„Beschämend für die Stadt Berlin“

Zum Antisemitismusvorwurf des Simon-Wiesenthal-Zentrums gegen den Regierenden Bürgermeister von Berlin…

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, hält die geplante Aufnahme des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, in die Antisemitismus-Liste des Simon-Wiesenthal-Zentrums für unangebracht.

Dazu erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

„Es ist grotesk, den Regierenden Bürgermeister von Berlin in eine Reihe mit dem ehemaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und den schlimmsten Antisemiten der Welt zu stellen“.

Allerdings, so Dr. Josef Schuster, habe er in der Vergangenheit eine klare Absage des Regierenden Bürgermeisters an jegliche Form von Antisemitismus vermisst. Dies gelte insbesondere im Hinblick auf das unerträgliche Wirken der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions).

„Der Zentralrat empfindet es als beschämend für die Stadt Berlin, dass der Regierende Bürgermeister es bislang nicht für nötig gehalten hat, sich klar und unmissverständlich gegen BDS-Aktivitäten zu stellen. Auch hat sich die jüdische Gemeinschaft ein entschiedeneres Vorgehen gegen den Berliner Al-Quds-Marsch erhofft.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland wünscht sich von Michael Müller eine unmissverständliche Positionierung gegen die BDS-Bewegung und den Al-Quds-Tag. Die Amtskollegen des Regierenden Bürgermeisters in München und Frankfurt am Main haben in vorbildlicher Weise klare Kante gegen BDS gezeigt. Dies wünsche ich mir auch für die deutsche Hauptstadt“, so der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster.

Zentralrat der Juden in Deutschland, Berlin, 31. August 2017 / 9. Elul 5777

Ein Kommentar zu “„Beschämend für die Stadt Berlin“

  1. apropos BDS:

    http://www.derkichererbsenblog.com/2017/07/21/bds-vs-zwei-staaten/#more-544

    […]Eines der ausformulierten Ziele der BDS Bewegung ist die Forderung nach einem Rückkehrrecht für alle palästinensischen Flüchtlinge. Eine Forderung, die in die Praxis umgesetzt, eine demographische Aushöhlung des jüdischen Staates und dessen Ende bedeuten würde.
    Zu Ehren des 10jährigen Bestehens von BDS lies der Gründer Omar Barghoutti im Juli 2015 in einem Interview auf Mondoweiss verlautbaren, dass es das ultimative Ziel von BDS sei, Israel zu einem Pariah Staat zu machen. Ahmed Moor, ein führender BDS Aktivist schrieb im April 2010, dass BDS das Ende des jüdischen Staates meint und dass das Ende der Besatzung nichts wert sei, wenn es nicht das Ende des jüdischen Staates selbst bedeute. 2012 schrieb BDS Aktivist Professor As-ad AbuKhalil auf Alakhbar: „Gerechtigkeit und Freiheit für die Palästinenser sind mit der Existenz des Staates Israel unvereinbar.“[…]

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