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BDS-Kampagne protestiert gegen Israel bei der ITB Berlin

Einige dutzend BDS-Aktivist_innen protestierten am vergangenen Samstag (11. März 2017) gegen Israel am Rande der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin…

K. Schmitt, redoc – research & documentation

Während der über zweistündigen Kundgebung verteilten die Teilnehmenden Flugblätter und skandierten ausschließlich gegen Israel gerichtete Parolen. Vereinzelnd riefen Aktivisten die Parole „Mörderkinder Israel“, eine Anlehnung an das alte antisemitische Stereotyp, Juden würden rituelle Kindstötungen vornehmen.

Während die BDS-Leute ihren Protest abhielten, klärten einige Gegendemonstrant_innen wenige Meter entfernt die ITB-Besucher_innen über den Antisemitismus der Kampagne auf.

Die weltweit agierende „Boycott, Divestment and Sanctions“-Initiative ruft zum Boykott Israels auf und setzt den jüdischen Staat mit dem ehemaligen südafrikanischen Apartheidsregime gleich.

Laut dem Sozialwissenschaftler und Politologen Samuel Salzborn lege die BDS-Kampagne doppelte Standards an, verkenne die geschichtlichen Fakten und betreibe eine „generelle Umdrehung von Ursache und Wirkung“, was „ein charakteristisches Merkmal für antizionistischen Antisemitismus“ sei.