Vom Umgang mit Verlust und Trauer – אובדן ואבלות

Einladung zum Seminar End-of-Life: Jewish Perspectives (3) in Berlin…

Stephan M. Probst

Im Lichte der jüdischen Religion und Tradition haben wir uns in den ersten beiden Seminaren der Reihe „End-of-Life: Jewish Perspectives“ bereits intensiv mit verschiedenen Facetten des letzten Lebensabschnitts von Menschen beschäftigt. Die multiprofessionellen Seminare spannten einen weiten Bogen von der Begleitung Kranker und Sterbender, über die Auseinandersetzung mit den zentralen Lebensthemen Sterbender, bis hin zur heiklen Frage nach der Zulässigkeit einer Hilfe zum Sterben, zum Beispiel durch das Unterlassen lebensverlängernder Maßnahmen oder durch ein Gebet für den rascheren Tod eines Menschen.

Im Mai 2018 wird sich als roter Faden das herausfordernde Thema „Umgang mit Verlust und Trauer“ durch das Seminar ziehen und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Es wird der jüdische Umgang mit Trauer nach einem Todesfall behandelt werden und damit die Halacha und jüdische Tradition des Trauerns in ihrer Bedeutung für unsere moderne Zeit diskutiert werden. Aber auch andere Erscheinungen von Trauer, etwa die, die mit Bekanntwerden einer schwerwiegenden Diagnose auftritt oder das mit anderen Verlusten als Todesfällen verbundene Trauern wird thematisiert werden. Im Alltag lässt uns nämlich vieles trauern, was endet. Beispielsweise ein Job, eine Beziehung oder ein Lebensentwurf, den wir gern beibehalten würden, dies aber endgültig nicht mehr können.

Auch wenn wir es gern bewahren würden, geht vieles trotzdem zu Ende und ist nicht wiederzubeleben. Unser Leben ist erschreckend voll von Kommen und Gehen und voller verpasster Gelegenheiten, die sich nie wieder bieten werden. Wie ist Trauernden in all ihren unterschiedlichen Situationen angemessen und hilfreich zu begegnen?

Themenschwerpunkte:

• Halacha der Trauerperiode
• Tahara, Bestattung und Friedhof
• Erkennen von und Umgang mit pathologischer Trauer
• Die Trauer und Not der professionellen und ehrenamtlichen Begleiter
• Was gibt Kraft und Trost bei grausamen Todesfällen ?
• Verlust und Trauer durch Krieg, Folter und Vertreibung
• Die Trauer des Sterbenden

Referenten:

Prof. Dr. Yizhak Ahren, Jerusalem
Rabbiner Dr. Salomon Almekias-Siegl, Hamburg
Rabbiner Dr. Tovia Ben-Chorin, St. Gallen
Leah Floh, Mönchengladbach
Dina Herz, Jerusalem
Rabbiner Yizhak Hoenig, Möchengladbach
Larissa Karwin, Frankfurt
Ari Renee Kloke, Montrose, CO, USA
Rabbiner Dr. Tom Kučera, München
Louis Lewitan, München
Sílvia Planas Marcé, Girona, Spanien
Dr. Gehad Mazarweh, Freiburg
Monika Müller, Bonn
Dr. Stephan Probst, Bielefeld
Rabbiner Avraham Yitzchak Radbil, Osnabrück
Dr. Michael Schmiedel, Siegburg
Sibylle Schuchardt, Berlin
Rabbiner Jonah Sievers, Berlin
Prof. Dr. Shani Tzoref, Potsdam

Das Seminar wird ideell unterstützt und finanziell ermöglicht durch:

• Klinikum Bielefeld gem.GmbH
• Jüdisches Krankenhaus Berlin
• Zentrum Jüdische Studien Berlin – Brandenburg
• Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
• Allgemeine Rabbinerkonferenz Deutschland
• Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V.
• Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland
• Abraham Geiger Kolleg Potsdam
• Union progressiver Juden in Deutschland
• Beth Shalom. Liberale Jüdische Gemeinde München

Termin:
24. Mai 2018 bis 27. Mai 2018

Veranstaltungsorte:

Humboldt Universität zu Berlin
Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Jüdisches Krankenhaus Berlin
Heinz-Galinski-Straße 1, 13347 Berlin

Anmeldung:

Klinikum Bielefeld Mitte
Ltd. Oberarzt Dr. med. Stephan Probst
Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin
Teutoburger Straße 50, 33604 Bielefeld
oder faxen an: 05 21. 5 81 36 99
oder eingescannt mailen an:
stephan.probst@klinikumbielefeld.de

Anmeldeschluss: bis 30. April 2018 (Teilnehmerzahl begrenzt)
Teilnahmegebühr: 140 Euro (beinhaltet Seminarteilnahme, Verpflegung und Seminarunterlagen incl. Tagungsband) Die Anreise nach Berlin sowie die Unterkunft müssen die Teilnehmer selbst organisieren.