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Die neuen Fernsehtipps

Vom 01. bis 15. März 2017…

Do, 2. Mär · 23:15-00:45 · HR
Die Siedler der Westbank

Seit Israels entscheidendem Sieg im Sechstagekrieg im Jahr 1967 haben sich israelische Bürger in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes angesiedelt. Der Dokumentarfilm „Die Siedler der Westbank“ zeigt ungewöhnliche Einblicke in das Leben der Pioniere der Siedlerbewegung und einer schillernden Gruppe von jungen radikalen Siedlern. Es ist eine eindringliche Betrachtung der umstrittenen Bewegung, die gewaltigen Einfluss auf die Zukunft der Schicksalsgemeinschaft von Israel und Palästina hat.

Sa, 4. Mär · 10:40-12:32 · arte
Eine auswärtige Affäre

Deutschland in der Nachkriegszeit: Der Schwarzmarkt im zerbombten Berlin floriert. Jeder nimmt, was er kriegen kann. Überall herrschen Unordnung, Chaos, Ausverkauf. Nach den Häusern fällt auch die Moral in Trümmer; auf den Trümmern aber wachsen Träume und Sehnsüchte … Billy Wilders „Eine auswärtige Affäre“ mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle erhielt zwei Oscar-Nominierungen. In dem verräucherten Schwarzmarkt-Club „Lorelei” singt die schöne und verführerische Erika von Schlütow vor begeisterten amerikanischen GIs von Schwarzmarkt-Lüsten und -Genüssen. Sie war im Krieg die Mätresse eines hochrangigen Nazischergen und muss sich jetzt als Nachtclub-Sängerin durchschlagen. Einer ihrer größten Bewunderer ist der amerikanische Besatzungsoffizier John Pringle, mit dem sie eine Affäre hat. Beide kommen dabei auf ihre Kosten: Er bringt ihr die begehrten Nylons, Kaffee, Schnaps und schützt sie; sie entschädigt ihn für seine Geschenke auf einer Matratze, die er am Brandenburger Tor gerade gegen die Geburtstagstorte seiner Verlobten eingetauscht hat. Pech für die beiden, dass in diesen Tagen amerikanische Kongressabgeordnete nach Berlin kommen, um das moralische Verhalten der Truppe zu untersuchen – unter ihnen Phoebe Frost. Die fromme, biedere, durch und durch moralische Kongressabgeordnete aus Iowa ist schockiert von den „unsittlichen Verhältnissen”, die sich ihr an jeder Straßenecke des amerikanischen Sektors offenbaren. Als sie dann noch herausfindet, dass eine berüchtigte Nazi-Künstlerin ungestraft vor ihren amerikanischen Brüdern auftreten kann, ist ihr klar, dass ein amerikanischer Offizier sie decken muss. Diesem will sie das Handwerk legen, und ausgerechnet John Pringle soll ihr dabei helfen …

Sa, 4. Mär · 20:15-21:00 · PHOENIX
Hitlers Kinder – Jugendliche im NS-Staat

„Hitlerjugend“ und „Bund Deutscher Mädel“ hießen die vom Regime gelenkten Massenorganisationen für Jugendliche im NS-Staat. Mitgliedschaft galt als Pflicht. Millionen erlebten dort neben Ausflügen und geselligen Abenden die ideologische Schulung im Sinne der NSDAP. Doch die Verführung löste unterschiedliche Reaktionen aus – von der totalen Verblendung bis hin zum entschlossenen Widerstand.

Sa, 4. Mär · 21:00-21:45 · PHOENIX
ZDF-History: Die Kinder des 20. Juli

Als am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler misslingt, jagen die Nationalsozialisten nicht nur die Widerstandskämpfer, auch ihre Kinder und Enkelkinder stehen auf der Fahndungsliste des Regimes. Sie werden ihren Familien entrissen, strikt nach Altersgruppen und Geschlecht getrennt und in ein Kinderheim nach Bad Sachsa geschafft. Geschwisterkinder dürfen einander nicht mehr sehen. Fotos und Kuscheltiere müssen sie abgeben. Deutsches Liedgut und Fahnenhissen stehen auf dem Programm. Was mit ihren Eltern ist, wissen sie nicht. Viele von ihnen kommen erst ein knappes Jahr nach ihrer Entführung wieder frei.

