Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD) in Berlin gegründet

Die jüdischen Studierenden und jungen jüdischen Erwachsenen Deutschlands haben wieder eine offizielle politische Vertretung. Im Rahmen des Gemeindetags des Zentralrats der Juden in Deutschland, am 8. Dezember 2016 in Berlin, haben Vertreter jüdischer Studierendeninitiativen die neue nationale Studierendenunion gegründet…

Zweck der JSUD soll die Vereinigung aller junger jüdischer Erwachsener in Deutschland zur gemeinsamen politischen Arbeit und Interessenvertretung sein. Auch die Bekämpfung jeder Form rassistischer, fremdenfeindlicher, religiöser und politischer Diskriminierung (insbesondere des Antisemitismus), der Dialog mit anderen Kulturen und Glaubensrichtungen, sowie die Sensibilisierung und Information der nicht-jüdischen Öffentlichkeit in Deutschland zu jüdischen Themen sind Teil des Aufgabenbereiches der JSUD.

Als eine der aktivsten und mitgliederstärksten jüdischen Gemeinschaften in Europa hat Deutschland somit wieder eine präsente junge jüdische Stimme. In einer Vollversammlung, die im März 2017 stattfinden soll, soll im Rahmen des alljährlichen Jugendkongresses der Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland und des Zentralrats der Juden in Deutschland ein Vorstand gewählt werden. Bis dahin übernehmen die fünf Mitglieder des Gründungsvorstandes den strukturellen Aufbau und die Vertretung der Union.

Zu den Gründungsmitgliedern:

Der Gründungsvorstand der JSUD besteht aus fünf Mitgliedern:
Benjamin Fischer (Präsident der European Union of Jewish Students; Gründungspräsident)
Mike Samuel Delberg (Repräsentant der Jüdischen Gemeinde zu Berlin; Ehrenpräsident des Jüdischen Studentenzentrums Berlin)
Arthur Bondarev (Stellv. Vorstandsvorsitzender der Synagogengemeinde Konstanz K.d.ö.R.; Stipendiatischer Gesamtsprecher des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks)
Dalia Grinfeld (Präsidentin des Bundes Jüdischer Studenten Badens a.D.; Politikwissenschaftlerin)
Lionel Reich (Student der Rechtswissenschaften; Jugendaktivist in der Synagogen-Gemeinde Köln K.d.ö.R.).

Es ist der jüdischen Studierendenschaft wichtig, ein zentraler und sichtbarer Teil des öffentlichen Diskurses zu sein, sich offen gegen antidemokratische Stimmen stark zu machen und so gemeinsam die Gesellschaft zu bestärken.

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