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Das Valka-Lager – Wartesaal für heimatlose Ausländer

In der neuesten Sendung der Medienwerkstatt Nürnberg am kommenden Sonntag beleuchtet Autor Jim G. Tobias die Geschichte des Valka-Lagers, das nach dem 2. Weltkrieg auf dem Gebiet des heutigen Nürnberger Stadtteils Langwasser zum Wartesaal für ehemalige Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter wurde …

Mai 1945. Europa lag in Trümmern. Nach großer Kraftanstrengung hatten die Alliierten die Nationalsozialisten besiegt und Millionen von Kriegsgefangenen, KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern aus den Lagern befreit. Über sieben Millionen dieser verschleppten Personen mussten medizinisch behandelt, verköstigt und untergebracht werden. Dafür errichteten die Besatzungsmächte sogenannte Displaced Persons (DP) Camps.

Eines dieser Auffanglager war das Valka-Lager (1946–1960) auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Langwasser. Benannt wurde es nach der lettisch-estnischen Grenzstadt, da die ersten Bewohner hauptsächlich aus den baltischen Staaten stammten. Über ein Jahrzehnt war der „Wartesaal“ vorübergehendes Zuhause für Tausende von osteuropäischen DPs: Entwurzelte, die sehnsüchtig auf eine neue Heimat in Übersee warteten. Manche blieben aber auch in Deutschland, wie etwa die Schriftstellerin Natascha Wodin und der deutsch-estnische Arzt René Tomingas.

In der Medienwerkstatt-Dokumentation beleuchten Historiker und Zeitzeugen den Alltag im Valka-Lager.

Im Anschluss an die Sendung wiederholen wir unseren Film „Wegbegleiter Israels“ über den deutsch-israelischen Fotografen Werner Braun, der im Dezember 2018 im Alter von 100 Jahren verstorben ist. 1998 widmete Jim G. Tobias dem gebürtigen Nürnberger, der den jüdischen Staat mit seiner Kamera durch alle Höhen und Tiefen begleitet hat, ein Porträt.

Das Valka-Lager – Wartesaal für heimatlose Ausländer
Autor: Jim G. Tobias

Sendedatum: Sonntag, 20. Januar um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen
Wiederholung: Sonntag, 03. Februar um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen

Livestream: www.frankenfernsehen.tv/livestream

Repro: © Geschichte für Alle e. V., Nürnberg