Sa, 4. Mär · 23:50-01:40 · Das Erste (ARD)
Nacht über Berlin

Die lebenslustige Sängerin Henny Dallgow lernt in Berlin Anfang der 1930er Jahre den SPD-Reichstagsabgeordneten Albert Goldmann kennen, der scheinbar so gar nicht zu ihr passt: Während der engagierte Arzt sich im Wedding um das Wohl der Arbeiter und sozial Schwachen kümmert, tritt die aus reichen Verhältnissen stammende Künstlerin in einem mondänen Nachtklub auf. Die Gegensätze ziehen sich magisch an, doch die Liebe der beiden gerät in den verhängnisvollen Strudel der historischen Ereignisse. In den Hauptrollen beeindrucken Anna Loos und Jan Josef Liefers als ungleiches Paar. Friedemann Fromm inszenierte den ebenso spannenden wie anrührenden Film über ein Schlüsselereignis deutscher Geschichte. Berlin, 1932. Albert Goldmann (Jan Josef Liefers) sitzt als gemäßigter SPD-Abgeordneter im Berliner Reichstag. Nach seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg ist der idealistische jüdische Arzt zum leidenschaftlichen Demokraten geworden, der nur eines will: Nie wieder Krieg! Entgegen seiner pazifistischen Überzeugung lässt er sich von seinem jüngeren Bruder Edwin (Franz Dinda), Mitglied einer radikalen kommunistischen Zelle, zu einem heiklen Kurierdienst überreden. Prompt gerät er in eine Polizeikontrolle und entgeht nur dank der spontanen Hilfe der selbstbewussten Henny Dallgow (Anna Loos) seiner Enttarnung. Die unangepasste Tochter aus reichem Haus ist beeindruckt von dem engagierten Arzt, der den sozial Schwachen hilft und sich als streitbarer Reichstagsabgeordneter für den Fortbestand der jungen und nicht sehr angesehenen Demokratie einsetzt. Henny wiederum macht ihren persönlichen Traum wahr und übernimmt das „Ballhaus“ von dem Juden Matze Belzig (Jürgen Tarrach), der die Zeichen der Zeit erkennt und rechtzeitig nach Amerika emigriert. Als Sängerin, die in ihrem mondänen Etablissement wie selbstverständlich SA-Männer zu ihren Gästen zählt, verkehrt Henny in einer Welt, die den Juden Albert abstößt. Über diese Gegensätze hinweg entwickelt sich jedoch eine große Liebe, die unter keinem guten Stern steht. Im Februar 1933, als die Lage auf den Straßen eskaliert, erfährt Henny vom künftigen Mann ihrer Cousine Uta (Claudia Eisinger), dem den Nazis zugewandten Karrieristen Erhart von Kühn (Sven Lehmann), dass Albert in Gefahr ist. Sie will ihn warnen, doch Albert ist unterwegs zum Reichstag, um einen verwirrten Patienten daran zu hindern, eine Dummheit zu begehen. Jan Josef Liefers und Anna Loos überzeugen als leidenschaftliches Paar, das sich zur falschen Zeit begegnet. Der aufwendige Film zeigt das facettenreiche, pulsierende Berliner Leben in den Wochen vor dem Reichstagsbrand 1933. Während die Weimarer Republik zwischen linken und rechten Extremisten zerrieben wird, prallen auch in der Reichshauptstadt gegensätzliche Welten aufeinander: Jürgen Tarrach glänzt als freigeistiger Künstler, der dem Land rechtzeitig den Rücken kehrt. In der Rolle des zynischen Nazi-Karrieristen Erhart von Kühn zeigt Sven Lehmann, wie braune Ideologie mit wirtschaftlichen Interessen Hand in Hand geht. Claudia Eisinger spielt als Hennys Cousine Uta eine Frau, die von den realen Entwicklungen nichts wissen will, während Franz Dinda als Alberts heißblütiger Bruder Edwin im bewaffneten Kampf gegen die Nazis stirbt. Regisseur Friedemann Fromm inszeniert das historische Drama nach eigenem Buch, das er gemeinsam mit Rainer Berg verfasste.

