Jerusalem-Tag

Heute ist “Jerusalem-Tag”, der Tag an dem nach dem jüdischen Kalender die Vereinigung Jerusalems im Sechstagekrieg gefeiert wird. Diese jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal…

Der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat erklärte angesichts dieses Jubiläums: “Am 50. Jahrestag seiner Wiedervereinigung ist Jerusalem eine blühende, lebendige Stadt – auf den Feldern Bildung und Ausbildung, Hightech und Kultur, im Geschäftsleben und allen anderen Bereichen des Lebens.

Heute, wo wir Jerusalem feiern, lassen Sie alle uns ‘Jerusalem die höchste Freude sein’ und es für die kommenden Generationen bauen. Ich wünsche Ihnen allen ein erfolgreiches Jahr in Jerusalem.”

Am Vorabend des 50. Jahrestages der Wiedervereinigung der israelischen Hauptstadt hat Jerusalem sehr gute Zahlen zu Bildung und Ausbildung, Hightech, Wohnen und Bauen, Tourismus, Kultur und Kunst vorzuweisen.

– Das Jerusalem-Institut für Politikforschung berichtet von einem Anstieg um 28% bei den Hightech-Angestellten in Jerusalem in den vergangenen beiden Jahren

– 78% der Touristen, die 2016 nach Israel eingereist sind, haben Jerusalem besucht, und 51% der Touristen, die Israel besucht haben, haben mindestens für eine Nacht in Jerusalem übernachtet.

– 2016 wurden für 2534 neue Wohneinheiten in der Stadt Baugenehmigungen erteilt, 2015 waren es 2262 gewesen.

– In den vergangenen beiden Jahren wurden 140 neue Spielplätze geschaffen, 2017 sollen noch 50 weitere hinzukommen.

– 2016 haben 3.118 Neueinwanderer Aliya nach Jerusalem gemacht. Seit 2011 haben 18.577 Neueinwanderer Anliya nach Jerusalem gemacht.

– Dem Zentralen Statistikamt zufolge sind 92% der Einwohner Jerusalems zufrieden mit ihrem Leben (93% der jüdischen Bevölkerung und 89% der arabischen Bevölkerung), was etwas mehr ist als der Landesdurchschnitt (88%)

Pläne für Jerusalem für das Jahr 2017

Neue Ausrüstung soll angeschafft werden, um die Sauberkeit in den verschiedenen Vierteln zu erhöhen, die Reinigungseinsätze in den östlichen Vierteln sollen häufiger werden, neue Stadtteilparks werden gebaut, mehr Hundeparks sollen entstehen, sowie neue Parks für die östlichen Stadtteile, Millionen Blumen sollen über die gesamte Stadt gepflanzt werden, Dutzende Straßen und Gehwege werden renoviert.

Ein Innovationsprogramm wird in den Grundschulen implementiert, was eine Bildungsrevolution im Curriculum der Grundschulen darstellt. Kindergartenspielplätze werden renoviert, und Dutzende urbaner Erneuerungsprogramme werden über die gesamte Stadt implementiert. Außerdem sind geplant: die Renovation oder Ausweitung von etwa 10.000 Wohneinheiten, die Einrichtung von sieben Bürogebäuden in Har Hotzvim, Talpiot und an anderen Orten, was insgesamt 5 Millionen qm Bürofläche bedeutet; zusätzliche Straßenbahnlinien in der Stadt; eine Verbesserung des Verkehrsnetzes im Norden der Stadt; die Entwicklung des ÖPNV und mehr.

In den Wohnvierteln sollen Fahrradwege entstehen, die an die Fahrradumgehungsstraße angeschlossen sind; das Budget für Kultur- und Sportveranstaltungen wird überall in der Stadt angehoben; die 20. Makkabiade wird in der Stadt stattfinden; das landesweit größte Aquarium wird im Bibel-Zoo eingeweiht; ein Business-Inkubator wird für soziale Businesses in der Stadt entstehen; das erste „gadget lab“ in der Stadt wird eröffnet, als gemeinsames Projekt von Intel und verschiedenen Startups und Entwicklern; Hunderte von Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit den Geschäften im Stadtzentrum stattfinden; und mehr als 30 Initiativen zur Raumgestaltung werden in Partnerschaft mit Künstlern und Anwohnern im Stadtzentrum und den Wohnvierteln gestartet.

