Palästinensische Kinder erhalten Cochlea-Implantat in Israel

Im Krankenhaus Hadassah Ein Kerem in Jerusalem haben im vergangenen Jahr 16 gehörlose palästinensische Kinder ein Cochlea-Implantat erhalten. Sechs von ihnen wurden allein im vergangenen Monat operiert…

Das Cochlea-Implantat ist in der westlichen Welt mittlerweile weit verbreitet und gibt gehörlos geborenen Menschen die Möglichkeit, hören zu können. Das Implantat muss jedoch in jungen Jahren eingebaut werden, da Erwachsene Menschen nicht mehr in der Lage sind, „hören zu lernen“.

Das Peres Center for Peace ermöglichte nun die Operation der palästinensischen Kinder. In den Palästinensischen Autonomiegebieten ist es nicht möglich, den Eingriff durchzuführen.

„Die Operation haben für uns eine nicht geringe logistische Herausforderung dargestellt“, so Michal Kaufmann, die die Operationen durchgeführt hat. „Wir brauchten Genehmigungen aus dem Verteidigungsministerium, außerdem kamen einige der Kinder ohne ihre bisherigen Befunde an, so dass wir noch intensive Tests durchführen mussten, abgesehen natürlich von der emotionalen und psychologischen Behandlung.“

Das Cochlea-Implantat ist eine Hörprothese für Gehörlose, deren Hörnerv nicht funktionsgestört ist. Die OP ist lediglich der erste Schritt der Therapie, etwa einen Monat nach der Operation wird eine externe Einheit angepasst. Dies wird von einem Logopäden vorgenommen und ist von einem monatelangen Rehabilitationsprozess gefolgt.

„Diese Kinder konnten vor dem Eingriff nicht sprechen“, so Kaufmann. „Die OP hat ihnen die Welt und die Möglichkeit zu kommunizieren eröffnet. Wir freuen uns sehr, dass wir zu so einem dramatischen Wandel in ihrem Leben beitragen konnten!“

Ynet, 18.02.17, Newsletter der Botschaft des Staates Israel

Kommentar verfassen