So, 5. Mär · 23:35-00:05 · Das Erste (ARD)
Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“

Seit 1952 veranstaltet die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im März jeden Jahres die Woche der Brüderlichkeit. In allen Teilen des Landes werden aus diesem Anlass Veranstaltungen durchgeführt, die den christlich-jüdischen Dialog vertiefen sollen. In diesem Jahr steht die Woche der Brüderlichkeit unter dem Motto: „Nun gehe hin und lerne“. Ein Thema, das auf einen Ausspruch des jüdischen Schriftgelehrten Hillel zurückgeht und verdeutlichen möchte, dass Lernen als bleibender Auftrag zu begreifen ist. Das Motto unterstreicht damit – auch und gerade im christlich-jüdischen Gespräch -, dass es nicht reicht, in einmal Erkanntem und Erreichtem zu verharren, sondern dass diese in einem andauernden Prozess des Lernens stets zu vertiefen und zu erneuern sind. Die Woche der Brüderlichkeit wird am 5. März 2017 mit einer zentralen Feierstunde in der Frankfurter Paulskirche eröffnet. Traditioneller Höhepunkt ist dabei die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille, mit der in diesem Jahr die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden (KLAK) geehrt wird. Die KLAK ist ein 1978 ins Leben gerufener Zusammenschluss von Arbeitsgruppen, Ausschüssen und Beauftragten im Bereich Kirche und Judentum innerhalb der 18 Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland. Auf der Eröffnungsfeierlichkeit sprechen werden unter anderem der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, der Ratsvorsitzende der EKD Heinrich Bedford Strohm, der jüdischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrates Rabbiner Andreas Nachama, sowie der Ehrenpräsident des Deutschen Koordinierungsrates Landesrabbiner em. Henry G. Brandt. Das Erste sendet eine Zusammenfassung der Eröffnungsfeier zur Woche der Brüderlichkeit in der Frankfurter Paulskirche.

Mo, 6. Mär · 01:40-03:30 · Das Erste (ARD)
Jud Süß – Film ohne Gewissen

Ende der 1930er Jahre bietet Joseph Goebbels dem mäßig erfolgreichen Darsteller Ferdinand Marian die Hauptrolle in dem antijüdischen Propagandafilm „Jud Süß“ an. Moralische Skrupel lassen den Schauspieler zögern, doch die Aussicht auf Weltruhm ist zu verlockend. Er will der Titelfigur freundliche Züge verleihen, steigert die gewünschte Wirkung dadurch aber umso mehr. Der zweifelhafte Erfolg reißt ihn mit sich, Marian verliert seine Frau und seine Selbstachtung. „Elementarteilchen“-Regisseur Oskar Roehler erzählt die tragische Geschichte des Schauspielers Ferdinand Marian, der an der Rolle seines Lebens zerbricht. Tobias Moretti und Moritz Bleibtreu glänzen in dieser aufwühlenden Studie über Rassenhass und die Wirkung aufkommender Massenmedien. Berlin, 1939. Joseph Goebbels (Moritz Bleibtreu), Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, plant das NS-Prestigeprojekt „Jud Süß“. Die großen Ufa-Stars machen einen Bogen um den antisemitischen Hetzfilm, weswegen der Minister die Hauptrolle dem Österreicher Ferdinand Marian (Tobias Moretti) andient. Der weniger bekannte Darsteller wittert die einmalige Karrierechance, doch seine Frau Anna (Martina Gedeck) befürchtet, dass er sich zu sehr auf jüdische Rollen festlegt. Goebbels erhöht den Druck, worauf Marian schließlich den Pakt mit dem Teufel schließt. Um sein Gewissen zu beruhigen, redet er sich ein, er könne dem grotesk überzeichneten Titel-Bösewicht sympathische Züge verleihen. Diese hehre Absicht macht Goebbels, der die Dreharbeiten persönlich überwacht, sich geschickt zunutze. Als Marian schmerzlich bewusst wird, welch verwerfliche Rolle er in dieser wirksamen filmischen Propagandawaffe spielt, flüchtet er in Alkoholexzesse und Seitensprünge. Um seinen Star unter Kontrolle zu bekommen, lässt Goebbels Anna deportieren. Der Erfolg des Films erweist sich als Fluch, den der Schauspieler auch nach dem Krieg nicht loswird. Während der „Jud-Süß“-Regisseur Veit Harlan (Justus von Dohnányi) sich distanzieren kann, erfährt Marian von Annas Tod im KZ. Sie wurde Opfer des fanatischen Rassenhasses, den er durch seinen Filmauftritt noch geschürt hat. Das bewegende Historiendrama nach Friedrich Knillis Ferdinand-Marian-Biografie rekonstruiert die Entstehungsgeschichte des NS-Propagandafilms „Jud Süß“. Für seine packende Studie über die Verführbarkeit des Einzelnen in der Diktatur versammelt Oskar Roehler ein außergewöhnliches Ensemble: Als eitler Darsteller, der sich selbst belügt, macht Tobias Moretti spürbar, was Zusammenarbeit mit den Nazis bedeutete. Moritz Bleibtreu entlarvt Goebbels als clowneske Karikatur. Zurückhaltend agieren Justus von Dohnányi, der den „Jüd-Süß“-Regisseur Veit Harlan als berechnenden Mitläufer zeigt, und Martina Gedeck als Marians leidgeprüfte Ehefrau. Mit blassen Farben, die eine bedrückende Nähe zu den 1930er Jahren erzeugen, wirft der Film ein neues Licht auf die Banalität der Bösen.

