. Als der frischgebackene Theaterunternehmer Ernst Josef Aufricht händeringend ein Eröffnungsstück für sein Theater am Schiffbauerdamm sucht, kann Brecht ihm ein Nebenwerk anbieten, das er gerade zusammen mit Bess in Arbeit hat: „Die Dreigroschenoper“. Einer der vielen glücklichen, unwahrscheinlichen Zufälle, die – neben der Musik von Kurt Weill – diesen größten Theatererfolg der Weimarer Republik erst möglich machen. Brechts Karriere hat einen Höhepunkt erreicht. Statt auf dem Erfolgskurs der Komödie mit Musik weiterzusegeln, geht er nun einen ganz anderen Weg. Schon seit Mitte der 20er Jahre hat er sich mit dem Marxismus beschäftigt, um die Ökonomie zu verstehen. Nun politisiert er sich zunehmend. „Schießen die wirklich?“ Beim „Blutmai“ 1929 musste er schreckensbleich mit ansehen, wie die sozialdemokratisch geführte Polizei auf demonstrierende kommunistische Arbeiter geschossen hat. 1931 schreibt er, nach einem Roman des sowjetischen Vorzeigedichters Maxim Gorki, „Die Mutter“. Darin stellt sich Pelagea Wlassowa an der Spitze einer Demonstration der zaristischen Polizei entgegen. Helene Weigel singt in einem Probenkeller am Kurfürstendamm, was die Mutter im Lauf des Stückes über den Kommunismus gelernt hat: „Er ist das Einfache, das schwer zu machen ist.“ Sie singt es mit überredender Sanftheit. Mit dem Machtantritt der Nazis findet Brechts Karriere 1933 ein abruptes Ende. Alles bisher Erreichte scheint verloren. Unmittelbar nach dem Reichstagsbrand sitzen er und Helene Weigel im D-Zug nach Prag, auf dem Weg ins Exil.

Do, 28. Mär · 00:10-00:40 · WDR
Aufbruch statt Angst – Homo-Liebe im strengen Albanien

„Hier würden wir gerne durchfahren, aber das ist zu gefährlich“, meinen Kristi Pinderi (28) und Xheni Karaj (26) und zeigen auf ein Zelt, das seit Wochen den Hauptboulevard von Tirana besetzt. Im und um das Zelt versammeln sich die Konservativen mit lauten Parolen gegen Europa und seine Werte. „Sie hassen auch uns Homosexuelle“, sagt Kristi, Leiter der Pro LGBT, Albaniens Organisation für Schwule, Lesben und Transgender. Er, Xeni und ihre MitstreiterInnen planen zum fünften Mal den bikeride for pride – eine Fahrrad-Demonstration gegen Diskriminierung und Gewalt in der überwiegend erzkonservativen albanischen Gesellschaft. Dieses Mal könnte es noch schlimmer kommen als 2012, als etwa 50 Radfahrer mit Regenbogenflaggen durch die Stadt fuhren und dabei mit Rauchbomben beschossen wurden. Denn die rechte Demokratische Partei plant genau an diesem Tag einen Massenprotest. Und die Polizei warnt davor, die Fahrradparade nicht ausreichend schützen zu können. Werden Kristi und Xheni es schaffen, mehr als 50 Mutige zu mobilisieren? Wird es wieder Gewalt geben gegen die Demonstranten? Oder muss die Fahrradparade sogar abgesagt werden? Eigentlich würde Albanien lieber heute als morgen EU-Mitglied werden, sie erhoffen sich eine Lösung vieler Probleme dadurch: Es gibt hier Orte ohne Kanalisation und ohne Strom, 18% sind arbeitslos, unter den Jugendlichen fast 30%. Viele junge Menschen hauen ab, die Meisten nach Deutschland und fast alle werden wieder abgeschoben. Seit 2014 ist Albanien Beitrittskandidat und bemüht sich, Forderungen der EU nachzukommen, so ist auch das Anti-Diskriminierungsgesetz entstanden. Dabei ist es ein Gesetz ohne Folgen für den Alltag von Schwulen und Lesben. Sie verlieren auch weiterhin ihre Arbeit, werden auf offener Straße geschlagen, und noch immer weigern sich manche Ärzte, sie zu behandeln. Der Film bietet ein Gegenbeispiel zu EU-Müdigkeit, Egal-Haltung, Entpolitisierung und der Auffassung, Protest bringe nichts. Er wirft einen überraschenden Blick auf ein wenig bekanntes Land mitten in Europa, zeigt eine überwiegend homophobe Gesellschaft, die sich aber modernisieren muss und will, um den Anschluss an Europa zu schaffen. Und der Film wird einen berühren durch seine mutigen, leidenschaftlichen Protagonisten, die ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft noch nicht aufgegeben haben. Die Homo-Bewegung zeigt gut Albaniens momentane Stimmung zwischen Aufbruch und Stagnation.

