Schüler entdecken bei Ausgrabung antiken Schmuck

Wie genau ist 900 Jahre alter Schmuck in der Küche eines Kreuzfahrerturms gelandet? Diese Frage beschäftigt Schüler, die sie an archäologischen Ausgrabungen nahe ihrem Wohnort Modi’in teilnehmen…

Im Rahmen eines Projekts der israelischen Altertumsbehörde und der Gemeinde Modiʻin-Maccabim-Reʻut werden am Tittora-Hügel Ausgrabungen durchgeführt. Jeden Tag kommen Viert- bis Zwölftklässler, um Seite an Seite mit Rentnern und Freiwilligen auf der Ausgrabungsstätte zu helfen. Das Ziel dieses Programms ist sowohl pädagogisch wie auch sozial, da Bürger der Stadt ohne Zwischenvermittlung unmittelbar das kulturelle Erbe der Stadt entdecken können.

Der Tittora Hügel ist eine einzigartige, faszinierende Fundstätte in den Gemeindegrenzen von Modiʻin-Maccabim-Reʻut. Frühere Ausgrabungen haben belegt, dass es dort bereits in der Kupferzeit, vor ca. 6000 Jahren, erste Siedler gab. Angesichts der strategischen Lage auf direkter Strecke vom Küstenflachland nach Jerusalem, ist dies kaum verwunderlich.

Avraham Tendler, der Ausgrabungsleiter der israelischen Altertumsbehörde, berichtet, dass die Schüler den früheren Innenhof der Kreuzfahrerfestung freigelegt haben. Wie die vielen Öfen, Töpfe und Tische belegen, buken die mittelalterlichen Festungsbewohner vor 900 Jahren in diesem Hof. Die Köche gingen vermutlich mit dem Schmuck, den sie trugen, nicht vorsichtig genug um, weswegen so viele Schmucksachen gefunden werden konnten.

Der Projektkoordinatorin Vered Bosidan zufolge wird der besondere Bezug der Bürger von Modi’in durch die Ausgrabungen noch verstärkt: „Der Enthusiasmus fängt bei der jüngeren Generation an, durch Aktivitäten die von der israelischen Altertumsbehörde in den Schulen durchgeführt werden, und greift über auf die Eltern und die weitere Verwandtschaft. So entwickelt sich Bewusstsein für den Schutz der Antike.“

Auch Bürgermeister Haim Bibas betont die bemerkenswerte Beziehung zwischen Hügel und Stadt: „Der Titora Hügel symbolisiert die Verbindung zwischen dem alten Modi’in mit seiner herrlichen Geschichte und der modernen Stadt. […] Wir werden weiterhin mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten um den Hügel zu einer allen Interessierten zugänglichen Informationsstätte über die regionalen Kunstschätze zu machen.“

Israelische Altertumsbehörde, 21.06.17, Newsletter der Botschaft des Staates Israel
Bild oben: Teile des von den Schülerinnen und Schülern entdeckten Schmucks (Foto: Israelische Altertumsbehörde)

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