Mo, 6. Mär · 18:00-18:30 · PHOENIX
Israel – Eklat um Siedlungspolitik

Die überraschende Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik durch die UNO – möglich nur, weil die USA erstmals kein Veto eingelegt haben – hat in Israel zu einem enormen Eklat geführt. Israel hat seine Botschafter zurückberufen, Gespräche abgesagt und die USA eines „schändlichen, hinterhältigen“ Manövers bezichtigt. Israels Siedlungspolitik gilt als das größte Hemmnis für eine Lösung des jahrzehntelangen Konflikts. 556.000 jüdische Siedler leben mittlerweile in den besetzen Gebieten und verdrängen die Palästinenser von ihrem eigenen Land.

Mi, 8. Mär · 00:05-01:35 · MDR
Sterne

Zum 35. Todestag von Konrad Wolf – In einer von Deutschen besetzten bulgarischen Provinzstadt werden griechische Juden unter unmenschlichen Bedingungen vorübergehend gefangen gehalten, um dann ins Vernichtungslager Auschwitz überführt zu werden. Über den Stacheldraht hinweg lernt der Unteroffizier Walter die Jüdin Ruth kennen. Seine gleichgültige, unmenschliche Haltung ruft in Ruth tiefe Empörung hervor und sie schreit dem Deutschen ihre ganze Verachtung ins Gesicht. Ein Film vieler suggestiver Bilder, Gesichtern, in denen sich seelische Qual widerspiegelt, Massenszenen, in denen sich tiefe Verzweiflung und menschliche Stärke gleichsam zeigen.
Bild oben:
© Bild: MDR/PROGRESS FILMVERLEIH GmbH/Lotte Michailowa Wehrmachts-Unteroffiziert Walter (Jürgen Frohriep) begegnet der Jüdin Ruth (Sasha Krusharska).Weitere Fotos erhalten Sie auf Anfrage.

Mi, 8. Mär · 17:00-17:45 · 3sat
Frauen, die Geschichte machten, 6/6, Sophie Scholl

Sophie Scholl besaß weder Macht noch Einfluss. Das unterscheidet sie von den anderen Protagonistinnen der Reihe „Frauen, die Geschichte machten“. Den Platz in den Geschichtsbüchern erhielt sie nicht, weil sie in ihrer Zeit etwas bewegte, sondern weil sie Stellung bezog und für ihre Haltung in den Tod ging. Dadurch wurde sie posthum zum Vorbild und zur moralischen Instanz. Neben Claus Schenk Graf von Stauffenberg ist Sophie Scholl sicher die populärste Figur des Widerstands gegen Hitler. Das hängt nicht nur mit ihrer Biografie, den Texten und Äußerungen zusammen, die von ihr überliefert sind, sondern auch mit den Fotos, die wir von ihr kennen. Sie zeigen das jugendliche, beinahe kindliche Gesicht einer Zwanzigjährigen, das nicht nur bewegt, weil wir ihr Schicksal kennen, sondern weil es in merkwürdigem Gegensatz zu ihrer mutigen, unbeugsamen Haltung beim Verhör und vor Gericht steht. Es hat sich in das kollektive Gedächtnis unserer Nation eingeschrieben. Wie aber war Sophie Scholl zum Widerstand gegen das NS-Regime gekommen? Warum riskierte sie ihr Leben für Flugblätter, von denen damals nur wenige Zeitgenossen überhaupt Kenntnis nahmen? Anders als die bisherigen Filme über Sophie Scholl und die „Weiße Rose“ setzt der Film nicht erst kurz vor der Verhaftung der Geschwister am 18. Februar 1943 ein, sondern geht zurück bis die Kindheit. Dabei offenbart er eine weitgehend unbekannte Seite Sophie Scholls, die seit ihrem Tod vorrangig als Ikone des Widerstands verehrt wird.