Das Mehrjahresprogramm zur Renovierung und Verbesserung der Überdachung von 50 Sportstätten in der Stadt wird fortgesetzt; neue Fitnessstätten werden in der gesamten Stadt errichtet, und neue Spazierwege in 10 Vierteln der Stadt entwickelt; neue kleine Sportstätten sollen für die Anwohner entstehen – einschließlich künstlicher Gras- und Basektball-Plätze; das Stadium in Givat Ram soll rundum erneuert werden, was es ermöglichen wird, Gastgeber für nationale und internationale Veranstaltungen zu werden; neue Schwimmbäder befinden sich in verschiedenen Stadien der Planung und des Baus. Eine Anzahl neuer Gemeindezentren wird gebaut werden, einschließlich eines einzigartigen Gemeindezentrums mit dem Fokus auf Kunst, Musik und Kultur. Neue Clubs für die Jugendbewegungen sollen entstehen, und mehr als 25 Vorschultagesbetreuungsstätten werden gebaut.

Statistik zu Jerusalem

– Ende 2015 belief sich die Bevölkerung Jerusalems auf 865.700 Einwohner, 1,9% als im Vorjahr (Wachstum in Israel insgesamt: 2%)
– Im Laufe des Jahres 2015 ist die Bevölkerung von Jerusalem um 16.000 Einwohner gewachsen
– 23.600 Kinder wurden 2015 in Jerusalem geboren, 13% aller in Israel in diesem Jahr geborenen Kinder
– 2015 sind 10.300 Personen aus anderen Städten in Israel nach Jerusalem gezogen. Im selben Jahr sind 18.100 Einwohner weggezogen.

Durchbrüche im Bildungssektor

– Mehr und mehr Familien entscheiden sich für Jerusalem: Nach einem Jahrzehnt des Rückgangs gibt es in den vergangenen acht Jahren ein ständiges Wachstum an säkularen und nationalreligiösen Schulen, gleichzeitig mit einem Wachstum aller anderen Sektoren
– In den vergangenen sechs Jahren gab es einen ständigen Anstieg in den Schülerzahlen.
– In diesem Jahr hat die Stadt den Bau von 1.000 neuen Klassenzimmern in Jerusalem begonnen, um eine Lösung für den Mangel in allen Sektoren zu finden.
– Hochschulbildung: 2015/16 studierten waren 36.200 Studierende in Hochschulen in Jerusalem eingeschrieben. 18.300 studierten an der Hebräischen Universität, 11.600 in den sieben akademischen Colleges und 6.200 in den vier Colleges.
– 74% der Studierenden sind zufrieden damit, in Jerusalem zu leben.
– 75% der Studierenden im 3. Studienjahr erwarten, dass sie die kommenden beiden Jahre ebenfalls noch in Jerusalem leben werden.

Jerusalem, Israels Startup-Hauptstadt

– In den vergangenen beiden Jahren gab es einen Anstieg von 28% bei den Hightech-Angestellten in Jerusalem (nationaler Durchschnitt: 8%). 2013 gab es 14.400 Hightech-Angestellte in Jerusalem, im Vergleich zu 18.500 im Jahr 2015.
– Mit der Expansion der Firma Mobileye in der Stadt wird Jerusalem auch zur Hauptstadt des fahrerlosen Fahrens.

Tourismus

– 2015 gab es 2.568.300 Übernachtungen ausländischer Touristen und 905.800 Übernachtungen von Israelis.
– 78% der Touristen, die 2016 nach Israel eingereist sind, haben Jerusalem besucht, und 51% der Touristen, die Israel besucht haben, haben mindestens für eine Nacht in Jerusalem übernachtet.
– 69% der Touristen haben die Klagemauer besucht, 64% da jüdische Viertel, 55% die Grabeskirche, 49% die Via Dolorosa, 49% den Ölberg, 37% die Davidstadt, 28% den Davidsturm, 20% die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, 19% das Gartengrab, 16% das Israel-Museum und 8% Al-Aksa-Moschee.

