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Vom „Denkmal der Schande“ und mehr

Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag, Björn Höcke, hielt gestern Abend auf Einladung der „Jungen Alternativen“ eine Rede in Dresden. In dieser forderte Höcke das Ende der Kultur des Erinnerns an die Nazi-Verbrechen in Deutschland. Es müsse eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad vollzogen werden, sagte er…

Eine Dokumentation von redoc – research & documentation
Foto oben: Björn Höcke bei Wahlkampfkundgebung in Neubrandenburg, 12.8.2016

Auszüge (Audio) aus der Rede Björn Höckes am 17. Januar 2017 auf Einladung:

[…] Ich will heute würdigen, ich will hier und da auch mahnen und ich will vor allen Dingen appellieren. […]

Die führenden Altparteien-Politiker sind zu erbärmlichen Apparatschiks geworden, die nur noch ihre Pfründe verteilen wollen. […] Weder ihr erstarrter Habitus noch ihre floskelhafte Phraselogie unterscheidet Angela Merkel von Erich Honecker. [starker Applaus, „Merkel muss weg“-Rufe] […]

Liebe Freunde, ich habe es immer wieder betont, die AfD ist die letzte evolutionäre, sie ist die letzte friedliche Chance für unser Vaterland. […] Damit sie es seien kann, muss sie sich als inhaltliche, nicht als strukturelle, als inhaltliche Fundamentalopposition verstehen. Denn sie ist die einzige relevante politische Kraft des Bewahrenden, die gegen die kollektiven Kräfte der Auflösung der One-World-Ideologen und ihrer Verbündeten steht. […]

Eine der bedeutsamsten Reden, die von einem Bundespräsidenten gehalten wurden, das war die Rede von Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1945. [Applaus] Das war eine rhetorisch wunderbar ausgearbeitete Rede. Aber es war eine Rede gegen das eigene Volk und nicht für das eigene Volk. [Applaus] Und auch die „Ruckrede“, die sogenannte Ruckrede von 1997, gehalten vom letzte Woche verstorbenen Bundespräsidenten Roman Herzog, war eine Rede gegen das eigene Volk. […] Seine Rede war nichts anderes als eine deutliche Begleitmusik zur Entfesselung der Finanzmärkte, zur Auflösung der Solidargemeinschaft, sprich zum neoliberalen Globalismus. [Applaus, „Volksverräter“-Rufe] […] Und die Menschen haben Roman Herzog damals geglaubt, so wie viele Menschen sehr lange Angela Merkel geglaubt haben. Beide haben sie unser gutmütiges Volk heimtückisch hinters Licht geführt. […]

Ich komme aus einem sehr politischen und geschichtsbewussten Elternhaus. Mein Vater erzählte mir schon sehr früh, was sich in Dresden am Ende des 2. Weltkrieges ereignete. […] Die Bombardierung Dresdens und der anschließende Feuersturm vernichteten das Elbflorenz und die darin lebenden Menschen. Die Bombardierung Dresdens war ein Kriegsverbrechen. […] Sie ist vergleichbar mit den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki. […] Mit der Bombardierung Dresdens und der anderen deutschen Städte wolle man nichts anderes, als uns unsere kollektive Identität rauben. Man wollte uns mit Stumpf und Stiel vernichten. Man wollte unsere Wurzeln roden. Und zusammen mit der 1945 begonnenen systematischen Umerziehung hat man das auch fast geschafft. […]

Bis jetzt ist unsere Geistesverfassung, unser Gemütszustand, immer noch der, eines total besiegten Volkes. […]

Wir Deutschen, und ich rede jetzt nicht von euch Patrioten, die sich hier heute versammelt haben … Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, dass sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat. [Applaus] Und anstatt die nachwachsende Generation mit den großen Wohltätern, den bekannten weltbewegenden Philosophen, den Musikern, den genialen Entdeckern und Erfindern in Berührung zu bringen, von denen wir ja so viele haben, […] vielleicht mehr als andere Völker auf diese Welt, liebe Freunde, […] und anstatt unsere Schüler in den Schulen mit dieser Geschichte in Berührung zu bringen, wird die Geschichte, die deutsche mies und lächerlich gemacht. […]

Wenn wir eine Zukunft haben wollen – und wir wollen diese Zukunft haben, und immer mehr Deutsche erkennen, dass eigentlich auch sie eine Zukunft haben wollen, dann brauchen wir eine Vision. Eine Vision wird aber nur dann entstehen, wenn wir uns wieder selber finden, wenn wir uns wieder selbst entdecken. Wir müssen wieder wir selbst werden. Selber haben werden wir uns nur, wenn wir wieder eine positive Beziehung zu unserer Geschichte aufbauen. Und schon Franz Josef Strauß bemerkte, die Vergangenheitsbewältigung an als gesamtgesellschaftliche Daueraufgabe, die lähmt ein Volk. [Applaus] Liebe Freunde, Recht hatte er, der Franz Josef Strauß. Und diese dämliche Bewältigungspolitik die lähmt uns heute noch viel mehr, als zu Franz Josef Strauß Zeiten. Wir brauchen nichts anderes als eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad. [starker Applaus] […]