Mi, 8. Mär · 22:10-22:55 · WDR
Holland in Not – Wer ist Geert Wilders?

Wut und Bewunderung: Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders vereinigt beides auf sich. Bei den Parlamentswahlen am 15. März könnten sich jedenfalls die Bewunderer durchsetzen, denn Wilders Partei PVV führt in den Umfragen. Filmemacher Joost van der Valk zeigt, wer dieser Wilders ist, wer ihn wählt und wer ihn unterstützt. Der Autor hat ihn über Jahre bei Auftritten begleitet und bereits einen Kino-Film über ihn produziert (Wilders, the Movie). Er zeigt sein Wirken in den Niederlanden, den USA, GB und Israel, aber natürlich auch in Deutschland, wo er sich jüngst in Koblenz mit Marine Le Pen und Frauke Petry traf. Und er erzählt, welche Kontakte es zwischen Wilders und dem Umfeld Trumps gibt. Zu Wort kommen aber auch seine Kritiker, darunter ehemalige Parteifreunde und, natürlich, Muslime. Van der Valk ist einer der renommiertesten Dokumentarfilmer der Niederlande und u.a. Emmy-Preisträger.

Do, 9. Mär · 13:45-15:49 · arte
Comedian Harmonists

Berlin, 1927: Sechs ehrgeizige junge Männer tun sich zusammen, um eine ganz eigene künstlerische Vision zu verfolgen. Mit Disziplin und harter Arbeit eignen sie sich ein Repertoire mitreißender A-cappella-Nummern an, mit Texten in einer Bandbreite von sentimental bis vollkommen albern. Schon bald ernten sie nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland großen Erfolg. Ihr Leben wird ein einziges großes Fest, mit Frauen, Autos und jedem erdenklichen Luxus. Aber während sie die politischen Entwicklungen ignorieren, hat das NS-Regime sie im Blick. Drei der sechs Harmonists sind Juden und somit für die Nationalsozialisten nicht hinnehmbar: Die Gruppe wird zur Auflösung gezwungen. Was als eine der schönsten Erfolgsgeschichten der wilden Zwanziger begann, wird von einer barbarischen Ideologie zerstört. Die Nazis markieren das Ende der Comedian Harmonists, aber ihre Stimmen klingen weiter … Der für das Szenenbild verantwortliche Rolf Zehetbauer („Das Boot“, „Die unendliche Geschichte“, Oscar-Auszeichnung für „Cabaret“) ließ die 20er und 30er Jahre detailgetreu wieder auferstehen. Gedreht wurde an Originalschauplätzen in Wien, München, Berlin, Stuttgart und Prag. Zur Authentizität trägt auch die Musik bei: Bei allen im Film verwendeten Liedern handelt es sich um digital bearbeitete Originalaufnahmen der Comedian Harmonists.

Do, 9. Mär · 20:15-22:30 · kabel eins
Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat

Historisches Drama über das Attentat auf Hitler, das am 20. Juli 1944 von Claus Schenk Graf von Stauffenberg geplant und ausgeführt wurde, mit Tom Cruise in der Hauptrolle.

