Frankfurt/M. gewinnt die Jewrovision

Das Jugendzentrum „Amichai“ (hebr. „Mein Volk lebe“) Frankfurt am Main hat in diesem Jahr die Jewrovision gewonnen. Beim größten Tanz- und Gesangswettbewerb Europas für jüdische Jugendliche, der zum ersten Mal in Dresden stattfand, überzeugten die Frankfurter am meisten…

In der vergangenen Nacht überreichte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, in der Messe Dresden unter dem Jubel von mehr als 2.000 Zuschauern den Siegerpokal.

Die Sieger Amichai Frankfurt während ihres Auftritts

Auf den zweiten Platz kam die Gruppe „Or Chadach“ Mannheim feat. JuJuBa (Jüdische Jugend Baden), den dritten Platz belegte „Chai“ Hannover. Der Preis für das beste Vorstellungsvideo ging ebenfalls an „Amichai“ Frankfurt.

Die Zweitplatzierten Or Chadasch Mannheim feat. Jujuba

Eine prominent besetzte Jury hatte aus 18 Gruppen aus ganz Deutschland die Sieger gekürt. Zur Jury gehörten die Schauspieler Daniel Donskoy, Aaron Altaras, Susan Sideropoulos sowie Rebecca Siemoneit-Barum und die Musiker Ben Salomo und Ilan Schulz. Die Jewrovision, die in eine jüdische Jugendbegegnung eingebettet ist, stand unter dem Motto „Circle of Life“.

Die Drittplatzierten Chai Hannover

Zentralratspräsident Dr. Schuster erklärte: „Bei der Jewrovision knüpfen viele der Teilnehmer Freundschaften fürs Leben. Die gemeinsame Erfahrung verbindet sie. So ist auch die Jewrovision ein Teil des Kreislaufs des jüdischen Lebens. Gestärkt in ihrer jüdischen Identität und bestärkt durch ein großes Gemeinschaftsgefühl kehren die Teilnehmer in ihre Gemeinden zurück und tragen dort zu einem vielfältigen modernen Judentum bei.“

An der Jewrovision nahmen 1.200 Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren aus 65 jüdischen Gemeinden teil. Der Wettbewerb wurde 2002 ins Leben gerufen und wird in wechselnden Städten ausgerichtet. Seit 2013 ist der Zentralrat der Juden in Deutschland Veranstalter der Jewrovision.

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