„Icke und der Rest der Welt“

Louis Lewandowski Festival kehrt im 7. Jahr zum Ursprung der deutschen Syngagogalmusik zurück…

Das weltweit einzigartige und größte Festival synagogaler Chormusik geht vom 14. bis 17. Dezember in seine siebte Runde. Die schönsten Synagogen, Kirchen und andere spannende Veranstaltungsorte in Berlin und Potsdam werden zur Bühne, wenn vier Chöre aus drei Nationen (Israel, England und Deutschland) zusammenkommen, um die Synagogalmusik nach Louis Lewandowski zu zelebrieren.

Unter dem diesjährigen Thema „Icke und der Rest der Welt“ kehrt das Festival zu seinem Ursprung und Namensgeber zurück: „Wir freuen uns auf ein Chorfestival der besonderen Art ‒ mit Gästen aus verschiedenen Nationen und einer für viele Berlinerinnen und Berlin nicht alltäglichen Musik. Wir werden Louis Lewandowskis schönste Werke wieder an alt vertrauten, aber auch ganz neuen Orten zu Gehör bringen“, so Festivaldirektor Nils Busch-Petersen.

Nils Busch Petersen während des Festivals 2014, (c) J. Albrecht

Das Pre-Opening-Konzert am 13. Dezember findet erstmals in der Geschichte des Festivals in der Nikolaikirche in Potsdam und erneut in der Krankenhauskirche im Wuhlgarten statt. Wieder mit dabei sind auch die Reinbeckhallen in Oberschöneweide, dem neuen Kunst- und Kreativquartier an der Spree. Nachdem sich das Format „Louis‘ LAB“ im letzten Jahr bewährt hat, werden am 16. Dezember die Sängerinnen und Sänger im Experiment „Chor für Chor“ auftreten und musizieren. Auch das Publikum soll wieder mit einbezogen werden.

Pate des „Louis’ LAB“ ist Treptow-Köpenicks Bezirksbürgermeister Oliver Igel, der das Festival auch nach Schöneweide holte: „Wir sind hoch erfreut, dass Treptow-Köpenick erneut Gastgeber des international bekannten Louis Lewandowski Festivals ist. Freunde und Liebhaber der Synagogalmusik kommen zusammen, um diese zu zelebrieren. Dieses besondere Chortreffen zeigt einmal mehr, dass der ehemalige Industriestandort Schöneweide, heute ein anerkannter Bildungsstandort für angewandte Wissenschaften, und hochkarätige kulturelle Angebote auf dem besten Weg sind, sich zu einer untrennbaren Einheit zusammenzufügen.“

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller von Berlin ist einer der beiden Schirmherren des 7. Louis Lewandowski Festivals: „Die jüdische Kultur gehört wieder selbstverständlich zu unserer Stadt. Eine besondere Facette davon ist die Synagogalmusik, die durch das Louis Lewandowski Festival allen interessierten Berlinerinnen und Berlinern zugänglich gemacht wird. Damit wird ein wichtiges kulturelles Erbe Berlins weitergetragen.“

Auch Dr. Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, wird dem Festival als Schirmherr beiwohnen: „Um das Kulturgut Synagogalmusik bekannter zu machen, entstand vor sechs Jahren das Louis Lewandowski Festival. Seitdem kennen und schätzen auch Zuhörer über die jüdische Gemeinschaft hinaus die Bedeutung und das Werk dieses Komponisten. Ich freue mich sehr, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Musiker aus verschiedenen Orten in der Welt zu uns gekommen sind, um Lewandowskis Schaffen mit Leben zu erfüllen.“

Zum Abschlusskonzert am 17. Dezember in der Synagoge der Berliner Rykestraße werden dann alle Chöre traditionell gemeinsam auftreten.

Festivalprogramm und weitere Informationen gibt es unter: www.louis-lewandowski-festival.de

Louis Lewandowski gilt bis heute als Reformator der jüdischen Liturgie. Seine Innovationen machten den jüdischen Gottesdienst zum musikalischen Erlebnis. Berlin hat inzwischen weltweit eine bedeutende Stellung für die Synagogalmusik eingenommen: Nur hier, in der Synagoge Pestalozzistraße (Charlottenburg), zelebriert man Lewandowskis Liturgie unter Kantor Isaac Sheffer ständig aktiv und trägt diese jüdisch-deutsche Tradition in die Welt.

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