Sa, 11. Mär · 21:40-23:10 · HR
Tatort: Ein ganz normaler Fall

Die junge Leah Berger wird in München auf dem jüdischen Friedhof beerdigt, ganz hinten an der Friedhofsmauer, denn Leah hat Selbstmord begangen. Ihr Vater Rafael Berger steht unter Schock. Die Münchner Hauptkommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic befinden sich in einem betriebsinternen Wettbewerb, nur einer kann „Polizist des Jahres“ werden. Dann der Anruf: Ein Toter in der neuen jüdischen Synagoge, vermutlich Fremdeinwirkung. Der zuständige Staatsanwalt mahnt „Fingerspitzengefühl“ an. Die Ermittler gehen den Fall an wie jeden anderen auch. Der Tote ist Rafael Berger.

Mo, 13. Mär · 20:15-22:06 · arte
Ein Mann zuviel

1943: Ganz Frankreich steht unter der Kontrolle der Achsenmächte. Eine Gruppe Widerstandskämpfer dringt in der Auvergne in eine deutsche Stellung ein, um zwölf zum Tode verurteilte Gefangene zu befreien. Die anderen Gefangenen sollen zurückgelassen werden. Nach erfolgreicher Mission suchen Anführer Cazal und seine Männer Zuflucht im Haus eines Verbündeten. Erst hier fällt den Partisanen auf, dass sie einen Gefangenen zu viel befreit haben. Was nun? Das Misstrauen ist groß. Die Rebellen können ihre Schützlinge nun nicht einfach freilassen, da diese bereits eine sichere Stellung der Résistance gesehen haben. Sie alle zu erschießen wäre unmenschlich, man wäre nicht besser als die Nationalsozialisten. Cazal entschließt sich, alle mitzunehmen und gut im Auge zu behalten. Schnell wird einer der Befreiten verdächtig. Er möchte seinen Namen nicht nennen und auch sonst nichts über seine Vergangenheit preisgeben. Auch macht er kein Geheimnis daraus, dass er den Krieg, und damit die Mission der Résistance, ablehnt. Cazal sieht in ihm einen Pazifisten, sein Kamerad Thomas hingegen sieht eine Bedrohung, die es zu beseitigen gilt. Wohl oder übel muss der 13. Mann mit auf die nächste Mission, doch die Unsicherheit über seine Absichten hat Auswirkungen auf die Gruppenmoral. Dass im täglichen Kampf mit dem Feind immer mehr Freunde sterben und verletzt werden, spannt die Situation noch weiter an.

Di, 14. Mär · 15:30-16:15 · 3sat
Orientalische Gartenlust, 2/5, Andalusien – Das Erbe der Mauren

Andalusien gehörte fast 800 Jahre lang zur islamischen Welt. Bis heute prägt diese Epoche die Gartenkultur in Südspanien. Bereits im frühen 8. Jahrhundert drangen Muslime in Südspanien ein, brachten dabei ihre kulturellen Schätze mit und verschmolzen sie mit denen, die sie vorfanden. Die besetzten Gebiete hatten einen vielfältigen historischen und kulturellen Reichtum zu bieten. Sie vereinigten spanisch-christliche Wurzeln, römische und jüdische Einflüsse. Die muslimischen Eroberer assimilierten diese Kulturen und schufen die sogenannten maurischen Gärten Spaniens. Ihre Besonderheit in der islamischen Gartenkultur: Weil sie nicht in der Wüste waren, gab es keinen Grund, die Umgebung auszuschließen, und so wurden Blicke in die Landschaft eingeplant. Die bekanntesten Gartenanlagen finden sich in der Alhambra und im Generalife in Granada, sie zählen zu den touristischen Höhepunkten einer Andalusien-Reise. Die islamische Kultur steht hier ausschließlich für Schönheit und Exotik. Aber auch abseits dieser bekannten Pfade gibt es islamisch beeinflusste Gartenkultur. In der spektakulär gelegenen Stadt Ronda, die an einer 100 Meter tiefen Schlucht gebaut ist und einst ein attraktiver Ort für reiche Handelsfamilien war, entdecken wir die Gärten und des Palasts Casa del Rey Moro. In Granada eröffnen sich von den Carmen-Gärten spektakuläre Blicke auf die Alhambra. Und auch in Córdoba, Sevilla und Málaga entdeckt die Dokumentation orientalische Gartenlust, die heute ganz selbstverständlich zum kulturellen Erbe Europas gehört. Die fünfteilige Entdeckungsreise „Orientalische Gartenlust“ offenbart den Reichtum und die Vielfalt der islamischen Gartenkultur.