Do, 28. Mär · 00:30-02:00 · BR
Das Meer am Morgen

Frankreich, 1941: Der 17-jährige Guy Môquet ist in der Bretagne in einem Straflager interniert, als in Nantes ein deutscher Offizier erschossen wird. Zur Vergeltung ordnet Hitler die Exekution von 150 französischen Geiseln an. Im Pariser Hauptquartier der deutschen Besatzer versuchen General von Stülpnagel und Ernst Jünger, die drakonischen Hinrichtungen zu begrenzen. Wegen seiner Jugend hofft Guy verschont zu bleiben. Diese authentische Geschichte erzählt, wie es zu dem frühen Tod eines 17-jährigen Jungen, Guy Môquet, kam, der in Frankreich das Gegenstück zu Sophie Scholl ist. Eine Métro-Station ist in Paris nach ihm benannt, sein Abschiedsbrief wird auf Anweisung Sarkozys alljährlich an seinem Todestag in allen Schulen verlesen. Ein Jahr lang leben die deutschen Truppen „wie Gott in Frankreich“ – bis im Oktober 1941 ein Offizier in Nantes auf offener Straße erschossen wird. Hitler verlangt, sofort 150 Franzosen zu erschießen. In der Kommandantur in Paris wird ein Schriftsteller, Oberst Ernst Jünger, mit der Sache befasst. In einem Lager in der Bretagne befinden sich Gefangene, die etwas gegen die Besatzer unternommen haben, wie z. B. der 17-jährige Guy Môquet, der in einem Pariser Kino Flugblätter vom Rang geworfen hat. Er wird einer von denen sein, die der Landrat als Geiseln aussuchen muss. Am Atlantikwall wird ein Soldat, der junge Heinrich Böll, zur Schießübung mit scharfer Munition verdonnert. Der Film schildert auf diesen drei Ebenen – der Kommandantur, dem Lager und dem Bunker an der Küste – die wenigen Stunden zwischen dem Schuss auf den deutschen Offizier und der Hinrichtung der Geiseln. Ein Drama, bei dem jeder Beteiligte eine Marionette zu sein scheint, die an den Fäden einer unerbittlichen Maschine hängt, und etwas Schreckliches ausführt als sei es ein einfacher Verwaltungsakt. Es sind aber Menschen, die sich gegenüber stehen, die Geiseln, die sich weigern eine Augenbinde zu tragen, die Schützen, die ihnen ins Angesicht sehen, die Beamten und Offiziere, die ihrem Gewissen nicht entkommen.