Führend im Bau

– 2016 wurde der Bau von 3.120 Baueinheiten abgeschlossen.
– 2016 wurden die Baugenehmigungen für 2534 neue Wohneinheiten erteilt, 2015 waren es 2262.

Grünes Jerusalem

– In den vergangenen beiden Jahren wurden 140 neue Spielplätze geschaffen, 2017 sollen noch 50 weitere hinzukommen.
– Im vergangenen Jahr wurden 55 Sonnensegel für bestehende Spielplätze installiert, weitere 100 sollen im kommenden Jahre in Gärten der Stadt hinzukommen.
– Der Mehrjahresplan, der vorsieht, alle Müllcontainer der Stadt durch unterirdische Müllcontainer zu ersetzen, läuft weiter. Im vergangenen Jahr wurden bereits 300 Container verlegt, 300 weitere sollen in diesem Jahr noch hinzukommen.

Führend in der Kultur

– Die Stadt Jerusalem unterstützt mehr als 60 kulturelle Institutionen.
– Es gibt mehr als zehn Museen in Jerusalem, mit dem Israel-Museum und der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem befinden sich zwei der wichtigsten Museen des Landes in der Stadt, die allein schon mehr als zwei Millionen Besuchern anziehen.
– Jerusalem hat sieben Kunsthochschulen, das ist die größte Konzentration von Kunsthochschulen im Land.
– Die Stadt hat zehn Theater und verschiedene Theatergruppen
– Jerusalem beherbergt jährlich eine große Anzahl Festivals. Einige sind langjährig etabliert, wie etwa das Israel-Festival, das Internationale Kammermusikfestival, die Biennale für Zeichnen, das Oud-Festival, das Pijut-Festival und das Internationale Schriftstellerfestival; während andere neu sind, wie das Internationale Jazz-Festival und das Piano-Festival, die Internationale Biennale für jüdische Kunst und andere.

Sport

– Das Projekt zum Renovierung von etwa 70 Sportstätten und den Neubau von 130 kleineren Sportplätzen und –hallen in Wohnvierteln wird in diesem Jahr fortgesetzt.
– Die Stadt baut drei Schwimmbäder in Wohnvierteln, drei weitere befinden sich in der Planungsphase.
– Jerusalem ist eine führende Stadt für internationale Sportereignisse geworden, so beispielsweise der Internationale Jerusalem-Marathon mit 30.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt.

ÖPNV – Bauen für die Zukunft

– Die Entwicklung der Straßenbahn wird fortgesetzt, eine zweite Linie wird zusätzliche Stadtteile miteinander verbinden. 250.000 Pendler sollen sie jeden Tag nutzen.

Zufrieden in Jerusalem

– 92% der Personen über 20 Jahre sind mit ihrem Leben zufrieden (93% der jüdischen Bevölkerung und 89% der arabischen Bevölkerung), was etwas mehr ist als der Landesdurchschnitt (88%)
– 60% der Einwohner sind mit ihrer wirtschaftlichen Situation zufrieden (68% der Juden, 43% der Araber). 75% der Angestellten sind mit ihrem Gehalt zufrieden, und 85% mit ihrer Arbeit. 27% der Arbeitnehmer sind Mitglieder einer Arbeitnehmerorganisation.
– 72% der Einwohner Jerusalems sind mit ihrem Wohngebiet zufrieden (86% der Juden und 44% der Araber). In ganz Israel sind 83% der Bevölkerung zufrieden mit ihrem Wohngebiet, 86% der Juden, 67% der Araber.
– 74% der jungen Erwachsenen und jungen Familien, die in der Stadt leben, würden sie als Wohnort ihren Freunden empfehlen.
– 85% der jungen Erwachsenen und jungen Familien schätzen, dass sie auch in den kommenden zwei Jahren noch weiter in Jerusalem leben werden.

Daten: The Strategic Planning Division – Jerusalem Municipality. Jerusalem Institute for Policy Research, Central Bureau of Statistics, Newsletter der Botschaft des Staates Israel
(Illustration: Amt des Premierministers)

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