Israel-Ausstellung und Israel-Quiz in Bergisch Gladbach

In Bergisch Gladbach ist derzeit die Ausstellung „Made in Germany – Deutsche Marken in Israel“ zu sehen, die die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel beleuchtet. Parallel dazu wird die 3500-jährige Geschichte Israels in mehr als 30 Informationstafeln ausführlich dargestellt. Die Ausstellungsbesucher können an einem Israel-Quiz teilnehmen, Hauptgewinn ist eine Reise nach Israel…

Volkswagen, Ritter Sport, Nivea, Persil, Telekom und viele andere deutsche Marken sind heute auch in Israel bekannt und beliebt. Das war nicht immer so. Für deutsche Unternehmen war Israel nie ein Markt wie alle anderen: Schwer lag der Schatten der Schoah über dem Land, sodass es nicht leicht war, in Israel Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Umso mehr zeugt der heutige Erfolg deutscher Produkte im israelischen Markt von der erstaunlichen Wegstrecke, die die deutsch-israelischen Beziehungen zurückgelegt haben. Markenartikel sind nicht nur Zeichen wirtschaftlichen Erfolgs, sondern auch ein soziokulturelles Phänomen: Sie spiegeln das Vertrauen in Produkte, Unternehmen und Menschen. Damit beleuchtet die Ausstellung einen wichtigen Aspekt der deutsch-israelischen Beziehungen.

Christian Lindner bei der Ausstellungseröffnung

Die Ausstellungseröffnung wrude am vergangenen Mittwoch von prominenten Gästen eröffnet, darunter Dr. Roman Salyutov, Leiter der Deutsch-Israelischen Kulturtage Bergisch Gladbach, Michaela Engelmeier, Präsidiumsmitglied der DIG, Hildegard Müller, Präsidentin der DIW und Christian Lindner, Mitglied des Deutschen Bundestages. Aus Tel Aviv zu Gast war Grisha Alroi-Arloser, Geschäftsführer der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer (AHK). Christian Lindnder merkte an, dass der Erfolg deutscher Marken auf dem israelischen Markt nicht nur deren guten Produkteigenschaften zu verdanken sei, sondern auch „ein Beleg dafür ist, dass das israelische Volk willens und in der Lage war, über Jahrzehnte dem Volk der Täter, der Todfeinde und Mörder wieder die Hand zu reichen.“

Gäste bei der Ausstellungseröffnung in Bergisch Gladbach (v.l.n.r.): André von Schúeck (Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Düsseldorf), Grisha Alroi-Arloser (Geschäftsführer der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer), Petra Hemming (Vorsitzende des Ganey Tikva Vereins), Hildegard Müller (Präsidentin der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung), Christian Lindner (MdB), Anita Rick-Blunck (Vorsitzende der FDP Bergisch Gladbach), Michaela Engelmeier (Präsidiumsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft). Foto: Dr. Fritz Bolte

Reise nach Israel und viele andere Preise zu gewinnen

Die vom Auswärtigen Amt geförderte Ausstellung wird im Rahmen der „Deutsch-Israelischen Kulturtage Bergisch Gladbach 2018“ gezeigt. Sie ist bis zum 25. November im Bocker Saal, Wirtshaus am Bock, Bergisch-Gladbach zu sehen. Veranstalter sind die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) und die Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung (DIW). Die Besucher der Ausstellung können an einem Quiz teilnehmen und u.a. folgende Preise gewinnen:

  • 8-tägige Reise nach Israel mit dem Ganey Tikva Verein (29.4. – 6.5.2019)
  • 1 Flugticket für dieselbe Reise
  • Bücher von verschiedenen Verlagen rund um das Thema Israel
  • Foto-Kalender Israel 2019
  • Weine von deutschen und israelischen Partnerweingütern („Twin Winieries“)
  • Menü-Gutscheine über 10, 20 und 30 Euro vom Wirtshaus am Bock

 

Öffnungszeiten

täglich von 12 bis 19 Uhr bis einschließlich Sonntag, den 25. November 2018. Eintritt frei.   

Ausstellungsort  

Bocker Saal über dem Wirtshaus am Bock, Konrad-Adenauer-Pltz 2, 51465 Bergisch Gladbach

Israel-Quiz

Ausstellungsbesucher können an einem Israel-Quiz teilnehmen. Die Gewinner werden am 25. November um 16 Uhr im Ausstellungssaal bei einer öffentlichen Verlosung ermittelt.

Deutsch-Israelische Gesellschaft

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. (DIG) wurde 1966 gegründet, ein Jahr nachdem Deutschland diplomatische Beziehungen zu Israel aufgenommen hatte. Ziel der DIG ist es, in allen Bereichen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens den Austausch zwischen beiden Ländern zu fördern. Vor dem Hintergrund der Schoa, die niemals vergessen werden kann, ist den DIG-Mitgliedern die Solidarität mit dem Staat Israel eine besondere Verpflichtung. Die DIG untergliedert sich in mehr als 50 regionale Arbeitsgemeinschaften und Mitgliedsvereine in ganz Deutschland. Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Berlin. Die DIG wird vertreten durch ihren Präsidenten Hellmut Königshaus und ein 14-köpfiges Präsidium sowie durch die Vorstände der regionalen Arbeitsgemeinschaften und Mitgliedsvereine. Darüber hinaus gibt es das „Junge Forum“, eine Jugendorganisation für DIG-Mitglieder unter 35 Jahren.

Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung

Die Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung e.V. (D-I-W) wurde am 18. April 1967 von Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft mit dem Ziel gegründet, die einzigartigen deutsch-israelischen Beziehungen auch auf dem Weg wirtschaftlicher Kooperation zu vertiefen und zu stärken. Sie bietet israelischen und deutschen Unternehmen Beratung und praktische Hilfe bei der Herstellung von Kontakten, individuellen Betriebspartnervermittlungen und Geschäftsanbahnungen mit deutschen bzw. israelischen Unternehmen. Sie ist Schwesterorganisation der Israelisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (AHK Israel) in Tel Aviv und unterhält Regionalgeschäftsstellen in Berlin, Hamburg, Leipzig, Frankfurt, Düsseldorf und München. Die Bundesgeschäftsstelle hat ihren Sitz in Berlin.

Deutsch-Israelische Kulturtage Bergisch Gladbach

Die Reihe der jährlichen internationalen Kulturtage in Bergisch Gladbach hat der Verein Musik- und KulturFestival GL e.V. initiiert und 2017 mit Frankreich ins Leben gerufen. In diesem Jahr findet die Reihe eine Fortsetzung mit den Deutsch-Israelischen Kulturtagen – passend zum 70. Jubiläum, das der Staat Israel 2018 feiert.  Leiter der Kulturtage ist der Dirigent und Pianist Dr. Roman Salyutov, der das deutsch-israelische Yachad Chamber Orchestra gegündet hat.  Während der Kulturtage finden insgesamt 18 Veranstaltungen zum Thema Israel und jüdischens Leben statt. Die Festivalreihe wird 2019 mit den Deutsch-Polnischen Kulturtagen fortgesetzt. Für die folgenden Jahre sind kulturelle Begegnungen mit Österreich und den USA geplant.

Kommentar verfassen