Fr, 29. Mär · 00:00-01:30 · HR
Vier Stimmen – Das Schicksal der Familie Klepper

Eine Familie in der Nazizeit: Der protestantische Schriftsteller Jochen Klepper, seine Frau Johanna Klepper, die aus einer jüdischen Modedynastie stammt, und ihre beiden Töchter geraten in den Strudel von Ausgrenzung und Lebensgefahr. Zuletzt gibt es nur für eine der Töchter, Brigitte, eine Rettung. Der Film lässt die vier ihr Schicksal erzählen, durch Tagebücher, Briefe und ein Interview. Das ungleiche Paar heiratet Anfang der 1930er Jahre und zieht von Breslau nach Berlin. Hier arbeitet Jochen Klepper beim Rundfunk. Doch als 1933 die Nazis an die Macht kommen, muss er gehen, weil er den Sozialdemokraten nahesteht – und wegen seiner jüdischen Frau. Klepper schreibt, hat Erfolg, wird ein bekannter Schriftsteller. Sein Roman über den preußischen Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. wird zum Bestseller. Er dichtet nun vor allem christliche Lieder. Der Glaube wird zunehmend eine wichtige Stütze für ihn und die Familie. Kleppers Bekanntheit kann seine jüdische Frau und deren Töchter aus erster Ehe, Brigitte und Renate, eine Zeitlang schützen, obwohl Klepper wegen seiner Ehe aus der Schrifttumskammer ausgeschlossen wird und nur noch mit Sondergenehmigung veröffentlichen darf. Für die heranwachsenden Kinder gibt es kaum eine Perspektive in Deutschland. Brigitte, die ältere, wird nach England geschickt, wo sie als Hausmädchen arbeitet. Renate aber bleibt – die Eltern, allen voran Jochen, wollen sie, „das Kind“, noch nicht fortschicken. „Trennung ist schon das bitterste.“ Als sie alt genug für die Auswanderung ist, herrscht Krieg, und die Wege ins Ausland sind versperrt. Die Bedrohung wird existentiell. Jochen Klepper lässt seine Beziehungen zu höchsten Stellen im Staat spielen, um Renate zu schützen und sie doch noch ins neutrale Schweden oder in die Schweiz zu bringen. Als alle Bemühungen scheitern, nehmen sich Jochen Klepper, seine Frau Johanna und deren Tochter Renate im Dezember 1942 das Leben. Der Film gibt vier Menschen eine Stimme, lässt sie ihre Geschichte erzählen. Eine filmische Collage aus Tagebüchern, Briefen, Dokumenten. Gesprochen von den Schauspielern Sylvester Groth, Leslie Malton und Judith Neumann. Brigitte, die emigrierte Tochter, gab 2003 ein längeres Interview. Allein die vier Stimmen der Familie kommen im Film zu Wort – eine ergreifende Geschichte im nationalsozialistischen Deutschland.

Fr, 29. Mär · 09:30-11:05 · arte
Der Stahlbaron – Hermann Röchling und die Völklinger Hütte

Bereits im Ersten Weltkrieg setzte der saarländische Industrielle Hermann Röchling voll auf Rüstungsproduktion und scheute weder die Plünderung französischer Industrieanlagen noch den Einsatz von Zwangsarbeitern. Die Erzfelder des seit 1871 vom Deutschen Reich annektierten Lothringen nutze er wie einen Selbstbedienungsladen. Als das Saargebiet nach dem Ersten Weltkrieg mit einem Mandat des Völkerbundes unter französische Verwaltung kam, wurde Röchling in Frankreich zwar angeklagt, konnte sich dem Prozess und der gegen ihn verhängten Strafe jedoch entziehen. In der Zwischenkriegszeit baute er seinen politischen Einfluss aus und wurde wichtigster Kopf der Deutschen Front (DF), die 1935 den Anschluss des Saargebiets an Hitlerdeutschland als Sieg verbuchen konnte. Wieder konnte Röchling mit Rüstungsgütern sein Unternehmen nach vorne bringen, und wieder erlaubte ihm der Krieg den Einsatz von Zwangsarbeitern. Göring ernannte Röchling zum Reichsbeauftragten für Eisen und Stahl. Röchling gehörte bis Kriegsende der Spitze der NS-Elite an. 1948 wurde Röchling von der französischen Besatzungsmacht im badischen Rastatt vor Gericht gestellt. Der Dokumentarfilm nimmt den Prozess als Ausgangspunkt, um die Verflechtung von Wirtschaft und Politik vor dem Spiegel der beiden Weltkriege zu erhellen.

