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Die Anzeige

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage RheinRuhr stellt der Künstler Boaz Kaizman „Die Anzeige“ vor…

Im vergangenen Jahr hatte das sog. Holocaust-Gesetz in Polen zu internationalen Protesten geführt. Mit dem Ziel, das Ansehen Polens zu schützen, stellte das Gesetz eine empfindliche Geldstrafe und sogar bis zu drei Jahren Gefängnis in Aussicht, wenn man „öffentlich der polnischen Nation oder dem polnischen Staat faktenwidrig die Verantwortung oder Mitverantwortung für Verbrechen zuschreibt, die durch das Dritte Reich begangen wurden“. Darunter fiel beispielsweise auch die Verwendung des Begriffs „polnisches Konzentrationslager“.

Nach einer Überarbeitung des Gesetzes, die tatsächlich vor allem formeller Art war, gaben im Juni 2018 die Regierungen Polens und Israels eine gemeinsame Erklärung ab. Diese gemeinsame Erklärung wurde am 27. Juni 2018 in Form von Anzeigen in großen Tageszeitungen weltweit veröffentlicht, in Deutschland in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Welt. Auch diese Erklärung löste eine heftige Diskussion aus.

Boaz Kaizman, 1962 in Tel Aviv geboren und seit 25 Jahren in Köln lebender Künstler – zurzeit sind drei seiner Videoarbeiten in der festen Präsentation der Sammlung Museum Ludwig zu sehen -, hat die Anzeige ins Jiddische übersetzt. Der Text soll den Ermordeten ein Denkmal setzen und die Frage aufwerfen, wer dazu autorisiert ist, eine solche Erklärung zu unterschreiben.

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Termine:

31. März, 16:00 Uhr
So. 31.03., 07.04. 16:00 – 20:00 Uhr Mi. 03.04., 10.04. 18:00 – 21:00 Uhr Fr. 05.04.,12.04. 16:00 –19:00 Uhr
Bunker K101, Köln

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