Sa, 30. Mär · 22:35-00:35 · Super RTL
Wish I Was Here

Aidan Bloom versucht seinen Traum zu leben und als Schauspieler zu arbeiten, bekommt aber keine Jobs. Deshalb ist Ehefrau Sarah die Alleinverdienerin. Aidans Vater Gabe zahlt seinen beiden Enkeln das Schulgeld für eine konservative jüdische Privatschule. Aber dann bekommt Gabe Krebs und braucht sein Geld für die Behandlung. Doch die schlägt nicht an …

Sa, 30. Mär · 22:50-01:25 · RBB
Die Blechtrommel

An seinem dritten Geburtstag verweigert der 1924 in Danzig geborene Oskar Matzerath weiteres Wachstum und Teilnahme an der Welt der Erwachsenen. Auf seiner Blechtrommel artikuliert das ewige Kind seinen Protest gegen Nazis und Mitläufer, und erst nach Kriegsende fasst er den Beschluss, wieder zu wachsen, um mitzubestimmen. Volker Schlöndorffs brillant inszenierte, weitgehend werktreue Verfilmung des Bestsellers von Günter Grass erhielt zahlreiche Preise, u.a. die Goldene Palme von Cannes und den Oscar als ‚Bester fremdsprachiger Film‘. Ausgestrahlt wird der um 20 Minuten erweiterte Director’s Cut aus dem Jahre 2010.

So, 31. Mär · 08:30-09:15 · WDR
Der Pianist Menahem Pressler – Das Leben, das ich liebe

Er war das Herz und die Konstante des weltweit gefeierten Beaux Arts Trios, das über 50 Jahre lang Maßstäbe für die Kammermusik setzte. „Es gab fünf Geiger, es gab drei Cellisten, aber es gibt nur einen Menahem Pressler“, resümiert Daniel Hope, der als Geiger das Trio in den letzten sechs Jahren begleitete. 2008 löste sich das Trio auf, aber wer dachte, Menahem Pressler würde sich zur Ruhe setzen, wurde eines Besseren belehrt: Mit 85 Jahren startete der Ausnahmekünstler noch einmal durch, nahm seine Solokarriere wieder auf und spielt seitdem mit den größten und besten Orchestern der Welt. „Dass ich jetzt in meinem Alter noch ein Solokarriere mache, das ist ein Wunder“, sagt Menahem Pressler selbst. Menahem Pressler hat ein bewegtes Leben. Mit 16 Jahren musste der gebürtige Magdeburger aus Deutschland vor den Nazis fliehen, seine Familie entkam nur knapp der Deportation. Sein Weg führt über Israel nach Amerika. Dort begann er seine Karriere als Pianist, begegnete all den großen Meistern seiner Zeit, ging mit Bruno Walter ins Konzert, trank mit Alma Mahler samstags Tee und zählte Franz Waxmann zu seinem engen Freundeskreis. Mit heute 95 Jahren stößt er ein Fenster in die Vergangenheit auf und ist doch, mit dem IPad unter dem Arm, ganz im 21. Jahrhundert angekommen. Seine tief empfundene Liebe zur Musik und die Musik selbst scheinen sein Jungbrunnen zu sein. Unermüdlich reist er um die Welt, um Konzerte zu spielen, CDs aufzunehmen, junge Musiker in Meisterkursen zu unterrichten. Sein Alter merkt man ihm nicht an, wenn er mit einem spitzbübischen Lächeln ein Lob ausspricht oder mit großer Strenge kritisiert. Pressler wird nicht müde, seinen Zugang zur Musik jedem Menschen nahe zu bringen. Sein einzigartiger Ton lässt Musikerkollegen wie Daniel Harding oder Leonidas Kavakos ins Schwärmen geraten. „Jeder sollte ihn mindestens einmal in seinem Leben gehört haben“, empfiehlt auch Raphael Merlin, der Cellist des Quatuor Ebène. Nach seinem bewegenden Debüt bei den Berliner Philharmonikern im Januar 2014 hat das Orchester Menahem Pressler erneut eingeladen: er war der Solist in ihrem Silvesterkonzert desselben Jahres.

So, 31. Mär · 23:20-00:55 · SWR
Heil

Das Örtchen Prittwitz im Dreiländereck Thüringen, Brandenburg und Sachsen hat kein Problem mit Neonazis. Und wenn jemand, beispielsweise der wackere Dorfpolizist Sascha, doch zu einem anderen Ergebnis kommt, dann soll er das bitteschön nicht an die große Glocke hängen – Negativschlagzeilen sind schlecht für die Stadt. Haben ihre Honoratioren nicht den bekannten afrodeutschen Buchautor Sebastian Klein zu einer Lesung geladen?

Kommentar verfassen